In dieser Arbeit soll der Fragestellung nachgegangen werden, wie eine Markenidentität für selbstständige Absolventen der Wirtschaftskommunikation anhand neurowissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt werden kann. Anhand eines praktischen Beispiels soll der Prozess exemplarisch aufgezeigt werden.
Die Fragestellung kann beantwortet werden, indem diese in mehrere untergeordnete Forschungsziele unterteilt wird: Identifikation konkreter Ansätze des Neuromarketings für die Entwicklung der Markenidentität (Selbstbild und Fremdbild) in bereits existierender Literatur; Identifikation von Besonderheiten von Markenidentitäten für Selbstständige; Motivanalyse 1 - Ermittlung des Selbstbildes des Absolventen im Arbeitskontext; Motivanalyse 2 - Ermittlung des Fremdbildes des Absolventen im Arbeitskontext; Definition der Brand Codes auf Basis der Ergebnisse aus den Motivanalysen.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung und Motivation
2. Fragestellung und Forschungsziele
3. Theoriebezug und Forschungsstand
4. Methodische Vorgehensweise
5. Ergebnisse
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, wie eine fundierte Markenidentität für selbstständige Absolventen der Wirtschaftskommunikation unter Nutzung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse konzipiert werden kann, um eine erfolgreiche berufliche Positionierung zu ermöglichen.
- Identitätsbasiertes Markenmanagement für Einzelunternehmer
- Integration neurowissenschaftlicher Erkenntnisse (Neuromarketing)
- Anwendung von Limbic-Types und Limbic Map zur Motivanalyse
- Entwicklung von Brand Codes zur Steuerung der Markenwirkung
- Methodische Erarbeitung mittels qualitativer Forschung und semantischer Analyse
Auszug aus dem Buch
3. Theoriebezug und Forschungsstand
Wie bereits beschrieben stellt das Identitätsbasierte Markenmanagement nach Meffert und Burmann (1996: 35) ein geeignetes Modell für eine erfolgreiche Markenführung von Unternehmen dar (siehe Abbildung 1). Das Modell basiert auf dem Identitätsverständnis nach Erikson, das zwischen der persönlichen Identität (Selbstbild) und der sozialen Identität (Fremdbild) differenziert (vgl. Erikson 1973: 11). Die Komponenten der Markenidentität bestehen im Selbstbild aus der Vision, Persönlichkeit, den Werten, Kompetenzen, der Herkunft und den Leistungen (vgl. Burmann et al. 2003: 7). Die Bestandteile des Markenimages laufen sich auf die symbolische und funktionale Nutzenassoziation sowie auf Markenattribute (vgl. ebd. 7).
Das Modell ist durchaus auf Einzelunternehmer übertragbar, da die Identitätsforschung ihren Ursprung in der Sozialpsychologie im Rahmen des Selbstkonzepts und unterschiedlicher Rollen eines Individuums findet (vgl. Rosenberg 1979; Hogg et al. 2000). Dennoch konnten während der intensiven Recherchen keine Arbeiten zur Anwendung der identitätsbasierten Markenführung für die Entwicklung eines Markenkonzepts für Einzelunternehmer oder anderweitige Gründer gefunden werden. Allerdings konnten im Kontext des Modells neuropsychologische Implikationen gefunden werden (vgl. Bielefeld 2012: 244; Burmann et al. 2012: 59 ff.). Der Fokus dieser Untersuchungen lag auf der Seite des Markenimages, genauer auf der Speicherung von Markenassoziationen im Gedächtnis. Dies liegt darin begründet, dass das assoziative, neuronale Markennetzwerk eine große Bedeutung in der Markenführung spielt (vgl. Bielefeld 2012: 156 ff.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung und Motivation: Das Kapitel erläutert die Relevanz einer Markenkonzeption für Absolventen der Wirtschaftskommunikation im Kontext der Selbstständigkeit und führt in die neurowissenschaftliche Perspektive ein.
2. Fragestellung und Forschungsziele: Hier werden die zentrale Forschungsfrage sowie fünf spezifische Forschungsziele zur Entwicklung einer Markenidentität mittels neurowissenschaftlicher Ansätze definiert.
3. Theoriebezug und Forschungsstand: Dieser Abschnitt fundiert die Arbeit durch das Modell des identitätsbasierten Markenmanagements und beleuchtet das Potential neuropsychologischer Ansätze für Markenpersönlichkeit und Brand-Code-Management.
4. Methodische Vorgehensweise: Die methodische Planung umfasst eine Kombination aus Sekundärforschung zur Identifikation von Neuromarketing-Ansätzen und empirischen Analysen (Befragungen/Interviews) zur Ermittlung des Selbst- und Fremdbildes.
5. Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst das vertiefte Konzept zur Markenführung zusammen und stellt den Nutzen eines praxisorientierten Leitfadens für Einzelunternehmer heraus.
Schlüsselwörter
Neuromarketing, Markenidentität, Wirtschaftskommunikation, Selbstständigkeit, Identitätsbasiertes Markenmanagement, Limbic Map, Brand Codes, Selbstbild, Fremdbild, Motivanalyse, Markenführung, Semantische Analyse, Markenpersönlichkeit, Einzelunternehmer, Selbstmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Markenidentität für Absolventen der Wirtschaftskommunikation, die sich selbstständig machen wollen, wobei neurowissenschaftliche Erkenntnisse als unterstützende Methodik eingesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind das identitätsbasierte Markenmanagement, die Anwendung von Neurowissenschaften im Marketing, die Erstellung von Markenprofilen für Einzelpersonen sowie die Analyse von Marken-Codes.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin, einen methodischen Weg aufzuzeigen, wie mittels neuropsychologischer Erkenntnisse eine konsistente und psychologisch fundierte Markenidentität für angehende Selbstständige entwickelt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche (Sekundärforschung) mit einem empirischen, qualitativen Ansatz, bestehend aus Motivanalysen und semantischen Analysen von Interviews, um ein praktisches Fallbeispiel zu bearbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung des identitätsbasierten Markenmanagements, der Verknüpfung mit neuropsychologischen Konzepten wie den Limbic Types und dem Brand-Code-Management sowie der praktischen Anwendung durch Leitfäden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neuromarketing, Markenidentität, Selbstbild, Limbic Map, Markenführung und die spezifische Zielgruppe der Absolventen der Wirtschaftskommunikation charakterisiert.
Warum ist das Limbic-Types Modell für die Konzeption wichtig?
Es dient als wissenschaftlich fundierte Basis, um Emotionen, Motive und Werte der Person abzubilden, was für die Definition einer authentischen Markenidentität als Einzelunternehmer essenziell ist.
Wie werden die Brand Codes in der Markenkonzeption eingesetzt?
Die Brand Codes, insbesondere der Sprachcode, dienen dazu, die im Rahmen der Motivanalyse identifizierten Bedeutungsinhalte implizit und damit effektiver im Kundenhirn zu verankern.
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- Nicole Czuba (Author), 2016, Neuromarketing als Start-Up-Booster, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/585121