Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Der Zweite Attische Seebund - Entstehung, Struktur und Entwicklung

Título: Der Zweite Attische Seebund - Entstehung, Struktur und Entwicklung

Trabajo , 2005 , 32 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Matthias Wies (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Niederlage im Peloponnesischen Krieg und die Auflösung des Delisch-Attischen Seebundes war für Athen ein schwerer Schlag. Aber Spartas rigoroses Durchsetzen seiner Hegemonialpolitik führte zu einer immer größer werdenden Ablehnung in Griechenland, so dass Athen wieder die Möglichkeit besaß, ein neues Bündnissystem aufzubauen. Dieser neue Seebund war gegen Sparta gerichtet, sollte aber auch die alte Stellung der Athener, vor allem in der Ägäis, wieder herstellen. Über eine einheitliche Bezeichnung dieses Seebündnisses des vierten Jahrhunderts ist man sich in der Forschung nicht einig. Im englischsprachigen Raum konnte man sich zwar auf „The Second Athenian Confederacy“ und „The Second Athenian League“ verständigen, im deutschsprachigen Raum jedoch gibt es noch keinen einheitlichen Terminus. Schäfer spricht von dem „Athenischen Seebund“ oder einfach nur vom „Jüngeren Bund“, Höck und Dreher bezeichnen das Bündnis als „Zweiten Athenischen Seebund“, Busolt und Lenz als „Zweiten Athenischen Bund“, Ehrenberg als „Zweiten attischen Bund“ und in der neusten Forschung überwiegt die Bezeichnung „Zweiter Attische Seebund“. Es gibt also viele mögliche Kombinationen von „athenisch“, „attisch“, „Bund“ und „Seebund“, in dieser Arbeit wird das Bündnis durchweg als „Zweiter Attischer Seebund“ bezeichnet und schließt sich somit der neusten Forschung an. Hauptquellen für dieses Bündnis sind Xenophon, bei dem das Bündnis aber wenig erwähnt wird und Diodor. Er schließt zwar Lücken, ist aber bei der Datierung und den Fakten häufig fehlerhaft. Als weitere Quellen kann man noch Demosthenes, Isokrates und Aischines heranziehen, die aber teilweise nur sehr fragmentarisch erhalten geblieben sind. Zur Klärung vieler Ereignisse und Entwicklungen, aber auch zur Analyse der Struktur des Bundes dienen häufig Bündnisse und Verträge, die Hermann Bengston in seinen „Staatsverträgen des Altertums“ gesammelt hat. In einem ersten Teil werden die Politik und das Verhalten Spartas und Athens skizziert und die Vorraussetzungen und Ereignisse genannt, die zur Gründung des Zweiten Attischen Seebundes geführt haben. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Struktur des Bundes. Hier werden zuerst das Aristoteles-Dekret und weitere Quellen, die von der Gründung berichten, untersucht. Danach wird auf einzelne Institutionen und Verfahren eingegangen.[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. „Vorgeschichte“/Entstehung

1.1 Spartas Hegemonialpolitik

1.2 Athens Veralten

1.3 Sphodrias-Affäre

2. Struktur

2.1 Gründung des Zweiten Attischen Seebundes im Frühjahr 377

2.2 Inhalt des Vertragstextes

2.2.1 IG II/III2 43 = StV 257

2.2.2 Diodor XV, 28, 2-4; 29, 8

2.3 Bezug auf Königsfrieden

2.4 Das Synhedrion und seine Aufgaben

2.5 Finanzielle Abgaben der Bündner

2.6 Schiffskontingente und Heer

2.7 Mitglieder und Aufnahme in den Bund

3. Entwicklung

3.1 Entwicklung bis 371/70

3.2 Entwicklung bis zum Bundesgenossenkrieg

3.3 Symmachie oder Arché ?

3.4 Der Bundesgenossenkrieg 357-355

3.5 Entwicklung bis Chaironeia

III. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Zweiten Attischen Seebund als zentrales Bündnissystem im vierten Jahrhundert v. Chr. Dabei wird untersucht, wie Athen nach der Niederlage im Peloponnesischen Krieg ein neues System zur Wiederherstellung seiner Vormachtstellung in der Ägäis schuf und inwieweit dieses Bündnis durch interne institutionelle Mechanismen wie das Synhedrion von früheren Herrschaftsstrukturen abzugrenzen ist.

  • Ursachen und Entstehung des Zweiten Attischen Seebundes unter Berücksichtigung der spartanischen Hegemonialpolitik.
  • Analyse der rechtlichen und strukturellen Grundlagen anhand der überlieferten Quellen und Verträge.
  • Untersuchung der institutionellen Entscheidungsfindung im Synhedrion und der Rolle Athens.
  • Betrachtung der ökonomischen und militärischen Verpflichtungen der Bundesmitglieder.
  • Bewertung der Entwicklung des Seebundes bis hin zum Bundesgenossenkrieg und der Frage nach dem Charakter der Organisation (Symmachie vs. Arché).

Auszug aus dem Buch

1.1 Spartas Hegemonialpolitik

Seit 395 führte Sparta einen zermürbenden Zweifrontenkrieg, den es nicht mehr lange durchhalten konnte. In Kleinasien kämpfte man seit 400 gegen die Perser, in Griechenland war aufgrund eines unbedeutenden Grenzstreites der Korinthische Krieg ausgebrochen. Die Lakedaimonier mussten sich hier gegen eine Koalition aus Theben, Athen, Argos, Korinth und einigen kleineren Staaten zur Wehr setzen. 394 verlor Sparta in der Schlacht von Knidos seine maritime Oberhoheit in der Ägäis.

Das Ziel des Siegers aus dem Peloponnesischen Krieg war es nun, einen Frieden mit Persien zu schließen und dessen Unterstützung an die antispartanische Koalition zu unterbinden. Nach einem ersten gescheiterten Versuch 392 kam es 387/86 zum Abschluss des Antalkidas- oder Königsfriedens. Nach der immer erfolgreicheren offensiven athenischen Politik in der Ägäis hatte der Großkönig die Seiten gewechselt und war nun zu einem Frieden bereit.

Dieser Frieden war aber keineswegs nur ein bilateraler Vertrag zwischen Persien und Sparta, sondern ein von Artaxerxes für ganz Griechenland oktroyierter Frieden: „Der König Artaxerxes hält es für gerecht, daß die Städte in Asien ihm gehören und von den Inseln Klazomenai und Kypros, und dass die übrigen griechischen Städte, kleine wie große, in Unabhängigkeit gelassen werden, ausgenommen Lemnos, Imbros und Skyros; diese sollen wie in der Vergangenheit den Athenern gehören. Wer aber diese Friedensbedingungen nicht annehmen will, gegen den werde ich Krieg führen mit denen zusammen, die diesen Frieden wollen, zu Lande und zu Wasser, mit meiner Flotte und meinem Gelde.“ Genau wie im Peloponnesischen Krieg bedurfte es wieder der Hilfe der Perser, damit die Griechen ihre Streitigkeiten untereinander regeln konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

„Vorgeschichte“/Entstehung: Dieses Kapitel erläutert die politische Ausgangslage, insbesondere den Druck der spartanischen Hegemonialpolitik und den Königsfrieden, die Athen den Raum für eine neue Bündnisbildung eröffneten.

Struktur: Hier werden die organisatorischen Eckpfeiler des Seebundes, wie das Synhedrion, die Finanzierung über Syntaxeis und die vertraglichen Regelungen hinsichtlich der Autonomie, detailliert untersucht.

Entwicklung: Dieser Abschnitt beschreibt den zeitlichen Verlauf des Seebundes von seiner Blütezeit bis zum Zerfall, geprägt durch Austritte von Mitgliedern, die zunehmend aggressive athenische Politik und den Bundesgenossenkrieg.

Schlüsselwörter

Zweiter Attischer Seebund, Sparta, Athen, Königsfrieden, Synhedrion, Autonomie, Syntaxeis, Bundesgenossenkrieg, Aristoteles-Dekret, Hegemonie, Symmachie, Arché, vierte Jahrhundert v. Chr., griechische Geschichte, Kleruchien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Gründung, der internen Struktur und der historischen Entwicklung des Zweiten Attischen Seebundes im vierten Jahrhundert vor Christus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zur athenischen Arché des fünften Jahrhunderts, die Rolle Spartas als Antagonist, die Autonomiebestrebungen der Bundesmitglieder und die Institution des Synhedrions.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich der Seebund institutionell gestaltete und ob er als gleichberechtigte Symmachie oder als von Athen dominierte Arché zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine quellenkritische historische Untersuchung, die antike Inschriften, wie das Aristoteles-Dekret, sowie zeitgenössische Quellen wie Xenophon und Diodor analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die strukturelle Organisation des Bündnisses und eine chronologische Entwicklungsdarstellung, die bis zum Ende des Seebundes nach der Schlacht von Chaironeia reicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Syntaxeis als Beitragsform, das Synhedrion als zentrales Entscheidungsorgan und die Entwicklung von einer partnerschaftlichen Allianz hin zu krisenhaften Zerfallsprozessen.

Warum war das Synhedrion für das Bündnis so bedeutend?

Das Synhedrion war der Rat der Bundesgenossen, in dem Athen offiziell kein Stimmrecht hatte, was die prinzipielle Gleichberechtigung der Mitglieder gegenüber der athenischen Führung unterstreichen sollte.

Welche Rolle spielte die Sphodrias-Affäre für die Entstehung?

Die Sphodrias-Affäre, ein gescheiterter Angriff auf den Piräus, gilt als auslösender Moment, der Athen dazu brachte, den Königsfrieden als durch Sparta gebrochen zu betrachten und offiziell den Seebund zu gründen.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Zweite Attische Seebund - Entstehung, Struktur und Entwicklung
Universidad
University of Würzburg
Calificación
1
Autor
Matthias Wies (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
32
No. de catálogo
V64498
ISBN (Ebook)
9783638573016
ISBN (Libro)
9783656335269
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zweite Attische Seebund Entstehung Struktur Entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Wies (Autor), 2005, Der Zweite Attische Seebund - Entstehung, Struktur und Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64498
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  32  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint