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Wittgensteins Methode des "Zeigens" - von Grenzen der Sprache

Titre: Wittgensteins Methode des "Zeigens" - von Grenzen der Sprache

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Brockmeier (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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In dieser Hauptseminararbeit wird gezeigt, dass das von Wittgenstein im Tractatus entwickelte Begriffspaar "Sagen" und "Zeigen" auch für seine Spätphilosophie von Belang ist.
Die Sprache setzt dem menschlichen Kognitionsvermögen und seinen Welterkennungsfähigkeit Grenzen, die "sagend" nicht überschritten werden können, die aber "gezeigt" werden können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 „SAGEN“ UND „ZEIGEN“ IM TRACTATUS LOGICO-PHILOSOPHICUS.

2.1 Die Abbildtheorie des Tractatus

2.2 „Sagen“ und „Zeigen“

2.3 Warum erweisen sich die Sätze des Tractatus letztlich als unsinnig?

2.4 Was man nicht sagen kann, das muss man zeigen

3 „SAGEN“ UND „ZEIGEN“ IN DEN PHILOSOPHISCHEN UNTERSUCHUNGEN

3.1 Der Wegbruch der abbildtheoretischen Basis

3.2 Das Wesen des Sprachspiels

3.3 Die Unhintergehbarkeit der normalen Sprache

4 FAZIT: DAS VERHÄLTNIS VON SPRACHE UND WELT LÄSST SICH NICHT AUSSAGEN, SONDERN NUR ZEIGEN

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die These, dass Ludwig Wittgenstein die in seinem Frühwerk „Tractatus logico-philosophicus“ entwickelte Unterscheidung zwischen „Sagen“ und „Zeigen“ auch in seinem Spätwerk, den „Philosophischen Untersuchungen“, beibehalten hat. Ziel ist es, die Entwicklung von der Abbildtheorie hin zum Sprachspielkonzept zu analysieren und aufzuzeigen, wie Wittgenstein die Unhintergehbarkeit der normalen Sprache begründet, um das Verhältnis von Sprache und Welt zu thematisieren.

  • Die Abbildtheorie des frühen Wittgensteins
  • Die Unterscheidung zwischen „Sagen“ und „Zeigen“
  • Das Sprachspielkonzept im Spätwerk
  • Die Dekonstruktion der Privatsprachenargumentation
  • Die Unhintergehbarkeit der normalen Sprache

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Wesen des Sprachspiels

„Hier stoßen wir auf die große Frage, die hinter allen diesen Betrachtungen steht. – Denn man könnte mir einwenden: „Du machst dir’s leicht! Du redest von allen möglichen Sprachspielen, hast aber nirgends gesagt, was denn das Wesentliche des Sprachspiels, und also der Sprache ist. Was allen diesen Vorgängen gemeinsam ist und sie zur Sprache, oder zu Teilen der Sprache macht. Du schenkst dir also den Teil der Untersuchung, der dir selbst seinerzeit Kopfzerbrechen gemacht hat, nämlich den, die allgemeine Form des Satzes und der Sprache betreffend.“

Und das ist wahr. – Satt etwas anzugeben, was allem, was wir Sprache nennen gemeinsam ist, sage ich, es ist diesen Erscheinungen garnicht Eines gemeinsam, weswegen wir für alle das gleiche Wort verwenden, - sondern sie sind miteinander in vielen verschiedenen Weisen verwandt. Und dieser Verwandtschaft, oder diesen Verwandtschaften wegen nennen wir sie alle „Sprachen“. Ich will versuchen, dies zu erklären.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das sprachphilosophische Grundproblem der Beziehung zwischen Sprache und Welt sowie Darstellung der zentralen These zur Kontinuität bei Wittgenstein.

2 „SAGEN“ UND „ZEIGEN“ IM TRACTATUS LOGICO-PHILOSOPHICUS.: Analyse der Abbildtheorie, der logischen Form und der Unausdrückbarkeit der Semantik im Frühwerk Wittgensteins.

3 „SAGEN“ UND „ZEIGEN“ IN DEN PHILOSOPHISCHEN UNTERSUCHUNGEN: Untersuchung der Abkehr von der Abbildtheorie hin zum Sprachspielkonzept und Begründung der Unhintergehbarkeit der normalen Sprache.

4 FAZIT: DAS VERHÄLTNIS VON SPRACHE UND WELT LÄSST SICH NICHT AUSSAGEN, SONDERN NUR ZEIGEN: Zusammenfassende Bewertung, dass die Unterscheidung zwischen „Sagen“ und „Zeigen“ essenziell bleibt, um das Verhältnis von Sprache und Welt ohne metaphysische Überstülpung zu verstehen.

Schlüsselwörter

Wittgenstein, Sagen, Zeigen, Tractatus, Philosophische Untersuchungen, Sprache, Welt, Abbildtheorie, Sprachspiel, Unhintergehbarkeit, Semantik, Logik, Privatsprache, Metaphysik, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Kontinuität in Wittgensteins Denken, insbesondere wie er die Unterscheidung zwischen dem, was sich in der Sprache sagen lässt, und dem, was sich nur zeigen lässt, von seinem Früh- in sein Spätwerk überführt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Abbildtheorie, das Konzept der logischen Form, der Übergang zum Sprachspielmodell sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Privatsprachenargumentation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Wittgenstein das „Zeigen“ als Methode auch in den „Philosophischen Untersuchungen“ beibehält, um das Verhältnis von Sprache und Welt trotz der Unhintergehbarkeit der normalen Sprache zu thematisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine textanalytische Methode, die auf der exegese der Originalschriften Wittgensteins basiert und diese durch die Dekonstruktion von Grundannahmen sowie durch den Einbezug der Sekundärliteratur (insb. Hintikka, Kenny, Schneider) kritisch beleuchtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst das frühe System des „Tractatus“ (Abbildtheorie, Sagen/Zeigen) dargestellt, um anschließend die Transformation dieses Systems in den „Philosophischen Untersuchungen“ unter dem Aspekt der Sprachspiele und der Unhintergehbarkeit der Alltagssprache aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Wittgenstein, Sagen/Zeigen, Abbildtheorie, Sprachspiel, Unhintergehbarkeit, Privatsprache und die Grenze der Sprache.

Warum hält der Autor die „normale Sprache“ für unhintergehbar?

Der Autor argumentiert, dass wir keine Position außerhalb der Sprache einnehmen können, um diese „von außen“ zu betrachten. Da jede theoretische Aussage über Sprache selbst wieder in der normalen Sprache verfasst werden muss, ist sie das letzte Bezugssystem.

Wie deutet der Autor Wittgensteins „Leiter-Metapher“ aus dem Tractatus?

Die Metapher wird dahingehend gedeutet, dass die Sätze des „Tractatus“ selbst als unsinnig erkannt werden müssen, nachdem sie dazu gedient haben, die Grenze des Sagbaren zu verdeutlichen, um die Welt anschließend „richtig“ sehen zu können.

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Résumé des informations

Titre
Wittgensteins Methode des "Zeigens" - von Grenzen der Sprache
Université
RWTH Aachen University  (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft)
Cours
Ludwig Wittgensteins 'Philosophische Untersuchungen'
Note
1,3
Auteur
Daniel Brockmeier (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
28
N° de catalogue
V59966
ISBN (ebook)
9783638537520
ISBN (Livre)
9783640445004
Langue
allemand
mots-clé
Methode Grenzen Sprache Ludwig Wittgenstein Ludwig Wittgenstein Sprachphilosophie Sagen Zeigen Sagen und Zeigen Philosophische Untersuchungen Tractatus Semantik Formale Semantik Grenzen der Sprache Abbildtheorie Frege Sprachspiel Analytische Philosophie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Brockmeier (Auteur), 2004, Wittgensteins Methode des "Zeigens" - von Grenzen der Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59966
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Extrait de  28  pages
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