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Gandhis Lebensphilosophie der Gewaltfreiheit und seine Gedanken zu einer Pädagogik der Gewaltfreiheit

Title: Gandhis Lebensphilosophie der Gewaltfreiheit und seine Gedanken zu einer Pädagogik der Gewaltfreiheit

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christina Hummel (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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In meiner Hausarbeit werde ich mich mit der Lebensweise des Mohandas Karamchand Gandhi - auch Mahatma Gandhi genannt - und dessen Wirkung auf die Pädagogik befassen.
Da ich selbst in meiner Kindheit mit meiner Familie einige Jahre in Indien gelebt habe und mich nach wie vor noch mit diesem Land verbunden fühle, ist es mir eine Freude gewesen mich mit dem Menschen Gandhi und seiner Philosophie der Gewaltfreiheit auseinanderzusetzen.
Gandhi wurde damals - und wird auch heute noch - von vielen mit großem Respekt für seinen Dienst an der indischen Gesellschaft in Bezug auf deren Befreiung von der englischen Kolonialmacht betrachtet und vor allem seinem Kampf mit den Mitteln der Gewaltfreiheit wird große Anerkennung gezollt. So beschrieb Gokhale, der Lehrer und Mentor Gandhis war, ihn mit folgenden Worten:
„Er ist zweifellos aus dem Stoff, aus dem Helden und Märtyrer
gemacht sind...In ihm ist die erstaunliche geistige Kraft, gewöhnliche
Menschen um sich herum zu Helden und Märtyrer zu formen.“ Im folgenden möchte ich auf Gandhi als Person eingehen. Hierbei geht es mir primär darum, die verschiedenen Einflüsse, die auf Gandhi gewirkt haben, sichtbar zu machen. Darunter fallen z.B. die Einflüsse der unterschiedlichen sozialreformerischen Denktraditionen aus Europa, aber auch die Einflüsse von Seiten der unterschiedlichen Religionen, speziell aber durch Gandhis hinduistischen Glauben.
Anschließend werde ich auf Gandhis Lebensweise der Gewaltfreiheit eingehen, die er sein Leben lang vertreten hat und auch auf seine Gedanken bezüglich einer Pädagogik, die primär darauf abzielt den Charakter eines Menschen zu formen. Doch mehr dazu in den folgenden Punkten.
Am Schluss meiner Arbeit werde ich noch ein abschließendes Fazit bezüglich der Gedanken des Mohandas Gandhi ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einflüsse auf Gandhi

2.1 Bergpredigt

2.2 Bhagavadgita

2.3 Tolstoi

2.4 Ruskin

3. Religionsverständnis

3.1 Beziehung zu den Religionen

3.2 Gottesbild

4. Grundbegriffe

4.1 Ahimsa

4.2 Brahmacharya

4.3 Satyagraha

4.4 Zusammenspiel der Grundbegriffe

5. Gedanken zur Pädagogik

5.1 Entwicklung des Menschen

5.2 Unterrichtsvorstellungen

5.3 Bildungsvorstellungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensphilosophie des Mohandas Karamchand Gandhi, mit einem besonderen Fokus auf die Prinzipien der Gewaltfreiheit (Ahimsa) und das Konzept des "Festhaltens an der Wahrheit" (Satyagraha), sowie deren Transfer und Bedeutung für pädagogische Ansätze zur Charakter- und Herzensbildung.

  • Die verschiedenen religiösen und sozialreformerischen Einflüsse auf Gandhis Denken.
  • Die tiefere Bedeutung der zentralen Grundbegriffe Ahimsa, Brahmacharya und Satyagraha.
  • Die Wechselwirkung zwischen Religion, Gewaltfreiheit und politischem Handeln.
  • Die pädagogischen Vorstellungen Gandhis hinsichtlich der Entwicklung des Menschen.
  • Kritische Reflexion über die Übertragbarkeit der gewaltfreien Methoden auf moderne gesellschaftliche Konflikte.

Auszug aus dem Buch

4.1 Ahimsa

Unter Ahimsa – Gewaltfreiheit – wird die Negation von Himsa – verletzende Gewalt – verstanden.

Der Grundstein für den Gedanken der Gewaltfreiheit könnte eventuell durch eine Erfahrung Gandhis in seiner Kindheit bzw. Jugendzeit gelegt worden sein, auf die ich kurz eingehen möchte: Nachdem Gandhi aus Geldnot einen Diebstahl begangen hat, quälte ihn das schlechte Gewissen seinem Vater gegenüber, der die Kinder immer zur Wahrheit herangezogen hatte. Gandhi entschloss sich daraufhin dazu seinem Vater die Wahrheit zu beichten. Dieser reagierte jedoch nicht wie erwartet durch die Bestrafung Gandhis, sondern mit Liebe.

Die Notwendigkeit von Ahimsa ergibt sich nach Gandhi deshalb, weil der Mensch schon allein durch sein Leben, seine Existenz schädigt und somit auch Gewalt ausübt . Mit jeder Nahrung die der Mensch zu sich nimmt, mit jedem Wasser das der Mensch trinkt und bei jeder Bewegung die der Mensch macht, kann es kaum vermieden werden, dass andere Lebewesen zerstört oder verletzt werden. Da Himsa so gesehen also kaum komplett zu vermeiden ist, muss der Mensch Ahimsa ausüben. Das heißt, der Mensch soll sich die Gewaltfreiheit als Maxime machen und infolge dessen soweit wie möglich versuchen jeden Schaden, den er einem anderen Lebewesen zutun könnte, abzuwenden.

„’Ahimsa’ wird gleichsam zu einem ’kategorischen Imperativ’, indem selbstsüchtiges Wollen, ’himsa’, überwunden werden soll."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Motivation der Autorin, sich mit Gandhi auseinanderzusetzen, und stellt den geplanten Aufbau der Arbeit sowie die zentrale Thematik der gewaltfreien Philosophie dar.

2. Einflüsse auf Gandhi: Dieses Kapitel analysiert die prägenden religiösen und intellektuellen Wegbegleiter Gandhis, darunter die Bergpredigt, die Bhagavadgita sowie die Ansätze von Tolstoi und Ruskin.

3. Religionsverständnis: Es wird dargelegt, wie Gandhis tiefes religiöses Fundament und sein toleranter Umgang mit verschiedenen Glaubensrichtungen sein gesamtes politisches und persönliches Handeln leiteten.

4. Grundbegriffe: Hier werden die essenziellen Säulen von Gandhis Lebensphilosophie – Ahimsa, Brahmacharya und Satyagraha – im Detail definiert und in ihrem Zusammenspiel erläutert.

5. Gedanken zur Pädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet Gandhis Verständnis von Erziehung als lebenslangen Prozess, der primär auf die Charakterbildung und die Befreiung des Menschen abzielt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert kritische Punkte wie die praktische Durchführbarkeit gewaltfreien Widerstands und prüft die Relevanz von Gandhis Lehren für gegenwärtige Konflikte.

Schlüsselwörter

Mahatma Gandhi, Gewaltfreiheit, Ahimsa, Satyagraha, Brahmacharya, Pädagogik, Wahrheitssuche, Religionsverständnis, Sozialreform, Charakterbildung, Pazifismus, Widerstand, Ethik, Lebensphilosophie, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Lebensphilosophie Mahatma Gandhis, insbesondere seine Prinzipien der Gewaltfreiheit und deren Anwendung in der Pädagogik sowie im politischen Leben.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Felder sind die philosophischen und religiösen Einflüsse auf Gandhi, die Definition seiner Grundbegriffe und seine Vision einer Erziehung, die moralische Stärke formt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Herkunft und Bedeutung von Gandhis Konzepten der Gewaltfreiheit aufzuzeigen und zu reflektieren, wie diese Ideen zur Charakterbildung und Gesellschaftsverbesserung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Auswertung relevanter Fachliteratur und Schriften von bzw. über Mahatma Gandhi.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Einflüsse auf Gandhi, sein Verständnis von Religion und Gott, die Erläuterung der Grundbegriffe Ahimsa, Brahmacharya und Satyagraha sowie seine pädagogischen Leitlinien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Die wichtigsten Begriffe sind Gewaltfreiheit (Ahimsa), das Festhalten an der Wahrheit (Satyagraha) und die lebenslange Charakterbildung.

Wie steht Gandhi zum Fasten?

Gandhi betrachtet das Fasten als ein essenzielles Element zur Selbstbeherrschung und als notwendige Vorbereitung für die Ausübung des Brahmacharya-Gelübdes.

Kann Gandhis Methode auch heute noch zur Konfliktlösung dienen?

Die Autorin sieht darin einen sehr guten Ansatz, um auch in modernen Konflikten, wie etwa dem Nahostkonflikt, neue Wege der Verständigung und des respektvollen Umgangs zu suchen.

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Details

Title
Gandhis Lebensphilosophie der Gewaltfreiheit und seine Gedanken zu einer Pädagogik der Gewaltfreiheit
College
University of Würzburg
Grade
2,0
Author
Christina Hummel (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V64735
ISBN (eBook)
9783638574778
Language
German
Tags
Gandhis Lebensphilosophie Gewaltfreiheit Gedanken Pädagogik Gewaltfreiheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Hummel (Author), 2005, Gandhis Lebensphilosophie der Gewaltfreiheit und seine Gedanken zu einer Pädagogik der Gewaltfreiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64735
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