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Kinder in Scheidung - Ursachen für das Ehescheitern und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Schaden vom Kind abzuwenden

Title: Kinder in Scheidung - Ursachen für das Ehescheitern und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Schaden vom Kind abzuwenden

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sven Stumpf (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Scheidung ist ein schwerwiegendes Problem der modernen Gesellschaft geworden. Nahezu in allen Ländern Europas, aber auch in den USA, beobachtet man einen Anstieg der Scheidungszahlen. Es wird heutzutage niemanden mehr geben, der nicht die Scheidung eines Bekannten, Verwandten oder sogar selbst miterleben mußte. Scheidung ist ein Thema das jeden, der die Absicht hat zu heiraten oder schon verheiratet ist treffen kann. Da die Ehe bis heute eine der favorisierten Lebensformen, selbst bei Jugendlichen ist, ist das Thema sowohl heute als auch in Zukunft relevant. Ein besonderes Augenmerk möchte ich in dieser Arbeit auf die Kinder richten, die von einer Scheidung betroffen sind. In Deutschland ist bei ca. jeder zweiten Scheidung ein Kind unter 18 Jahren beteiligt. Dass Kinder bei einer Scheidung Schaden nehmen, wird vielfältig in der Gesellschaft thematisiert. Doch welche Maßnahmen sich treffen lassen, um diesen Schaden zu minimieren, ist häufig nicht bekannt. Sicherlich ist es zunächst der beste Weg sich gar nicht scheiden zu lassen. Deshalb möchte ich nach einem ersten Einstieg, bei dem ich die statistischen Daten aus Deutschland, Europa und den USA vorstelle (1), Erklärungssansätze der Ursachen von Scheidung thematisieren (2). Zunächst aus der Vogelperspektive, der Makroebene ( 3.1) und danach aus der Sicht der Einzelnen, der Mikroebene (3.2). Dieser Bereich ist in sofern interessant, da sowohl positive und negative Einflüsse auf die Ehe vorgestellt werden und sich Ratschläge für die Praxis ableiten lassen.
Anschließend werde ich auf die Scheidungskinder zu sprechen kommen (4). Hier werden zwei Studien aus den USA einfließen, die zu teilweise unterschiedlichen Ergebnissen kamen. Die eine stammt von der Psychologin Judith Wallerstein, die seit 25 Jahren die Langzeitfolgen der Scheidung untersucht. Die andere stammt von Mavis Hetherington, die fast 1400 Familien und 2500 Kinder über einen längeren Zeitraum beobachtet hat.
In dieser Arbeit möchte ich vor allem Faktoren ansprechen, die Kinder bei einer Scheidung in ihrer Entwicklung schützen oder schaden. Gleichzeitig dient dieses Kapitel als Ratgeber für Eltern, die nicht wissen, wie sie mit einer Scheidungssituation umzugehen haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Statistische Daten zur Scheidung

3. Scheidungsursachen

3.1 Makroebene - Scheidungsursachen gesellschaftlich

3.2 Mikroebene - Scheidungsursachen für den Einzelnen

4. Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder bei Scheidung

4.1 Verlusterlebnisse

4.2 Kommunikationsverhalten der Eltern

4.3 Erziehungsverhalten der Eltern

4.4 Erziehungsmodelle der Eltern nach der Scheidung

4.5 Personen mit Einfluss auf das Kind

5. Spezialfall des Versorgerkindes

6. Juristische Aspekte der Scheidung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen des Ehescheidungsanstiegs in modernen Gesellschaften und analysiert insbesondere die Auswirkungen dieser Trennungen auf betroffene Kinder. Ziel ist es, Schutz- und Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung zu identifizieren und konkrete Maßnahmen aufzuzeigen, wie Eltern durch ihr Verhalten den emotionalen Schaden für ihre Kinder minimieren können.

  • Statistische Entwicklung von Scheidungszahlen in Deutschland, Europa und den USA.
  • Gesellschaftliche (Makroebene) und individuelle (Mikroebene) Ursachen für das Ehescheitern.
  • Einfluss von Erziehungsstilen und elterlichen Modellen auf die Bewältigungsfähigkeit der Kinder.
  • Die Rolle der Eltern als Sachverwalter sowie die Problematik der Parentifizierung ("Versorgerkind").
  • Juristische Rahmenbedingungen und familienrechtliche Aspekte der Scheidung in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

4.1 Verlusterlebnisse

Kinder erleben häufig nicht nur eine Scheidung bzw. nur ein negatives Verlusterlebnis, sondern mehrere. „Sie erleben nicht einen und auch nicht zwei, sondern viele weitere Verluste, wenn ihre Eltern nach immer neuen Partnern suchen. Jeder neue Partnerwechsel stürzt das Kind in einen Tumult und ruft schmerzliche Erinnerungen an den ersten Verlust wach“ (Wallerstein 2002 60). Je mehr solcher Erlebnisse von den Kindern verarbeitet werden müssen, desto schwieriger haben sie es, mit ihnen zurechtzukommen. Jede neue Liebe der Eltern wird von den Scheidungskindern mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Da die Eltern in einem besonderen Maße eine Vorbildfunktion haben, ist es nicht verwunderlich, dass die Unsicherheit des Kindes mit weiteren Verlusterlebnissen zunimmt. Welches Ausmaß die Vorbildfunktion der Eltern auf die Kinder hat, zeigt sich z.B. im Verhalten von Mädchen, die zur gleichen Zeit wie ihre Mutter sexuell aktiv wurden, als diese gerade eine neue Affäre begann.

In der Studie von Wallerstein erlebten nur etwa 5% der Scheidungskinder eine stabile Zweitehe beider Eltern. Für dreiviertel der Kinder blieb der erste Verlust, die Scheidung der Eltern nicht der einzige, und sie mussten weitere Trennungen der Elternteile miterleben. „Kann es vor diesem Hintergrund überraschen, dass so viele Scheidungskinder zu dem Schluss kommen, dass Liebe flüchtig ist“(Wallerstein 2002, 61)?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Relevanz des Scheidungsthemas für die moderne Gesellschaft mit Fokus auf die betroffenen Kinder.

2. Statistische Daten zur Scheidung: Darstellung der historischen und aktuellen Zunahme von Scheidungen in verschiedenen Wirtschaftsräumen sowie sozioökonomische Einordnung.

3. Scheidungsursachen: Analyse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der individuellen psychologischen sowie kommunikativen Gründe für das Ehescheitern.

4. Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder bei Scheidung: Untersuchung der verschiedenen Einflussfaktoren auf das Kind, wie Verlusterlebnisse, Erziehungsstile und soziale Unterstützung.

5. Spezialfall des Versorgerkindes: Betrachtung der Problematik, wenn Kinder aufgrund der emotionalen Instabilität der Eltern die Rolle eines Versorgers oder Beraters übernehmen.

6. Juristische Aspekte der Scheidung: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen, wie das Zerrüttungsprinzip und Regelungen zum Unterhalt und Sorgerecht in Deutschland.

Schlüsselwörter

Scheidung, Scheidungskinder, Erziehungsverhalten, Versorgerkind, Ehe, Soziologie, Familienrecht, Konfliktmanagement, Elternschaft, Bindung, Verlusterlebnisse, Kindeswohl, Sorgerecht, Lebensform, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen steigender Scheidungsraten und untersucht, wie sich die Trennung der Eltern auf die Entwicklung von Kindern auswirkt und durch welche elterlichen Maßnahmen das Kindeswohl geschützt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf Scheidungsstatistiken, den soziologischen Ursachen des Ehescheidens, der psychologischen Belastung für Kinder durch elterliche Konflikte und den rechtlichen Rahmenbedingungen nach der Scheidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, praktische Handlungsempfehlungen für Eltern in Scheidungssituationen abzuleiten, um negative Langzeitfolgen für die Entwicklung ihrer Kinder zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die insbesondere auf den Langzeitstudien der Psychologen Judith Wallerstein und Mavis Hetherington sowie auf familienrechtlichen Grundlagen und statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse auf Makro- und Mikroebene, eine detaillierte Betrachtung von Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder und eine spezifische Analyse der Rolle des sogenannten Versorgerkindes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Scheidung, Kindeswohl, Erziehungsverhalten, Versorgerkind, Familienrecht und elterliche Kommunikation.

Was bedeutet der Begriff "Versorgerkind"?

Als Versorgerkind werden Kinder bezeichnet, die nach der Scheidung ihrer Eltern die Rolle des emotionalen Stützen, Beraters oder Ersatz-Elternteils übernehmen, was eine erhebliche psychische Belastung für die normale kindliche Entwicklung darstellt.

Welchen Einfluss haben Geschwister in der Scheidungssituation?

Geschwister können durch gegenseitige Unterstützung Allianzen bilden, die den Stress mildern, jedoch kann die Scheidung auch zu einer Verschlechterung des Verhältnisses untereinander führen, wenn Gerechtigkeitskonflikte entstehen oder ein Kind zum Sündenbock gemacht wird.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Rechts bei Scheidungen?

Der Autor betont den gesellschaftlichen Wandel vom Schuldprinzip zum Zerrüttungsprinzip und die zunehmende Bedeutung der gemeinsamen elterlichen Sorge als Standard, um das Kindeswohl auch nach der Trennung zu wahren.

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Details

Title
Kinder in Scheidung - Ursachen für das Ehescheitern und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Schaden vom Kind abzuwenden
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Abt. Soziologie der Familie und der privaten Lebensführung)
Course
Familie und Recht
Grade
1,7
Author
Sven Stumpf (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V57085
ISBN (eBook)
9783638516181
ISBN (Book)
9783638665100
Language
German
Tags
Kinder Scheidung Ursachen Ehescheitern Maßnahmen Schaden Kind Familie Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Stumpf (Author), 2006, Kinder in Scheidung - Ursachen für das Ehescheitern und welche Maßnahmen getroffen werden können, um Schaden vom Kind abzuwenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57085
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