Social Media ist schon seit langem kein Trend mehr – jeder kennt es und nahezu jeder macht es. Die Giganten der Szene alias Facebook und YouTube (Tochterunternehmen von Google) zählen zu den finanziell kräftigsten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Aus dem Web 1.0, wo sich noch alles um den Einzelnen drehte, ist das Web 2.0 geworden und Online-Interaktionen sind im hohen Maße sozial geprägt. Menschen mit ähnlichen sozialen Interessen vernetzen sich in Online-Communities und tauschen sich durch Posts, Bewertungen, Kommentare, Likes und vielem mehr aus. Für Unternehmen jeder Branche ist es deshalb essentiell in diesem Teilgebiet des Online-Marketings nicht nur dabei zu sein, sondern mit einer geplanten und nachhaltigen Strategie gegen den steigenden Konkurrenzdruck im Web 2.0 anzukommen.
Eine solche Social Media Strategie verfolgt auch die BMW AG, welche im Rahmen dieser Arbeit anhand verschiedener Aspekte untersucht wird. Die BMW Group mit den Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad ist der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Die Gründung der BMW AG geht ins Jahr 1916 zurück, als Karl Rapp und Gustav Otto zunächst die Bayerische Flugzeug-Werke AG gründeten, die 1918 zur heutigen BMW AG wurde.
In dieser Arbeit wird die Social Media Strategie der BMW AG beleuchtet und die Social Media Präsenz des Unternehmens analysiert. Es wird ein vertiefter Blick in den Content und das Content Management geworfen. Des Weiteren wird das Community Management betrachtet und der B2B-Bereich der BMW AG untersucht. Aufgrund der weitreichenden Themenauswahl wird in dieser Arbeit nur ein kleiner Ausschnitt der Social Media Arbeit der BMW AG betrachtet. Diese Themen werden eigenständig und unabhängig voneinander analysiert. Am Ende der Arbeit wird eine Empfehlung für das Unternehmen in den unterschiedlichen Bereichen ausgesprochen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Social Media Strategie
3. Social Web Präsenz
3.1 Facebook
3.2 Instagram
3.3 YouTube
4. Content Management
5. Community Management
6. Kollaborationen und Social Media im B2B Bereich
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Social Media Strategie der BMW AG, um zu verstehen, wie das Unternehmen seine Markenpräsenz in verschiedenen sozialen Netzwerken gestaltet und steuert. Dabei wird untersucht, wie BMW durch gezieltes Content- und Community-Management die Kundenbindung stärkt und welche Rolle spezifische Plattformen für die B2C- und B2B-Kommunikation spielen.
- Analyse der Social Media Strategie nach der POST-Methode
- Untersuchung der Plattformen Facebook, Instagram und YouTube
- Bewertung des Content Managements und der Content-Formate
- Analyse der Community-Kommunikation und Interaktionsstrategien
- Einordnung der B2B-Aktivitäten auf Business-Netzwerken
Auszug aus dem Buch
3.1 Facebook
Facebook ist, wie bereits erwähnt das größte soziale Netzwerk – 2,3 Milliarden aktive Nutzer weltweit und 375 Millionen in Europa. Das ist Grund genug auch als Unternehmen hier vertreten zu sein, um möglichst viele Menschen erreichen zu können. Die Unternehmensseite von BMW Deutschland (@BMWDeutschland) hat 1,36 Millionen „Gefällt mir“-Angaben und 1,33 Millionen Abonnenten.
BMW Deutschland ist eine sehr aktive Facebookseite, die fast täglich neue Posts veröffentlicht. Meist sind dies Videos oder Bilder zu BMW Fahrzeugen. Aber auch Gewinnspiele sind Teil des Facebook Marketings, so verloste BMW via Post am 20. Oktober eine vierwöchige Probefahrt mit einem BMW 4er. Wie bereits in Kapitel 2 erläutert, ist BMW auch bemüht den User selbst zum Posten anzuregen. Mit dem Hashtag #meinbmw können User ein Bild oder Video ihres eigenen Fahrzeugs posten. BMW wählt regelmäßig ein Foto unter dem Hashtag aus und veröffentlicht es auf der eigenen Seite (siehe Abb. 2). Hierdurch wird eine Verstärkung der Kundenbindung erreicht. Viel Wert legt BMW augenscheinlich auch auf die große Tradition des Unternehmens, so gibt es unter dem Hashtag #BMWGroupClassic regelmäßig Posts von Oldtimern (siehe Abb. 3).
Um die Performance der Posts festzustellen, wird exemplarisch der Beitrag vom 3. November (siehe Abb. 1) analysiert. Dieser Post liegt vom Engagement her im oberen Mittelfeld aller BMW Posts und eignet sich daher gut für eine detailliertere Analyse. Der Bildpost kommt insgesamt auf 1.069 „Gefällt mir“-Angaben, 31 Kommentare und wurde 45mal geteilt (Stand: 12.11.2018). Stellt man dies ins Verhältnis mit den Abonnenten, ergibt sich daraus eine organische Interaktionsrate von ungefähr 0,08% - ziemlich niedrig. Aus diesem Grund greift BMW vermehrt auf kostenpflichtige Anzeigen zurück, um den Facebook Algorithmus zu umgehen und so mehr User zu erreichen.
Allgemein ist die Facebookseite der BMW AG qualitativ sehr hochwertig. Die Beiträge sind stets auf mobile Geräte optimiert, was man anhand der quadratischen und hochformatierten Bilder sehen kann. Zudem sind die Medien optimal zugeschnitten und professionell produziert. Die Beschreibung der Posts ist stets kurz und knapp, bringt die Aussage auf den Punkt und holt somit den User in einem schnelllebigen Social Media Umfeld gekonnt ab. Die Tonalität ist vertrauenswürdig, positiv formuliert und authentisch.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Social Media als strategisches Instrument für Unternehmen ein und erläutert die Zielsetzung der Analyse der BMW AG.
2. Social Media Strategie: Dieses Kapitel erläutert die strategische Ausrichtung von BMW mittels der POST-Methode und definiert die Zielgruppen sowie die angestrebten Kommunikationsziele.
3. Social Web Präsenz: Hier werden die Hauptplattformen Facebook, Instagram und YouTube detailliert hinsichtlich ihrer Nutzung durch BMW analysiert.
4. Content Management: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der strategischen Planung, Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten sowie die Bedeutung von Formaten wie Link- oder Videoposts.
5. Community Management: Der Fokus liegt hier auf der Interaktion mit den Followern, der Betreuung der Online-Community und dem Umgang mit Nutzerfeedback.
6. Kollaborationen und Social Media im B2B Bereich: Es wird die Präsenz von BMW auf Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing untersucht und der B2B-Ansatz gegenüber dem B2C-Marketing abgegrenzt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Social Media Performance der BMW AG als marktführend, bei gleichzeitigem Potenzial für gezielte Ergänzungen.
Schlüsselwörter
Social Media Marketing, BMW AG, Content Strategie, Community Management, POST-Methode, Facebook, Instagram, YouTube, Kundenbindung, Markenreputation, B2B Kommunikation, Social Media Analyse, Digitale Kommunikation, User Generated Content, Online-Marketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie die BMW AG Social-Media-Kanäle strategisch nutzt, um ihre Markenkommunikation, Kundenbindung und Community-Interaktion zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Social Media Strategie, die Content-Planung, das Community Management sowie die spezifische Präsenz auf Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die aktuelle Social Media Praxis der BMW AG zu beleuchten und auf Basis einer fundierten Analyse Empfehlungen für eine effektive Social Media Strategie abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die sogenannte POST-Methode (People, Objectives, Strategy, Technology) zur strukturierten Erarbeitung und Bewertung der Social Media Aktivitäten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strategischen Grundlagen, die detaillierte Analyse der einzelnen Plattform-Präsenzen, die Planung von Inhalten (Content Management) und die Durchführung der Community-Betreuung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen zählen Social Media Strategie, Content Management, Markenreputation, Zielgruppenanalyse und digitale Kundenkommunikation.
Wie bewertet der Autor das Community Management von BMW?
Der Autor stuft das Community Management von BMW auf Facebook und Instagram als außerordentlich professionell und vorbildlich ein, merkt jedoch an, dass die Tonalität auf Facebook für eine noch stärkere Nähe zur Community weiter gelockert werden könnte.
Warum spielt der B2B-Bereich für BMW eine Rolle?
Obwohl BMW primär als B2C-Unternehmen agiert, ist der B2B-Bereich aufgrund höherer Umsätze pro Kopf relevant, was sich in der professionellen Präsenz auf Plattformen wie LinkedIn und Xing widerspiegelt.
- Quote paper
- Michael Stephan (Author), 2018, Die Social-Media-Strategie der BMW AG Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583561