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Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft

Titre: Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Théorie de la science, Anthropologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rekurs auf Horkheimer, Habermas, Mollenhauer, Adorno, Klafki und Krüger werden Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft dargestellt und diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Theorie als wissenschaftstheoretische Grundlage Kritischer Erziehungswissenschaft

3. Ausgewählte Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft

3.1 Mollenhauers Grundprogramm

3.2 Kritische Erziehungswissenschaft als Reaktion auf die Erfahrungen des Holocausts und des Nationalsozialismus

3.3 Kritik an Kritischer Erziehungswissenschaft

3.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Fundamente und die historische Genese der Kritischen Erziehungswissenschaft. Das primäre Ziel ist es, den wissenschaftstheoretischen Ansatz der Frankfurter Schule sowie die zentralen pädagogischen Konzepte von Vordenkern wie Mollenhauer und Adorno darzulegen und kritisch zu reflektieren.

  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Kritischen Theorie
  • Mollenhauers Grundprogramm der Kritischen Erziehungswissenschaft
  • Pädagogische Konsequenzen aus der Auseinandersetzung mit Auschwitz
  • Reflexion über Macht, Autorität und Emanzipation in der Erziehung
  • Kritische Würdigung und aktuelle Perspektiven der Disziplin

Auszug aus dem Buch

3.1 Mollenhauers Grundprogramm

Mit Klaus Mollenhauers Abhandlung „Pädagogik und Rationalität“ war im Jahre 1964 die Geburtsstunde der Kritischen Erziehungswissenschaft gekommen. Während zwei Jahre zuvor Heinrich Roth in Abgrenzung zur geisteswissenschaftlichen Pädagogik eine, die Empirie in den Mittelpunkt stellende, „realistische Wendung in der Pädagogischen Forschung“ einläutete, erfolgte nun eine weitere Zäsur, bei der Mollenhauer „nicht weniger als einen neuen Entwurf eines kritischen theoretischen und praktisch-politischen Selbstverständnisses der Pädagogik“ vorlegte.

Mollenhauer diagnostizierte für die traditionelle pädagogische Theorie und Praxis einen Mangel an Rationalität. Durch Explikation des scheinbar ursprünglichen Wesens bzw. des „angeblich Faktische[n]“ von Erziehung, unterziehe sich Erziehungswissenschaft einer Selbstbeschränkung. Als der Erziehung wesenhaft ausgegebene Urphänomene, wie etwa die „Zuwendung der Mutter zu ihrem Kind“, entzögen sich nun, da als irrational beschrieben und als nicht veränderbar anerkannt, jeglicher rationaler Reflektion. Dies behindere, so Mollenhauer weiter, „Pädagogik als Wissenschaft und führt an ihrer Statt nicht selten zu einer mehr oder weniger geistreich vorgetragenen Rechtfertigungslehre.“

Am Beispiel des Autoritätsverhältnisses zwischen Erzieher und Zögling dargelegt, unterstreicht Mollenhauer diesen Vorwurf wie folgt: Da Autorität von der herkömmlichen Erziehungswissenschaft als „metaphysische Bedingung des Erziehungsvorgangs dekretiert“ werde, bleibe sie rationaler Kritik und Kontrolle unzugänglich. In der Praxis sodann verhalte es sich bezüglich des Problems der Autorität weitgehend analog. Die Erziehungswirklichkeit sei „immer noch im Wesentlichen hierarchisch geordnet“. Die Autorität des Erziehers, als in der Theorie erklärtes oder in der Praxis unausgesprochenes aber handlungsleitendes Wesensgesetz, habe nun unverkennbare Auswirkungen auf den Lernenden. Es sei nämlich „nicht Sache des Heranwachsenden, diese Autorität zu kritisieren. Er lernt weder das Einsetzen noch das Absetzen von Autoritäten, sondern nur deren Anerkennung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Entstehung der Kritischen Erziehungswissenschaft im Kontext der 1968er-Bewegung und der Frankfurter Schule.

2. Kritische Theorie als wissenschaftstheoretische Grundlage Kritischer Erziehungswissenschaft: Dieses Kapitel erörtert die Ansätze von Horkheimer und Habermas zur wissenschaftstheoretischen Fundierung einer kritischen Sozialforschung.

3. Ausgewählte Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft: Hier werden zentrale theoretische Konzepte und ihre historische Notwendigkeit nach 1945 analysiert.

3.1 Mollenhauers Grundprogramm: Es wird dargelegt, wie Mollenhauer durch eine stärkere Rationalitätsforderung die Pädagogik aus der bloßen Rechtfertigungslehre lösen wollte.

3.2 Kritische Erziehungswissenschaft als Reaktion auf die Erfahrungen des Holocausts und des Nationalsozialismus: Adornos Forderung nach einer „Erziehung nach Auschwitz“ wird hier als zentraler normativer Bezugspunkt erörtert.

3.3 Kritik an Kritischer Erziehungswissenschaft: Dieses Kapitel fasst die wissenschaftliche und gesellschaftliche Kritik an den teils zu optimistischen oder ideologisch verengten Ansätzen zusammen.

3.4 Ausblick: Der Ausblick skizziert mit Krügers Überlegungen eine mögliche Transformation der Disziplin hin zu einer reflexiven Bildungsforschung.

Schlüsselwörter

Kritische Erziehungswissenschaft, Frankfurter Schule, Max Horkheimer, Jürgen Habermas, Klaus Mollenhauer, Theodor W. Adorno, Emanzipation, Ideologiekritik, Pädagogik, Auschwitz, Autorität, Reflexion, Bildungsforschung, Rationalität, Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Ursprüngen, den zentralen Programmpunkten und den kritischen Debatten der Kritischen Erziehungswissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die wissenschaftstheoretische Fundierung durch die Frankfurter Schule, das Streben nach Emanzipation sowie die pädagogische Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung und kritische Analyse der Grundzüge dieser pädagogischen Strömung sowie die Erörterung ihrer Entwicklung und Herausforderungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärtexten und wissenschaftstheoretischen Diskursen, um die theoretische Herleitung der Kritischen Erziehungswissenschaft nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die wissenschaftstheoretischen Grundlagen, das Programm von Klaus Mollenhauer, die Auswirkungen der NS-Vergangenheit auf die Erziehungstheorie sowie die Kritik an der Disziplin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emanzipation, Ideologiekritik, Frankfurter Schule und die reflexive Gestaltung von Bildungsprozessen charakterisiert.

Inwiefern spielt der Begriff der „Erziehung nach Auschwitz“ eine Rolle?

Der Begriff markiert den zentralen ethischen Anspruch der Disziplin, eine Wiederholung faschistischer Strukturen durch kritische Selbstreflexion und die Stärkung von Autonomie zu verhindern.

Was kritisiert Mollenhauer an der traditionellen Pädagogik?

Mollenhauer kritisiert, dass traditionelle Pädagogik häufig als „Rechtfertigungslehre“ fungiert, die gesellschaftliche Verhältnisse und Autoritäten irrationalisiert und somit einer notwendigen rationalen Kritik entzieht.

Welchen Ausblick gibt die Arbeit für die Zukunft der Disziplin?

Ausgehend von der Krise der Disziplin wird der Vorschlag diskutiert, die Erziehungswissenschaft als eine reflexive Disziplin neu auszurichten, die sich insbesondere mit den Risiken von Modernisierungsprozessen befasst.

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Résumé des informations

Titre
Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft
Université
University of Education Weingarten
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
17
N° de catalogue
V63250
ISBN (ebook)
9783638563390
ISBN (Livre)
9783638903073
Langue
allemand
mots-clé
Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2006, Grundzüge Kritischer Erziehungswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63250
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