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Keine Fragen, vorwärts Marsch! Der Zweite Weltkrieg und die Problematik seiner Darstellung im westdeutschen Kriegsfilm von den 50er Jahren bis zu Vilsmaiers Stalingrad von 1993

Título: Keine Fragen, vorwärts Marsch! Der Zweite Weltkrieg und die Problematik seiner Darstellung im westdeutschen Kriegsfilm von den 50er Jahren bis zu Vilsmaiers Stalingrad von 1993

Trabajo Universitario , 2005 , 43 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Bach (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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Gerade einmal zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs stürzt über dessen Ursprungsland eine Flut von Filmen herein, die diesen Krieg zum Thema haben. Vierzig Jahre später greift ein deutscher Regisseur mit dem Film Stalingrad erneut auf den Zweiten Weltkrieg zurück - stellt sich dabei dem eigentlichen Thema aber noch weniger, als die vergleichbaren Filme aus den 50er Jahren.
Was das eigentliche Thema sein könnte und wie und ob es im Film dargestellt werden kann, soll im Folgenden betrachtet werden. Dabei wird untersucht, wie der Zweite Weltkrieg in repräsentativen westdeutschen Kriegsfilmen der 50er Jahre und wie er in Joseph Vilsmaiers Stalingrad von 1993 dargestellt wird.
Dabei gehe ich insbesondere der Frage nach, welche wesentlichen Merkmale des westdeutschen Kriegsfilms der 50er Jahre in Stalingrad wieder auftauchen und wo wesentliche Unterschiede in der Darstellung des Krieges liegen. Ein Vergleich der Figurenkonstellation zwischen ausgewählten Beispielen der 50er Jahre mit Stalingrad wird ein zentraler Teil der Analyse sein.
Anschließend versuche ich, eine Begründung meiner eingangs formulierten These über das Versagen Vilsmaiers zu finden, den Zweiten Weltkrieg „angemessen“ darzustellen. Was eine angemessene Darstellung sein kann und ob überhaupt eine angemessene Darstellung möglich ist, wird, wie schon erwähnt, separat behandelt.
Dazu werde ich als erstes das Genre Kriegsfilm definieren, seine Geschichte schildern und auf die Diskussion um den Begriff des „Antikriegsfilms“ eingehen. Bei dieser Diskussion ist auffällig, wie stark sie von grundverschiedenen Ansichten und persönlichem Geschmack bestimmt ist. Die Frage, ob eine normativ geprägte Unterscheidung in Kriegsfilm bzw. Antikriegsfilm analytisch gesehen überhaupt sinnvoll ist, werde ich am Schluss betrachten. Solange werde ich in dieser Arbeit, wenn nicht anders erwähnt, den Ausdruck Kriegsfilm als Oberbegriff für beide Varianten verwenden. Dass meinen Schlussüberlegungen dann ebenfalls etwas Normatives anhaftet, beweist nur, wie paradox und schwierig die persönliche Standortbestimmung bei diesem Thema ausfällt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krieg im Film

2.1 Krieg im Kino oder Kino als Krieg

2.2 Allgemeine Definition des Kriegsfilms

2.3 Kriegsfilm vs. Antikriegsfilm

2.4 Geschichte des Genres

2.5 Zusammenfassung

3. Der Zweite Weltkrieg im westdeutschen Kriegsfilm

3.1 Der Nachkriegsfilm

3.2 Die westdeutsche Kriegsfilmwelle

3.3 Wesentliche Merkmale des westdeutschen Kriegsfilms

3.4 Neuere deutsche Kriegsfilme

4. Vilsmaier vs. Die 50er

4.1 Die Figuren

4.2 Vilsmaiers Stalingrad im Diskurs

4.3 Die „angemessene“ Darstellung des Krieges

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die filmische Darstellung des Zweiten Weltkriegs in repräsentativen westdeutschen Kriegsfilmen der 1950er Jahre sowie in Joseph Vilsmaiers Film "Stalingrad" von 1993. Ziel ist es, die spezifischen Merkmale der Kriegsfilmwelle der Nachkriegszeit zu analysieren, diese mit moderneren Produktionen zu vergleichen und der Frage nachzugehen, ob und wie eine „angemessene“ Darstellung dieses historischen Ereignisses im Medium Film möglich ist.

  • Philosophischer Zusammenhang von Kino und Krieg
  • Definition und historische Entwicklung des Genres Kriegsfilm
  • Analyse der westdeutschen Kriegsfilmwelle der 50er Jahre
  • Vergleich von Figurenkonstellationen in "Stalingrad" und den Filmen der 50er Jahre
  • Kritische Auseinandersetzung mit der moralischen Problematik der Kriegsdarstellung

Auszug aus dem Buch

2.1 Krieg im Kino oder Kino als Krieg

Die Geschichte der Kriege ist so alt wie die Menschheit. Da man aber einen Film über die Schlacht von Marathon (490 v. Chr.) beispielsweise weniger dem Genre Kriegsfilm zurechnen würde, stellt sich die Frage, warum nur diejenigen als Kriegsfilme bezeichnet werden, die den modernen Krieg des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand haben.

Hier ergibt sich eine Parallele zu den Überlegungen Paul Virilios, der im Zusammenhang mit Kino und Krieg immer wieder erwähnt wird (vgl. Virilio 1986). Für ihn haben erst die Innovationen der modernen Kriegstechnik Ende des 19. Jahrhunderts die Vorraussetzung für die Entwicklung der Kinematographie geliefert, die umgehend vom Militär in Form der Aufklärung und später in Form der Propaganda nutzbar gemacht wurde. Nach Karsten Vesarius zieht Virilio daraus den Schluss, dass „...Kino und Krieg in einem einzigen Wahrnehmungsfeld verschmelzen. Das Kino wird zu einem Exerzierplatz der Sinne, der Krieg zum filmischen Kriegstheater.“(Vesarius: 13). Somit kritisiert Virilio diese Technologie, die der scheinbar harmlosen Unterhaltung im Kino dient, in Wirklichkeit aber ihren Ursprung im modernen Krieg hat, der bereits, ohne dass wir es merken, omnipräsent auf dem Feld der Wahrnehmung stattfindet (vgl. ebd. 13).

„Die Geschichte der Schlachten ist zunächst die der Metamorphosen ihrer Wahrnehmungsfelder. Anders gesagt, geht es im Krieg weniger darum, materielle – territoriale, ökonomische – Eroberungen zu machen als vielmehr darum, sich der immateriellen Felder der Wahrnehmung zu bemächtigen.“ (Virilio: 13, Hervorhebung im Orig.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Darstellung des Zweiten Weltkriegs im westdeutschen Kriegsfilm von den 1950er Jahren bis zu Vilsmaiers "Stalingrad".

2. Krieg im Film: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Genre, seiner Geschichte und der Abgrenzung zwischen Kriegs- und Antikriegsfilm.

3. Der Zweite Weltkrieg im westdeutschen Kriegsfilm: Analyse der Nachkriegsfilmwelle, ihrer Merkmale und der gesellschaftspolitischen Hintergründe, wie etwa der Remilitarisierung.

4. Vilsmaier vs. Die 50er: Direkter Vergleich von Figurenkonstellationen und Darstellungsstrategien zwischen "Stalingrad" und ausgewählten Filmen der 1950er Jahre.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der filmischen Vergangenheitsbewältigung und der Schwierigkeit einer „angemessenen“ Kriegsdarstellung.

Schlüsselwörter

Kriegsfilm, Antikriegsfilm, Zweiter Weltkrieg, Stalingrad, deutsche Filmgeschichte, 50er Jahre, Wehrmacht, Vergangenheitsbewältigung, Filmkritik, Paul Virilio, Kriegsdarstellung, Propaganda, Erinnerungskultur, Identitätsstiftung, Kino.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung des Zweiten Weltkriegs in deutschen Kriegsfilmen, insbesondere im Vergleich der 1950er-Jahre-Welle mit dem modernen Film "Stalingrad" (1993).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition des Kriegsfilms, die Rolle der Wehrmacht in der filmischen Erinnerung, das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und moralischem Anspruch sowie die kritische Analyse der filmischen "Angemessenheit".

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Merkmalen der westdeutschen Kriegsfilme, warum diese das Thema oft verharmlosen und ob eine „angemessene“ künstlerische Darstellung des Krieges im Film überhaupt möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine filmwissenschaftliche und diskursanalytische Methode, kombiniert mit historischen und soziologischen Kontextualisierungen, um die Filme in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Zeitgeist zu verorten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Genres, die Analyse der filmischen Produktion der 1950er Jahre unter dem Aspekt der Vergangenheitsbewältigung sowie den detaillierten Vergleich dieser Filme mit Vilsmaiers Werk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kriegsfilm, Antikriegsfilm, Wehrmacht, Vergangenheitsbewältigung, kollektive Erinnerung und filmische Ästhetik.

Warum kritisiert der Autor Vilsmaiers Film "Stalingrad"?

Der Autor kritisiert den Film, weil er trotz seines modernen technischen Anspruchs historisch naiv bleibt und den Krieg als austauschbares, schicksalhaftes Naturereignis inszeniert, anstatt die Ursachen kritisch zu hinterfragen.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Antikriegsfilm"?

Der Autor betrachtet den Begriff als problematisch und oft normativ geprägt, da er selten auf wissenschaftlichen Kriterien basiert, sondern meist als moralisches Werturteil verwendet wird.

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Detalles

Título
Keine Fragen, vorwärts Marsch! Der Zweite Weltkrieg und die Problematik seiner Darstellung im westdeutschen Kriegsfilm von den 50er Jahren bis zu Vilsmaiers Stalingrad von 1993
Universidad
Television and Film Academy Munich  (Abteilung I Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Curso
Abschlussarbeit
Calificación
1,3
Autor
Christian Bach (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
43
No. de catálogo
V63163
ISBN (Ebook)
9783638562775
ISBN (Libro)
9783656786252
Idioma
Alemán
Etiqueta
Keine Fragen Marsch Zweite Weltkrieg Problematik Darstellung Kriegsfilm Jahren Vilsmaiers Stalingrad Abschlussarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Bach (Autor), 2005, Keine Fragen, vorwärts Marsch! Der Zweite Weltkrieg und die Problematik seiner Darstellung im westdeutschen Kriegsfilm von den 50er Jahren bis zu Vilsmaiers Stalingrad von 1993, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63163
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