Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences infirmières - Divers

Die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen. Bedarf und Unterstützungsmöglichkeiten

Titre: Die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen. Bedarf und Unterstützungsmöglichkeiten

Dossier / Travail , 2006 , 37 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Grußendorf (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Bei stetig steigender Zahl von Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf bleiben häusliche Pflegearrangements zentraler Ort der Betreuung und Versorgung. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Privathaushalten ist inzwischen auf knapp 1,4 Millionen angestiegen. Die pflegerische Versorgung von Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung wird größtenteils von pflegenden Angehörigen sichergestellt bzw. unter ihrer Beteiligung auch als Pflegeperson im Sinne des SGB XI durchgeführt. Dabei wird in einschlägigen Quellen auf die besonders belastete und unterstützungswürdige Situation der pflegenden Angehörigen hingewiesen und Verbesserung eingefordert. Nach wie vor übernehmen Angehörige persönliche Verantwortung für die Sicherung der Lebensqualität von Kranken und Pflegebedürftigen. Sie stellen nicht nur die größte Versorgergruppe von Pflegebedürftigen dar, sondern sie selbst haben auch einen erhöhten Unterstützungs-, Entlastungs- und Beratungsbedarf. Häuslich versorgt und betreut werden Pflegebedürftige aller Schweregrade, d.h. aufgrund von erheblichen Mobilitätseinschränkungen, im Falle einer Demenz oder körperlich-organischer Erkrankungen und kognitiver Beeinträchtigungen. Pflegende Angehörige sind zum Teil 24 Stunden am Tag mit dem Pflegebedürftigen zusammen. „Sie bilden das Rückgrat der häuslichen Pflege.“ Dies ist ein Grund, weshalb ich mich im bisherigen Verlauf meines Pflegestudiums verstärkt mit der Situation pflegender Angehöriger beschäftigt habe und auch in dieser Hausarbeit bewusst diese Thematik aufgreife und bearbeiten möchte. Unter anderem habe ich mich im Rahmen des Praxissemesters 2005 für das Projekt „Entwurf der pflegebezogenen Schulungseinheiten Transfer und Inkontinenz“ einer Angehörigenschulung bei der Trägerunabhängigen Pflegeberatungsstelle in Lübeck entschieden. In den letzten beiden Semestern habe ich an dem einjährigen Fachprojekt mit der Thematik „Evaluation einer Vortragsreihe für Angehörige von Demenzerkrankten im Zentrum für Ältere in der Asklepios Klinik Nord“ mitgearbeitet. In einem ersten Teil werde ich, nach einem kurzen Überblick über die demographischen Aspekte der Pflege älterer Menschen in der Familie, die jetzige Situation pflegender Angehöriger beleuchten. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich mögliche Entlastungen bzw. Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige darstellen, die aber nur zu einem kleinen Teil von pflegenden Angehörigen in Anspruch genommen werden, und die möglichen Ursachen dafür erläutern. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Demographische Aspekte der Pflege älterer Menschen in der Familie

3. Die Situation pflegender Angehöriger

3.1 „Pflegende Angehörige“ – Begriffsklärung

3.2 Die Motive zur Übernahme der Pflege

3.3 Die Belastungen der pflegenden Angehörigen

3.4 Problemlagen verschiedener Zielgruppen

3.4.1 Pflegende (Ehe-)Partner

3.4.2 Pflegende (Schwieger-)Töchter

3.5 Pflegebereitschaft und Pflegefähigkeit

4. Hinderungsgründe für die Annahme von Hilfsangeboten

5. Bestehende Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige

5.1 Bildungs- und Beratungsangebote

5.1.1 Beratung

5.1.2 Weiterbildung – Pflegekurse, Seminare, Vorträge

5.1.3 Gesprächsgruppen

5.2 Praktische Angebote

5.2.1 Ambulante Hilfen

5.2.2 Teilstationäre Hilfen

5.2.3 Stationäre Angebote

5.2.4 Finanzielle Hilfen

5.3 Leistungen zur sozialen Sicherung für Pflegepersonen

6. Fehlende Hilfsangebote

6.1 Flexible Betreuungsangebote und ergänzende Formen der Kurzzeitpflege

6.1.1 Kurzfristig organisierbare Betreuung

6.1.2 Ergänzende Angebotsformen der Kurzzeitpflege

6.1.3 Alternative, flexible Wohnformen

6.2 Information/ Öffentlichkeitsarbeit

6.3 Vernetzung

7. Zusammenfassung/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen, analysiert deren Belastungsfaktoren und identifiziert sowohl bestehende als auch fehlende Unterstützungsmöglichkeiten, um die häusliche Pflege nachhaltig zu stärken und Entlastung zu schaffen.

  • Demographischer Wandel und Auswirkungen auf das Pflegepotential
  • Psychosoziale Belastungen und Rollenkonflikte pflegender Angehöriger
  • Hindernisse bei der Inanspruchnahme professioneller Unterstützungsangebote
  • Analyse und Bewertung von Bildungs-, Beratungs- und praktischen Hilfsleistungen
  • Bedarf an flexiblen Betreuungsformen und Vernetzungsstrategien

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Belastungen der pflegenden Angehörigen

Pflege und Betreuung eines Angehörigen ist eine anspruchsvolle Herausforderung. Viele Angehörige stehen dieser Aufgabe, die nicht selten von heute auf morgen auf sie zukommt, unsicher und ängstlich gegenüber. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen und befürchten, dem Pflegebedürftigen Schmerzen und Schaden zuzufügen. Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten zur Bewältigung einer häuslichen Pflegesituation sind vielfach nur begrenzt vorhanden, vor allem wenn diese unvorbereitet eintrifft. Werden diese zu spät erkannt, kommt es zu Unsicherheiten in der Bewältigung der Situation und zu Überforderungen. Gesundheitliche Störungen können die Folge sein.

Einen Anhaltspunkt für das Ausmaß der Belastung pflegender Angehöriger zeigen die Infratest - Daten. In Anbetracht des erheblichen Aufwandes, der zur Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen in Privathaushalten erforderlich ist, kann es wenig überraschen, dass die privaten Hauptpflegepersonen die damit verbundenen Belastungen als erheblich einschätzen. 42% der Hauptpflegepersonen von Pflegebedürftigen fühlen sich eher stark und 41% sogar sehr stark belastet. 10% geben an, eher wenig, und 7%, gar nicht belastet zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung häuslicher Pflegearrangements vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer verbesserten Unterstützung pflegender Angehöriger.

2. Demographische Aspekte der Pflege älterer Menschen in der Familie: Dieses Kapitel analysiert den demographischen Wandel, insbesondere die alternde Gesellschaft und deren Konsequenzen für die informelle Pflege durch Familienmitglieder.

3. Die Situation pflegender Angehöriger: Hier werden die Rollen, Motive und spezifischen Belastungskonfigurationen verschiedener Zielgruppen pflegender Angehöriger detailliert untersucht und charakterisiert.

4. Hinderungsgründe für die Annahme von Hilfsangeboten: Das Kapitel erläutert, warum trotz hoher Belastung nur eine Minderheit der Pflegenden regelmäßig auf vorhandene Beratungs- und Unterstützungsangebote zurückgreift.

5. Bestehende Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über das aktuelle Spektrum an Beratungs-, Bildungs- und praktischen Hilfeleistungen, die zur Entlastung pflegender Angehöriger zur Verfügung stehen.

6. Fehlende Hilfsangebote: Das Kapitel identifiziert Lücken im Versorgungssystem, insbesondere hinsichtlich der Flexibilität von Betreuungsformen sowie der Informationsvermittlung und Vernetzung der Angebote.

7. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit eines ortsnahen, breiten Unterstützungsangebots zur Sicherung häuslicher Pflege.

Schlüsselwörter

Pflegende Angehörige, Häusliche Pflege, Pflegeversicherung, Belastung, Unterstützung, Entlastung, Beratung, Pflegebereitschaft, Pflegefähigkeit, Demographischer Wandel, Pflegebedürftigkeit, Kurzzeitpflege, Vernetzung, Transparenz, Burnout

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebens- und Pflegesituation von Angehörigen, die ältere Menschen zu Hause versorgen. Sie stellt deren Belastungen dar und diskutiert, wie sie durch verschiedene Unterstützungsangebote entlastet werden können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die zentralen Themen sind die demographische Entwicklung, die psychischen und physischen Belastungen pflegender Angehöriger, Gründe für die Nichtinanspruchnahme von Hilfen sowie die Evaluierung bestehender und die Identifikation fehlender Unterstützungsinstrumente.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel der Arbeit ist es, die Situation pflegender Angehöriger transparent zu machen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Unterstützung (Bildung, Beratung, praktische Hilfen) die häusliche Pflege gesichert und die Lebensqualität der Pflegenden verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien und gesetzliche Grundlagen (insbesondere SGB XI) genutzt werden, um die pflegerischen Versorgungsarrangements und deren Verbesserungspotenziale theoretisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Motive der Pflegeübernahme, die spezifischen Belastungen (z.B. soziale Isolation, Zeitdruck), die Hinderungsgründe bei der Hilfesuche sowie eine detaillierte Auflistung von Beratungs- und praktischen Hilfsangeboten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe pflegende Angehörige, Entlastung, Pflegebereitschaft, Pflegefähigkeit und soziale Absicherung charakterisiert.

Warum ist das Thema der "Pflegefähigkeit" und "Pflegebereitschaft" für die Angebotsplanung so wichtig?

Die Unterscheidung hilft dabei, passgenaue Angebote zu konzipieren; während einige Pflegende eher fachliche Informationen benötigen, benötigen andere psychosoziale Unterstützung oder Motivationsanreize.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin hinsichtlich der Zukunft der häuslichen Pflege?

Die Autorin schlussfolgert, dass aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der schwindenden Kapazitäten familiärer Netzwerke der Ausbau flexibler Betreuungsangebote sowie die Herstellung von Marktransparenz unerlässlich sind, um die häusliche Pflege zukunftsfähig zu halten.

Fin de l'extrait de 37 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen. Bedarf und Unterstützungsmöglichkeiten
Université
Hamburg University of Applied Sciences
Cours
Gesundheitsbezogene Entwicklungsaufgaben des Alters
Note
1,0
Auteur
Nadine Grußendorf (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
37
N° de catalogue
V57806
ISBN (ebook)
9783638521390
ISBN (Livre)
9783656792611
Langue
allemand
mots-clé
Situation Angehöriger Menschen Darstellung Bedarfs Unterstützungsmöglichkeiten Gesundheitsbezogene Entwicklungsaufgaben Alters
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nadine Grußendorf (Auteur), 2006, Die Situation pflegender Angehöriger älterer Menschen. Bedarf und Unterstützungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57806
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  37  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint