Diese Arbeit analysiert das Thema Kultursponsoring unter besonderer Berücksichtigung der Nachwuchsförderung. Untersucht werden soll dabei insbesondere, inwiefern sich Kultursponsoring erfolgreich in den Kommunikations-Mix integrieren lässt und welche Chancen bzw. Risiken sich in diesem Zusammenhang mit der Ausrichtung auf die Förderung talentierter Nachwuchskünstler ergeben. Besondere Berücksichtigung hierbei findet der Bereich Musik, da er in zahlreichen Unternehmen bereits ein fest integrierter Bestandteil der Kommunikationsphilosophie und Marketingpolitik darstellt. Wie die Aufmerksamkeit und das Image der Musik nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch international für die Marketingkommunikation genutzt werden kann, soll in dieser Arbeit analysiert werden.
Theoretische Grundlage dieser Arbeit bildet das Buch „Sponsoring: Systematische Planung und Integrativer Einsatz“ von Manfred Bruhn (2003).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Abstract
1.2 Relevanz des Themas
1.3 Struktur dieser Arbeit
2. Begriffsklärung und Einordnung im Marketing-Mix
2.1 Sponsoring
2.1.2 Einordnung im Marketing-Mix
2.2 Kultursponsoring
2.2.1 Formen der Kulturförderung
2.2.2 Einsatz und Nutzen des Kultursponsoring
2.3 Kultursponsoring versus Kulturförderung
2.3.1 Motive für Kultursponsoring
2.3.2 Motive für Kulturförderung
3. Planungsprozess der Integration in den Kommunikations-Mix
3.1 Integration des Kultursponsoring
3.2 Integration von Nachwuchskünstlern
3.3 Wirkungskontrolle im Kultursponsoring
4. Chancen und Risiken von Nachwuchsförderung
4.1 Chancen und Risiken der Integration
4.2 Chancen am Praxisbeispiel Jägermeister
5. Resümee / Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Kultursponsoring mit einem spezifischen Fokus auf die Förderung talentierter Nachwuchskünstler, um zu analysieren, wie dieses Instrument erfolgreich in den Kommunikations-Mix von Unternehmen integriert werden kann und welche strategischen Chancen sowie Risiken damit verbunden sind.
- Grundlagen des Sponsorings und seine Einordnung in den Marketing-Mix.
- Differenzierung zwischen Kultursponsoring und klassischer Kulturförderung.
- Planungsprozesse zur strategischen Integration kultureller Engagements.
- Möglichkeiten der Einbindung von Nachwuchskünstlern in die Unternehmenskommunikation.
- Analyse der Erfolgswirksamkeit anhand des Praxisbeispiels Jägermeister Band Support.
Auszug aus dem Buch
4.2 Chancen am Praxisbeispiel Jägermeister
Ein Beispiel für die erfolgreiche Integration von Nachwuchsförderung in die Kommunikationsstrategie ist das Förderprojekt des Spirituosenherstellers Jägermeister, der „Jägermeister Band Support“. Nach dem Erfolg des Förderprogramms „Jagermusic“ in den USA, hat das Unternehmen im Jahr 2001 dieselbe Strategie auch auf Deutschland ausgeweitet. Nach Angaben von Jörg Staege, Leiter des Projekts, investierte das Unternehmen bereits im Jahr 2002 rund sechs Prozent des Marketing-Budgets in den Band Support. Das Ziel, das Jägermeister mit dieser Strategie verfolgt, ist, talentierte Nachwuchsbands als „Markenbotschafter“ für die Marke Jägermeister einzusetzen, um dadurch dem etwas veralteten Image auf die Sprünge zu helfen. Unterstrichen werden sollen insbesondere die Kernwerte der Marke: Spaß und Geselligkeit.
Um diesen Imagetransfer zu realisieren, sieht das Konzept vor, bekannte, bereits etablierte Bands zusammen mit Newcomer-Bands auf Tour zu schicken. Jeweils eine bekannte Band fungiert dabei als Paten-Band. Die Nachwuchsbands erhalten Auftritte im Vorprogramm der Paten sowie auch Termine außerhalb ihres üblicherweise regionalen Einzugsgebietes. Sie werden von Jägermeister durch individuelles Sponsoring im Bereich Equipment, Anzeigenkampagnen und PR unterstützt und erhalten zudem exklusive Beratung in Marketing- und Imageaspekten. Wer mit dabei sein darf, entscheidet eine Fachjury, der neben Vertretern von Jägermeister auch wechselnde Prominenz aus dem Musikbusiness angehören. „Je glaubwürdiger wir uns diesem Projekt widmen, umso besser ist die PR für uns.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Kultursponsorings ein, erläutert die hohe Relevanz des Themas im heutigen Kommunikationssektor und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Begriffsklärung und Einordnung im Marketing-Mix: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Sponsorings definiert, in den Marketing-Mix eingeordnet und der Unterschied zwischen Kultursponsoring und Kulturförderung aufgezeigt.
3. Planungsprozess der Integration in den Kommunikations-Mix: Dieses Kapitel widmet sich dem systematischen Vorgehen bei der strategischen Planung, der Einbindung von Künstlern sowie der Wirkungskontrolle von Sponsoring-Maßnahmen.
4. Chancen und Risiken von Nachwuchsförderung: Hier werden die Potenziale und Gefahren der Nachwuchsförderung erörtert und anhand des Praxisbeispiels Jägermeister Band Support illustriert.
5. Resümee / Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Analyse zusammen und reflektiert die zukünftige Bedeutung der Nachwuchsförderung im Rahmen einer langfristigen Sponsoring-Strategie.
Schlüsselwörter
Kultursponsoring, Nachwuchsförderung, Kommunikations-Mix, Marketingstrategie, Imagetransfer, Corporate Citizenship, Jägermeister Band Support, Sponsoring, Kommunikation, Markenbotschafter, Zielgruppenansprache, Wirkungskontrolle, Kulturszene, Strategische Planung, Musikmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten, wie Unternehmen durch die gezielte Förderung junger Künstler im Rahmen des Kultursponsorings ihre Kommunikationsziele erreichen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Einordnung von Sponsoring in den Marketing-Mix, die strategische Planung, die Abgrenzung von Kultursponsoring zu Kulturförderung sowie die Analyse von Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Nachwuchsförderung als effektives Instrument genutzt werden kann, um eine synergetische Kommunikationswirkung und ein positives Unternehmensimage zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur (insb. Manfred Bruhn) sowie der Analyse von Praxisbeispielen und Studienergebnissen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Begriffen, den notwendigen Planungsschritten für eine Integration in den Kommunikations-Mix und einer detaillierten Chancen-Risiken-Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kultursponsoring, Nachwuchsförderung, Imagetransfer, strategische Planung und Markenwert.
Was zeichnet die Strategie von Jägermeister besonders aus?
Jägermeister setzt erfolgreich auf ein Paten-Modell, bei dem etablierte Musiker als Mentoren für Nachwuchsbands fungieren, um die Kernwerte "Spaß" und "Geselligkeit" glaubhaft zu vermitteln.
Warum ist die Glaubwürdigkeit laut der Arbeit so entscheidend?
Sponsoring wird nur dann als effektive Kommunikationsstrategie wahrgenommen, wenn es langfristig angelegt ist und zur Unternehmensphilosophie passt; andernfalls riskieren Unternehmen Imageverluste.
Welches Risiko birgt die Konzentration auf aktuelle Trends?
Die Arbeit warnt davor, dass Trends heute kurzlebig sind, weshalb eine zu starke kurzfristige Ausrichtung die Nachhaltigkeit der Sponsoring-Wirkung gefährden kann.
- Quote paper
- Informations- und Kommunikationsmanagerin (B.A.) Stefanie Hartwig (Author), 2006, Chancen und Risiken der Nachwuchsförderung im Rahmen des Kultursponsoring, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61239