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Steuerbilanzielle Behandlung von Aktienoptionsplänen in Deutschland und den USA - Vergleich und ökonomische Analyse

Title:  Steuerbilanzielle Behandlung von Aktienoptionsplänen in Deutschland und den USA - Vergleich und ökonomische Analyse

Diploma Thesis , 2006 , 101 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Verena Müller (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

„Stock Options stehen seit einiger Zeit zunehmend im Blickfeld öffentlichen Interesses.“ Während Aktienoptionspläne als Vergütungsinstrument in angelsächsischen Ländern, wie beispielsweise den USA, eine jahrzehntelange Tradition aufweisen, gewannen sie in Deutschland erst seit den 90er Jahren an Beliebtheit. Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) im Mai 1998, sorgten für eine wachsende Bedeutung von Aktienoptionen als finanzielle Anreizsysteme. Die zunehmende Mobilität der Arbeitskräfte und der damit verbundene Wettbewerb um Mitarbeiter und Eigenkapitalgeber haben letztendlich zu einer internationalen Verbreitung von Aktienoptionsplänen geführt. Durch eine Kopplung ihrer Entlohnung an den Anstieg des mit dem Börsenkurs gemessenen Unternehmenswertes, sollen Führungskräfte stärker an das Unternehmen gebunden und zu Unternehmenswert steigerndem Handeln motiviert werden.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage der steuerlichen Behandlung von Aktienoptionen, sowohl auf Seite der Begünstigten, als auch auf Unternehmensseite. In Deutschland ist diese Frage weitgehend ungeklärt. Problempunkte sind einerseits die zeitliche Erfassung des steuerlichen Zuflusses beim Optionsempfänger und andererseits die bilanzielle Berücksichtigung der Aktienoptionsausgabe beim Unternehmen. In der Literatur werden hinsichtlich des Besteuerungszeitpunkts beim Begünstigten hauptsächlich der Zeitpunkt der Optionseinräumung, der erstmaligen Ausübungsmöglichkeit und der Optionsausübung diskutiert. Eine rechtliche Konkretisierung erfolgte dazu mit dem Erlass des Finanzministeriums vom 27.3.2003. Bezüglich der Behandlung der Aktienoptionen in der Handels- und Steuerbilanz des Unternehmens wird in Deutschland der Vorschlag einer analogen Anwendung der US-amerikanischen Bilanzierungsvorschriften von vielen Autoren in Frage gestellt.
Im Einkommensteuerrecht der USA sind dagegen weitaus detailliertere und konkretere Vorschriften zu finden. Mit der am 22.10.2004 in Kraft getretenen umfassenden Steuerreform, dem American Jobs Creation Act of 2004 und dem verabschiedeten Internal Revenue Code Standard 409A haben sich für Aktienoptionspläne allerdings einige Änderungen ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

2. GRUNDLAGEN VON AKTIENOPTIONSPLÄNEN

2.1. Aktienoptionspläne

2.1.1. Begriffsabgrenzung

2.1.2. Grundzüge der Optionspreistheorie

2.1.2.1. Grundbegriffe

2.1.2.2. Maßgebliche Bewertungsfaktoren

2.1.2.3. Die Black/Scholes- Formel

2.2. Ziele und Gestaltung von Aktienoptionsplänen

2.2.1 Anreizsysteme für Führungskräfte

2.2.1.1. Eigentümer-Manager-Konflikt

2.2.1.2. Shareholder-Value-Ansatz

2.2.2. Ziele von Aktienoptionsplänen

2.2.2.1. Motivationsfunktion

2.2.2.2. Risikobereitschaft

2.2.2.3. Mitarbeiterbindung

2.3. Gestaltungsparameter von Aktienoptionsplänen

2.4. Steuersystematische Anforderungen an die nationale und internationale Besteuerung

2.4.1. Gerechtigkeit

2.4.2. Das Kriterium der Entscheidungsneutralität

2.4.3. Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung

2.4.3.1. Leistungsfähigkeitsprinzip in Deutschland

2.4.3.2. „Ability to pay principle“ in den USA

2.4.4. Der Grundsatz der Gesetzesbestimmtheit

2.4.5. Definition von Leistungsfähigkeit als Lastentragfähigkeit

2.4.6. Indikator der Leistungsfähigkeit

2.4.7. Einkommensdefinitionen

2.4.7.1. Kapitaltheoretischer Gewinn

2.4.7.2. Quellentheorie

2.4.7.3. Reinvermögensänderungstheorien

2.4.7.4. Zwischenergebnis

3. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM US-AMERIKANISCHEN STEUERRECHT

3.1. Grundlagen des US-amerikanischen Steuerrechts

3.2. Besteuerung von Stock Options auf Empfängerseite

3.2.1. Grundlagen der Lohnbesteuerung

3.2.1.1. Ordinary Income

3.2.1.2. Capital Gains

3.2.1.3. Alternative Minimum Tax

3.2.2. Historische Entwicklung der Aktienoptionsarten

3.2.3. Nonstatutory Stock Options nach IRC Sec. 83

3.2.3.1. Voraussetzungen des IRC Sec. 83

3.2.3.2. Weitere Voraussetzungen

3.2.3.3. Steuerliche Behandlung von Stock Options unter IRC Sec. 83

3.2.4. Nonstatutory Stock Options nach IRC Sec. 409 A

3.2.5. Statutory stock options

3.2.5.1. Incentive Stock Options nach IRC Sec. 422

a) Voraussetzungen

b) Steuerliche Behandlung von Incentive Stock Options

3.2.5.2. Employee Stock Purchase Plans (ESPP) nach Sec. 423 IRC

a) Voraussetzungen

b) Steuerliche Behandlung von EPPS

3.3. Besteuerung auf Gesellschaftsseite

3.3.1. Grundlagen des US-amerikanischen Gesellschaftsrechts

3.3.2. Möglichkeiten der Aktienbereitstellung

3.3.2.1. Kapitalerhöhung

3.3.2.2. Rückkauf eigener Aktien

3.3.3. Nonstatutory Stock Options

3.3.3.1. Abzugsbeschränkungen

4. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM DEUTSCHENSTEUERRECHT

4.1. Vereinbarkeit mit dem AktG

4.2. Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen

4.2.1. Bedingte Kapitalerhöhung

4.2.2. Aktienrückkauf

4.3. Besteuerung von Aktienoptionen auf Empfängerseite

4.3.1. Besteuerung als Arbeitslohn nach §19 EStG – sachliche Einordnung

4.3.1.1. Vorliegen von Einnahmen

4.3.1.2. Veranlassung durch das Dienstverhältnis

4.3.1.3. Zwischenergebnis

4.3.2. Zufluss des geldwerten Vorteils – zeitliche Einordnung

4.3.2.1. Auffassung von Rechtsprechung und Finanzverwaltung

4.3.2.2. Auffassung im Schrifttum

a) Zufluss bei Optionseinräumung

b) Zufluss bei erstmaliger Ausübungsmöglichkeit

c) Zufluss bei Optionsausübung

4.3.2.3. Veräußerung der Aktien

4.3.3. Tarif und Steuervergünstigungen

4.4. Besteuerung von Aktienoptionen auf Unternehmensseite

4.4.1. Bilanzierung von Aktienoptionen im Handelsrecht

4.4.1.1. Bedingte Kapitalerhöhung

a) Bilanzierung analog zu SFAS No. 123

b) Kein Ansatz in der Handelsbilanz

4.4.1.2. Rückkauf eigener Aktien

4.4.2. Steuerliche Behandlung bei der Gesellschaft

4.4.3. Lohnsteuerhaftung

5. VERGLEICH UND ÖKONOMISCHE ANALYSE

5.1. Besteuerung von Aktienoptionsplänen in den USA

5.1.1. Einkommensdefinition des Internal Revenue Code

5.1.1.1. Besteuerung von Stock Options auf Empfängerseite

5.1.1.2. Steuerliche Behandlung von Stock Options auf Unternehmensseite

5.1.2. Zwischenergebnis

5.2. Besteuerung von Aktienoptionsplänen in Deutschland

5.2.1. Steuerliche Behandlung auf Empfängerseite

5.2.2. Steuerliche Behandlung auf Gesellschaftsseite

5.2.2.1. Bedingte Kapitalerhöhung

5.2.2.2. Rückkauf eigener Aktien

5.2.3. Zwischenergebnis

5.3. Vergleich der nationalen Steuervorschriften für Aktienoptionen und Ableitung von Steuerreformvorschlägen

6. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die steuerliche Behandlung von Aktienoptionsplänen in den USA und Deutschland. Ziel ist es, die steuerlichen Folgen unter Berücksichtigung aktueller Problemfelder sowie der nationalen Rechtslagen darzustellen und auf ihre Konformität mit dem Grundsatz der gerechten Besteuerung zu prüfen.

  • Grundlagen und Bewertungsmodelle von Aktienoptionen
  • Steuerliche Behandlung von Stock Options in den USA (Empfänger- und Gesellschaftsebene)
  • Steuerliche Behandlung von Aktienoptionen in Deutschland
  • Analyse und Vergleich der nationalen Steuersysteme unter dem Kriterium der Gerechtigkeit
  • Ableitung von Reformvorschlägen für eine gerechtere Besteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Grundzüge der Optionspreistheorie

Dem mit einer Aktienoption verbundenen Recht kann mit Hilfe der Optionspreistheorie ein Wert zugeordnet werden. Zur Bilanzierung und Besteuerung von Aktienoptionen ist die Bewertung der Optionen unerlässlich.

Da die im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen ausgegebenen Optionen bestimmten Restriktionen unterliegen, ist es meist nicht möglich, eine Bewertung durch Abstellen auf einen Marktpreis durchzuführen. Folglich sind mathematische Bewertungsmodelle heranzuziehen, um einen Schätzwert zu bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Bedeutung von Aktienoptionen als Anreizsystem und die daraus resultierende Problematik der steuerlichen Behandlung.

2. GRUNDLAGEN VON AKTIENOPTIONSPLÄNEN: Einführung in die Begrifflichkeiten, die Bewertung nach der Optionspreistheorie sowie die theoretischen Ziele von Aktienoptionsprogrammen.

3. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM US-AMERIKANISCHEN STEUERRECHT: Analyse der US-Regelungen unter Einbeziehung von IRC Sec. 83 und dem American Jobs Creation Act of 2004.

4. AKTIENOPTIONSPLÄNE IM DEUTSCHENSTEUERRECHT: Untersuchung der Besteuerung als Arbeitslohn in Deutschland und die kontroverse bilanzielle Behandlung in Handels- und Steuerbilanz.

5. VERGLEICH UND ÖKONOMISCHE ANALYSE: Überprüfung beider Steuersysteme anhand der Reinvermögenszuwachstheorie auf ihre Konformität mit dem Grundsatz der gerechten Besteuerung.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse hinsichtlich der steuerlichen Diskrepanzen und Reformnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Aktienoptionspläne, Steuerrecht, USA, Deutschland, Leistungsfähigkeitsprinzip, Besteuerung, Arbeitslohn, Bilanzierung, Optionstheorie, Shareholder Value, Gerechtigkeit, Einkommensdefinition, Kapitalerhöhung, Aktienrückkauf, Korrespondenzprinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Mitarbeiter-Aktienoptionsplänen im Vergleich zwischen den USA und Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die steuerlichen Konsequenzen für die Empfänger der Optionen sowie für die gewährenden Unternehmen, insbesondere in Bezug auf Handels- und Steuerbilanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die steuerlichen Vorgehensweisen beider Länder anhand eines theoretischen Beurteilungsmaßstabes auf ihre Konformität mit dem Grundsatz einer gerechten Besteuerung zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine rechtsvergleichende und ökonomische Analyse unter Heranziehung der Reinvermögenszuwachstheorie als Beurteilungsmaßstab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der US-amerikanischen Rechtslage, die Analyse des deutschen Steuerrechts sowie eine abschließende ökonomische Vergleichsanalyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Aktienoptionspläne, Leistungsfähigkeitsprinzip, Reinvermögenszuwachstheorie und die unterschiedlichen Besteuerungszeitpunkte.

Was unterscheidet die Besteuerung in den USA von der in Deutschland bei Stock Options?

In den USA existieren explizite gesetzliche Vorschriften im Internal Revenue Code, während in Deutschland eine klare gesetzliche Regelung weitgehend fehlt und viele Fragen offen sind.

Welches Problem ergibt sich bei der Bilanzierung in Deutschland?

Es ist umstritten, ob und wie Aktienoptionen handelsbilanziell zu erfassen sind, was aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips direkte Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung hat.

Welchen Kompromiss sieht die Autorin im US-amerikanischen Steuerrecht?

Der US-Gesetzgeber wählt oft einen Mittelweg zwischen einer an der Reinvermögenszuwachstheorie orientierten Einkommenskonzeption und der Notwendigkeit einer präzisen gesetzlichen Bestimmtheit.

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Details

Title
Steuerbilanzielle Behandlung von Aktienoptionsplänen in Deutschland und den USA - Vergleich und ökonomische Analyse
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Verena Müller (Author)
Publication Year
2006
Pages
101
Catalog Number
V64222
ISBN (eBook)
9783638570947
ISBN (Book)
9783656787532
Language
German
Tags
Steuerbilanzielle Behandlung Aktienoptionsplänen Deutschland Vergleich Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Müller (Author), 2006, Steuerbilanzielle Behandlung von Aktienoptionsplänen in Deutschland und den USA - Vergleich und ökonomische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64222
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