Aus dem Gutachten: Die Arbeit behandelt einen Spezialbereich des neuen Antidiskriminierungsrechts der EU, das sowohl allgemein wie auch hinsichtlich der Religionsfreiheit - weniger in Bezug auf die Freiheit der sexuellen Orientierung - in der Literatur intensiv erörtert worden ist. Insoweit ging es vor allem um eine gute Aufarbeitung der Literatur und gut strukturierte Darstellung der Probleme. Dies ist der Arbeit insgesamt gut gelungen.
Inhaltsverzeichnis
- A Einleitung
- 1 Die Richtlinie 2000/78/EG
- 2 Interessenlage und Fragestellung
- B Fazit
- C Anhang
- D Verzeichnis der angewandten Literatur
- E Erklärung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit befasst sich mit den Anforderungen des Verbots der Diskriminierung wegen Religion und Weltanschauung an das deutsche Arbeitsrecht, insbesondere im Bezug auf homosexuelle Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen. Die Arbeit analysiert die Umsetzung der Richtlinie 2000/78/EG im deutschen Recht und untersucht, inwieweit das kirchliche Arbeitsrecht mit den europarechtlichen Vorgaben in Einklang gebracht werden kann.
- Die Richtlinie 2000/78/EG und ihre Umsetzung im deutschen Recht
- Der Konflikt zwischen dem kirchlichen Arbeitsrecht und den europäischen Diskriminierungsverboten
- Die Anwendbarkeit der Bereichsausnahme für kirchliche Arbeitgeber
- Die rechtliche Situation homosexueller Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen
- Die Auswirkungen des europäischen Diskriminierungsverbots auf die Praxis des kirchlichen Arbeitsrechts
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung
Die Einleitung stellt die Richtlinie 2000/78/EG und die deutschen Bemühungen um ein Antidiskriminierungsgesetz vor. Sie erläutert die Interessenlage und die Fragestellung der Arbeit sowie den Gang der Untersuchung.
B Fazit
Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und stellt die rechtliche Situation homosexueller Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen im Kontext des europäischen Diskriminierungsverbots dar.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Diskriminierung, Religion, Weltanschauung, sexuelle Orientierung, kirchliches Arbeitsrecht, europäisches Arbeitsrecht, Gleichbehandlung, Richtlinie 2000/78/EG, Antidiskriminierungsgesetz, Bereichsausnahme.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die EU-Richtlinie 2000/78/EG für das kirchliche Arbeitsrecht?
Die Richtlinie legt einen allgemeinen Rahmen für die Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf fest und verpflichtet Mitgliedstaaten, Diskriminierung u.a. wegen der Religion oder der sexuellen Orientierung zu verbieten.
Dürfen kirchliche Arbeitgeber homosexuelle Arbeitnehmer anders behandeln?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der kirchlichen Selbstbestimmung (Bereichsausnahme) und dem europarechtlichen Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung.
Was versteht man unter der Bereichsausnahme im Arbeitsrecht?
Dies bezieht sich auf Sonderregelungen, die Religionsgemeinschaften zugestanden werden, um von ihren Mitarbeitern eine loyale Lebensführung im Sinne ihres jeweiligen Glaubensdogmas zu verlangen.
Wie wird das deutsche Antidiskriminierungsrecht in der Praxis umgesetzt?
Die Arbeit analysiert die Einbindung der EU-Vorgaben in das deutsche Recht und prüft, inwieweit das kirchliche Sonderrecht mit den modernen Anforderungen an die Gleichbehandlung vereinbar ist.
Gibt es einen Konflikt zwischen Religionsfreiheit und sexueller Identität?
Ja, die Arbeit thematisiert diesen Kernkonflikt, wenn kirchliche Moralvorstellungen auf die individuellen Rechte der Arbeitnehmer auf Schutz ihrer sexuellen Orientierung treffen.
- Citar trabajo
- Jette Liebnau (Autor), 2006, Homosexuelle Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen. Anforderungen des Verbots der Diskriminierung an das Deutsche Arbeitsrecht für Religion und Weltanschauung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59091