Mediation ist in Deutschland ein sehr neues Thema und noch nicht sehr weit verbreitet. Bisher wurde das Verfahren hauptsächlich bei Familien- und Scheidungskonflikten genutzt. Aber auch in der Wirtschaft und Arbeitswelt gewinnt dieses Verfahren zur Konfliktbearbeitung seit den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 ENTSTEHUNG UND HERKUNFT
1.2 ZIEL UND ABGRENZUNG
2 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ABGRENZUNG
2.1 DEFINITIONEN
2.2 WESENTLICHE MERKMALE DER MEDIATION
3 WIRTSCHAFTSMEDIATION
3.1 MEDIATIONSEIGNUNG
3.2 KONFLIKTE IM WIRTSCHAFTSLEBEN
3.3 EINSATZMÖGLICHKEITEN DER WIRTSCHAFTSMEDIATION
4 METHODE DER MEDIATION
5 CHANCEN UND RISIKEN DER MEDIATION
5.1 VORTEILE DES MEDIATIONSVERFAHRENS
5.2 NACHTEILE DES MEDIATIONSVERFAHRENS
6 FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, Mediation als alternative, außergerichtliche Methode zur Konfliktbeilegung vorzustellen, wobei der Schwerpunkt gezielt auf den Bereich der Wirtschaftsmediation gelegt wird.
- Grundlagen, Entstehung und Definition der Mediation
- Eignung und Einsatzbereiche der Wirtschaftsmediation
- Kategorisierung von Konflikten im Wirtschaftsleben
- Phasenmodell der Mediation
- Analyse der Chancen und Risiken gegenüber gerichtlichen Verfahren
Auszug aus dem Buch
2.2 Wesentliche Merkmale der Mediation
Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktbeilegungsverfahren, in dem die Konfliktparteien von einem neutralen Dritten, dem so genannten Mediator, dabei unterstützt werden, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Teilnahme am Mediationsverfahren erfolgt freiwillig und die Beteiligten haben jederzeit die Möglichkeit, die Mediation abzubrechen oder zu beenden. Der Inhalt des Verfahrens ist vertraulich und nur der Mediator und die Beteiligten selbst haben davon Kenntnis. Der Mediator besitzt keinerlei Entscheidungsgewalt, er unterstützt die Konfliktparteien und leitet die Verhandlung. Dabei wird nicht die Vergangenheit aufgearbeitet und die juristische Frage "Wer will was von wem woraus?" beantwortet, sondern es werden gemeinsam die Interessen der Beteiligten sichtbar gemacht, um daraus eine zukunftsorientierte und wirtschaftliche Lösung zu erarbeiten.
Die Person des Mediators darf dabei kein eigenes Interesse an einem bestimmten Konfliktausgang haben, sondern sollte immer neutral und allparteilich sein. Allparteilich bedeutet, dass ein Mediator eine neutrale Haltung einnimmt, aber sich dennoch für die Interessen der Konfliktparteien einsetzt und wenn nötig, ein Gleichgewicht zwischen den Parteien herstellt.
Der Mediator ist nur für den Gesprächsverlauf verantwortlich, die Konfliktparteien gestalten den Inhalt selbst. Er hilft ihnen dabei, sich über ihre wahren Interesse und Beweggründe klar zu werden und diese auszudrücken. Es ist also für einen positiven Verlauf sehr wichtig, dass der Mediator das Vertrauen und den Respekt der Beteiligten genießt. Lässt sich keine gemeinsame Lösung finden, so kann der Mediator auch von sich aus das Gespräch abbrechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die wachsende Bedeutung der Mediation in der deutschen Wirtschaft sowie Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND ABGRENZUNG: Definition der Begriffe Mediation und Konflikt sowie Darstellung der wesentlichen Merkmale des Mediationsverfahrens.
3 WIRTSCHAFTSMEDIATION: Erläuterung der Eignung, der verschiedenen Konfliktkategorien im Wirtschaftsleben und der spezifischen Einsatzmöglichkeiten.
4 METHODE DER MEDIATION: Detaillierte Beschreibung des typischen Verlaufs einer Wirtschaftsmediation in fünf Phasen.
5 CHANCEN UND RISIKEN DER MEDIATION: Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile der Mediation im Vergleich zum klassischen gerichtlichen Verfahren.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung und notwendige Qualitätsanforderungen an die Ausbildung von Mediatoren sowie das Potenzial der Konfliktprävention.
Schlüsselwörter
Mediation, Wirtschaftsmediation, Konfliktmanagement, Konfliktbeilegung, Mediator, außergerichtliches Verfahren, Verhandlungsführung, Interessenkonflikte, Win-Win-Situation, Sachkonflikte, Wertkonflikte, Strategiekonflikte, Vertraulichkeit, Konfliktprävention, Einigungsoptionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt das Thema Mediation als ein modernes Instrument des Konfliktmanagements, mit besonderem Fokus auf den Bereich der Wirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Mediation, die Phasen des Verfahrens, die verschiedenen Arten von Konflikten in Unternehmen sowie eine kritische Chancen-Risiken-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Mediation als eine alternative Methode der Konfliktbeilegung vorzustellen und aufzuzeigen, wie sie speziell im wirtschaftlichen Kontext angewendet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und Erkenntnisse aus der Verhandlungsforschung zur Mediation zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Konflikten, den Kriterien für die Mediationseignung, den verschiedenen Konflikttypen (z.B. Sach-, Wert- oder Strategiekonflikte) und den fünf Phasen des Mediationsablaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mediation, Wirtschaftsmediation, Konfliktbeilegung, Vertraulichkeit und Konfliktmanagement charakterisiert.
Was ist das sogenannte "Orangenmodell"?
Das Orangenmodell illustriert den Grundgedanken der Mediation: Statt eine Ressource starr zu teilen, werden die zugrunde liegenden Interessen hinterfragt, um eine "Win-Win-Lösung" zu erzielen.
Warum wird Mediation bei Wirtschaftskonflikten oft einem Gerichtsprozess vorgezogen?
Gründe sind die Vertraulichkeit zum Schutz sensibler Unternehmensdaten, Zeitersparnis, Kosteneffizienz und die Möglichkeit, Geschäftsbeziehungen trotz Konflikten zu erhalten.
Welche Nachteile bringt eine Mediation mit sich?
Zu den Risiken zählen der mögliche strategische Missbrauch durch eine Partei, die fehlende Bindungswirkung für Dritte und die fehlende rechtsverbindliche Klärung von Grundsatzfragen.
- Quote paper
- Sabine Jakobi (Author), 2006, Mediation - ein modernes Instrument des Konfliktmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64168