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Training mit Jugendlichen zur Bildung von Selbstsorge- und Selbstmanagementstrategien

Title: Training mit Jugendlichen zur Bildung von Selbstsorge- und Selbstmanagementstrategien

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Judith Scherer (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Die Begriffe „Selbstsorge“ und „Selbstmanagement“ sind mittlerweile in den

Alltagsgebrauch übergegangen. Auch ich kannte diese Begriffe vom „Hören-Sagen“, habe aber erst durch das Seminar „Bildung zwischen Selbstsorge und Selbstmanagement“ gelernt, was wirklich dahinter steckt. Wie durch den Wortanfang „Selbst-“ schon offensichtlich wird, geht es darum, sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen. In Erinnerung an die erste Seminarsitzung kommen mir dazu Begriffe wie „Freundschaft mit sich selbst“, „Selbstablehnung“, „Selbstkontrolle“, „Selbsterkenntnis“, „Selbsteinschätzung“ oder „Ziele erreichen“ in den Kopf. Während wir selbst einige Strategien kennen gelernt und teilweise ausprobiert haben, habe ich gemerkt, wie schwer es tatsächlich ist, Selbstsorge und Selbstmanagement bewusst umzusetzen. An diesem Punkt kam für mich die Frage auf: Wenn diese Aufgabe schon für eine „normale Studentin“ Schwierigkeiten mit sich bringt, welche Probleme hat dann erst jemand, der sich in einer viel heikleren Situation befindet? Bei der Recherche möglicher „Problemgruppen“ entschied ich mich für Jugendliche, die ein auffälliges Verhalten zeigen und deshalb Unterstützung durch eine Trainingsmaßnahme brauchen. Als Interventionsgrund sehe ich dabei sowohl das Verhaltensproblem als auch das Jugendlich-Sein an sich an, da die Pubertät viele Jugendliche in eine Sinnkrise stürzt. Die Anbindung an Selbstsorge und Selbstmanagement liegt für mich darin, dass diesen Jugendlichen Hilfestellung geboten wird, sich mit der eigenen Persönlichkeit und Identität auseinanderzusetzen und gezielt Strategien zu entwickeln, wie sie ihren Alltag besser managen können. Dazu gehört auch, dass sie lernen, sich selbst anzunehmen und die Herausforderungen des Alltags zu meistern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eriksons Theorie der Persönlichkeitsentwicklung

3. Unterstützungsmöglichkeiten für Jugendliche in der Phase der Identitätsprüfung

3.1 allgemeine Informationen über das Training nach Petermann & Petermann

3.2 Grundlagen des Vorgehens

3.2.1 Diagnostisches Gespräch mit dem Jugendlichen

3.2.2 Fragebögen und psychologische Tests

3.2.3 Verhaltensbeobachtung

3.2.4 Aktenanalyse

4. Einzeltraining mit Jugendlichen

4.1 Erstkontakt zwischen Trainer und Jugendlichem

4.2 Gliederung des Einzeltrainings

4.3 Beispiel: Themenblock 3 „Lebensschicksale und Eigenverantwortung“

4.3.1 Ziele des Themenblocks „Lebensschicksale und Eigenverantwortung“

4.3.2 Praktisches Vorgehen im Themenblock „Lebensschicksale und Eigenverantwortung“

5. Gruppentraining mit Jugendlichen

5.1 Gliederung des Gruppentrainings

5.2 Beispiel: Themenblock 9 „Umgehen mit Misserfolg“

5.2.1 Ziele des Themenblocks „Umgehen mit Misserfolg“

5.2.2 Praktisches Vorgehen im Themenblock „Umgehen mit Misserfolg“

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche, die aufgrund von Identitätskrisen oder Verhaltensproblemen Unterstützung benötigen, durch ein gezieltes Training zur Förderung des Arbeits- und Sozialverhaltens in ihrer Selbstsorge- und Selbstmanagementkompetenz gestärkt werden können. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sie lernen können, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und den Alltag besser zu bewältigen.

  • Theoretische Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung nach Erik Erikson
  • Methodik der Verhaltensdiagnostik bei Jugendlichen
  • Struktur und Elemente des Einzeltrainings
  • Aufbau und Durchführung des Gruppentrainings
  • Bedeutung von Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung und Frustrationstoleranz

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Diagnostisches Gespräch mit dem Jugendlichen

Das diagnostische Gespräch mit dem Jugendlichen selbst dauert mindestens 60 Minuten und umfasst 57 Fragen, die sich auf fünf Blöcke verteilen. Diese Fragen dienen dem Trainer als Orientierung, er kann durch weitere Fragen nachhaken und gegebenenfalls das Gespräch abbrechen, wenn er sie für einen Erstkontakt als zu heikel für den Jugendlichen empfindet. Alternativ beginnt die Diagnose für diesen Jugendlichen dann mit dem zweiten Schritt, den standardisierten Tests (dies.: 43).

Das Gespräch beginnt mit allgemeinen Fragen über die Person und den bisherigen schulischen bzw. beruflichen Werdegang, wobei der Jugendliche selbst entscheiden kann, wie „intim“ seine Antworten ausfallen (dies.: 43).

Der zweite Gesprächsblock bezieht sich auf die soziale Entwicklung des Jugendlichen. Die Fragen richten sich gezielt auf soziale Bindungen in Kindergarten, Schule und Beruf und verlangen eine Bewertung, ob die einzelnen Lebensabschnitte als glücklich oder unglücklich erlebt wurden (ebd.).

Daran anschließend sprechen Trainer und Jugendlicher über den für viele unangenehmen Fragenblock Qualität der Familienbeziehungen. Es wird konkret nach dem Verhältnis zu einzelnen Familienmitgliedern gefragt, aber auch danach, was der Jugendliche in einer eigenen Familie anders machen würde als seine Eltern. Dies dient dem Trainer dazu, Informationen über belastende Erlebnisse zu erhalten (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl mit der Relevanz von Selbstsorge und Selbstmanagement in der Pubertät und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Eriksons Theorie der Persönlichkeitsentwicklung: Es werden die acht Stadien der psychosozialen Entwicklung nach Erikson erläutert, mit besonderem Fokus auf die Identitätsbildung in der Adoleszenz.

3. Unterstützungsmöglichkeiten für Jugendliche in der Phase der Identitätsprüfung: Dieses Kapitel stellt das Interventionskonzept von Petermann & Petermann sowie die diagnostischen Verfahren wie Gespräche, Tests und Verhaltensbeobachtung vor.

4. Einzeltraining mit Jugendlichen: Hier werden die Struktur und die inhaltlichen Themenblöcke des Einzeltrainings detailliert beschrieben, illustriert an einem Beispiel zur Eigenverantwortung.

5. Gruppentraining mit Jugendlichen: Das Kapitel erläutert den Aufbau und die Besonderheiten des Gruppentrainings, inklusive eines konkreten Anwendungsbeispiels zum Umgang mit Misserfolgen.

6. Resümee: Die Autorin zieht ein Fazit über den Nutzen des Trainingsansatzes und verknüpft die praktischen Methoden abschließend mit dem theoretischen Begriff der Selbstsorge.

Schlüsselwörter

Jugendliche, Selbstsorge, Selbstmanagement, Erik Erikson, Identitätsentwicklung, Training, Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Diagnostik, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Verhaltensbeobachtung, Krisenbewältigung, Einzeltraining, Gruppentraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Jugendlichen, die in der Phase der Identitätsbildung Schwierigkeiten zeigen, durch gezieltes Training zur Förderung von Sozial- und Arbeitsverhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychosoziale Entwicklung nach Erikson, die psychologische Diagnostik von Jugendlichen sowie konkrete Trainingsansätze für Einzel- und Gruppenkontexte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Jugendliche durch reflektierte Trainingsmaßnahmen dazu befähigt werden, ihr Leben besser zu managen und ein stabileres Selbstkonzept zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch das Entwicklungsmodell von Erik Erikson sowie auf das Interventionsmodell von Franz und Ulrike Petermann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die Diagnoseverfahren (Gespräche, Tests, Beobachtung) als auch die Struktur und Durchführung des Einzeltrainings sowie des Gruppentrainings detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Identitätsbildung, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Frustrationstoleranz und Selbstmanagement.

Wie gehen die Trainer im "Themenblock 9" mit Misserfolgen um?

In Rollenspielen, etwa einer Bewerbungssituation, werden die Jugendlichen angeleitet, trotz Misserfolgen motiviert zu bleiben und konstruktive Handlungsalternativen zu entwickeln.

Welche Bedeutung haben die "Tagebuchaufgaben"?

Tagebuchaufgaben dienen als kontinuierliches Element zur Selbstbeobachtung und Verhaltensübung zwischen den Sitzungen, um den Transfer in den Alltag sicherzustellen.

Warum ist die Rückmeldungstafel wichtig?

Die Tafel visualisiert die Fortschritte bei der Einhaltung individueller Regeln und wirkt durch die sichtbare Bestätigung selbstverstärkend auf die Jugendlichen.

Was unterscheidet das Einzeltraining vom Gruppentraining?

Das Einzeltraining dient als grundlegende Vorbereitung und individuellere Vertrauensbildung, während das Gruppentraining die soziale Interaktion und das Lernen in sozialen Prozessen betont.

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Details

Title
Training mit Jugendlichen zur Bildung von Selbstsorge- und Selbstmanagementstrategien
College
Bielefeld University
Course
Bildung zwischen Selbstsorge und Selbstmanagement
Grade
bestanden
Author
Judith Scherer (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V59995
ISBN (eBook)
9783638537728
ISBN (Book)
9783656807773
Language
German
Tags
Training Jugendlichen Bildung Selbstsorge- Selbstmanagementstrategien Bildung Selbstsorge Selbstmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Judith Scherer (Author), 2006, Training mit Jugendlichen zur Bildung von Selbstsorge- und Selbstmanagementstrategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59995
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