Liegen Unterschiede in der psychischen Gesundheit bei langzeitarbeitslosen und erwerbstätigen Menschen vor? Die Arbeit soll beweisen, dass bei langzeitarbeitslosen Menschen ein höheres Risiko für eine Depression und einen Alkoholmissbrauch, bei erwerbstätigen Menschen ein höheres Risiko für eine Tabakabhängigkeit besteht.
Mittels eines Fragebogens, mit dem die Bereiche Stimmungslage, Rauchverhalten und Alkoholkonsum untersucht wurden, sind 44 langzeitarbeitslose und 38 erwerbstätige Menschen im Alter von 31 bis 50 Jahren befragt worden.
Zwischen den arbeitslosen und den erwerbstätigen Menschen konnte zwar kein signifikanter Unterschied bei einer Depression und daraus schließend kein höheres Risiko nachgewiesen werden, jedoch wurde festgestellt, dass mit zunehmenden Alter auch die Zahl der depressiven Menschen steigt. Beim Rauchverhalten und Alkoholmissbrauch zeigten sich sehr signifikante Unterschiede zwischen den beiden Untersuchungsgruppen, aufgrund dessen langzeitarbeitslose Menschen ein viel höheres Risiko für diese beiden Bereiche aufweisen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit
1.2 Depression
1.3 Rauchverhalten
1.4 Alkoholkonsum
2. Material und Methoden
2.1 Untersuchungsgruppen
2.2 Aufbau des Fragebogens
2.3 Datenauswertung
3. Ergebnisse
3.1 Allgemeine Informationen
3.2 Depression
3.3 Rauchverhalten
3.4 Alkoholkonsum
4. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Unterschiede in der psychischen Gesundheit zwischen langzeitarbeitslosen und erwerbstätigen Menschen, um zu prüfen, ob Arbeitslosigkeit ein höheres Risiko für Depressionen und Alkoholmissbrauch darstellt, während Erwerbstätigkeit mit einem erhöhten Risiko für Tabakabhängigkeit assoziiert wird.
- Vergleich der psychischen Gesundheit zwischen Erwerbstätigen und Langzeitarbeitslosen
- Analyse von depressiven Symptomen mittels Beck-Depressions-Inventar (BDI-II)
- Untersuchung des Rauchverhaltens anhand des Fagerström-Tests
- Bewertung des Alkoholkonsums durch den Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT)
- Einfluss von Alter und Geschlecht auf die untersuchten psychischen Parameter
Auszug aus dem Buch
1.2 Depression
Als Depression bezeichnet man im Allgemeinen eine psychische Krankheit, bei der ein Symptomkomplex mit emotionalen, kognitiven und somatischen Zeichen vorliegt, durch den sowohl ein subjektiver Leidensdruck entsteht als auch Alltags- und Sozialfunktionen nicht mehr erfüllt werden können. Die Hauptsymptome einer Depression sind fast täglich anhaltende schlechte Stimmung (mindestens 2 Wochen lang), Verlust an Freude und Interesse, Antriebslosigkeit, Aktivitätseinschränkung, schnelle Ermüdbarkeit und Müdigkeit. (Mehler-Wex, 2008) Die Depression zählt nach ICD-10 zu den affektiven Störungen, welche durch eine Veränderung der Stimmung oder Affektivität zur Depression gekennzeichnet sind. Diese unterteilen sich wiederum in mehrere Schlüssel. Depression wird unter dem Schlüssel F32 „depressive Episode“ geführt. (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, 2017)
Laut der World Health Organization (= WHO) (2017) leiden weltweit über 300 Millionen Menschen an Depressionen. Frauen sind hierbei häufiger betroffen als Männer. Die Folgen davon sind weitreichend und können bis zum Selbstmord führen. Depressionen resultieren oft aus einer Kombination von verschiedenen sozialen, psychologischen und biologischen Faktoren. Es ist bewiesen, dass Menschen, die durch lebensbedrohliche Ereignisse gegangen sind, leichter an einer Depression leiden. Arbeitslosigkeit stellt, wie ein Trauma oder Trauerfall, auch ein solches Ereignis dar und kann dadurch einen Mitfaktor für die Beeinträchtigung der Gesundheit darstellen. Eine Depression hat sowohl Auswirkungen auf die psychische als auch physische Gesundheit (z.B. Herz-Kreislauf Erkrankungen).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die aufgestellten Hypothesen zu Depression, Rauchen und Alkoholkonsum.
2. Material und Methoden: Hier wird das Studiendesign erläutert, das auf der Befragung von 82 Probanden mittels standardisierter Fragebögen (BDI-II, Fagerström-Test, AUDIT) basiert.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, wobei signifikante Unterschiede beim Rauchverhalten und Alkoholkonsum, jedoch nicht bei der Depression festgestellt wurden.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und interpretiert, wobei die Hypothesen bewertet und die Bedeutung von Arbeitslosigkeit als Belastungsfaktor hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Psychische Gesundheit, Arbeitslosigkeit, Erwerbstätigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit, Depression, Rauchverhalten, Alkoholkonsum, Fagerström-Test, BDI-II, AUDIT, Sucht, psychische Belastung, Prävention, Arbeitswelt, Gesundheitsrisiken
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Beschäftigungsstatus (langzeitarbeitslos versus erwerbstätig) und der psychischen Gesundheit der Betroffenen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem Auftreten von depressiven Störungen, dem Konsum von Tabakprodukten und dem Risiko für Alkoholmissbrauch.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu belegen, ob sich die psychische Gesundheit und das Suchtverhalten zwischen den beiden Gruppen signifikant unterscheiden.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wurde eine quantitative Untersuchung mit 82 Personen durchgeführt, wobei standardisierte psychologische Fragebögen genutzt und die Daten statistisch mit IBM SPSS mittels t-Tests ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erhebung, die Präsentation der Ergebnisse zu Depression, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie eine anschließende wissenschaftliche Diskussion der Befunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Arbeitslosigkeit, psychische Gesundheit, Depression, Tabakabhängigkeit, Alkoholmissbrauch und Lebensqualität.
Warum konnte die Hypothese zur Depression nicht bestätigt werden?
Die Studie konnte keinen statistisch signifikanten Unterschied bei Depressionen zwischen Arbeitslosen und Erwerbstätigen nachweisen, was möglicherweise auf die begrenzte Stichprobengröße zurückzuführen ist.
Was ergab die Untersuchung zum Thema Alkoholkonsum?
Es wurde ein sehr signifikanter Unterschied festgestellt: Arbeitslose Personen wiesen ein deutlich höheres Risiko für Alkoholmissbrauch auf als erwerbstätige Personen.
Welche Rolle spielt das Alter für die psychische Gesundheit in dieser Studie?
Es wurde festgestellt, dass mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für depressive Symptome steigt, was insbesondere in der Altersgruppe von 41 bis 50 Jahren sichtbar wurde.
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- Anonym (Autor), 2018, Psychische Gesundheit bei arbeitslosen im Vergleich zu erwerbstätigen Menschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/590746