Betriebswirtschaftlicher Erlösbegriff im Krankenhaus


Studienarbeit, 2006

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

I. Erlösbegriff

II. Besonderheiten des Krankenhauswesens

III. Spiegelung des Erlösbegriffes

Fazit & Implikationen

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Realisierte und geplante Auswege der Krankenhäuser aus Finanzproblematik - Auswertung Lagebericht 2004

Abb. 2 Gründe für dramatische Situation deutscher Krankenhäuser - Auswertung Krankenhausbarometer 2004

Abb. 3 Übersicht zum wertmäßigen bzw. pagatorischen Erlösbegriff

Abb. 4 Differenzierung des Leistungsbegriffs nach Ewert/Wagenhofer

Abb. 5 Transformation des Leistungsbegriffes, Vergleich von Krankenhaussektor und klassischen Branchen

Abb. 6 Hilfsindikatoren zur Annäherung an eine ausbringungs-

orientierte Leistungserfassung

Abb. 7 Kurzfristige Qualitätsverbesserungsfalle

Abb. 8 Leistungsprozess eines Krankenhauses

Einleitung

Die Controllingperspektive auf das Gesundheitswesen im Allgemeinen, erlaubt in der aktuellen Phase der Reform zur Finanzierung desselben interessante Ein­blicke. Fokussiert man diese Perspektive auf den Krankenhaussektor im Spe­ziellen, wird auch die hohe Relevanz deutlich. Etwa 300 Kliniken, insbesondere solche in öffentlicher Trägerschaft, stehen vor dem finanziellen Ruin[1], sind vor der Schließung nur noch zu retten durch Hilfe von Außen; so waren in 2004 be­reits ca. 100 Kliniken vom Trägerwechseln betroffen, etwa 33% aller ca. 2.200 Kliniken prüfen die Kooperation mit einem Investor, in 155 Kliniken wurde das Angebot um deckungsbeitragsschwache Leistungen verringert.[2]

Gründe für die dramatische Finanzsituation sind die Abschaffung der Selbstkos­tendeckung, die Einführung von Fallpauschalen sowie der notwendiger Ausbau von Qualitätssicherung: Bei gleich bleibenden Fallzahlen sinkt aufgrund kürze­rer Verweildauern die Auslastung, die Jahresüberschüsse sinken. Die für eine fallbezogen effiziente Behandlung notwendigen Sanierungs- und Modernisie­rungsmaßnahmen sind so weder durch Eigenmittel noch durch die immer gerin­ger werdende Investitionstätigkeit der Länder zu finanzieren – ein Teufelskreis.[3] Unter diesen Umständen sind Analysen zu finanziellen Aspekten des Kranken­hauswesens also nicht nur von wissenschaftlicher Bedeutung.

Diese Arbeit prüft die Übertragung eines gängigen betriebswirtschaftlichen Er­lösbegriffes auf den Krankenhaussektor in vier wesentlichen Schritten: zunächst gilt es in Teil I. den Erlösbegriff zu analysieren und komplementäre Begrifflich­keiten und Aspekte klärend darzustellen. In Teil II. werden die relevanten Be­sonderheiten des Kliniksektors hinsichtlich der Erlösthematik untersucht, bevor dann in Teil III. der Erlösbegriff an den Besonderheiten des Krankenhaussektors gespiegelt wird. Die Analyse zieht ihr Fazit in Teil IV und schließt mit der Ablei­tung von Implikationen.

Der verwendete Erlösbegriff von Wieding [4] repräsentiert gewissermaßen den Kern einer Vielzahl von betriebswirtschaftlichen Erlösdefinitionen in einer Prägnanz, die es gegenüber weiter gefassten Erlösdefinitionen überhaupt erst erlaubt, die Kernprobleme des Erlösbegriffes im Krankenhaussektor zu fokussie­ren. Somit wird sich auf diesen Begriff weitestgehend beschränkt. Die mit den Erlösen stark korrespondierenden Leistungen werden nach Ewert/Wagenhofer [5] definiert.

Der Begriff der Klinik ist dem des Krankenhauses synonym verwendet. Eine weitere Differenzierung ist in diesem Zusammenhang nicht Ziel führend – die Erlös- und Leistungsproblematiken unterscheiden sich in ihrer Natur zwischen einzelnen Formen der stationären Leistungserbringer nicht.

Da diese Arbeit auf die Besonderheiten des Erlösbegriffes im Krankenhaussektor abzielt, betrifft die Analyse des Krankenhaussektors auch nur jene Erlös- und Leistungsarten, die Krankenhausspezifisch sind. Randaktivitäten, etwa Finanztransaktionen oder Leistungen nicht medizinischer Art, beispielsweise Beratungsleistungen an andere Organisationen, sind klassischer betriebswirtschaftlicher Natur und daher hier als irrelevant betrachtet.

[...]


[1] Vgl. Schmidt, H. (Kliniksterben 2005), S. 1 und Mummert Consulting (Pressemitteilung Kliniken 2004), S. 1

[2] Vgl. DKG (Lagebericht 2004) und Abb. 1 (Realisierte und geplante Auswege der Krankenhäuser aus Finanzproblematik - Auswertung Lagebericht 2004) (Gründe für dramatische Situation deutscher Krankenhäuser - Auswertung Krankenhausbarometer 2004) im Anhang.

[3] Vgl. dazu Blum, K.; Offermanns, M.; Schilz, P. (Krankenhausbarometer 2004), S. 20-26 und 54-58 sowie Abb. 2 (Gründe für dramatische Situation deutscher Krankenhäuser - Auswertung Krankenhausbarometer 2004) im Anhang.

[4] Vgl. dazu Wieding, A. (Leistungsrechnung 2000).

[5] Vgl. Ewert, R./ Wagenhofer, A. (Unternehmensrechnung 2005).

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Betriebswirtschaftlicher Erlösbegriff im Krankenhaus
Hochschule
Universität Witten/Herdecke  (Fakultät der Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Health Care Controlling
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V60827
ISBN (eBook)
9783638544054
Dateigröße
659 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es werden theoretische und praktische Probleme bei der Übertragbarkeit des betriebswirtschaftlichen Erlösbegriffes auf den Kliniksektor thematisiert. Hintergrund: Der Erlösbegriff umfasst die für den Absatz vorgesehenen Leistungen. Damit bezieht er sich auf Leistungen, die bereits reduziert wurden um nichtmonetäre Dimensionen sowie mehrperiodige Konsequenzen. Der gängige Erlösbegriff umfasst also im Falle eines Krankenhauses einen vergleichsweise sehr geringen Anteil der tatsächlichen Leistunge
Schlagworte
Betriebswirtschaftlicher, Erlösbegriff, Krankenhaus, Health, Care, Controlling
Arbeit zitieren
Florian Jansen (Autor), 2006, Betriebswirtschaftlicher Erlösbegriff im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60827

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Titel: Betriebswirtschaftlicher Erlösbegriff im Krankenhaus



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