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Chancengleichheit im Bildungssystem

Title: Chancengleichheit im Bildungssystem

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages

Autor:in: Ping Liu (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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„Die vollständige Kunst , alle Menschen alles zu lehren oder sichere und vorzügliche Art und Weise , in allen Gemeinden , Städten und Dörfern eines jeden christlichen Landes Schulen zu errichten, in denen die gesamte Jugend beiderlei Geschlechts ohne jede Ausnahme rasch, angenehm und gründlich in den Wissenschaften gebildet, zu guten Sitten geführt, mit Frömmigkeit erfüllt und auf diese Weise in den Jugendjahren zu allen, was für dieses und das künftige Leben nötig ist, angeleitet werden kann „(Comenius 1954, zit. n. Lemmermöhle 1995, S. 267).


Das Thema „Chancengleichheit im Bildungssystem“ wird bereits seit langem diskutiert .Was ist Chancengleichheit? Ist die Realisierung der Forderung nach Chancengleichheit geeignet, Ungleichheit abzubauen? Wie müsste ein Schulsystem organisiert sein, das Chancengleichheit erreicht? Die Fragen werden in meinen Beitrag diskutiert.


In meinen Beitrag möchte ich erstens über die Bedeutung von Chancengleichheit sprechen. Zweitens gehe ich auf die Problematik der Ungleichheit im Bildungssystem ein. Die Einlösung von Chancengleichheit ist schwer umzusetzen. Ich werde auf Wege zum Aufbau von Chancengleichheit im Bildungssystem eingehen. Der letzte Abschnitt wird eine Zusammenfassung sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chancengleichheit: Ziele schulischer Bildung

3. Felder von Chancenungleichheit im Bildungssystem

3.1 Leistungsprinzip

3.2 Weibliche und männliche Fächer

3.3 Ungleiche Interaktionsstrukturen im Klassenzimmer

3.4 Geschlechtsstereotypen im Curriculum und im Lehrmaterial

3.5 Die Geschlechterhierarchie im Lehrerzimmer

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Chancengleichheit im Bildungssystem, mit einem spezifischen Fokus auf die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten, die im schulischen Alltag persistieren.

  • Bedeutung und Definition von Chancengleichheit im historischen und aktuellen Kontext
  • Die Rolle des Leistungsprinzips und dessen Auswirkungen auf die Geschlechterrollen
  • Soziokulturelle Einflussfaktoren bei der Wahl von Unterrichtsfächern
  • Analyse geschlechtsspezifischer Interaktionsmuster und Machtstrukturen im Klassenzimmer
  • Geschlechterstereotypen in Lehrmaterialien und die Hierarchien im Lehrerzimmer

Auszug aus dem Buch

3.3 Ungleichen Interaktionsstrukturen in Klassenzimmer

Ein Klassenzimmer ist ein vielschichtiger sozialer Aktionsraum. Er dient n. a. dem individuellen Erproben und Erleben von Auseinandersetzungen in Gruppenprozessen. Es konnten Interaktionsmuster sowohl mit benachteiligender als auch integrativer Wirkung beschrieben werden. Diese Interaktionsmuster betreffen den geschlechtsspezifischen Umgang mit dem Kommunikations- und Interaktionsverhalten in Klassenzimmern(vgl. Eccard 2005, S. 9).

Geschlecht ist nicht biologisch vorprogrammiert oder kulturell erzwungen, sondern ein Produkt kontinuierlicher- bewusster wie unbewusster- Interaktionsarbeit. Dabei greifen wir auf gelernte gesellschaftliche Muster von Weiblichkeit und Männlichkeit zurück. Durch Kleidung, Gang, Körperhaltung, in Diskursen und durch Sprache werden Weiblichkeit und Männlichkeit permanent dargestellt, hergestellt, und verändert.

Dabei zeigt sich, dass Mädchen als Gruppe stärker auf Kooperation hin und Jungen als Gruppe stärker auf Konkurrenz hin orientiert sind. Die Kooperationsfähigkeit der Mädchen und ihre größere Offenheit im Unterrichtsgespräch wurden von den Lehrerinnen als wichtige Unterstützung im Unterricht benannt, aber nicht als fachliche oder interaktionelle Leistungen bewert (vgl. Enders-Dragässer/ Fuchs 1989, S. 148).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Forderung nach allgemeiner Bildung und führt in die Problematik ein, wie Chancengleichheit trotz bestehender Ungleichheiten im Schulsystem realisiert werden kann.

2. Chancengleichheit: Ziele schulischer Bildung: Dieses Kapitel kontrastiert konservative und liberale Ansätze der Chancengleichheit und diskutiert diese im Kontext aktueller Bildungsanforderungen und Menschenrechte.

3. Felder von Chancenungleichheit im Bildungssystem: Eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Dimensionen schulischer Ungleichheit, von Leistungsbewertungen bis hin zu strukturellen Geschlechterhierarchien.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Erfahrungen im Schulalltag machen und betont die Notwendigkeit aktiver Wege zur Herstellung von Chancengleichheit.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Chancengleichheit, Bildungssystem, Geschlechtergerechtigkeit, Leistungsprinzip, Sozialisation, Koedukation, Geschlechterhierarchie, Interaktionsmuster, Geschlechtsstereotypen, Bildungsbenachteiligung, Schulalltag, Pädagogik, Rollenverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Konzepte von Chancengleichheit und untersucht kritisch, an welchen Stellen das Bildungssystem geschlechtsspezifische Ungleichheiten reproduziert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Leistungsprinzip, die Wahl von Unterrichtsfächern, Interaktionsstrukturen im Unterricht, Repräsentation in Lehrmaterialien und die Geschlechterhierarchie im Lehrkörper.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie formale Chancengleichheit in reale Chancengleichheit transformiert werden kann, indem Barrieren und unbewusste Benachteiligungen im Bildungssektor identifiziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine soziologische und erziehungswissenschaftliche Perspektive, gestützt auf die Analyse von Fachliteratur und empirischen Studien zur Bildungs- und Geschlechterforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Felder der Ungleichheit, darunter die ungleiche Bewertung von Leistungen bei Jungen und Mädchen sowie die Auswirkungen eines jungenorientierten Lernklimas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Chancengleichheit, Geschlechterdemokratie, soziale Herkunft, Bildungssozialisation und Geschlechtsstereotypen.

Warum spielt das "Leistungsprinzip" eine so große Rolle in der Untersuchung?

Das Leistungsprinzip gilt als zentrale Norm der Statusverteilung. Die Autorin zeigt jedoch auf, dass Mädchen hierdurch oft benachteiligt werden, da Leistungskriterien und Bewertungsschemata häufig einseitig auf männliche Verhaltensweisen ausgerichtet sind.

Welche Beobachtungen werden zur "Geschlechterhierarchie im Lehrerzimmer" gemacht?

Es wird festgestellt, dass in höheren Funktionsebenen des Schulsystems Männer deutlich stärker vertreten sind, was Schülern und Schülerinnen subtile, aber wirkmächtige Botschaften über Macht und beruflichen Erfolg vermittelt.

Wie bewertet die Autorin den Übergang von monoedukativen zu koedukativen Schulen?

Die Autorin kritisiert, dass dieser Prozess oft als unproblematisch dargestellt wurde, während tatsächlich eine unreflektierte Übernahme gesellschaftlicher Rollenmuster stattgefunden hat, die die Bedürfnisse von Mädchen vernachlässigt.

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Details

Title
Chancengleichheit im Bildungssystem
College
University of Stuttgart  (Institut für Erziehungswissenschaft und Psychologie )
Author
Ping Liu (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V57212
ISBN (eBook)
9783638517270
ISBN (Book)
9783638937641
Language
German
Tags
Chancengleichheit Bildungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ping Liu (Author), 2005, Chancengleichheit im Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57212
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