Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Psychologie de la personnalité

Identitätsentwicklung im Lebenslauf nach George Herbert Mead

Titre: Identitätsentwicklung im Lebenslauf nach George Herbert Mead

Dossier / Travail , 2001 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Astrid Vorhoff (Auteur)

Psychologie - Psychologie de la personnalité
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Als erstes stelle ich den III. Teil des Werkes „Geist, Identität und Gesellschaft“ von George Herbert Mead dar. George H. Mead (1863 - 1931) gilt als Begründer des symbolischen Interaktionismus. Sein wissenschaftliches Arbeiten und die Entwicklung seines Werkes wurden durch den Darwinismus und den Pragmatismus geprägt. Zum ersten war das Darwins Evolutionstheorie. Charles W. Morris schreibt : „Daraus schien zu folgen, dass nicht nur der menschliche Organismus, sondern auch der ganze geistige Prozess innerhalb der evolutionären Entwicklung interpretiert werden müsse, dass er diese Eigenschaft der Veränderlichkeit teile und aus dem Zusammenspiel von Organismus und Umwelt entstanden sei.“ 1 Der Organismus muss sich nach dieser Theorie an seine Umwelt anpassen um zu überleben.

Der Darwinismus ist u. a. auch wieder eine Strömung der den amerikanischen Pragmatismus, der zu dieser Zeit erst richtig entstand, beeinflusst hat. Mead selbst bezeichnet sich als ein Vertreter dieser philosophischen Richtung. Die nach Darwin beschriebene aktive Lebenssicherung des Organismus ist nicht als deterministisch anzusehen, sondern ist abhängig von problemlösenden Denken und Handeln der Menschen. Mead hat daran gearbeitet eine These zu entwickeln, die die Entstehung des selbstbewussten Subjekts, also der Identität, beschreiben kann. Dies gelingt nur in einer Gemeinschaft handelnder und kommunizierender Menschen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. George Herbert Mead: Geist, Identität und Gesellschaft; Teil III, Identität

2.1 Identität und Organismus

2.2 Der Hintergrund der Entstehung der Identität

2.4 Die Identität und das Subjektive

2.5 Das „I“ und das „me“

2.6 Gesellschaftliche Haltungen und die physische Welt

2.7 Geist als Hereinnahme des gesellschaftlichen Prozesses in das Individuum

2.8 „I“ und „me“ als Phasen der Identität

2.9 Die Verwirklichung der Identität in der gesellschaftlichen Situation

2.10 Die Beiträge des „me“ und des „I“

2.11 Die gesellschaftliche Kreativität der Identität

2.12 Gegenüberstellung von individualistischen und gesellschaftlichen Theorien der Identität

3. Lothar Krappmann: Soziologische Dimensionen der Identität

3.1 Identität und Beteiligung an Interaktionsprozessen

3.2 Balancierende Identität

4. Beurteilung aus gerontologischer Sicht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen der Identitätsentwicklung im Lebenslauf anhand der Theorien von George Herbert Mead und Lothar Krappmann darzustellen und diese abschließend aus gerontologischer Sicht kritisch zu bewerten, insbesondere hinsichtlich der Identitätsbildung bei Menschen mit Beeinträchtigungen.

  • Symbolischer Interaktionismus nach George Herbert Mead
  • Die Dynamik zwischen „I“ und „me“ als Phasen der Identität
  • Soziologische Dimensionen der Identität nach Lothar Krappmann
  • Prozesse der Rollenübernahme und Interaktionsteilnahme
  • Gerontologische Perspektiven auf Identitätsentwicklung und Anpassung

Auszug aus dem Buch

2.1 Identität und Organismus

Als Grundvoraussetzung einer Identitätsbildung sieht George H. Mead den Sprachprozess. Identität bildet sich erst durch die Teilnahme am gesellschaftlichen Prozess heraus, sie ist also ein Ergebnis der Beziehungen eines Individuums zur Gesellschaft als Ganzes und zu anderen Individuen dieses gesellschaftlichen Prozesses.

Die Identität kann für sich selbst ein Objekt sein, wir können als intelligente Menschen handeln und auch unsere Erfahrungen machen, wir nehmen dies aber nicht notwendigerweise als Identität war. Im Alltag laufen viele Tätigkeiten wie automatisiert ab und benötigen keine Identität.

Die Körperteile sind von der Identität zu unterscheiden, wir nehmen einzelne Teile unseres Körpers nicht anders wahr als wir unseren Computer als ein Objekt erkennen. „ Der Körper erfährt sich selbst nicht in dem Sinn als ein Ganzes, in dem die Identität in die Erfahrung eintritt.“

Für das Individuum ist es wichtig, das es aus sich heraus treten kann, um für sich selbst ein Objekt zu werden. Man muss sich selbst gegenüber objektiv sein, damit man intelligent und rational handeln kann. Reflektiere ich mein eigenes Verhalten nicht objektiv genug, kann ich meine Wirkung auf andere nicht gut genug einschätzen und mich gegebenenfalls nicht angemessen verhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Theorien von George Herbert Mead und Lothar Krappmann sowie die Forschungsabsicht der Arbeit.

2. George Herbert Mead: Geist, Identität und Gesellschaft; Teil III, Identität: Detaillierte Darlegung der Identitätstheorie Meads, fokussiert auf den Sprachprozess, die Interaktion und die Rollen von „I“ und „me“.

2.1 Identität und Organismus: Analyse der grundlegenden Verbindung zwischen Sprachprozess, gesellschaftlichem Handeln und der Herausbildung der Identität als Objekt.

2.2 Der Hintergrund der Entstehung der Identität: Beschreibung der Rolle von Kommunikationsprozessen und der Bedeutung signifikanter Symbole für die Identitätsentwicklung.

2.4 Die Identität und das Subjektive: Differenzierung zwischen der gesellschaftlichen Identitätsstruktur und subjektiven Erfahrungen sowie dem reflektiven Prozess.

2.5 Das „I“ und das „me“: Definition und wechselseitige Beziehung der zwei Identitätsphasen als verinnerlichte Außenwelt („me“) und handelnde Instanz („I“).

2.6 Gesellschaftliche Haltungen und die physische Welt: Erläuterung, wie gesellschaftliche Haltungen durch Denken und Symbolgebrauch auf die Welt wirken.

2.7 Geist als Hereinnahme des gesellschaftlichen Prozesses in das Individuum: Darstellung der Bedeutung des gesellschaftlichen Prozesses als Voraussetzung für den menschlichen Geist.

2.8 „I“ und „me“ als Phasen der Identität: Vertiefung der Dynamik zwischen den beiden Phasen im Kontext von Identitätsbehauptung und sozialer Anpassung.

2.9 Die Verwirklichung der Identität in der gesellschaftlichen Situation: Beschreibung der Identitätsentfaltung durch soziale Beziehungen und den Wunsch nach Anerkennung.

2.10 Die Beiträge des „me“ und des „I“: Analyse des impulsiven Verhaltens und des persönlichen Beitrags zur sozialen Situation.

2.11 Die gesellschaftliche Kreativität der Identität: Untersuchung der wechselseitigen Beeinflussung von Individuum und Gemeinschaft bei Anpassungs- und Veränderungsprozessen.

2.12 Gegenüberstellung von individualistischen und gesellschaftlichen Theorien der Identität: Kurzer Vergleich der logischen Voraussetzungen für die Identitätsbildung.

3. Lothar Krappmann: Soziologische Dimensionen der Identität: Darstellung soziologischer Ansätze zur Identität im Interaktionskontext.

3.1 Identität und Beteiligung an Interaktionsprozessen: Erläuterung der Identitätsverhandlung und des Arbeitskonsenses in sozialen Interaktionen.

3.2 Balancierende Identität: Analyse des Balanceakts zwischen sozialen Erwartungen und der Einzigartigkeit des Individuums.

4. Beurteilung aus gerontologischer Sicht: Kritische Reflexion der theoretischen Konzepte hinsichtlich der Anwendung auf alte Menschen und Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Schlüsselwörter

Identitätsentwicklung, George Herbert Mead, Lothar Krappmann, Symbolischer Interaktionismus, Identität, Interaktion, Sozialpsychologie, „I“ und „me“, Soziale Rolle, Gerontologie, Kommunikation, Signifikante Symbole, Rollenübernahme, Balancierende Identität, Identitätsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Theorien zur Identitätsentwicklung von George Herbert Mead und Lothar Krappmann und setzt diese in Bezug zur gerontologischen Fragestellung, wie Identität im hohen Alter und bei Beeinträchtigungen verstanden werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der symbolische Interaktionismus, die Dynamik zwischen den sozialen und individuellen Anteilen der Persönlichkeit sowie die soziologischen Anforderungen an die Identität in Interaktionsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Identität nach Mead und Krappmann darzulegen und deren Validität und Anwendungsmöglichkeiten im Kontext der Gerontologie zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse der Hauptwerke von Mead und Krappmann basiert und diese Erkenntnisse in einer abschließenden Beurteilung synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Meads Identitätstheorie (einschließlich der Konzepte von „I“ und „me“) und die soziologischen Dimensionen der Identität nach Krappmann, insbesondere den Aspekt der balancierenden Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Identitätsentwicklung, Interaktion, symbolischer Interaktionismus, Rollenübernahme und gesellschaftliche Struktur geprägt.

Wie bewertet die Autorin die Anwendung der Mead’schen Theorie auf Demente?

Die Autorin stellt kritisch fest, dass Demente nach Meads strengem Konzept möglicherweise keine Identität aufbauen könnten, argumentiert jedoch, dass sie sich durchaus auf ihre Weise an sozialen Interaktionen beteiligen, auch wenn dies nicht über sprachliche Symbole geschieht.

Was bedeutet der Begriff „balancierende Identität“ bei Krappmann?

Er beschreibt die ständige Herausforderung des Individuums, den sozialen Erwartungen zu entsprechen, dabei aber gleichzeitig die eigene Einzigartigkeit zu bewahren und sich nicht vollständig den sozialen Kategorisierungen zu unterwerfen.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Identitätsentwicklung im Lebenslauf nach George Herbert Mead
Université
University of Vechta
Cours
Seminar: Identitätsentwicklung im Lebenslauf
Note
1,3
Auteur
Astrid Vorhoff (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
26
N° de catalogue
V59881
ISBN (ebook)
9783638536943
ISBN (Livre)
9783656801764
Langue
allemand
mots-clé
Identitätsentwicklung Lebenslauf George Herbert Mead Seminar Identitätsentwicklung Lebenslauf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Astrid Vorhoff (Auteur), 2001, Identitätsentwicklung im Lebenslauf nach George Herbert Mead, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59881
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint