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Die Situation des Elternhauses als wichtige Komponente in der erfolgreichen Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder

Titre: Die Situation des Elternhauses als wichtige Komponente in der erfolgreichen Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder

Dossier / Travail , 2006 , 26 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Caroline Lorig (Auteur)

Pédagogie - Education de la famille
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Die elterliche Fürsorge für ihre Kinder umfasst zahlreiche Aufgaben, die in unserer heutigen Gesellschaft schon für Eltern gesunder Kinder schwer zu bewältigen sind. Die Erfüllung dieser vielfältigen Aufgaben ist daher keineswegs als selbstverständlich anzusehen. Aufgrund dessen benötigen vor allem Eltern mit behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern einer besondere Hilfe und Unterstützung, damit sie den Anforderungen der besten Entwicklung ihres Kindes und den Problemen ihres „speziellen“ Alltags gerecht werden können. Für die Frühförderung ist es demnach wichtig, dass die Hilfe für das Kind gleichzeitig auch für und mit den Eltern eingesetzt wird, um Ängste im Umgang mit dem Kind abzubauen, Hilflosigkeit zu überwinden, die Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken und auch Fehlverhalten zu vermeiden (vgl. BMGS, 2003). Während vor einigen Jahren die Wirksamkeit einer Einbeziehung der Eltern in die Frühförderung weitgehend bezweifelt wurde, hat sich dieses Konzept mittlerweile zu einer der Grundleitideen der Frühförderung entwickelt. Zurückzuführen ist dies auf den Paradigmenwechsel von der allein auf das Kindzur die auf das System Kind-Eltern-Umfeld - zentrierten Frühförderung (vgl. Bode, 2002). So soll es mithilfe der Frühförderung den Eltern erleichtert werden, ihre Aufgaben in der Fürsorge und Förderung eines behinderten Kindes zu erfüllen und durch die Entlastung ihre eigenen Probleme lösen zu können (vgl. Weiß, 1989). [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

0.1 Zur Definition von Frühförderung

0.2 Aufbau der Arbeit

1 Veränderte Lebensstrukturen von Familien mit einem behinderten Kind

1.1 Die Bedeutung der Diagnosevermittlung

1.2 Bewältigungsprozesse

1.3 Elternkompetenzen

2. Die Familie in der Frühförderung- ein ökologischer Ansatz

2.1 Theorie der Ökologie der menschlichen Entwicklung

2.1.1 Entwicklung im Kontext

2.1.2 Die Ökologischen Systeme in der Umwelt

2.2 Konsequenzen des ökologischen Ansatzes auf die Frühförderung

3 Familienorientierung in der Frühförderung

3.1 Zusammenarbeit von Eltern und Experten in der Frühförderung

3.2 Eltern als Kotherapeuten

3.3 Spezielle Probleme beim Einsatz von Hilfstherapeuten

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Elternhauses für die erfolgreiche Frühförderung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder. Dabei wird der Paradigmenwechsel von einer rein kindzentrierten hin zu einer familienorientierten Frühförderung beleuchtet, um aufzuzeigen, wie durch eine systemische Einbeziehung der Eltern die Entwicklungsförderung des Kindes optimiert werden kann.

  • Lebenswirklichkeit und Belastungssituation von Familien mit behinderten Kindern
  • Bedeutung der Diagnosevermittlung und elterliche Bewältigungsprozesse
  • Theoretische Fundierung durch den ökologischen Ansatz nach Bronfenbrenner
  • Stellenwert der Familienorientierung und Kooperation mit Experten
  • Rolle der Eltern als Kotherapeuten sowie damit verbundene Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Ökologischen Systeme in der Umwelt

Aus ökologischer Sicht erscheint die Umwelt „als eine ineinander geschachtelte Anordnung konzentrischer, jeweils von der nächsten umschlossener, Strukturen“ (Bronfenbrenner 1981, S. 38). Dementsprechend umfasst das systematische Denken Bronfenbrenners vier Systeme, die einen entscheidenden Einfluss auf die konkrete Lebenswirklichkeit eines Menschen haben:

Das Mikrosystem ist die Gesamtheit aller Tätigkeiten, Rollen und zwischenmenschlichen Wechselbeziehungen in einem gegebenen Lebensbereich, die augenblicklich und direkt auf die sich entwickelnde Person einwirken (vgl. S. 38). Lebensbereiche sind für ein Kind z.B. die Familie, das Klassenzimmer oder der Therapieraum.

Das Mesosystem „umfasst die Wechselbeziehungen zwischen den Lebensbereichen, an denen die sich entwickelnde Person aktiv beteiligt ist“ (S.41). Dazu gehören beim Kind beispielsweise die Beziehungen zwischen dem Elternhaus und der Frühförderung oder später der Schule.

Unter Exosystem versteht Bronfenbrenner „einen oder mehrere Lebensbereiche, an denen die sich entwickelnde Person nicht selbst beteiligt ist, in denen aber Ereignisse stattfinden, die beeinflussen, was in ihrem Lebensbereich geschieht“ (S.42). Hier lässt sich als Beispiel das Arbeitsverhältnis des Vaters nennen: die Zufriedenheit des Vaters bei der Arbeit wirkt sich oft auch auf die familiäre Stimmung aus, während auch das Gehalt den Lebensstandard der Familie mitbestimmt.

Das letzte System ist das Makrosystem: dies benennt den Komplex der ineinander geschachtelten, vielfältig zusammenhängenden Systeme einer bestimmten Kultur oder Subkultur, einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Weltanschauungen (vgl. S. 42). Einzelne soziale Schichten oder religiöse Gruppen sind Beispiele für Makrosysteme.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung begründet den notwendigen Paradigmenwechsel zur systemorientierten Frühförderung, um Eltern bei der Unterstützung ihres behinderten Kindes gezielt zu entlasten.

1 Veränderte Lebensstrukturen von Familien mit einem behinderten Kind: Dieses Kapitel thematisiert die tiefgreifenden sozialen Auswirkungen einer Behinderung auf die gesamte Familie und beleuchtet Coping-Prozesse sowie elterliche Kompetenzen.

2. Die Familie in der Frühförderung- ein ökologischer Ansatz: Hier wird der systemtheoretische Ansatz von Bronfenbrenner vorgestellt, der die Entwicklung eines Kindes in den Kontext seiner sozialen Umwelt einbettet.

3 Familienorientierung in der Frühförderung: Das Kapitel behandelt praktische Aspekte der Eltern-Experten-Kooperation, insbesondere die Rolle der Eltern als Kotherapeuten und die dabei entstehenden Risiken wie die Überforderung der Elternrolle.

4 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass eine effektive Frühförderung zwingend das familiäre Milieu berücksichtigen muss, um eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Frühförderung, behinderte Kinder, Elternhaus, Familienorientierung, Ökologischer Ansatz, Bronfenbrenner, Kotherapeuten, Diagnosevermittlung, Coping, Elternkompetenzen, Systemtheorie, Entwicklungsförderung, Interdisziplinarität, Sozialtherapie, Familienberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des familiären Umfelds als zentrale Komponente für den Erfolg der Frühförderung bei Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsrisiken.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit deckt die Lebensumstände betroffener Familien, die psychologische Verarbeitung der Diagnose, die theoretische ökologische Systembetrachtung und Modelle der Eltern-Experten-Zusammenarbeit ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Frühförderung durch eine systemorientierte Perspektive nicht nur das Kind, sondern das gesamte Familiensystem stützen und die Entwicklungschancen des Kindes verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse systemtheoretischer und heilpädagogischer Ansätze, insbesondere die Ökologie der menschlichen Entwicklung von Urie Bronfenbrenner.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die veränderte Lebenssituation von Familien, definiert den ökologischen Rahmen der Frühförderung und erörtert Kooperationsmodelle wie das Kotherapeutenmodell kritisch.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Frühförderung, ökologischer Ansatz, Familienorientierung, Kotherapeuten, Bewältigungsprozesse und Elternkompetenzen.

Welche Gefahr besteht bei der Therapeutisierung der Elternrolle?

Es besteht das Risiko, dass die intuitive Eltern-Kind-Interaktion durch starre therapeutische Zielsetzungen verdrängt wird und Eltern sich eher auf den "Defekt" als auf das Kind selbst konzentrieren.

Warum ist die Art der Diagnosevermittlung so wichtig für die Frühförderung?

Eine sensible Diagnosevermittlung ist essenziell, um ein langfristiges Vertrauensverhältnis zwischen Arzt, Experten und Eltern aufzubauen, was wiederum die Akzeptanz und Effektivität nachfolgender Fördermaßnahmen maßgeblich beeinflusst.

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Résumé des informations

Titre
Die Situation des Elternhauses als wichtige Komponente in der erfolgreichen Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder
Université
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät, Seminar für Lernbehindertenpädagogik)
Note
2.0
Auteur
Caroline Lorig (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
26
N° de catalogue
V61721
ISBN (ebook)
9783638551229
ISBN (Livre)
9783656790273
Langue
allemand
mots-clé
Situation Elternhauses Komponente Frühförderung Behinderung Kinder
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Caroline Lorig (Auteur), 2006, Die Situation des Elternhauses als wichtige Komponente in der erfolgreichen Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61721
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Extrait de  26  pages
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