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Lesen im geschlechterspezifischen Vergleich

Título: Lesen im geschlechterspezifischen Vergleich

Trabajo , 2006 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stephanie Traichel (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Lesen - das ist keine Kompetenz, die allen Menschen gleich leicht oder schwer fällt. Besonders im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass die Unterschiede gravierend sind. Die PISA-Studie aus dem Jahr 2000 belegt es schwarz auf weiß. Die Untersuchung zeigt, dass Jungen in allen getesteten Ländern einen deutlichen Kompetenzrückstand im Lesen aufweisen. Besonders in den Bereichen Leseintensität, Lesestoff, Leseweisen und Lesefreude sind die Geschlechterunterschiede beträchtlich. Wenn wir vor diesem Hinter-grund vergegenwärtigen, dass Lesekompetenz der Schlüssel zur fachkundigen Nutzung aller Medien und - viel wichtiger - die entscheidende Basiskompetenz der Wissens- und Informationsgesellschaft ist, wird die Tragweite der Problematik deutlich. Die OECD erklärte daher im Sommer 2003 die Leseförderung der Jungen weltweit zu einem vorrangigen Ziel von Bildung. In dieser Arbeit soll den geschlechtsspezifischen Leseunterschieden auf den Grund gegangen werden. Neben der Darstellung der aktuellen Situation liegt dabei der Fokus auf der Ergründung der Ursachen sowie Beispiele für mögliche Präventionsmaßnahmen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die aktuelle Situation

2.1 Jungen lesen schlechter als Mädchen

2.2 Jungen lesen zu wenig

3 Mögliche Ursachen für die Unterschiede

3.1 Neuropsychologische Ursachen

3.2 Die Dominanz der Frauen

3.3 Andere Interessen

3.4 Die häusliche Erziehung

3.5 Der Deutschunterricht

4 Präventionsmaßnahmen

4.1 Konsequenzen für die Schulpraxis

4.1.1 Konsequenzen für den Unterricht

4.1.2 Konsequenzen für die Schulen

4.1.3 Konsequenzen für die Lehrerausbildung

4.1.4 Konsequenzen für weitere Einflüsse

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Leseverhalten und der Lesekompetenz. Dabei wird der Frage nachgegangen, worin die Ursachen für die beobachteten Kompetenzrückstände bei Jungen liegen und welche Ansätze für eine effektive Leseförderung im schulischen und außerschulischen Kontext sinnvoll sind.

  • Analyse der PISA-Ergebnisse bezüglich geschlechtsspezifischer Lesekompetenzen
  • Einflussfaktoren wie Neuropsychologie, Sozialisation und häusliches Umfeld
  • Bedeutung von Leseinteresse und Mediennutzung im Jugendalter
  • Kritische Reflexion des aktuellen Deutschunterrichts und des Lektürekanons
  • Strategien und Maßnahmen zur wirksamen Leseförderung für Jungen

Auszug aus der Seminararbeit

3.3 Andere Interessen

Inzwischen weiß man schon eine ganze Menge über die Vorlieben von Jungen. Im Gegensatz zu Mädchen, die gerne Belletristik lesen, bevorzugen sie sachorientierte Texte. „Während Frauen am liebsten mit erfundenen Geschichten in die Welt der Phantasie entschwinden, suchen Männer für ihre Phantasie-Reisen eher einen Startpunkt in der Realität [...].“ Anschauliche Lektüren wie etwa die Bücher der Erklärungs-Reihe Was ist Was stehen daher bei Jungen hoch im Kurs. Wenn Jungen zur Unterhaltungsliteratur greifen, dann bevorzugen sie überwiegend spannungs- und erlebnisorientierte Werke. Jungen lesen gerne Krimis, Fantasy-, Horror- und Abenteuerprosa. Bestes Beispiel dafür ist der Millionen-Absatz des Bestsellers Harry Potter. Ältere lieben Erwachsenenautoren wie John Grisham, Dan Brown und Stephen King, deren „Romane sich wie [...] Drehbücher zu Hollywood-Filmen lesen“.

Während Mädchen und Frauen Lesestoffe vorziehen, die starke Emotionen und Empathie auslösen, was gemeinhin als weibliche Identifikationsform gilt, ist die zentrale Lesemotivation von Jungen der Wunsch nach spannender Unterhaltung. Solch typisch männliche Themen finden Jungen jedoch überwiegend im Fernsehen und den neuen Medien. Ein Grund, weshalb sie „im Übergang von der Kindheit zur Pubertät besonders häufig vom Buch zur anderen Medien“ abwandern, vor allem zum Computer und anderen Bildschirmmedien.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz in der Lesekompetenz zwischen Jungen und Mädchen auf Basis der PISA-Studie und definiert die Leseförderung als zentrale Bildungsaufgabe.

2 Die aktuelle Situation: Dieses Kapitel belegt den Kompetenzrückstand von Jungen und ihre geringere Lesehäufigkeit sowie die frühe Entstehung eines sogenannten Leseknicks.

3 Mögliche Ursachen für die Unterschiede: Hier werden verschiedene Erklärungsansätze beleuchtet, die von neuropsychologischen Faktoren über den Einfluss weiblich dominierter Lehrkräfte bis hin zu geschlechtsspezifischen Interessen und Mediennutzung reichen.

4 Präventionsmaßnahmen: Dieses Kapitel diskutiert konkrete Ansätze zur Förderung der Lesemotivation, unterteilt in Maßnahmen für den Unterricht, die Schule, die Lehrerausbildung und weitere soziale Einflussbereiche.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Dringlichkeit einer geschlechterdifferenzierten Leseförderung zusammen und hinterfragt die traditionelle Wertschätzung des gedruckten Buches angesichts moderner Medien.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, PISA-Studie, Leseförderung, Geschlechtervergleich, Lesemotivation, Deutschunterricht, Jungen, Mädchen, Mediennutzung, Lesesozialisation, Leseknick, Lektürekanon, Literaturdidaktik, Bildung, Interessen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Beobachtung, dass Jungen im Vergleich zu Mädchen im Durchschnitt eine geringere Lesekompetenz aufweisen und seltener lesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Analyse der aktuellen Lesesituation bei Jugendlichen, die Identifikation möglicher Ursachen für das geschlechtsspezifische Gefälle sowie die Ableitung von Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Ursachen für das unterschiedliche Leseverhalten auf den Grund zu gehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Jungen durch gezielte Förderung zu mehr Lesefreude und einer höheren Lesekompetenz gelangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und Forschungsergebnisse, insbesondere im Bereich der Lesesozialisation und Genderaspekte der Leseförderung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen Situation, eine detaillierte Erörterung möglicher Ursachen (wie Mediennutzung, Interessen, Rolle der Erziehung) und die Vorstellung von Präventionsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Lesekompetenz, Leseförderung, Lesemotivation, Geschlechterunterschiede, PISA und Lesesozialisation.

Warum wird der Deutschunterricht als Teil des Problems gesehen?

Laut der Autorin orientiert sich der Literaturunterricht häufig an veralteten Kanons und berücksichtigt die spezifischen männlichen Leseinteressen nur unzureichend.

Wie spielt die Internet- und Computernutzung für Jungen eine Rolle beim Lesen?

Die Arbeit legt dar, dass Jungen bei zunehmendem Alter vermehrt zu digitalen Medien abwandern, da diese männlich konnotierte Unterhaltungsbedürfnisse besser bedienen als das klassische Buch.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Lesen im geschlechterspezifischen Vergleich
Universidad
University of Cologne  (Deutsch und ihre Didaktik)
Curso
Leseförderung
Calificación
1,7
Autor
Stephanie Traichel (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
24
No. de catálogo
V58163
ISBN (Ebook)
9783638524339
ISBN (Libro)
9783656782513
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lesen Vergleich Leseförderung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Traichel (Autor), 2006, Lesen im geschlechterspezifischen Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58163
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