Umsetzung der Strategie von Unternehmen U3 im Bereich Fertigung und Entwicklung


Hausarbeit, 2018

16 Seiten, Note: 2,0

Jörg Maier (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Darstellung TOPSIM Planspiel

2. Definitorische Grundlagen
2.1 Produktentwicklung und Nachhaltigkeit
2.2 Die drei Bereiche der Nachhaltigkeit

3. Rahmenbedingungen im TOPSIM Planspiel
3.1 Strategie des Unternehmens 3
3.2 Nachhaltigkeit im Planspiel

4. Strategieumsetzung
4.1 Umsetzung der Strategie in Periode 2 & Vergleich mit der Konkurrenz
4.2 Umsetzung der Strategie in Periode 5 & Vergleich mit der Konkurrenz

5. Schluss

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Dreisäulenkonzept

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Globalisierung und der dadurch noch größer gewordenen Wettbewerb auf dem Markt, stellen Unternehmen ständig vor neue Herausforderungen. Durch den erhöhten Konkurrenzdruck sind die Unternehmen gezwungen, Innovationen hervorzubringen, um den langfristigen Erfolg der Firma zu sichern.1 Den Grundstein für langfristigen Erfolg legen die Unternehmen schon in der Produktentwicklung. Früher wurde für den unternehmerischen Erfolg lediglich die ökonomische Komponente betrachtet, dies hat sich in den letzten Jahrzehnten aber gewandelt. In Zeiten von Erderwärmung, Ressourcenknappheit und steigenden CO² Werten ist die Ökologie immer weiter in den Fokus gerückt. Dieser Effekt hat auch großen Einfluss auf die Produktentwicklung der Unternehmen, denn die Kundschaft ist sensibler geworden und bevorzugt Produkte, die nachhaltig hergestellt werden. Dies wird dadurch deutlich, dass Menschen durch die spürbare Erderwärmung und die zunehmenden Wetterkatastrophen der letzten Jahre, angefangen haben „grüner“ zu denken. Mehr vegetarische und vegane Lebensmittel, Bio-Label auf Lebensmitteln, Elektroautos, Car-Sharing-Konzepte, nachhaltige Fleischproduktion und gerechte Tierhaltung, Diskussion zum Verbot von Plastiktüten – in all diesen Bereichen müssen die Unternehmen reagieren, denn die Befriedigung der Nachfrage am Markt bestimmt über nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens. Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung ist nach V. Hauff dann erfüllt, wenn sie „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“2 Durch diesen Ansatz müssen die Unternehmen von heute Produkte für den Markt von morgen entwickeln.

Dabei reicht es nicht aus, seine Produkte in biologisch abbaubaren Verpackungen zu präsentieren. Es geht vielmehr um die nachhaltige Entwicklung aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht: Eine von der Beschaffung bis zur Auslieferung nachhaltige Produktforschung, -entwicklung und -fertigung. Denn nur diese nachhaltige Entwicklung kann den negativen Geschehen der letzten Jahrhunderte entgegenwirken und das eigene Fortbestehen des Unternehmens sicherstellen.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es die Strategie für das Unternehmen 3 in dem Planspiel im Bereich der Forschung und Entwicklung darzustellen. Dabei liegt der Fokus auf der Nachhaltigkeit, wobei nur auf nachhaltige Produktentwicklung eingegangen wird, da sonst der Rahmen dieses Assignments gesprengt wird.

In diesem Zusammenhang werden in Kapitel 2 die definitorischen Grundlagen der Produktentwicklung und der Nachhaltigkeit gelegt. Speziell bei der Nachhaltigkeit wird auf die drei Aspekte - soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit - eingegangen. Anschließend wird die praktische Anwendung der Nachhaltigkeit im TOPMSIM Planspiel dargestellt, wobei die Strategie des Unternehmens 3 und deren Umsetzung näher beschrieben werden. Darauf aufbauend werden die Möglichkeiten und Restriktionen der Strategieumsetzung im Planspiel beschrieben, ehe die Umsetzung der Strategie am Beispiel zweier ausgewählter Perioden skizziert wird.

Zum Schluss wird eine Zusammenfassung samt kritischer Reflektion gegeben.

1.3 Darstellung TOPSIM Planspiel

„TOPSIM – Production & Services“ ist ein anspruchsvolles und computergestütztes Unternehmensplanspiel, welches mit Hilfe der Simulation ein realistisches Modell eines Industrieunternehmens darstellt.3 Ziel des Planspiels ist es, mit einem Unternehmerteam die bisher erlernten betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten an einem praktischen Beispiel nach dem Motto „LEARNING BUSINESS BY DOING BUSINESS“ anzuwenden.4

Für dieses Assignment wurde das Unternehmen RICKARDS AG, welche qualitativ hochwertige Aufzüge für kleine und mittelgroße Wohnungsgebäude produziert und vertreibt, simuliert.5

In jedem Unternehmen haben die Teammitglieder unterschiedliche Verantwortungsbereiche. Der Autor dieser Ausarbeitung ist für den Bereich „Fertigung, Forschung & Entwicklung“ zuständig, wobei nur auf den Bereich der „Forschung & Entwicklung“ eingegangen wird. In TOPSIM ist die „F & E“-Abteilung das kreative Herz des Unternehmens, in welcher die Ingenieure neue Produkte entwickeln und die Qualität der bestehenden verbessern, um den Kunden gerecht zu werden. Zusätzlich werden die fertigen Aufzüge intensiv getestet, um den hohen Qualitätsansprüchen, die sich die RICKARDS AG selbst setzt, gerecht zu werden.6

2. Definitorische Grundlagen

2.1 Produktentwicklung und Nachhaltigkeit

Der Terminus der Produktentwicklung ist ein weitreichender Begriff und ist dementsprechend in der Literatur unterschiedlich definiert. Für diese Ausarbeitung wird die Definition nach K. Ulrich & S. Eppinger zu Grunde gelegt. Diese beiden Autoren verstehen die Produktentwicklung als „set of activities beginning with the perception of a market opportunity and ending in the production, sale and delivery of a product“7. Anhand dieser Konkretisierung wird deutlich, dass hinter diesem Begriff ein ganzer Prozess steckt, der bei der Erkennung der Marktlücke beginnt und bei der Produktauslieferung endet. In all diesen Schritten muss in der heutigen Zeit der Aspekt der Nachhaltigkeit große Berücksichtigung finden, denn dies ist wichtig für das Image einer Firma und deren Produkte, was letztendlich auch über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein inflationär gebrauchter Begriff. Um die Kernaussage der Nachhaltigkeit zu verdeutlichen, wird neben der Definition nach Hauff8, auch die Definition von I. Pufé herangezogen. Diese sagt, „Nachhaltigkeit ist ein ressourcenökonomisches Prinzip, das gewährleistet, ein System in seiner Funktionsweise dauerhaft aufrechtzuerhalten“.9 Anhand dieser beiden Definitionen wird deutlich, dass Nachhaltigkeit ein Handlungssystem ist, bei dem die Regeneration der natürlichen Ressourcen im Vordergrund steht.

Durch die steigende Weltbevölkerung und die damit einhergehende wachsende Nachfrage bei gleichzeitig endlichen Ressourcen, ist die nachhaltige Produktentwicklung immer weiter in den Fokus gerückt. Zur nachhaltigen Produktentwicklung zählen umweltschonende Produktionen, Recycling oder biologisch abbaubare Entsorgung nach dem Ende des Produktlebenszyklus, die Lebensdauer der Produkte oder auch das Einsetzen von nachwachsenden Rohstoffen. Nachhaltige Produktentwicklung ist der Kern des nachhaltigen Wirtschaftens.

2.2 Die drei Bereiche der Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit wird in drei Bereiche, nämlich ökologisch, ökonomisch und sozial, unterteilt.

Abb. 1: Dreisäulenkonzept

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Corsten, H. / Roth, S. (2011), S.2

Das Dreisäulenkonzept veranschaulicht das Zusammenspiel der drei Komponenten der Nachhaltigkeit und deren Zusammenhang. Dabei wird die Ökologie gerne als die wesentliche Säule bezeichnet, da diese den meisten Einfluss auf die Nachhaltigkeit besitzt.10 Grundsätzlich sollten sich Unternehmen dieses Modell als Leitbild setzen, wenn sie nachhaltigen Erfolg ihrer Unternehmung sicherstellen möchten.

Unter der sozialen Nachhaltigkeit versteht man das menschliche Miteinander. Hierunter wird verstanden, dass das soziale Kapital, die Sozialstruktur der Gesellschaft, langfristig gesichert werden soll.11 In diesem Spannungsfeld, zwischen der Existenz- und Erfolgssicherung des Unternehmens, aber auch der Berücksichtigung der gesellschaftlichen, kulturellen und individuellen Ansprüche der Mitarbeiter, muss ein Unternehmen erfolgreich agieren. Gleichberechtigung, Fairness, Transparenz, Chancengleichheit, Bedarf- und Leistungsgerechtigkeit oder auch Möglichkeit zur Fortbildung – all diese Aspekte erhöhen die Sozialwirksamkeit eines Unternehmens.12

Die ökologische Nachhaltigkeit beschreibt den „weitsichtigen und rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen“.13 Dies ist gerade in unserer schnelllebigen Wegwerf-Gesellschaft ein äußerst wichtiger Punkt. Durch die Globalisierung stehen die Unternehmen unter einem enormen Wettbewerb, was bedeutet, dass sie sehr stark auf die eigenen Kosten achten müssen, um das Produkt konkurrenzfähig auf dem Markt anbieten zu können. Vor diesem Hintergrund ist die ökologische Nachhaltigkeit eine besondere Herausforderung, da die Produktion, benötigte Ressourcen oder das Recycling alter Produkte deutliche Kosten verursachen.

Die dritte Säule der Nachhaltigkeit ist die ökonomische Komponente. Diese vereint im Idealfall die beiden eben beschriebenen Aspekte der Nachhaltigkeit und maximiert den „ökonomischen Ertrag bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der benötigten Eingangsressourcen“.14 In dieser Säule werden auch Strategien entwickelt, die Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen bringen sollen. Meist ist da eine langfristige Ausrichtung maßgebend und es wird versucht Energie- und Materialressourcen zu reduzieren, Abfälle vermindern bzw. vermeiden und den wirtschaftlichen Erfolg erhöhen.

Durch die Einhaltung der drei beschriebenen Prinzipien festigt ein Unternehmen sein umweltbewusstes Image, was sich in der heutigen Zeit zu einem enormen Wettbewerbsvorteil entwickeln kann.

3. Rahmenbedingungen im TOPSIM Planspiel

In diesem Abschnitt werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschrieben, die von dem Planspiel festgesetzt wurden. Einige Variablen waren für alle Teilnehmer gleich und nicht beeinflussbar. Darunter fielen die Löhne und Gehälter, die Produktpalette des Unternehmens sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen. Zu Beginn jeder der sechs simulierten Perioden wurden Wirtschaftsnachrichten vom Leiter des Planspiels publiziert. Diese enthielten die aktuellen Informationen und Anforderungen für die kommende Periode. Beendet wurde jede Periode mit der Veröffentlichung der Periodenergebnisse. Für jede kommende Periode dienten die Wirtschaftsnachrichten und das Ergebnis der Vorperiode als Basis.

Die wirtschaftliche Lage zu Beginn des Planspiels sah wie folgt aus:

Aufgrund einer großen Krise in den letzten Jahren leidet der Heimatmarkt unter geringem Kapitalfluss, welches sich auch auf die diesjährige Wirtschaftsentwicklung auswirkt. Dementsprechend sind auch die Banken bei der Kreditvergabe restriktiv. Dennoch schätzen Experten, dass das Bruttoinlandsprodukt um 1,5% wachsen wird. Mit staatlichen Subventionen soll das Marktwachstum für Fahrstühle um 2 – 2,5 % zunehmen, wobei die Kunden sensibel auf den Preis und die Zuverlässigkeit reagieren.15

3.1 Strategie des Unternehmens 3

Das Ziel des Unternehmens 3 war es mit hochwertigen und nachhaltigen Produkten durch geographische Expansion den Marktanteil zu vergrößern. Dies sollte gelingen, indem man sich auf den technologischen Fortschritt konzentriert und kräftig in Werbung investiert. Nachdem man die Kundschaft auf dem heimischen Markt (Markt 1) überzeugt hat, widmete sich das Unternehmen 3 dem ausländischen Markt (Markt 2). Auf beiden Märkten bot man neben hochwertigen Aufzügen auch ausgezeichneten Service, auch für Fremdfabrikate, an.

Da es im Rahmen dieses Assignments nicht möglich ist vertieft in die gesamte Unternehmensstrategie einzutauchen, wird lediglich die Entwicklung nachhaltiger Produkte näher beleuchtet. In dieser Strategie lassen sich die drei Ausprägungen der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökologie und Ökonomie – sehr gut wiederfinden.

Auf soziale Aspekte wurde in Unternehmen 3 großen Wert gelegt. So wurde darauf geachtet, dass genügend Budget in die Arbeitsbedingungen und die Fortbildung der Mitarbeiter investiert wird. Die Mitarbeiter sollten motiviert, qualifiziert und zufrieden ihre Arbeit verrichten und es sollte vermieden werden, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Neben den sozialen, wurden auch die ökologischen Aspekte berücksichtigt. So hat man kontinuierlich in eine umweltfreundliche Produktion investiert und hat auf die ökologischen Standards der Lieferanten geachtet, um dem Anspruch der ökologischen Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Dies unterstich den Anspruch des Technologie-Vorreiters.

Die ökologische Nachhaltigkeit sollte als Ergebnis aus den starken Investitionen in die anderen beiden Säulen erreicht werden. Mit jeder Periode sollte die gute Qualität und die Zuverlässigkeit, gepaart mit umweltfreundlicher Produktion, bei den Kunden immer mehr Anklang finden. Zusätzlich sollte die ökonomische Nachhaltigkeit mit der Expansion auf ausländische Märkte unterstrichen werden.

[...]


1 Vgl. Kraus, G. / Westermann, R. (2014), S. 1 ff.

2 Hauff, V. (1987), S. 46

3 Vgl. TOPSIM Teilnehmerhandbuch Einführung, S. 4

4 Vgl. TOPSIM Teilnehmerhandbuch Einführung, S. 4

5 Vgl. TOPSIM Teilnehmerhandbuch Einführung, S. 7

6 Vgl. TOPSIM Teilnehmerhandbuch Einführung, S. 6

7 Ulrich, K. / Eppinger, S. (200), S. 2

8 Vgl. Kapitel 1.1

9 Vgl. Pufé, I. (2017), S. 20

10 Vgl. Pufé, I. (2017), S. 99

11 Vgl. Corsten, H. / Roth, S. (2011), S. 5

12 Vgl. Pufé, I. (2017), S. 186

13 Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: ökologische Nachhaltigkeit

14 Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: ökonomische Nachhaltigkeit

15 Vgl. Wirtschaftsnachrichten Periode 1

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Umsetzung der Strategie von Unternehmen U3 im Bereich Fertigung und Entwicklung
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V590195
ISBN (eBook)
9783346180223
ISBN (Buch)
9783346180230
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fertigung, Entwicklung, Unternehmensplanspiel, Planspiel
Arbeit zitieren
Jörg Maier (Autor), 2018, Umsetzung der Strategie von Unternehmen U3 im Bereich Fertigung und Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590195

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