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Globale Wissenspolitik

Title: Globale Wissenspolitik

Term Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Björn Steinhardt (Author)

Politics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Auseinandersetzung mit dem Tatbestand der globalen Wissenspolitik ist eng mit den Begriffen Risiko und Gefahr verbunden. Diese können im Zuge einer fortschreitenden Globalisierung zwangsläufig einen Großteil oder vielleicht sogar die gesamte Weltbevölkerung betreffen und bedrohen. Ziel dieser Ausarbeitung soll es daher sein, einige Merkmale des Risikokonzeptes von Nico Stehr darzustellen, sowie im Anschluss daran diesen den systemischen Ansatz von Helmut Willke gegenüber zu stellen. Nico Stehr vertritt grundsätzlich die Ansicht, dass die Risikoforschung in den letzten Jahren zwar Fortschritte gemacht habe, auf der anderen Seite jedoch„das Wissen über die Frage der Konstruktion und Kommunikation von Risiken in der modernen Gesellschaft fragil bleibt“und dass es schwer sei„robustes Wissen über Risiken und Gefahren zu generieren“(vgl. Stehr 2003: 262). Er geht weiterhin davon aus, dass der Versuch der Forschung, das Phänomen des Risikos durch die Unterscheidung zwischen subjektivem und objektivem Risiko erfassen zu können, unvollständig sei und Schwachstellen aufweise (vgl. ebd.: 264/265). In diesem Kontext sind in erster Linie zwei Unterscheidungen hervorzuheben, die Stehr innerhalb seiner Überlegungen vornimmt, nämlich auf der einen Seite die zwischen dem Risiko und der Gefahr und auf der anderen Seite die zwischen Entscheider und Betroffener.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen einer globalen Wissenspolitik: Wie ist der Begriff des Risikos gekennzeichnet und welche Rolle spielt er im Zusammenhang einer globalen Wissenspolitik?

1.1 Die Bedeutung von Risiken und Gefahren für die Wissenspolitik

1.2 Das Risikokonzept von Nico Stehr

1.2.1 Die Unterscheidung zwischen Risiko und Gefahr

1.2.2 Die Unterscheidung zwischen Entscheider und Betroffenem

1.3 Helmut Willkes systemischer Risikoansatz

1.3 Der Risikobegriff und eine globale Wissenspolitik

2. Problemdiagnose: Inwiefern haben sich die Aufgaben des Staates in den letzten Jahren gewandelt und welche Rolle spielen private Autoritäten und öffentlich-private Partnerschaften in diesem Zusammenhang?

2.1 Einleitung

2.2 Der Wandel der staatlichen Aufgaben

2.3 Die Rolle privater Autoritäten und öffentlich-privater Partnerschaften

2.4 Die Auswirkungen für eine globale Wissenspolitik

3. Fallstudie: Mit welchen wissensbasierten Problemen sehen sich „less developed countries“ konfrontiert und was sind mögliche Lösungsansätze?

3.1 Einleitung

3.2 Wissensbasierte Probleme von „less developed countries“

3.3 Lösungsansätze

3.4 Kritik an den Konzepten des Wissensmanagements und der Wissensnetzwerke

3.5 Abschließende Betrachtung – Konsequenzen für eine globale Wissenspolitik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Wissen und Risikomanagement im Kontext globaler Governance, mit einem besonderen Fokus auf den Wandel staatlicher Aufgaben und die Herausforderungen in Entwicklungsländern.

  • Systemische Risikoanalyse nach Nico Stehr und Helmut Willke
  • Der Wandel staatlicher Steuerung und die Zunahme kollateraler Güter
  • Bedeutung privater Akteure und öffentlich-privater Partnerschaften
  • Wissensbasierte Entwicklungsprobleme in "less developed countries"
  • Kritik an globalen Wissensnetzwerken und Wissensmanagement

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Die Unterscheidung zwischen Risiko und Gefahr

Stehr beruft sich in diesem Zusammenhang auf Niklas Luhmann, der bereits diese Unterscheidung vorgenommen hat. Das wesentliche Merkmal eines Risikos besteht darin, dass zukünftige Schäden auf die konkreten Entscheidungen bestimmter Personen zurückgeführt werden kann.

Ein Beispiel wäre, wenn ein Industrieunternehmen wissentlich Abwässer in einen Fluss leitet und dabei das Risiko eingeht, dass dadurch die Umwelt und das Trinkwasser der Umgebung Schaden nehmen können.

In Abgrenzung dazu zeichnen sich Gefahren dadurch aus, dass es sich dabei „um von außen kommende Schäden handelt, die der Betroffene nicht beeinflussen kann.“ (vgl. ebd.: 266). Bei dem eben angeführten Bespiel der Umweltverschmutzung durch ein Industrieunternehmen besteht die Gefahr darin, dass man als Anwohner eines solchen Unternehmens eben der Gefahr der Trinkwasserverschmutzung ausgesetzt ist, dieser aber selbst nicht entgegenwirken kann.

Diese führt zwangsläufig zu der nächsten Unterscheidung, die Stehr innerhalb seiner Überlegungen vornimmt, nämlich der zwischen Entscheider und Betroffenem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen einer globalen Wissenspolitik: Wie ist der Begriff des Risikos gekennzeichnet und welche Rolle spielt er im Zusammenhang einer globalen Wissenspolitik?: Das Kapitel erläutert theoretische Ansätze von Nico Stehr und Helmut Willke zur Unterscheidung von Risiko, Gefahr und systemischem Nichtwissen.

2. Problemdiagnose: Inwiefern haben sich die Aufgaben des Staates in den letzten Jahren gewandelt und welche Rolle spielen private Autoritäten und öffentlich-private Partnerschaften in diesem Zusammenhang?: Hier wird der Rückzug des Staates aus klassischen Kollektivgütern thematisiert und die wachsende Bedeutung von privaten Akteuren und Netzwerken bei der Bereitstellung kollateraler Güter analysiert.

3. Fallstudie: Mit welchen wissensbasierten Problemen sehen sich „less developed countries“ konfrontiert und was sind mögliche Lösungsansätze?: Das Kapitel untersucht die Wissensdefizite in Entwicklungsländern und diskutiert, ob globale Wissensnetzwerke wie die Weltbank zur Lösung beitragen können.

Schlüsselwörter

Globale Wissenspolitik, Risiko, Gefahr, Nico Stehr, Helmut Willke, Systemrisiko, Staatliche Aufgaben, Kollaterale Güter, Öffentlich-private Partnerschaften, Wissensmanagement, Less developed countries, Entwicklungszusammenarbeit, Wissensnetzwerke, Weltbank, Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung von Wissen als zentrale Ressource in der globalisierten Welt und wie politische Akteure mit den daraus resultierenden systemischen Risiken umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Risikotheorien von Stehr und Willke, der Wandel staatlicher Steuerungsmöglichkeiten sowie die wissensbasierten Herausforderungen in Entwicklungsländern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Institutionen und private Akteure zusammenwirken müssen, um auf globaler Ebene erfolgreich politische Steuerungsaufgaben im Umgang mit Unsicherheit zu bewältigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Risiko- und Wissenskonzepte sowie einer fallstudienbasierten Untersuchung zur globalen Entwicklungszusammenarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Risiko und Gefahr, eine Problemdiagnose zum Wandel staatlicher Steuerung und eine Fallstudie zu Wissensproblemen in Entwicklungsländern.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Wissenspolitik, Systemrisiko, kollaterale Güter, Global Governance und Wissensmanagement.

Wie unterscheidet Stehr zwischen Risiko und Gefahr?

Ein Risiko wird durch die Entscheidung eines Akteurs verursacht, während eine Gefahr von außen kommt und vom Betroffenen nicht beeinflusst werden kann.

Warum sind laut der Arbeit "öffentlich-private Partnerschaften" unerlässlich?

Sie werden besonders für die Bereitstellung sogenannter kollateraler Güter benötigt, da diese weder rein marktgesteuert noch ausschließlich staatlich effizient produziert werden können.

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Details

Title
Globale Wissenspolitik
College
Bielefeld University  (Fakultät für Soziologie)
Course
Globalisierung und Global Governance
Grade
1,7
Author
Björn Steinhardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V57919
ISBN (eBook)
9783638522359
ISBN (Book)
9783656778806
Language
German
Tags
Globale Wissenspolitik Globalisierung Global Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Steinhardt (Author), 2006, Globale Wissenspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57919
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