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Konzeptionelle Entwicklung einer Hausgemeinschaft, als moderne 'familial' geführte Wohneinheit, für dementiell erkrankte Bewohner

Title: Konzeptionelle Entwicklung einer Hausgemeinschaft, als moderne 'familial' geführte Wohneinheit, für dementiell erkrankte Bewohner

Term Paper , 2004 , 29 Pages

Autor:in: Frank Kotterer (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Mein Berufspraktikum absolvierte ich in der Zeit vom 01.11.2003 bis 31.10.2004 im Caritas- Altenzentrum St. Martha in Speyer. Bereits während des Studiums, hatte ich im Rahmen eines dreimonatigen Fachhochschulpraktikums Gelegenheit die Einrichtung kennenzulernen. Aufgrund der gewonnenen Eindrücke des damaligen FH-Praktikums, sowie durch Gespräche mit dem Leiter der Einrichtung begann ich mich mit neuen Wohnformen in der stationären Altenhilfe auseinanderzusetzen. Insbesondere innovative Wohnformen, wie die viel diskutierten Wohn- und Hausgemeinschaften für dementiell erkrankte Bewohner, stellten für mich eine interessante Alternative zur klassischen Heimversorgung dar. Aufgrund meiner gewonnenen Einsicht, dass Hausgemeinschaften eine „neue Kultur“ in der stationären Heimlandschaft einläuten können, habe ich dieses Thema zum Gegenstand meiner Diplomarbeit 1 gemacht. Vor diesem Hintergrund empfand ich es als außerordentlich vielversprechend, als sich mir nach dem Studium die Gelegenheit bot, während des Berufspraktikums an der Entwicklung einer Hausgemeinschaftskonzeption für das Caritas- Altenzentrum St. Martha mitzuarbeiten und dabei Inhalte meiner Diplomarbeit auch praktisch umzusetzen. Insofern steht also nicht der demenzkranke alte Mensch und seine sozialen Beziehungen im Zentrum meiner Betrachtung, sondern die soziokulturellen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen im Feld der stationären Altenhilfe. Welche Schwierigkeiten und Grenzen sich bei der konzeptionellen Arbeit aufzeigten, wie diffizil die Suche nach Lösungen war und welche Lernerfahrungen ich gemacht habe, werde ich im Anschluss an den institutionellen und den theoretischen Teil der vorliegenden Hausarbeit darstellen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung der Ausbildungsstelle

2.1 Aufbau und Organisationsstruktur der Einrichtung

2.2 Organigramm des Caritas- Altenzentrums St. Martha

2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.4 Qualitätsprüfung

2.5 Qualitätssicherung

2.6 Finanzierung

3. Praktische Tätigkeiten

3.1 Allgemeine Aufgaben

3.2 Projekt „Hausgemeinschaft“

3.2.1 Notwendigkeit der neuen Wohnform

3.2.2 Bildung der Arbeitsgemeinschaft

3.2.3 Zielsetzung / Struktur- Leistungskonzept

3.2.4 Zielgruppe

3.2.5 Milieu und Umgebungsgestaltung

3.2.6 Bildung der Hausgemeinschaft

3.2.7 Bewohnerzusammensetzung, Gruppengröße

3.2.8 Personalkonzept

3.2.9 Investition Finanzierung

3.2.10 Modell des Realisierungsprozesses

4. Reflexion des Schwerpunktthemas

4.1 Allgemeine Reflexion

4.2 Eigenes Handeln / Gruppendynamische Prozesse

4.3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der konzeptionellen Entwicklung einer Hausgemeinschaft für dementiell erkrankte Bewohner im Caritas-Altenzentrum St. Martha. Das primäre Ziel ist die Erarbeitung eines wirtschaftlich tragfähigen und zugleich lebensqualitätsorientierten Versorgungsmodells unter Berücksichtigung soziokultureller und sozioökonomischer Rahmenbedingungen in der stationären Altenhilfe.

  • Entwicklung moderner Wohnformen für Menschen mit Demenz
  • Anpassung von Organisationsstrukturen und Personalkonzepten
  • Herausforderungen der Finanzierung und Wirtschaftlichkeit
  • Integration therapeutischer Milieugestaltung in den Pflegealltag
  • Reflexion sozialpädagogischen Handelns im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Vorgaben und ethischer Verantwortung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Notwendigkeit der neuen Wohnform

Die Entscheidung das Projekt Hausgemeinschaft im Caritas- Altenzentrum St. Martha in Angriff zu nehmen, fußt im wesentlichen auf der stetig steigenden Anzahl dementiell erkrankter Bewohner in der Einrichtung. Außerdem gilt es die zukünftige Entwicklung der stationären Altenhilfe im Auge zu behalten, wonach es Einrichtungen die ohne eine spezifische Konzeption für die Betreuung Demenzkranker ihre Arbeit verrichten, es schwer haben werden dem Anspruch Lebensqualität zu bieten gerecht zu werden.

Kleine, milieutherapeutisch orientierte Wohngruppen - sogenannte Hausgemeinschaften10 - mit familialer Strukturgebung, welche sich an der biographischen Innenperspektive der Bewohner orientieren, erweisen sich als vielversprechende Möglichkeit, den Betroffenen die Lebensqualität zu bieten, welche ihnen als vollwertige Mitglieder einer modernen Gesellschaft zukommen muss. Dies bedeutet allerdings, dass ein Sinneswandel von der medizinisch orientierten Versorgung hin zum familialen Wohnen erfolgen muss. Dabei durchdringt die bereits eingeleitete Entwicklung das komplette System der stationären Altenhilfe und zwingt zu einem Umdenken in den Berufsrollen Pflege und Hauswirtschaft.

Das Hausgemeinschaftsprojekt, als demenzadäquate Wohnform, wie es nachfolgend beschrieben wird, stellt jedoch hohe Anforderungen an Mitarbeiter, Organisation, Personalmanagement, WG- Milieu, baulichen Bedingungen und Finanzierung. Vor diesem Hintergrund ist das entwickelte Hausgemeinschaftsmodell nicht als einfache technokratische Lösung für künftige Versorgungsaufgaben in der Begleitung von Demenzkranken zu verstehen, sondern als innovative Möglichkeit, einen vielversprechenden Weg in eine neue Kultur der Altenpflege zu beschreiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation und die Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund seines Berufspraktikums und seiner Diplomarbeit.

2. Beschreibung der Ausbildungsstelle: Dieser Teil beschreibt die Struktur, den Leitgedanken sowie die rechtlichen und qualitätssichernden Rahmenbedingungen des Caritas-Altenzentrums St. Martha.

3. Praktische Tätigkeiten: Der Autor berichtet von seinen Aufgaben im Praktikum und beschreibt detailliert die Projektarbeit zum Aufbau einer Hausgemeinschaft.

4. Reflexion des Schwerpunktthemas: Abschließend reflektiert der Autor den Projektverlauf, sein eigenes Handeln im Team sowie das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Notwendigkeiten und sozialpädagogischen Zielsetzungen.

Schlüsselwörter

Hausgemeinschaft, Dementiell erkrankte Bewohner, Stationäre Altenhilfe, Sozialpädagogik, Alltagsmanagerin, Milieutherapie, Lebensqualität, Projektmanagement, Personalkonzept, Caritas-Altenzentrum, Demenz, Organisationsentwicklung, Pflegequalität, Finanzierung, Integrative Betreuung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die konzeptionelle Entwicklung einer neuen Wohnform für an Demenz erkrankte Bewohner innerhalb eines bestehenden Altenzentrums.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Verbesserung der Lebensqualität durch Hausgemeinschaften, die Organisation der Betreuung, die Finanzierung und die Rolle des Personals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein finanzierbares und fachlich demenzadäquates Struktur- und Leistungskonzept zu entwickeln, das den Bewohnern ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Projektarbeit, die durch ein multiprofessionelles Team und moderierte Arbeitstreffen umgesetzt wurde, ergänzt durch Fachliteratur und theoretische Reflexion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Beschreibung der Einrichtung, der praktischen Konzeption der Hausgemeinschaft (Zielgruppe, Milieu, Personal) und dem Prozess der Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Demenz, Hausgemeinschaft, Lebensqualität, Altenhilfe und konzeptionelle Entwicklung beschreiben.

Warum wurde eine Hausgemeinschaft als Wohnform gewählt?

Sie gilt als innovative Alternative zur klassischen Heimversorgung, da sie durch familienähnliche Strukturen und biographische Orientierung dem Anspruch auf Lebensqualität für Demenzkranke besser gerecht wird.

Welche Rolle spielt die Alltagsmanagerin?

Die Alltagsmanagerin ist als Präsenzkraft die feste Bezugsperson, die den Haushalt der Wohngruppe organisiert und den Bewohnern Struktur und soziale Teilhabe bietet.

Wie wurde das Problem der begrenzten finanziellen Mittel gelöst?

Es wurde ein Modell entwickelt, das mit dem vorhandenen Personalkontingent auskommt, um eine Erhöhung der Heimentgelte zu vermeiden.

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Details

Title
Konzeptionelle Entwicklung einer Hausgemeinschaft, als moderne 'familial' geführte Wohneinheit, für dementiell erkrankte Bewohner
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum Mainz)
Author
Frank Kotterer (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V58979
ISBN (eBook)
9783638530293
ISBN (Book)
9783656807933
Language
German
Tags
Konzeptionelle Entwicklung Hausgemeinschaft Wohneinheit Bewohner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Kotterer (Author), 2004, Konzeptionelle Entwicklung einer Hausgemeinschaft, als moderne 'familial' geführte Wohneinheit, für dementiell erkrankte Bewohner , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58979
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