Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires

Das Europäische Beihilfenrecht. Verortung und Tatbestandselemente

Titre: Das Europäische Beihilfenrecht. Verortung und Tatbestandselemente

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2019 , 19 Pages , Note: 1

Autor:in: Daniel Kurzmann (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Seminararbeit widmet sich dem Europäischen Beihilfenrecht. Nach dessen anfänglicher systematischer und inhaltlicher Verortung wird der Beihilfebegriff definiert sowie die Tatbestandselemente des die Beihilfe regelnden Art. 107 Abs. 1 AEUV anhand ausgewählter EuGH-Rsp genau analysiert und diskutiert. Insbesondere wird dabei das Tatbestandselement der Staatlichkeit im Diskurs stehen.

Daran anschließend werden die sich in Ar. 107 Abs. 2 und 3 AEUV findenden Ausnahmen vom Beihilfenverbot besprochen. Nach einer Darstellung des in die Exklusivzuständigkeit der EK fallenden Beihilfeverfahrens wird ein Überblick über die Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Beschlüsse der EK gegeben. Abschließend wird eine Zusammenfassung angeboten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verortung des Europäischen Beihilfenrechts

3. Beihilfen gem Art 107 Abs 1 AEUV

3.1 Begünstigung

3.2 Staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfe

3.3 Bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige

3.4 Wettbewerbsverfälschung

3.5 Beeinträchtigung zwischenstaatlichen Handels

4. Ausnahmen vom Beihilfenverbot

5. Beihilfeverfahren und Rechtsschutz

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das europäische Beihilfenrecht, definiert den zentralen Beihilfenbegriff und untersucht die Tatbestandselemente des Artikels 107 Absatz 1 AEUV anhand der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes, um die Vereinbarkeit staatlicher Unterstützungsmaßnahmen mit dem Binnenmarkt zu bewerten.

  • Systematische Einordnung des Beihilfenrechts im EU-Wirtschaftsrecht
  • Detaillierte Analyse der Kriterien für eine staatliche Beihilfe
  • Bedeutung der Staatlichkeit bei der Mittelgewährung
  • Ausnahmeregelungen gemäß Art. 107 Abs. 2 und 3 AEUV
  • Verfahrensrechtliche Aspekte und Rechtsschutz vor der EU-Kommission

Auszug aus dem Buch

3.1 Begünstigung

Eine Begünstigung iSv Art 107 Abs 1 AEUV liegt vor, sobald einem Unternehmen oder Produktionszweig finanzielle oder geldwerte Vorteile „gleich welcher Art“ durch den Staat zukommen, ohne dass dieses oder dieser unter normalen Marktbedingungen angemessene Gegenleistungen erbringt. So können beispielsweise Steuerbefreiungen, verbilligte Darlehen, Investitionszuschüsse, preiswerte Überlassungen von Grundstücken, Verzicht von öffentlichen Forderungen, Erlass von Geldbußen oder etwa marktunübliche Tauschgeschäfte „Begünstigungen“ in diesem Sinne darstellen.

Als Analysewerkzeug gewissermaßen, um die Marktüblichkeit von finanziellen oder geldwerten Vorteilen an Unternehmen oder Produktionszweigen durch Staaten festzustellen, hat sich in Lehre und Rechtsprechung der sog „Market-Economy-Investor-Test“ bzw das Prinzip des marktwirtschaftlich handelnden Privatinvestors durchgesetzt. Bei Vorliegen eines finanziellen oder geldwerten Vorteils an Unternehmen durch Staaten wird demgemäß prima facie geprüft, ob auch ein rational und marktwirtschaftlich denkender Privatinvestor die fragliche Investition unter gleichen Bedingungen getätigt hätte. Wenn das Vorgehen der öffentlichen Hand jenem des fiktiven homo oeconomicus entspricht, kann davon ausgegangen werden, dass der Vertragspartner nicht im beihilfenrechtlichen Sinne begünstigt ist und dass daher keine Beihilfe gem Art 107 Abs 1 AEUV vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des europäischen Beihilfenrechts ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung von der Verortung des Rechtsgebiets bis hin zu verfahrensrechtlichen Aspekten.

2. Verortung des Europäischen Beihilfenrechts: Das Kapitel verortet das Beihilfenrecht im Primärrecht des AEUV und erläutert dessen Funktion als Instrument zum Schutz des unverfälschten Wettbewerbs im Binnenmarkt.

3. Beihilfen gem Art 107 Abs 1 AEUV: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Tatbestandselemente, die eine Beihilfe definieren, unter besonderer Berücksichtigung der Begriffe Begünstigung, Staatlichkeit und Wettbewerbsverfälschung.

3.1 Begünstigung: Dieser Abschnitt erläutert, wann ein finanzieller Vorteil vorliegt, und stellt den Market-Economy-Investor-Test als Prüfmaßstab vor.

3.2 Staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfe: Das Kapitel diskutiert die Zurechenbarkeit von Maßnahmen zum Staat sowie die Abgrenzung von rein privaten wirtschaftlichen Handlungen.

3.3 Bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige: Es wird die Anforderung der Selektivität von Beihilfemaßnahmen analysiert, um Beihilfen von allgemeinen Infrastrukturmaßnahmen abzugrenzen.

3.4 Wettbewerbsverfälschung: Dieses Kapitel definiert, unter welchen Voraussetzungen staatliche Maßnahmen den Wettbewerb potenziell verfälschen können.

3.5 Beeinträchtigung zwischenstaatlichen Handels: Die Analyse konzentriert sich hier auf die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen auf den Binnenmarkt-Handel und die Rolle der Rechtsprechung.

4. Ausnahmen vom Beihilfenverbot: Das Kapitel behandelt die im AEUV normierten Ausnahmeregelungen, die staatliche Beihilfen trotz Verbot mit dem Binnenmarkt vereinbar machen können.

5. Beihilfeverfahren und Rechtsschutz: Hier wird die Exklusivzuständigkeit der EU-Kommission beleuchtet und die Möglichkeiten des Rechtsschutzes für Mitgliedstaaten und betroffene Unternehmen dargestellt.

6. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass Beihilfenrecht ein essenzieller Bestandteil des europäischen Wirtschaftsrechts ist, der in Einzelfällen jedoch gerechtfertigt sein kann.

Schlüsselwörter

Europäisches Beihilfenrecht, Art 107 AEUV, EU-Binnenmarkt, Wettbewerbsverfälschung, Staatlichkeit, Begünstigung, Market-Economy-Investor-Test, Europäische Kommission, Rechtsschutz, Selektivität, Wirtschaftshilfe, Grundfreiheiten, EU-Wettbewerbsrecht, Unionsrecht, Notifizierungsgebot

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für staatliche Beihilfen im europäischen Wirtschaftsraum und deren Vereinbarkeit mit dem Wettbewerbsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die Definition des Beihilfenbegriffs, die Analyse von Kriterien wie Begünstigung und Wettbewerbsverfälschung sowie die verfahrensrechtliche Kontrolle durch die Europäische Kommission.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Tatbestandselemente des Art. 107 Abs. 1 AEUV systematisch zu durchdringen und die Rechtsprechung des EuGH zur Interpretation dieser Kriterien aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Seminararbeit, die primär auf der Analyse von Rechtsquellen, EU-Verordnungen und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition des Beihilfenbegriffs, die Diskussion über die Zurechenbarkeit staatlicher Mittel und die Analyse der Ausnahmen vom Beihilfenverbot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Beihilfenrecht, Binnenmarkt, Wettbewerbsrecht, EU-Recht, Staatlichkeit, Begünstigung und Rechtsschutz der Unternehmen sind die wesentlichen Begriffe.

Warum spielt der Market-Economy-Investor-Test eine wichtige Rolle?

Er dient als Standard-Prüfwerkzeug, um objektiv festzustellen, ob ein staatlicher Eingriff einen selektiven wirtschaftlichen Vorteil darstellt oder ob ein privater Investor unter gleichen Bedingungen ebenfalls gehandelt hätte.

Welche Bedeutung hat das Notifizierungsgebot für Mitgliedstaaten?

Es verpflichtet die Staaten, beabsichtigte Beihilfen rechtzeitig bei der EU-Kommission anzumelden, um ein Durchführungsverbot zu vermeiden, bevor eine beihilfenrechtliche Prüfung abgeschlossen ist.

Wie unterscheidet sich die Prüfung bei Art 107 Abs 2 und 3 AEUV?

Während Art 107 Abs 2 Fälle umfasst, die mit dem Binnenmarkt vereinbar sind, regelt Art 107 Abs 3 Ausnahmeregelungen, bei denen die Kommission ein Ermessen hat, ob sie die Beihilfe als mit dem Binnenmarkt vereinbar anerkennt.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Europäische Beihilfenrecht. Verortung und Tatbestandselemente
Université
University of Graz
Cours
Europäisches Wirtschaftsrecht in der Praxis
Note
1
Auteur
Daniel Kurzmann (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
19
N° de catalogue
V595198
ISBN (ebook)
9783346219107
ISBN (Livre)
9783346219114
Langue
allemand
mots-clé
beihilfenrecht europäische tatbestandselemente verortung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Kurzmann (Auteur), 2019, Das Europäische Beihilfenrecht. Verortung und Tatbestandselemente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/595198
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint