Die Rahmenbedingungen für die Akteure auf den internationalen Finanzmärkten haben sich in den letzten Jahrzehnten merklich verändert. Sichtbar ist dies auch durch die fortschreitende Globalisierung geworden, die unter anderem dazu geführt hat, dass sich die Staaten durch Kapitalanlagen und Kreditnahmen untereinander immer weiter vernetzt haben. Auch durch die Abschaffung der flexiblen Wechselkurse und dem damit einhergehenden Ende des Bretten-Wood-Systems hat sich die Architektur der Weltwirtschaft maßgeblich verändert. Neben den positiven Effekten der Globalisierung können die dabei entstehenden negativen Effekte wie zum Beispiel die gestiegene Anzahl von Wirtschaftskrisen in den letzten Jahren nicht mehr übersehen werden. So hatten die Krisen in Ländern wie Mexiko, oder die sogenannte Asienkrise Ende der 90er Jahre, Auswirkungen weit über ihre Landesgrenzen hinaus. Damit stellen sie eine potentielle Gefahr für das Funktionieren und die Stabilität des internationalen Finanzsystems dar. Trotzdem spielen Institutionen wie die Weltbank und der Internationale Währungsfond (IWF) immer noch eine entscheidende Rolle im Weltwirtschaftsgeschehen und werden oft als „Motoren der Globalisierung“ bezeichnet. Der IWF als eine der einflussreichsten multilateralen Finanzinstitutionen aber rückte im Verlauf der Krisen immer mehr ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit und wurde zur bevorzugten Zielscheibe der Antiglobalisierungsbewegung. Gerade sein Verhalten während der Wirtschaftskrisen in Russland und Asien gab vielen Anlass zu ausgeprägter Kritik. Es kam daraufhin im weiteren Verlauf zu einer breiten Debatte mit zahlreichen Diskussionen und Vorschlägen über die Struktur und eine eventuelle Neuordnung des internationalen Finanzsystems. Häufig stieß man auf den Vorwurf, der IWF hätte sich zu einer Art Erfüllungsgehilfen der Spekulanten machen lassen, und hätte stattdessen nicht regulierend auf das Marktgeschehen eingewirkt um die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu unterstützen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einordnung des IWF in das internationale Wirtschafts- und Finanzsystem
- Entstehung, Aufbau und Organisation des IWF
- Der IWF und die Asienkrise
- Die Rolle des IWF in der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Diskussion
- Der IWF in der Kritik
- Zukunftschancen für den IWF
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text beleuchtet die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) im internationalen Weltwirtschaftssystem im Kontext der Globalisierung. Es wird untersucht, wie der IWF in das globale Wirtschafts- und Finanzsystem eingebunden ist und welche Bedeutung ihm in Bezug auf die Bewältigung von Wirtschaftskrisen zukommt.
- Entstehung und Entwicklung des IWF
- Die Rolle des IWF bei der Bewältigung von Wirtschaftskrisen
- Kritik am IWF und seine Relevanz in der aktuellen Debatte um Global Governance
- Zukünftige Herausforderungen und Chancen für den IWF
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text beginnt mit einer Einordnung des IWF in den Kontext der Globalisierung und der sich verändernden Rahmenbedingungen auf den internationalen Finanzmärkten. Er hebt die Bedeutung des IWF als eine der einflussreichsten multilateralen Finanzinstitutionen hervor und stellt gleichzeitig die Kritik an seiner Rolle im Kontext von Wirtschaftskrisen dar.
Einordnung des IWF in das internationale Wirtschafts- und Finanzsystem
Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung, Organisation und die Entwicklung des IWF im Kontext des Bretton-Woods-Systems. Es wird insbesondere auf die Rolle des IWF bei der Bewältigung der Asienkrise eingegangen und seine Bedeutung für die Stabilität des internationalen Finanzsystems hervorgehoben.
Die Rolle des IWF in der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Diskussion
Dieses Kapitel analysiert die Kritik am IWF und die Debatte um seine Rolle im internationalen Wirtschaftsgefüge. Es thematisiert die Chancen und Risiken einer multilateralen Organisation im Kontext von Globalisierung und stellt verschiedene Reformvorschläge zur Diskussion.
Zukunftschancen für den IWF
In diesem Kapitel werden die zukünftigen Herausforderungen für den IWF beleuchtet und die Bedeutung seiner Rolle für die Stabilität des internationalen Finanzsystems betont.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselthemen Globalisierung, Neoliberalismus, Monetarismus, Internationale Finanzinstitutionen, Internationale Währungsfond (IWF), Wirtschaftskrisen, Asienkrise, Bretton-Woods-System, Global Governance, und Multilaterale Organisationen.
- Citation du texte
- Gesa Brüchmann (Auteur), 2004, Der Internationale Währungsfond als multilaterale Organisation im internationalen Weltwirtschaftssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62649