Globalisierung, erhöhter Wettbewerbsdruck und eine Vielzahl technologischer Innovationen stellen Unternehmen heutzutage immer wieder vor neue und unerwartete Herausforderungen. Mitarbeiter stehen neuen Aufgaben gegenüber und müssen immer höhere Erwartungen erfüllen. Diese Tatsache trägt dazu bei, dass betriebliches Lernen als eine zwingend erforderliche Investition in die Zukunft betrachtet werden muss. Gegenüber den herkömmlichen monetären Vermögensgegenständen wird Wissen deshalb immer häufiger als gleichwertiges Gut bezeichnet.
Wie kann das im Betrieb benötigte Wissen aufgebaut, erhalten und weitergegeben werden? Früher wurden Seminare, Schulungen und Workshops mit dieser Fragestellung assoziiert, während heute in diesem Zusammenhang oft die Themen Wissensmanagement und eLearning genannt werden. Welche der beiden Methoden der Wissensvermittlung sich besser eignet, hängt nicht zu letzt vom Unternehmen und den Mitarbeitern selbst ab. Vor dem Hintergrund des stets steigenden Kostendrucks scheint eLearning sich gegenüber den konventionellen Präsenzveranstaltungen immer weiter in den Vordergrund zu drängen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und Struktur der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Formen des eLearnings
2.2 Präsenzveranstaltungen
3 Aufstellung eines Kriterienkatalogs
3.1 Individualität
3.2 Effektivität
3.3 Effizienz
3.4 Nachhaltigkeit
3.5 Aktualität
4 Analyse der Lernmethoden
4.1 Bewertung anhand des Kriterienkatalogs
4.2 Probleme bei der Realisierung
4.3 Lösungsansätze
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit eLearning-Maßnahmen in Unternehmen als Alternative oder als sinnvolle Ergänzung zu klassischen Präsenzveranstaltungen fungieren können, wobei insbesondere die Anforderungen an Lernende und Organisation analysiert werden.
- Vergleich zwischen eLearning-Formen und Präsenzveranstaltungen
- Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Bewertung von Lernmethoden
- Analyse der Potenziale von individualisierten Lernprogrammen
- Herausforderungen bei der Implementierung von eLearning im Arbeitsalltag
- Konzept des Blended Learning als Lösungsansatz
Auszug aus dem Buch
4.2 Probleme bei der Realisierung
Wird sich mit dem Gedanken beschäftigt, eLearning als Basis für die Weiterbildungsstrategie des Unternehmens einzusetzen, so sind nicht nur Kosten- und Nutzeneffekte für sich allein betrachtet zu berücksichtigen. Da es im Wesentlichen um den Mitarbeiter als Individuum geht, ist dieser in verstärktem Maße in die Betrachtung mit einzubeziehen.
Der Erfolg von eLearning-Projekten hängt unmittelbar von der Persönlichkeit der Mitarbeiter ab. Zeichnet sich eine gewisse Vertrautheit oder vielleicht sogar Affinität mit der Technik bzw. Hard- und Software ab, so ist eine Hemmschwelle schon überwunden. Der tägliche Umgang mit Computern im Arbeitsalltag begünstigt den Einsatz mit diesem Medium auch für die berufliche Weiterbildung.
Des Weiteren erfordert eLearning nicht nur ein Mindestmaß an technischem Know-How, sondern auch an Disziplin. Im Gegensatz zu Präsenzveranstaltungen bei denen der Mitarbeiter mit den Inhalten und Aufgaben konfrontiert wird, erfolgt hier der Zugriff ausschließlich selbstgesteuert, selbstorganisiert und selbstbestimmt. Sowohl das Lernpensum, die Lernumgebung als auch der Lernzeitpunkt und die Lerndauer obliegen der eigenen Entscheidung. Dies bezieht sich ebenso darauf, ob überhaupt gelernt wird. Hier wird der Mitarbeiter gefordert, sich von der fremdgesteuerten Weiterbildungsmaßnahme kommend, auf eine neue Form des Lernens einzurichten und umzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des betrieblichen Lernens im Kontext globaler Wettbewerbsfaktoren ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, eLearning als Alternative oder Ergänzung zu Präsenzschulungen zu untersuchen.
2 Grundlagen: Hier werden zentrale Formen des eLearnings, wie CBT, WBT, Virtual Classroom und BTV, sowie der Status quo klassischer Präsenzveranstaltungen in der Erwachsenenbildung erläutert.
3 Aufstellung eines Kriterienkatalogs: Dieses Kapitel definiert wesentliche Bewertungskriterien – namentlich Individualität, Effektivität, Effizienz, Nachhaltigkeit und Aktualität –, die für die Analyse von Lernmethoden herangezogen werden.
4 Analyse der Lernmethoden: Dieser Hauptteil bewertet eLearning-Methoden anhand des Kriterienkatalogs, diskutiert Implementierungsprobleme in Unternehmen und stellt Blended Learning als praxisnahen Lösungsansatz vor.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eLearning aufgrund verbleibender Hemmnisse eher als wertvolle Ergänzung denn als vollständiger Ersatz für Präsenzveranstaltungen zu sehen ist.
Schlüsselwörter
eLearning, Präsenzveranstaltung, betriebliche Weiterbildung, Wissensmanagement, Blended Learning, CBT, WBT, Virtual Classroom, Kriterienkatalog, Selbstorganisation, Individualisierung, Personalförderung, Wissenstransfer, Lernmethode.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Eignung von eLearning als alternative oder ergänzende Weiterbildungsmethode zu klassischen Präsenzveranstaltungen in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Formen des eLearnings, die Anforderungen an Mitarbeiter sowie die organisatorischen Voraussetzungen für den Erfolg digitaler Lernmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen eLearning effiziente Weiterbildung ermöglichen kann und wo die Grenzen bei einem kompletten Ersatz von Präsenzveranstaltungen liegen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine kriterienbasierte Analyse, bei der Lernformen anhand eines entwickelten Kriterienkatalogs bewertet und diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Bewertung der Lernmethoden, erörtert spezifische Probleme bei der Realisierung, wie etwa die notwendige Selbstdisziplin, und zeigt Lösungsansätze wie Blended Learning auf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind eLearning, Präsenzveranstaltung, betriebliche Weiterbildung, Wissensmanagement und Blended Learning.
Welche Rolle spielt die Selbstorganisation beim eLearning laut dem Autor?
Die Selbstorganisation ist eine entscheidende Anforderung an den Mitarbeiter, da im Gegensatz zu Präsenzveranstaltungen der Zugriff auf Lerninhalte hier selbstgesteuert und selbstbestimmt erfolgen muss.
Warum wird Blended Learning im Dokument hervorgehoben?
Blended Learning wird als optimale Lösung beschrieben, da es die Vorteile elektronisch basierter Wissensvermittlung mit der sozialen Interaktion und den persönlichen Elementen von Präsenzveranstaltungen kombiniert.
- Citation du texte
- Fabian Kurz (Auteur), 2005, eLearning - Alternative oder Ergänzung zur Präsenzveranstaltung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59716