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Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs und der Groß- und Kleinschreibung bei Kindern in der Grundschule. Der Übergang von der Laut- zur Schriftsprache

Title: Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs und der Groß- und Kleinschreibung bei Kindern in der Grundschule. Der Übergang von der Laut-  zur Schriftsprache

Term Paper , 2016 , 22 Pages

Autor:in: Armin Lützel (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Der Schriftspracherwerb stellt für die Kinder ein schweres Unterfangen dar. Sie müssen sich mit vielfältigen Problemen auseinandersetzen. Wenn sie zunächst in die Schule kommen, erfahren sie den ersten "Schock", und müssen feststellen, dass nicht geschrieben, wie gesprochen wird. Sie stellen fest, dass es verschiedene Grapheme für das gleiche Phonem gibt und müssen überwinden, dass sich auch die Schreibsilben von den Sprechsilben unterscheiden. Danach müssen die Kinder auch noch die Groß- und Kleinschreibung erlernen. Dies zeigt auf, mit welchen Schwierigkeiten der Schriftspracherwerb erfolgt.

Der weitere Teil der Arbeit behandelt das Problem der Groß- und Kleinschreibung, bespricht verschiedene Ansätze und zeigt den aktuellen Forschungsstand auf. Dabei wird analysiert, inwiefern das Sprachbuch "Niko 2" die Schwierigkeiten der Lerner beim Schriftspracherwerb berücksichtigt und welche Lehrwege es bietet. Es wird der Frage nachgegangen, ob sich das Buch nach dem aktuellen Forschungsstand richtet oder tradierten Vorstellungen folgt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht

2.1 Anlauttabellen

2.2 Auslautverhärtung

2.3 Silben

2.4 Silbenschnitt und Dehnungs-h

3. Groß- und Kleinschreibung

3.1 Der Wortartbezogene Ansatz

3.2 Der syntaktische Ansatz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Schriftspracherwerb in der Grundschule, insbesondere den Übergang von der lautorientierten zur orthographischen Sprache, und analysiert, wie das Sprachbuch „Niko 2“ diese Lernprozesse unter Berücksichtigung aktueller didaktischer Ansätze unterstützt.

  • Phonographische Herausforderungen beim Erstlesen und -schreiben
  • Die Rolle von Anlauttabellen und Silbenstrukturmodellen
  • Didaktische Konzepte zur Vermittlung der Groß- und Kleinschreibung
  • Vergleichende Analyse des wortartbezogenen versus des syntaktischen Ansatzes
  • Integration aktueller Forschungsergebnisse in das Schulbuch „Niko 2“

Auszug aus dem Buch

2.1 Anlauttabellen

Wenn Kinder damit beginnen die Schriftsprache zu erwerben, so wird ihnen in der Schule zuallererst das Alphabet beigebracht. Als geeignetes Hilfsmittel dafür hat sich die Anlauttabelle erwiesen, wobei es Unterschiede bei den verschiedenen Ausführungen gibt. Die Anlauttabelle bildet das komplette Alphabet ab, wobei jeder Buchstabe durch ein bestimmtes Wort repräsentiert wird. Bei dem Buchstaben „A“ findet man meistens das Abbild einer Ameise. Jedoch gibt es laut Schründer-Lenzen (2013: 218) verschiedene Anlauttabellen, die sich in ihrer Bedeutung und Funktion unterscheiden.

So seien nicht alle Tabellen dafür gedacht als Hilfsmittel für das Lesen benutzt zu werden, sondern manche auch dafür geeignet das Schreiben zu erernen, was man an den Schreibpfeilen erkennen könne. Auch in der Darstellung gäbe es Unterschiede, manche Tabellen böten Groß- und Kleinbuchstaben dar und andere nur Großbuchstaben. Die Anlauttabelle diene vor allem dafür, die Phonem-Graphem Korrespondenz zu erkennen (vgl. ebd.). Doch auch bei Verwendung der Anlauttabelle, wie zum Beispiel beim Buchstabieren des Wortes „Donnerstag“, wird man sich der Begrenztheit dieses Hilfsmittels schnell bewusst, „denn es fokussiert ein einzelheitliches Abhören des Wortes, wohingegen in diesem Kontext ein silbenorientiertes Sprechen die, potentielle Doppelung des ‚n‘ lernbar machen könnte.“ (ebd.: 221). Als weitere Schwierigkeit stellt sich dar, dass Kinder oft im Anfangsunterricht nicht in der Lage sind zu erhören mit welchen Buchstaben ein Wort beginnt, das kann verschiede Gründe haben, jedoch sollte einem bewusst sein, dass es an der Verarbeitung von Lauten liegen kann, denn „[d]ie Analyse von Lauten ist kein primär auditiver, sondern ein kognitiver Akt.“ (ebd.: 223).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Schriftspracherwerbs dar und formuliert die Forschungsfrage, ob das Sprachbuch „Niko 2“ den aktuellen wissenschaftlichen Standards beim Schriftspracherwerb und der Großschreibung folgt.

2 Schriftspracherwerb im Anfangsunterricht: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen Laut- und Schriftsprache und erläutert Schwierigkeiten beim Übergang, etwa durch das phonographische Prinzip oder den Schwa-Laut.

2.1 Anlauttabellen: Hier wird der Nutzen von Anlauttabellen zur Phonem-Graphem-Zuordnung kritisch beleuchtet und auf Gefahren wie Fehlinterpretationen von Lautbildern hingewiesen.

2.2 Auslautverhärtung: Dieses Kapitel erklärt, warum Kinder bei der Verschriftlichung von Auslauten auf morphematische Prinzipien zurückgreifen müssen und wie „Niko 2“ diesen Prozess unterstützt.

2.3 Silben: Es wird diskutiert, wie die Gliederung in Silben das Verständnis der Orthographie erleichtert und wo die Grenzen zwischen Sprech- und Schreibsilben liegen.

2.4 Silbenschnitt und Dehnungs-h: Die Problematik der Konsonantenverdopplung und die Funktion des Dehnungs-h werden hier als Instrumente zur Abbildung silbischer Strukturen dargestellt.

3. Groß- und Kleinschreibung: Dieses Kapitel analysiert die Schwierigkeiten der Kinder bei der Identifikation von Nomen und diskutiert die Debatte um die Reform der deutschen Majuskel-Regelungen.

3.1 Der Wortartbezogene Ansatz: Hier wird die traditionelle Vermittlung von Nomen als Wortart kritisiert, da sie bei der Anwendung oft zu Fehlern führt.

3.2 Der syntaktische Ansatz: Der syntaktische Ansatz wird als zukunftsweisende Alternative vorgestellt, die Substantive im Textzusammenhang betrachtet, statt sie isoliert zu definieren.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Schriftspracherwerb ein hochkomplexes Unterfangen ist, das Kinder vor kognitive Herausforderungen stellt, die durch methodische Unterstützung in Lehrwerken wie „Niko 2“ begleitet werden sollten.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Anfangsunterricht, Groß- und Kleinschreibung, Anlauttabellen, Silbenstruktur, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Auslautverhärtung, Dehnungs-h, Wortartbezogener Ansatz, Syntaktischer Ansatz, Deutschdidaktik, Niko 2, Rechtschreibung, Grundschule, Lautorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, denen Grundschulkinder beim Erlernen von Lesen und Schreiben begegnen, und prüft die didaktische Umsetzung dieser Lernprozesse im Schulbuch „Niko 2“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der Schriftspracherwerb unter Berücksichtigung phonologischer Prinzipien, die Silbensegmentierung sowie die Vermittlung der Groß- und Kleinschreibung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu analysieren, wie das Sprachbuch „Niko 2“ die Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb adressiert und ob es sich dabei an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller didaktischer und linguistischer Forschung und einer inhaltlichen Untersuchung der Aufgabenstellungen im Schulbuch „Niko 2“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse des Schriftspracherwerbs (Anlauttabellen, Auslautverhärtung, Silben, Dehnungs-h) und eine Untersuchung zur Groß- und Kleinschreibung (wortartbezogener vs. syntaktischer Ansatz).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schriftspracherwerb, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Silbenstruktur und der syntaktische Ansatz der Großschreibung.

Wie unterscheidet sich der wortartbezogene Ansatz vom syntaktischen Ansatz laut der Autorin?

Der wortartbezogene Ansatz definiert Nomen isoliert als Wortart, was oft zu Fehlern führt, während der syntaktische Ansatz das Nomen im Textzusammenhang und durch Attributproben bestimmt.

Warum wird im Buch „Niko 2“ die Einführung von Regeln gestaffelt vorgenommen?

Die gestaffelte Herangehensweise soll die Kinder nicht überfordern und sie dazu anregen, durch eigenes Entdecken und Ausprobieren kognitive Prozesse anzustoßen, die eine dauerhafte Verankerung der Regeln im Gedächtnis fördern.

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Details

Title
Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs und der Groß- und Kleinschreibung bei Kindern in der Grundschule. Der Übergang von der Laut- zur Schriftsprache
College
University of Cologne
Author
Armin Lützel (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V594367
ISBN (eBook)
9783346207838
ISBN (Book)
9783346207845
Language
German
Tags
übergang groß- grundschule kindern kleinschreibung laut- schriftsprache schriftspracherwerbs schwierigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Armin Lützel (Author), 2016, Schwierigkeiten des Schriftspracherwerbs und der Groß- und Kleinschreibung bei Kindern in der Grundschule. Der Übergang von der Laut- zur Schriftsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/594367
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