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Neue Steuerung, Dezentralisierung, Teilautonomie

Title: Neue Steuerung, Dezentralisierung, Teilautonomie

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marion Ludwig (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts taucht in der Diskussion über eine Neuorientierung im Bereich öffentlicher Verwaltungen immer wieder das Wort „Autonomie“ auf. Da die Schulen auch zu öffentlichen Verwaltungen gehören, kommt dem Begriff „Autonomie“ auch hier eine große Bedeutung zu.

Der Begriff der Schulautonomie bezieht sich im Wesentlichen auf die Delegation von Verantwortung für die Unterrichtsgestaltung, auf eine Mittelverteilung und auf die allgemeine Schulorganisation an den Einzelschulen unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze sowie der geregelten Lehr- und Rahmenlehrpläne im staatlichen Schulwesen. (vgl. Stiepelmann 2003, S. 114)

Im Folgenden möchte ich auf die aktuellen Problemlagen des staatlichen Schulwesens sowie auf deren Ursachen eingehen. Im Anschluss daran werde ich kurz Verbesserungsvorschläge zusammentragen und das Reformmodell nach Hensel beschreiben. In meinen letzten beiden Teilen werde ich ein neues Steuerungsmodell und die dezentrale Ressourcenverwaltung von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachungen aus dem Jahre 1991 sowie die erhöhte Selbstverantwortung von Schulen vorstellen. Als abschließende Betrachtung möchte ich aus meiner Sicht erklären, ob den Schulen mehr Autonomie zugesprochen werden kann und worin weiterhin die Probleme liegen werden. Ich habe mich im Folgenden mit den Texten von Hensel 1999, Zedler 2000, Stotz 1996, Winter 1996, Stiepelmann 2003 und Bessoth 1997 auseinandergesetzt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind die aktuellen Problemlagen des staatlichen Schulwesens?

3. Worin liegen die Ursachen dafür und welches sind die Problemfelder?

4. Welche Verbesserungsvorschläge können in Hinblick auf das Schulwesen vorgenommen werden?

5. Vorstellung des Reformmodells nach Hensel

6. Was bedeuten der neue Steuerungsansatz und die dezentrale Ressourcenverantwortung für die Schulen?

7. Wie lässt sich eine erhöhte Selbstverantwortung in den Schulen verwirklichen?

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer erweiterten Schulautonomie sowie die Anwendung neuer Steuerungsmodelle im staatlichen Schulwesen, um auf aktuelle gesellschaftliche und pädagogische Problemlagen zu reagieren.

  • Analyse aktueller Defizite im staatlichen Schulsystem
  • Vorstellung von Reformmodellen (u.a. Hensel)
  • Untersuchung von dezentraler Ressourcenverantwortung
  • Diskussion der Eigenverantwortung von Einzelschulen
  • Management by Objectives im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

5. Vorstellung des Reformmodells nach Hensel

Hensel reagiert mit seinem Reformmodell auf die aktuellen Probleme des staatlichen Schulwesens unter folgender Frage: „Welches Schulsystem passt zu den heutigen Kindern und Jugendlichen, zu einer zeitgenössischen Schulpolitik und zu einer demokratischen Gesellschaft (...)?“(Hensel 1999, S.10)

Seine Antwort auf diese Frage hat er in 5 Aussagen zusammengefasst, die ich im Folgenden kurz darlegen werde. Als eine erste Antwort sagt er, dass die einzelnen Schulen pädagogisch und administrativ autonom werden. Zweitens findet ein Zusammenschluss der Schulen zu lokalen und regionalen „Schulkammern“ statt. Drittens sollen diese Kammern gesellschaftlich offene Selbstverwaltungseinrichtungen sein, die die Schulen kontrollieren und beraten. Eine weitere Antwort bezieht sich auf den Wegfall operativer staatlicher Verwaltungen der Schulen sowie bürokratische Aufsichten und Schulministerien als Superinstanz. Als einen letzten Ansatzpunkt benennt er, dass zwar die autonomen Schulen entstaatlicht sind, aber nicht privatisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Begriff der Schulautonomie und Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.

2. Was sind die aktuellen Problemlagen des staatlichen Schulwesens?: Darstellung pädagogischer und betrieblicher Defizite sowie Kritik am Bildungssystem durch Hensel und Zedler.

3. Worin liegen die Ursachen dafür und welches sind die Problemfelder?: Analyse der gesellschaftlichen Ursachen wie Mediensozialisation und bürokratischer Strukturen.

4. Welche Verbesserungsvorschläge können in Hinblick auf das Schulwesen vorgenommen werden?: Aufarbeitung von Reformansätzen wie Curriculum-Reformen, Entstaatlichung und gestärktem Qualitätsmanagement.

5. Vorstellung des Reformmodells nach Hensel: Detaillierte Erläuterung des Modells der Schulautonomie und der Funktion von Schulkammern.

6. Was bedeuten der neue Steuerungsansatz und die dezentrale Ressourcenverantwortung für die Schulen?: Erläuterung betriebswirtschaftlicher Modelle wie Haushaltsverantwortung und Steuerungsregelkreise.

7. Wie lässt sich eine erhöhte Selbstverantwortung in den Schulen verwirklichen?: Diskussion über Handlungsspielräume der Lehrkräfte und Anwendung des Management by Objectives.

8. Schlussbetrachtung: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Umsetzbarkeit von mehr Autonomie.

Schlüsselwörter

Schulautonomie, Reformmodell, Neue Steuerung, Dezentralisierung, Ressourcenverantwortung, Schulkammern, Schulmanagement, Selbstverwaltung, Eigenverantwortung, Management by Objectives, Schulentwicklung, Staatliches Schulwesen, Qualitätssicherung, Bildungsreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Diskussion um mehr Autonomie an Schulen und der Frage, wie durch neue Steuerungsmodelle und Dezentralisierung aktuelle Problemlagen im staatlichen Bildungssystem bewältigt werden können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen für schulische Mängel, der Vorstellung von Reformkonzepten wie den Schulkammern nach Hensel und betriebswirtschaftlichen Instrumenten wie der dezentralen Ressourcenverantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine stärkere Eigenverantwortung der Einzelschulen die bürokratische Starrheit abgebaut und die Qualität der schulischen Arbeit verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, in der verschiedene Konzepte und Reformansätze von Autoren wie Hensel, Zedler, Stotz und Winter gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Problembeschreibung, die Diskussion von Reformvorschlägen, die Vorstellung konkreter Modelle zur Steuerung und Ressourcenverwaltung sowie die Untersuchung der praktischen Umsetzbarkeit der Selbststeuerung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Schulautonomie, Neue Steuerung, Dezentralisierung und Eigenverantwortung sind die zentralen Begriffe, die das gesamte theoretische Gerüst der Hausarbeit bestimmen.

Was versteht Hensel unter dem Begriff Schulkammern?

Hensel sieht Schulkammern als regionale Metaorganisationen, die als offene Selbstverwaltungseinrichtungen die staatliche Schulaufsicht ersetzen, Schulen beraten, evaluieren und die Interessen der Schulen gegenüber dem Land vertreten.

Warum kritisiert die Autorin die Anwendung des neuen Steuerungsmodells?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass trotz des Ziels der Entbürokratisierung weiterhin mächtige "Ämter" im Regelkreis bestehen bleiben und somit eine echte Machtabgabe an die Einzelschulen ausbleibt.

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Details

Title
Neue Steuerung, Dezentralisierung, Teilautonomie
College
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
Schulmanagement
Grade
2,0
Author
Marion Ludwig (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V60408
ISBN (eBook)
9783638540964
ISBN (Book)
9783656775201
Language
German
Tags
Neue Steuerung Dezentralisierung Teilautonomie Schulmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Ludwig (Author), 2006, Neue Steuerung, Dezentralisierung, Teilautonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60408
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