ITIL als Ansatz der IT-Governance


Seminararbeit, 2020

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Einleitung
2.1 Problemstellung
2.2 Forschungsmethodik
2.3 Aufbau der Arbeit

3 Aktueller Stand der Forschung

4 Untersuchung
4.1 Begriffsdefinition und Terminologie
4.2 IT-Governance nach ITIL
4.3 Stärken und Schwächen des Governance-Ansatzes nach ITIL

5 Ergebnis

6 Diskussion
6.1 Schlussfolgerungen
6.2 Reflexion des eigenen Vorgehens
6.3 Forschungsbedarf

7 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

ITIL Information Technology Infrastructure Library

COBIT Control Objectives for Information and Related Technology

CMMI Capability Maturity Model Integration

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Grafische Einordnung der IT-Governance

Abbildung 2: Darstellung der Veränderung von ITIL V3 zu ITIL 4

1 Zusammenfassung

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern ITIL einen Ansatz der IT-Governance darstellt. Dabei werden zunächst Arbeitsergebnisse von vorherigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen im bestehenden Forschungsumfeld analysiert und im Kontext der eigenen Forschungsfrage kritisch betrachtet. Die gewählte Forschungsmethodik der klassischen Literaturuntersuchung hat ergeben, dass es genau fünf wissenschaftliche Arbeiten gibt, dessen Forschungsstand aktuell ist, die sich mit ITIL als Ansatz der IT- Governance auseinandersetzen. Diese Arbeit grenzt sich insofern von vorherigen Veröffentlichungen ab, als das ITIL in der neusten Version (ITIL 4) untersucht wird.

Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass ITIL als Governance-Framework einen Ansatz der IT-Governance darstellt. Dies ist vor allem dem geschuldet, da Governance in ITIL 4 als eine der Kernfunktionen im Service-Wert-System abgebildet ist. Außerdem unterstützen 20 Managementpraktiken bei der Gestaltung der IT-Governance. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass ITIL lediglich den Rahmen für die Gestaltung der IT- Governance darstellen kann. Die genaue Ausgestaltung, wie eine IT-Governance im Unternehmenskontext zu integrieren ist, wird nicht behandelt.

In dieser Arbeit wird weiterhin die Bedeutung der IT-Governance im Unternehmenskontext gestärkt. Zudem werden Analyseergebnisse vorangegangener wissenschaftlicher Forschung durch einen aktuellen Analysestand verifiziert. Aus den Schlussfolgerungen der Ergebnisse wird abschließend ein Forschungsbedarf hinsichtlich der Zusammenlegung von IT-Governance und Corporate Governance ersichtlich.

2 Einleitung

Die zunehmende Wichtigkeit der IT in Unternehmensorganisationen stellt das Management stetig vor wachsende Herausforderungen. Nicht nur das Zusammenspiel zwischen IT und Business rückt näher in den Fokus der Führungsebenen (Kude et al., 2018, S. 783; Leketi & Raborife, 2019, S. 1), sondern auch die richtige Gestaltung des Ordnungsrahmens für die effektive, aber auch regelkonforme Ausübung der IT zur effizienteren Operationalisierung des eigenen Kerngeschäftes gewinnt zunehmend an Bedeutung (Johanning, 2019, S. 225; Leketi & Raborife, 2019, S. 8).

2.1 Problemstellung

Neue Gesetzesregelungen, Richtlinien und Normen führen meist dazu, dass die Effektivität, aber auch die Effizienz der Lieferleistung der IT verlangsamt wird (Weill & Ross, 2004, S. 41), was sich in einem immer schneller werdenden Wachstumsmarkt kritisch auf die Wettbewerbsfähigkeit des einzelnen Unternehmens auswirkt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Wichtigkeit der IT-Governance im Unternehmenskontext zu diskutieren und zu analysieren, inwiefern ITIL Ansätze der IT-Governance beinhaltet und als Governance-Framework eingesetzt werden kann, um die Wettbewerbsfähigkeit des einzelnen Unternehmens zu sichern. Dafür wird die folgende Arbeitsthese aufgestellt, die im Rahmen dieser Arbeit untersucht wird: ITIL stellt als Governance-Framework einen Ansatz der IT-Governance dar.

2.2 Forschungsmethodik

Für die Eingrenzung des betrachteten Forschungsfeldes wird eine Literaturuntersuchung gewählt. Der Fokus der Literaturuntersuchung liegt in der Analyse, der in der Literatur erarbeiten Forschungsergebnisse mit dem Ziel, die zentralen Themen rund um den Einsatz von ITIL als Ansatz der IT-Governance inhaltlich zu erfassen und den Forschungsbedarf für die vorliegende Arbeit herauszuarbeiten. Die Literaturrecherche beinhaltet unter anderem Ergebnisse aus Quellen wie Springer Professional, Google Scholar, EBSCOhost und ausgewählten Fachzeitschriften. Auf der Basis relevanter Literaturquellen wurden zusätzlich in einer Rückwärtssuche die jeweiligen Referenzen strukturiert analysiert, um weitere relevante Primärquellen zu identifizieren. Die Literaturrecherche beschränkt sich auf englisch- und deutschsprachige Quellen.

2.3 Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit ist klassisch wissenschaftlich aufgebaut und gliedert sich der Form halber in sieben Kapitel auf. Um dem Leser einen schnellen Überblick über die Inhalte dieser Arbeit zu ermöglichen, ist der Arbeit eine Zusammenfassung der Kernaussagen und Ergebnisse vorangestellt. Dieser folgt die Einleitung in die Arbeit, in der das Problem, die Forschungsfrage und das Vorgehen zur Beantwortung der Forschungsfrage vorgestellt wird. Nach der Einleitung folgt eine Analyse des aktuellen Forschungsstandes im Forschungsumfeld, um die Forschungsfrage in diesen Kontext einordnen zu können und eine Abgrenzung zu bereits existierenden Arbeiten zu betonen.

Das eigentliche Kernstück dieser Arbeit bildet das vierte Kapitel, die Untersuchung der Forschungsfrage. Hier werden relevante Begriffe erläutert, die Terminologie dargestellt und das Framework ITIL als Ansatz der IT-Governance analysiert. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Folgekapitel herausgearbeitet und verdichtet. Danach folgt eine Diskussion der erzeugten Ergebnisse, indem Schlussfolgerungen gezogen werden, das eigene Vorgehen kritisch reflektiert und ein Ausblick zum weiteren Forschungsbedarf formuliert wird. Abschließend wird ein Fazit gezogen, indem die Ergebnisse dieser Arbeit im Zusammenspiel mit den Schlussfolgerungen und dem Forschungsbedarf beleuchtet werden.

3 Aktueller Stand der Forschung

Eine umfangreiche Literaturanalyse hat ergeben, dass es zahlreiche Veröffentlichungen und öffentliche Diskussionen rund um die Gestaltung der IT-Governance gibt. Bei einer Rückwärtsanalyse in modernen Werken ist herausgekommen, dass im Besonderen hinsichtlich der Definition von IT-Governance am häufigsten auf die Meta- Literaturanalyse-Arbeit von Brown und Grant (2005) verwiesen wird, in der eine Zusammenstellung aller bis dato bestehenden Definitionen aufgeführt ist. Geht es um die inhaltliche Einordnung von IT-Governance wird vor allem auf das Buch von Weill und Ross (2004) verwiesen, welches auszugsweise häufig zitiert wird. Eine sehr umfangreiche Analyse vorheriger Arbeiten ist in dem Werk von Beetz (2014) zu finden. Diese kann als Zusammenfassung des wissenschaftlichen Standes bis zum Jahr 2014 verwendet werden. Ab 2014 ist kein vergleichbares Werk, das sich mit einer Meta-Analyse bestehender Literatur beschäftigt, existent.

Wenngleich sich in der wissenschaftlichen Literatur viel mit der theoretischen Gestaltung der IT-Governance auseinandergesetzt wird (Beetz, 2014, S. 38), gibt es vergleichsweise nur wenige moderne Arbeiten1, die sich mit der Verwendung von IT-Governance- Frameworks beschäftigen. In Summe wurden im Rahmen der Literaturanalyse fünf relevante wissenschaftliche Arbeiten identifiziert, dessen Forschungsstand nicht älter als zwei Jahre ist. Dabei geben die Werke von Mehler-Bicher et al. (2019) und Mathase et al. (2019) einen modernen Überblick momentan verwendeter Governance-Frameworks, Pröhl und Zarnekow (2019) spezialisieren sich in die Richtung des IT- Servicemanagements und Johanning (2019) bindet dies direkt in den Kontext der IT- Strategie ein. Die Veröffentlichung von Leketi und Raborife (2019) kommt der Forschungsfrage dieser Arbeit am nächsten, da in deren Werk analysiert wird, wie COBIT & ITIL im Zusammenspiel die IT-Governance optimal unterstützen können.

Zudem wurde im Rahmen der Literaturanalyse eine Arbeit aus dem Jahr 2014 gefunden, welche inhaltlich dieselbe Forschungsfrage stellt, wie diese Arbeit. Das Werk von Iden und Eikebrokk (2014) ist zum Zeitpunkt dieser Arbeit allerdings schon sechs Jahre alt und damit nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Forschung, zumal in der Zwischenzeit eine neue ITIL Version erschienen ist, welche die bisher größten Veränderungen mitbringt (Kempter, 2020).

Diese Arbeit grenzt sich insofern von (Leketi & Raborife) ab, als das verstärkt der Einfluss bzw. die Ansätze von ITIL als IT-Governance-Framework untersucht und andere IT-Governance-Frameworks dem nicht gegenübergestellt werden. Die Abgrenzung zur Veröffentlichung von (Iden & Eikebrokk) erfolgt durch den Umstand, dass deren Arbeit nicht die aktuellste Version von ITIL analysiert.

4 Untersuchung

Nachdem im vorherigen Kapitel der aktuelle Forschungsstand darlegt und die Forschungsfrage in den Kontext des aktuellen Forschungsstandes eingeordnet wurde, geht es in diesem Kapitel um die konkrete Untersuchung der Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung von ITIL als Ansatz der IT-Governance.

4.1 Begriffsdefinition und Terminologie

Zum besseren Verständnis der weiteren Arbeit werden in diesem Abschnitt essenzielle Begriffe definiert und erläutert. Da sich die Kultur der Informationstechnologie in einem ständigen und vor allem schnellen Wandel befindet, kann es durchaus vorkommen, dass sich die Bedeutung von Begrifflichkeiten im Laufe der Zeit verändert oder in einen anderen Kontext eingeordnet wird. Daher wird bei den kommenden Definitionen darauf geachtet, einen möglichst aktuellen Stand in der Verwendung der Begrifflichkeiten widerzuspiegeln.

4.1.1 (Corporate) Governance

So wie die IT im Allgemeinen als Organ eines Unternehmens meist dem Unternehmen selbst untergeordnet ist, sind auch die Kernfunktionen der IT, abgeleitet aus den Kernfunktionen der Unternehmung, keine neuen Begriffserschaffungen, sondern Erweiterungen bzw. Modifikationen angepasst auf den Kontext der Informationstechnologie. Daher wird zunächst die Corporate Governance näher betrachtet, bevor die Spezifikation der IT-Governance erfolgt.

Die Corporate Governance oder auch Governance in der Kurzform wird bereits seit Anfang der 90er Jahren in der wissenschaftlichen Literatur diskutiert und in verschiedensten Werken aufgegriffen und weiterentwickelt (Schwertsik, 2013, S. 19). Ursprünglich leitet sich der Begriff Governance von dem lateinischen Wort „gubernare“, zu Deutsch „steuern, das Steuerruder führen“ ab (Hüttmann, 2014) und bezeichnet im engeren Kontext einen „Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens“ (Mehler-Bicher et al., 2019, S. 29). Coporate Governance ist also nicht binnengerichtet, sondern beschäftigt sich eher mit der rechtlichen Einordnung eines Unternehmens im Kontext seines Umfeldes. Wenngleich dies vor allem für große Unternehmen von absoluter Notwendigkeit ist, rückt die Wichtigkeit der Corporate Governance durch die zunehmende Überregulierung auch immer weiter in den Mittelpunkt von mittelgroßen bis kleinen Unternehmen (Werder, 2018).

4.1.2 IT-Governance

Die IT-Governance leitet sich unweigerlich von der Corporate Governance ab und übernimmt dadurch auch dessen Wirkungsgrad. Demnach bezeichnet IT-Governance im weiteren Sinne „den Ordnungsrahmen für Leitung, Organisation und Überwachung der IT eines Unternehmens“ (Mehler-Bicher et al., 2019, S. 29). Einen besonders detaillierten historischen Verlauf, sowie eine Analyse der Begriffsentwickelung bietet die Arbeit von Beetz (2014), auf die an dieser Stelle für eine Detaildefinition verwiesen wird. Im engeren Sinne ist die IT-Governance als Aufgabe für die „Bereitstellung von Führungs- und Organisationsstrukturen sowie von Prozessen, welche die Unternehmensstrategie IT- seitig optimal unterstützen“ zu verstehen (Johanning, 2019, S. 213).

Abbildung 1: Grafische Einordnung der IT-Governance

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an (Johanning, 2019, S. 203–213)

[...]


1 Anmerkung des Autors: Unter modernen Arbeiten sind Werke zu verstehen, dessen Forschungsstand nicht älter als zwei Jahre ist, demnach nicht älter als 2018 sind.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
ITIL als Ansatz der IT-Governance
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule  (Institut für IT-Management und Digitalisierung)
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V583558
ISBN (eBook)
9783346181008
ISBN (Buch)
9783346181015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansatz, it-governance, itil
Arbeit zitieren
Patric Hillmann (Autor), 2020, ITIL als Ansatz der IT-Governance, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583558

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