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Was zeichnet die soziale Marktwirtschaft aus?

Título: Was zeichnet die soziale Marktwirtschaft aus?

Trabajo Escrito , 2020 , 12 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Mirjam Haug (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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Vom Marktgeschehen hängt unser aller Wohlstand ab. Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Flexibilität scheinen die neuen Tugenden unserer Gesellschaft zu sein. In der Politik, der Berufswelt und im Privatleben sind wirtschaftliche Denkweisen richtungweisend geworden. Damit der Markt gedeiht, wird privatisiert, dereguliert, flexibilisiert, werden Banken gerettet, Rettungsschirme gespannt, wird reformiert, umstrukturiert und optimiert. Der versprochene Zuwachs an Wohlstand durch Wachstum vollzieht sich in der Praxis nicht gerade reibungslos.

Neben den Risiken der Umweltkrise, Bankenkrise, Eurokrise und Weltwirtschaftskrise habe ich mit den Auswirkungen der flexibilisierten Arbeitsgesellschaft zu tun. Deregulierte Arbeitsbedingungen, eine kaum existenzsichernde Bezahlung, stetige Unsicherheit durch befristete Arbeitsverträge, häufig wechselnde Arbeitsstellen und transitorische Arbeitslosigkeit, eine hohe Wahrscheinlichkeit, eine psychosomatische Krankheit oder ein Burn-Out-Syndrom zu entwickeln, lassen einen Nine-to-five-Job wie eine vergangene Oase der Arbeitswelt erscheinen.

Doch ist der Tenor nicht durchgehend negativ, all die Individualisierungs- und Globalisierungsprozesse des Turbokapitalismus der zweiten Moderne scheinen einen positiven Ausgang zu haben, schenkt man wirtschaftlichen Thesen Gehör. Soziales und wirtschaftliche Denkansätze vertragen sich nicht besonders gut, es besteht eine scheinbar unüberwindbare Kluft von gegensätzlichen Überzeugungen und unterschiedlichen theoretischen Annahmen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft

3 Verbindung zwischen Wirtschaft und Sozialem

4 Problemfeld Magisches Viereck

5 Beeinflussung der Wirtschaft durch die Fiskalpolitik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Marktanforderungen und sozialen Sicherungssystemen im Kontext der sozialen Marktwirtschaft, mit einem besonderen Fokus auf fiskalpolitische Steuerungsinstrumente.

  • Grundlagen und ordnungspolitische Ziele der sozialen Marktwirtschaft
  • Diskurs über das Sozialstaatsverständnis und dessen Transformation
  • Die Herausforderungen des „Magischen Vierecks“ in der Wirtschaftspolitik
  • Wirkungsweisen und Instrumente der Fiskalpolitik (Expansiv vs. Restriktiv)
  • Theoretische Modelle zur Konjunktursteuerung (Multiplikator- und Akzeleratoreffekt)

Auszug aus dem Buch

3 Verbindung zwischen Wirtschaft und Sozialem

Der Wind der Kritik am Wohlfahrtstaat weht aus der wirtschaftsliberalen Ecke am stärksten und hat den sozialpolitischen Kurs in den letzten 20 Jahren stark verändert. Das aus der Weimarer Republik geprägte konservative Sozialstaatsverständnis wurde durch ein neoliberal-angebotsorientiertes Sozialstaatskonzept abgelöst. Während das konservative Sozialstaatsmodell ist, in dem das Soziale Sicherungssystem sowie die Wahrnehmung sozialer Aufgaben durch den Staat als demokratische Errungenschaft gesehen werden, wird aus wirtschaftlicher Sicht genau dieses Sozialstaatsprinzip als reformbedürftiges Übel gesehen.

Das soziale Sicherungssystem (vor allem die Lohnnebenkosten) seien zu einem Wettbewerbsnachteil und zum Standortrisiko geworden. Um als Staat wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse man die Kosten im sozialen Sektor drastisch senken. Neoliberale Kritiker bemängeln das Wohlfahrtsystem als zu generös und bürokratisch. Die Organisationsstrukturen seien veraltet und verursachen unnötige Kosten. Deshalb müsste sie unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten restrukturiert und reduziert werden.

Freiheit steht als Kernmerkmal im Zentrum des wirtschaftlichen Verständnisses von (Sozial-)Politik. Zu viel staatlicher Interventionismus habe in der Vergangenheit zu gesellschaftlichen Missständen wie Hyperinflation, diktatorischer Regimeherrschaften oder dem Kommunismus und zur Weltwirtschaftskrise geführt, Staatsreformen dagegen zu einer höheren Lebensqualität für alle Staatliche Regulierungen, die über die Wahrung der Wettbewerbsordnung und die minimale Sozialstaatsversorgung hinausgehen, werden als freiheitsgefährdend und totalitär angesehen, so auch das konservative Wohlfahrtsstaatsmodell, das die Privatsphäre, das private Eigentum und die Eigenverantwortlichkeit seiner Bürger missachte und durch soziale Überregulierung entmündige. Der „moderne Wahn“ des Versorgungsstaates degradiert die Bürger zu sozialen Untertanen. Der überregulierende Versorgungsstaat lade durch seine Großzügigkeit zudem zum Sozialmissbrauch ein. Die zahlreichen Debatten um die „soziale Hängematte“, Langzeitarbeitslose und sogenannte „Sozialschmarotzer“ im öffentlichen Mediendiskurs brachten diese Seite der Sozialstaatskritik mit der Kontroverse um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab!“ auf seinen polemischen Höhepunkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung reflektiert den aktuellen gesellschaftlichen Druck hin zu wirtschaftlicher Effizienz und beleuchtet die entstehende Diskrepanz zwischen marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten und sozialer Stabilität.

2 Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft: Das Kapitel definiert die soziale Marktwirtschaft als ordnungspolitischen Rahmen, der Wettbewerb mit sozialem Ausgleich verbindet, und thematisiert zentrale Aspekte wie die Tarifautonomie.

3 Verbindung zwischen Wirtschaft und Sozialem: Hier wird der Wandel vom konservativen zum neoliberal geprägten Sozialstaatskonzept analysiert und die Kritik an staatlichen Interventionen sowie die Forderung nach „mehr Markt“ dargestellt.

4 Problemfeld Magisches Viereck: Dieses Kapitel erläutert die Zielkonflikte der Wirtschaftspolitik, da die gleichzeitige Optimierung von Preisstabilität, Beschäftigungsgrad, Außenwirtschaftsgleichgewicht und Wachstum in der Praxis kaum erreichbar ist.

5 Beeinflussung der Wirtschaft durch die Fiskalpolitik: Das Kapitel behandelt die staatlichen Steuerungsinstrumente mittels Steuern und Staatsausgaben sowie die Wirkungsmechanismen von Multiplikator- und Akzeleratoreffekten auf die Konjunktur.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass staatliches Handeln in der sozialen Marktwirtschaft stets den schwierigen Spagat zwischen ökonomischer Effizienz und sozialem Schutz wahren muss, wobei externe Einflüsse die Planung erschweren.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Fiskalpolitik, Sozialstaat, Konjunktur, Wettbewerb, Wohlfahrt, Neoliberalismus, Multiplikatoreffekt, Tarifautonomie, Magisches Viereck, Arbeitsgesellschaft, Staatsausgaben, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel zwischen marktwirtschaftlichen Strukturen, staatlicher Fiskalpolitik und dem sozialen Sicherungssystem in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den ordnungspolitischen Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft, der Kritik am Wohlfahrtsstaat, dem Magischen Viereck und der fiskalpolitischen Konjunktursteuerung.

Was ist die primäre Zielsetzung der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienzsteigerung und dem Erhalt sozialer Gerechtigkeit innerhalb der sozialen Marktwirtschaft zu durchleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Zusammenführung makroökonomischer und wirtschaftspolitischer Fachdiskurse.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Definition der sozialen Marktwirtschaft insbesondere die Instrumente der Fiskalpolitik sowie die theoretischen Modelle von Multiplikator- und Akzeleratoreffekten erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?

Wesentliche Begriffe sind soziale Marktwirtschaft, Fiskalpolitik, Konjunktur, neoliberales Sozialstaatskonzept und das Magische Viereck.

Wie wirkt sich die Fiskalpolitik laut Arbeit auf die Konjunktur aus?

Durch den gezielten Einsatz von Steuern und Staatsausgaben kann der Staat antizyklisch agieren, um in Tiefphasen die Wirtschaft zu beleben und in Hochphasen zu drosseln.

Warum ist das Magische Viereck ein „Problemfeld“?

Da die Ziele (Preisstabilität, Wachstum, Beschäftigung, Außenwirtschaft) oft in gegenseitiger Konkurrenz stehen, ist eine simultane Erreichung aller Ziele mit den gleichen Maßnahmen in der Praxis meist unmöglich.

Was ist das zentrale Argument zur Kritik am Sozialstaat?

Die Kritik fokussiert sich darauf, dass das Sozialsystem durch Bürokratie und Lohnnebenkosten zum Wettbewerbsnachteil geworden sei und unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten restrukturiert werden müsse.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich staatlicher Maßnahmen?

Obwohl der Staat die Wirtschaft steuern kann, betonen externe Faktoren wie Wirtschaftskrisen oder Pandemien die Grenzen der steuerbaren wirtschaftspolitischen Einflussnahme.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Was zeichnet die soziale Marktwirtschaft aus?
Universidad
University of Applied Sciences Essen
Calificación
1,7
Autor
Mirjam Haug (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
12
No. de catálogo
V584884
ISBN (Ebook)
9783346163066
ISBN (Libro)
9783346163073
Idioma
Alemán
Etiqueta
marktwirtschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirjam Haug (Autor), 2020, Was zeichnet die soziale Marktwirtschaft aus?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584884
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