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Papst Gregor V. Einsetzung, päpstliches Selbstverständnis, Verhältnis zu Otto III. und Stellung in Rom von April bis Oktober 996

Titre: Papst Gregor V. Einsetzung, päpstliches Selbstverständnis, Verhältnis zu Otto III. und Stellung in Rom von April bis Oktober 996

Dossier / Travail , 2005 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christian Schulze (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Herbst des Jahres 995 sah sich Papst Johannes XV. zunehmend durch den Führer der römischen Adelsfamilie der Crescentier, Crescentius II. Nomentanus, in seinem Amt bedroht und wurde kurz darauf aus der Stadt vertrieben. Durch seinen Hilferuf zog der deutsche König Otto III. von November 995 bis April 996 nach Norditalien, um ihm zurück ins Amt zu verhelfen. Noch in Ravenna erreichte Otto III. die Nachricht vom Tod des Papstes und wenige Tage später setzte der 16-jährige König seinen 24-jährigen Vetter Brun von Kärnten zum neuen Papst ein - es war der erste ‚deutsche’ Papst und der erste Papst, der ohne das Einverständnis des römischen Adels ernannt worden war. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Umstände dieser Papsteinsetzung näher zu beleuchten, Vorgeschichte und Folgen zu beschreiben und schließlich die Frage nach zentralen Motiven im Handlungsfeld der Beteiligten zu beantworten. Im ersten Teil der Arbeit sollen die stadtrömischen Verhältnisse bis ins Jahr 995 kurz umrissen werden, der Schwerpunkt liegt auf der Etablierung der Macht durch die Crescentier. Daran schließt sich eine Beschreibung der Umstände der Papsteinsetzung an. Welche Erwartungen hatte der deutsche König an den neuen Papst und inwiefern konnte dieser den Ansprüchen gerecht werden? Im dritten Teil stehen das Verhältnis zwischen Gregor V. und Otto III. nach der Kaiserkrönung und die Frage nach Gregors V. päpstlicher Selbstsicht im Mittelpunkt. Der vierte Teil beleuchtet dann das Beziehungsdreieck zwischen Papst, Kaiser und der römischen Oberschicht während des gemeinsamen Aufenthalts der beiden Herrscher in Rom. Welches waren ihre Handlungsmotive und Erwartungen, und inwiefern konnten diese erfüllt werden? Die Arbeit schließt mit Überlegungen zur Abreise Ottos III. wenige Wochen nach der Krönung und der Frage, wie und wodurch sich das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst wandeln konnte. Als Quellengrundlage dienen die von Philipp Jaffé zusammengetragenenRegesta pontificum Romanorumund die Neuberarbeitung derPapstregesten 911—1024von Harald Zimmermann. Neben den Arbeiten von Percy E. Schramm und Mathilde Uhlirz hat Teta E. Moehs’ umfassende biographische Veröffentlichung zu Gregor V. als eine der wichtigsten Grundlagen für diese Arbeit gedient. Darüber hinaus seien noch die neuren Arbeiten von Gerd Althoff und Knut Görich erwähnt, die u.a. mit Ergebnissen zur Herrschaftsstruktur in ottonischer Zeit und zum Verhältnis zwischen Kaiser und Papst wichtige Ansätze geliefert haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Brun von Kärnten als Papst Gregor V.

2.1 Stadtrömische Verhältnisse bis zur Papsteinsetzung

2.2 Umstände und Motivation der Papsteinsetzung, Wahl des Kandidaten

2.3 Verhältnis zwischen Kaiser und Papst, päpstliches Selbstverständnis

2.4 Gregors V. Stellung in Rom, Rolle Ottos III.

2.5 Ottos III. Rückzug aus Rom: Motive und Folgen

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umstände der Einsetzung von Brun von Kärnten als Papst Gregor V. durch den deutschen König Otto III. im Jahr 996. Ziel ist es, die komplexen Machtkonstellationen in Rom, die Handlungsmotive der beteiligten Akteure sowie das päpstliche Selbstverständnis Gregors V. zu analysieren und die Gründe für das anschließende Auseinanderdriften der Interessen von Kaiser und Papst aufzuzeigen.

  • Die Etablierung der Crescentier als führende römische Adelsfamilie.
  • Die politische Motivation hinter der Papsteinsetzung Bruns von Kärnten.
  • Das Spannungsfeld zwischen kaiserlichem Machtanspruch und kurialem Selbstverständnis.
  • Die Rolle des römischen Adels und deren Einfluss auf die päpstliche Autonomie.
  • Die Motive für den Rückzug Ottos III. aus Rom und die Folgen für Gregor V.

Auszug aus dem Buch

2.2 Umstände und Motivation der Papsteinsetzung, Wahl des Kandidaten

Im April 996 meldete eine römische Gesandtschaft dem deutschen König in Ravenna den Tod des Papstes Johannes XV. und bat zugleich um die Bestimmung eines Nachfolgers. Die Quellen bestätigen diese Darstellung:

„Romanorum nunciis ab Ottone III. regne Bruno commendatur pontifex. (...) Ibi [Ravennae, C.S.] in eius occursum veniunt epistolae cum nuntiis, quas mittunt Romani proceres et senatorius ordo; (...) in morte domni apostolici (Ioannis VX.) tam sibi quam illis non minimam invectam esse partem incommodorum annunciant et, quem pro eo ponerent, regalem exquirunt sententiam. Erat item in capella regis quidam clericus, nomine Bruno.“

Gerd Althoff fügt hinzu, dass diese Bestimmung zwar gewissermaßen Recht des Kaisers war, andererseits aber auch weit über seinen Verfügungsrahmen hinausging:

„Mit dieser Entscheidung überschritt Otto III. die Befugnisse, die das Ottonianum seines Großvaters hinsichtlich der Papstwahl formuliert hatte. Er begnügte sich nicht mit der Zustimmung zu einer Wahl, sondern lenkte sie aktiv in Richtung auf einen eigenen Kandidaten.“

Unklar ist, wer Urheber der Bitte um Bestimmung des neuen Papstes war. Die Überlegung, ob gewisse Teile der römischen Oberschicht auf diese Weise versuchten, sich vom ‚Tyrann’ Crescentius zu befreien – er war zwischenzeitlich damit gescheitert, einen Vertrauten als Johannes XVI. zu inthronisieren – muss Spekulation bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Papsteinsetzung von 996 und erläutert den methodischen Ansatz sowie die herangezogene Quellengrundlage.

2. Brun von Kärnten als Papst Gregor V.: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die römischen Machtverhältnisse vor der Papsteinsetzung, die Hintergründe der Wahl Bruns, das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst, die schwierige Stellung Gregors V. in Rom sowie die Gründe für den vorzeitigen Rückzug Ottos III.

3. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur autokratischen Herrschaft der Crescentier, der kaiserlichen Papstwahl und dem daraus resultierenden Konflikt zwischen den verschiedenen politischen Akteuren zusammen.

Schlüsselwörter

Otto III., Gregor V., Brun von Kärnten, Crescentier, Papsttum, Rom, Crescentius II. Nomentanus, Investitur, Kaiserkrönung, ottonische Herrschaft, Kirchenpolitik, Mittelalter, Papstwahl, Regesten, Machtstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Einsetzung des ersten deutschen Papstes, Brun von Kärnten (Gregor V.), durch Otto III. im Jahr 996 und beleuchtet das komplizierte Verhältnis zwischen dem Kaiser, dem Papst und dem römischen Adel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Machtansprüche der Adelsfamilie Crescentier, die kaiserliche Rompolitik, die Ausbildung eines päpstlichen Selbstverständnisses unter Gregor V. sowie die politischen Interessenkonflikte im Italien des 10. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Umstände der Papstwahl durch Otto III. zu klären und zu analysieren, wie sich das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst nach der Krönung wandelte und warum es zum Scheitern der päpstlichen Etablierung in Rom kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse auf Basis der Auswertung von Quellen (Regesten) sowie der Einbeziehung aktueller forschungsgeschichtlicher Literatur zur ottonischen Ära und zur Geschichte des Papsttums.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der römischen Ausgangslage, eine Analyse der Motivlage bei der Papstwahl, die Darstellung des Kooperationsverhältnisses und dessen späterer Bruch durch den Rückzug des Kaisers aus Rom.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Otto III., Gregor V., Crescentier, Papsttum, ottonische Herrschaft und Kaiserkrönung.

Warum spielt die Rolle von Crescentius II. Nomentanus eine so große Rolle für die Argumentation?

Die Crescentier dominierten die stadtrömische Politik vor 996. Die Arbeit zeigt auf, dass der Kampf um den Einfluss auf den Papststuhl zwischen diesem mächtigen Adelsgeschlecht und den ottonischen Kaisern den Kern des Konflikts bildete.

War der Rückzug Ottos III. aus Rom eine rein gesundheitliche Entscheidung?

Nein. Die Arbeit legt dar, dass die offiziell angeführten Gesundheitsgründe als vorgeschoben gelten müssen und der Rückzug primär aus einer wachsenden politischen Enttäuschung des Kaisers über das eigenständige Handeln Gregors V. resultierte.

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Résumé des informations

Titre
Papst Gregor V. Einsetzung, päpstliches Selbstverständnis, Verhältnis zu Otto III. und Stellung in Rom von April bis Oktober 996
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Cours
Proseminar "Otto III."
Note
1,7
Auteur
Christian Schulze (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
17
N° de catalogue
V58465
ISBN (ebook)
9783638526500
ISBN (Livre)
9783656814870
Langue
allemand
mots-clé
Papst Gregor Einsetzung Selbstverständnis Verhältnis Otto Stellung April Oktober Proseminar Otto
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Citation du texte
Christian Schulze (Auteur), 2005, Papst Gregor V. Einsetzung, päpstliches Selbstverständnis, Verhältnis zu Otto III. und Stellung in Rom von April bis Oktober 996, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58465
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Extrait de  17  pages
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