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Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekompetenz

Title: Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekompetenz

Term Paper , 2005 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Daniela Schmitt (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Seit der Fernseher in den 1950-er Jahren Einzug in unsere Wohnzimmer gehalten hat, wurden immer wieder Bedenken geäußert, dass der Fernsehkonsum schädliche Wirkungen haben könnte. Neben Befürchtungen im Hinblick auf die soziale und emotionale Entwicklung wird heute vor allem die Beeinträchtigung der Sprach- und Lesefertigkeiten von Kindern diskutiert. Über die Folgen des Fernsehens bei Kindern und Jugendlichen wird viel debattiert. Zu nennen sind hierbei hauptsächlich die schlechteren Schulleistungen der Kinder und Jugendlichen, welche täglich mehrere Stunden vor dem Fernsehgerät verbringen. Diese Beobachtung legt die Vermutung nahe, dass diese Entwicklung auf die geringe Lesehäufigkeit solcher so genannten Viel-Seher, welche sich durch erhöhten Fernsehkonsum auszeichnen, zurückzuführen ist.
Die folgende Hausarbeit beleuchtet verschiedene Forschungsansätze, welche hemmende, wie auch fördernde Einflüsse des medialen Umfeldes auf die Entwicklung von Lesekompetenz aufzeigen. Zum besseren Verständnis erfolgt im zweiten Gliederungspunkt eine Hinleitung zur Thematik, indem der Stellenwert des Buches und des Lesens in der heutigen Zeit herausgestellt wird. Im Anschluss daran wird ein kurzer Überblick über Leseerziehung und Leseverhalten gegeben, sowie ein Einblick in das Medienangebot, als auch die Mediennutzung, insbesondere des Fernsehens. Im Folgenden werden die verschiedenen Forschungsansätze vorgestellt, die seit der Einführung des Fernsehens diskutiert wurden und zu der heutigen Erkenntnis über hemmende und fördernde Einflüsse auf das Leseverhalten geführt haben. Hierbei wird klar ersichtlich, dass die Forschung eher die hemmenden Einflüsse des medialen Umfeldes auf Kinder und Jugendliche postuliert, während fördernde Einflüsse eher als Begleiterscheinung der Studien einhergingen. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Schlussbetrachtung gesichert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vergleich der Medienangebote

2.1 Stellenwerte des Buches und des Lesens

2.2 Der Zusammenhang zwischen Leseerziehung und Leseverhalten

2.3 Medienangebot und Mediennutzung

2.4 Lesekompetenz als Voraussetzung für Medienkompetenz

3 Hemmende Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz

3.1 Forschungsergebnisse

3.1.1 Hemmungshypothesen

3.2 Ursache und Wirkung

3.3 Relevante Erkenntnisse aus der pädagogisch-psychologischen Lese-Rechtschreib-Forschung

3.4 Befunde der Würzburger Studie zum hemmenden Einfluss des Fernsehens auf Lesekompetenzen

4 Fördernde Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des medialen Umfelds, insbesondere des Fernsehens, auf die Entwicklung der Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Medienkonsum hemmende oder förderliche Wirkungen auf die Lesefähigkeiten ausübt und welche Rolle die familiäre Sozialisation dabei spielt.

  • Stellenwert des Buches in der heutigen Mediengesellschaft
  • Einfluss von Sozialisationsinstanzen wie Elternhaus, Schule und Bibliotheken
  • Analyse von Hemmungshypothesen (Verdrängung, Abwertung, Konzentrationsabbau, Passivität)
  • Untersuchung von Förderpotenzialen des Fernsehens bei moderater Nutzung
  • Bedeutung der Lesekompetenz als Schlüsselvoraussetzung für Medienkompetenz

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Hemmungshypothesen

Seit der Fernseher die Medienlandschaft vor ein paar Jahrzehnten revolutionierte, werden immer wieder Befürchtungen geäußert, dass das Lesen durch leichter konsumierbare, neuere und modernere Medien in den Hintergrund gedrängt werden könnte.

Die Tätigkeit des Lesens wird in unserer Gesellschaft als wertvolle Freizeitbeschäftigung erachtet, daher liegt eine der Hauptbefürchtungen zunächst im Verdrängungsvorgang durch die anderen Medien. Diese Verdrängungshypothese, basierend auf Beentjes und Voort (1989), bezeichnet einen potentiellen Hemmungsmechanismus, demnach die Lesekompetenz durch das Fernsehen negativ beeinflusst wird.

Die ersten Studien, bis Mitte der Achtziger Jahre, bringen recht schwache Zusammenhänge zwischen dem Fernsehkonsum von Kindern und Jugendlichen und ihrer Lesekompetenzen zu Tage. Fortan gehen Forderungen in verschiedenste Richtungen. Einige, unter anderem auch Morgan (1993), gehen von einem Nulleffekt aus und fordern die Forschungen einzustellen, während Weitere von falschen Grundannahmen ausgehen. Wiederum andere, wie zum Beispiel Neumann (1988) und Potter (1987), gingen bei einem geringen Fernsehkonsum zunächst sogar von einer Verbesserung der Leistung aus. Der Grenzwert des Fernsehkonsums sei erst bei der Überschreitung eines Limits von drei bis vier Stunden täglich mit Leistungseinbußen verbunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den durch Fernsehen veränderten Freizeitkonsum von Kindern und Jugendlichen und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit potenziellen negativen Folgen für die Lesekompetenz.

2 Vergleich der Medienangebote: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung des Lesens im Wettbewerb mit anderen Medien und beleuchtet die Rolle zentraler Sozialisationsinstanzen wie Familie und Schule.

3 Hemmende Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz: Hier werden theoretische Hemmungshypothesen, wie die Verdrängungs- und Passivitätshypothese, sowie spezifische Forschungsergebnisse zur negativen Beeinflussung durch Fernsehkonsum analysiert.

4 Fördernde Einflüsse des medialen Umfelds bei der Entwicklung von Lesekompetenz: Dieses Kapitel stellt der negativen Sichtweise Studien gegenüber, die unter bestimmten Voraussetzungen eine moderate, positive Wirkung von Fernsehkonsum auf sprachliche Leistungen nahelegen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der Forschungsergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, das Buch als zeitgemäßes Medium durch neue Gestaltungsformen in die moderne Medienwelt zu integrieren.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Mediensozialisation, Fernsehkonsum, Mediengesellschaft, Verdrängungshypothese, Medienkompetenz, Leseförderung, Sozialisationsinstanzen, Leseerziehung, Bildertyp, Lesetyp, Leseverhalten, kognitive Entwicklung, Printmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen dem medialen Umfeld und der Entwicklung von Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen im Kontext einer zunehmend mediatisierten Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen den Wandel des Freizeitverhaltens, die Bedeutung des Elternhauses als Sozialisationsinstanz, den Vergleich von Fernsehen und Buchlektüre sowie die theoretischen Hemmungs- und Förderungshypothesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die hemmenden und fördernden Einflüsse des Fernsehkonsums auf die Leseleistung objektiv zu beleuchten und den Status der Lesekompetenz als notwendige Basis für Medienkompetenz zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener empirischer Studien, Forschungsprojekte und theoretischer Ansätze zur Lesesozialisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Vergleich von Medienangeboten, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Hemmungshypothesen sowie eine kritische Betrachtung der Studienlage zu förderlichen Aspekten des Fernsehens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Lesekompetenz, Mediensozialisation, Verdrängungshypothese, Fernsehkonsum und Medienkompetenz.

Was besagt die Verdrängungshypothese?

Die Verdrängungshypothese postuliert, dass der hohe Zeitaufwand durch Fernsehkonsum zu einer direkten Reduktion der Lesetätigkeit und somit zu einer Verschlechterung der Lesefertigkeiten führt.

Spielt der soziale Hintergrund bei der Mediennutzung eine Rolle?

Ja, laut der Arbeit ist die Mediennutzung stark von familiären und sozialen Bedingungen abhängig, wobei Kinder aus privilegierten Schichten oft ein höheres Anregungspotential aus ihrem Umfeld ziehen.

Kann Fernsehen auch positive Auswirkungen auf das Lesen haben?

Studien deuten darauf hin, dass bei moderatem Konsum von unter zehn Stunden pro Woche und einer gezielten Auswahl von Informationssendungen positive Effekte auf Wortschatz und Textverständnis auftreten können.

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Details

Title
Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekompetenz
College
University of Mannheim
Grade
2,7
Author
Daniela Schmitt (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V58126
ISBN (eBook)
9783638524056
ISBN (Book)
9783638662758
Language
German
Tags
Hemmende Einflüsse Umfelds Lesekompetenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Schmitt (Author), 2005, Hemmende und fördernde Einflüsse des medialen Umfelds auf die Lesekompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58126
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