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Der 'Two-Step-Flow of Communication'

Title: Der 'Two-Step-Flow of Communication'

Term Paper , 2006 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Grimme (Author)

Sociology - Communication
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beinhaltet eine detaillierte Analyse der wichtigsten Wahlstudien zum Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation, angefangen bei ihrer genuinen Entstehung und Wirkung. Die Hauptschwerpunkte liegen dabei im Bereich einer partikulären Untersuchung des "Opinion Leader" und des "Opinion Follower" sowie der zeitgenössischen Parallele mit ihren neuen Modellen und Ansätzen.

Die Wurzeln der klassischen Wirkungsforschung, welche in direktem Zusammenhang mit der Zwei-Stufen-Fluss-Hypothese der Kommunikation (Two-Step-Flow of Communcation) stehen, reichen zurück bis ins ausgehende 19. Jahrhundert. Sozialwissenschaftler zahlreicher Industriegesellschaften beschäftigten sich mit der Frage, inwiefern die Presse Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung ausüben kann (vgl. Schenk 2002, S. 3). „Gegenstand der Medienwirkungsforschung sind üblicherweise die Einflüsse der aktuellen Berichterstattung und fiktionaler Darstellungen auf Kenntnisse, Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen“ (Noelle-Neumann 2002, S. 597). Lasswell entwickelte die Formel „Who says what in which chanel to whom with what effect?” (Lasswell 1948, S. 37ff.). Daraus ergaben sich verschiedene Komponenten und Bereiche der Kommunikations-forschung (vgl. Abb. 1). Speziell im Bereich der Publikums- und Wirkungsforschung zeigte sich der enorme Fortschritt der Massenkommunikationsforschung . Handlungsfelder der Forschung waren Werbung oder Politik.Der Wiener Soziologe und Mathematiker Paul. F. Lazarsfleld wurde 1933 als Direktor des „Office of Radio Research“ an der Princeton University durch seine Hörer- und Panelumfragen bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen bekannt. Die Ergebnisse seiner Analysen zur Massenkommunikationsforschung standen konträr zu denen ihrer Ursprungsgeschichte . Er repräsentierte mit anderen Forschern wie Kurt Lewin eine von zwei möglichen Forschungsarten im Bereich der Medienwirkung, die eine naturwissenschaftliche und neopositivistische Methodologie vertrat. Die so genannte „kritische Kommunikationsforschung“ hingegen untersuchte den Faschismus und seine beeinflussende Propagandawirkung. Die Philosophen Max Horkheimer, Theodor. L. W. Adorno und Leo Löwenthal stellten die Hauptvertreter dieser Richtung dar. So gesehen besteht der Two-Step-Flow of Communication aus zahlreichen Modifikationen und Ansätzen, basierend auf den Anfängen im ausgehenden 19. Jahrhundert bis hin in unsere Gegenwart.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Entstehung und Wirkung des TSF-Modells

2. Die Wahlstudien, Ergebnisse und ihre Kritiken

2.1 Die Erie-Studie

2.2 Die Rovere-Studie

2.3 Die Decatur-Studie

2.4 Die Elmira-Studie

2.5 Die Drug-Studie

3. Der Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation

3.1 Spezifika der „Opinion Leader“

3.2 Spezifika der „Opinion Follower“

4. Der Aktueller Forschungsstand

4.1 Das „Two-Cycle-Flow“- Modell

4.2 Die „Opinion Sharing“ - Konzeption

4.3 Das trimodale Wirkungsmodell

5. Die Kritik am TSF-Modell

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Two-Step-Flow-Modell (TSF) der Kommunikation durch eine kritische Darstellung der historischen Wahlstudien sowie deren Weiterentwicklung in der modernen Wirkungsforschung. Ziel ist es, die Rolle von Meinungsführern und Gefolgsleuten sowie den Einfluss zwischenmenschlicher Kontakte gegenüber massenmedialen Einflüssen zu analysieren und deren Gültigkeit vor dem Hintergrund neuerer Forschungsansätze zu bewerten.

  • Historische Entwicklung der klassischen Wirkungsforschung
  • Empirische Analyse der bedeutenden Wahlstudien (Erie, Rovere, Decatur, Elmira, Drug)
  • Identifikation und Charakterisierung von Opinion Leadern und Opinion Followern
  • Wandel von der Zwei-Stufen-Fluss-Hypothese hin zu komplexen Mehr-Stufen-Modellen
  • Aktueller Forschungsstand zu Diffusions- und Persuasionsprozessen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Erie-Studie

Die anfänglich simple Eröffnung politischer Stimmungen durch Einsicht der Wahlakten wurden zunehmend durch die ökologische Wahlanalyse ersetzt. Diese ermöglichte die Auswertung des Wahlergebnisses einer Stadt über die statistische Angabe aus Volkszählungen und somit der Wirkung von Faktoren wie Wirtschaftslage, Religion und Nationalität auf das Wahlverhalten (vgl. Lazarsfeld 1969, S. 35). Die hieraus resultierenden Meinungsumfragen eröffneten positive Korrelationen zwischen Wählercharakteren und ihrer politischer Meinungsbildung, aber auch deren prädisponierten Beeinflussbarkeit und Entwicklung während der Wahl.

Es wurden nur Mehrheitstendenzen erkennbar und „… nicht [die] Abschweifungen des einzelnen Wählers, ehe dieser zu seiner Stimmabgabe kommt, kurz, sie lassen die Wirkung verschiedener einflußreicher [sic] Faktoren auf die endgültige Stimmabgabe unbeachtet“ (Lazarsfeld 1969, S. 36). Um diese Faktoren zu analysieren wurde die Panelmethode erstmalig in der Erie-Studie zum Einsatz gebracht und das bis dato existierende, einfache Reiz-Reaktionsmodell, auch „Hypodermic-Needle“-Modell genannt, wurde durch die TSF-Forschungen allmählich abgelöst. „Die Hauptgrundlage der Analyse stellen Selbsteinschätzungsverfahren der Befragten dar. Dies gilt insbesondere auch für die Bestimmung der Gruppe der Meinungsführer“ (Jäckel 2005, S. 102).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Entstehung und Wirkung des TSF-Modells: Dieses Kapitel erläutert die historischen Wurzeln der Wirkungsforschung und den Übergang von der Presseanalyse zu Ansätzen der Massenkommunikationsforschung unter Berücksichtigung von Lasswell und Lazarsfeld.

2. Die Wahlstudien, Ergebnisse und ihre Kritiken: Hier werden fünf zentrale empirische Studien vorgestellt, die als Grundlage für die TSF-Hypothese dienten und deren methodische Besonderheiten sowie Einschränkungen diskutiert werden.

3. Der Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation: Dieses Kapitel spezifiziert die Rollen und Eigenschaften von Meinungsführern und Gefolgsleuten, die für das Funktionieren des Modells essenziell sind.

4. Der Aktueller Forschungsstand: Hier werden modernere Modelle wie das „Two-Cycle-Flow“-Modell, das „Opinion Sharing“-Konzept und das trimodale Wirkungsmodell zur Erklärung komplexerer Kommunikationsprozesse analysiert.

5. Die Kritik am TSF-Modell: Es wird kritisch hinterfragt, inwieweit die ursprüngliche Zwei-Stufen-Fluss-Hypothese angesichts neuerer Erkenntnisse in Bezug auf Diffusions- und Persuasionsprozesse noch haltbar ist.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die die Bedeutung der TSF-Hypothese als historische Basis betont, ihr jedoch eine abnehmende Relevanz für moderne, mediengeprägte Gesellschaften zuschreibt.

Schlüsselwörter

Two-Step-Flow, Meinungsführer, Massenkommunikation, Wirkungsforschung, Erie-Studie, Opinion Leader, Opinion Follower, Interpersonale Kommunikation, Panelmethode, Medienwirkung, Diffusionsprozess, Persuasionsprozess, Kommunikationsprozess, soziale Netzwerke, Verstärker-Hypothese

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem wissenschaftlichen Stellenwert der Zwei-Stufen-Fluss-Hypothese (Two-Step-Flow of Communication) innerhalb der Kommunikations- und Wirkungsforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Analyse empirischer Wahlstudien, die Identifikation von Meinungsführern und deren Einfluss auf die Meinungsbildung sowie die Abgrenzung interpersonaler Kommunikation von massenmedialen Einflüssen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, den Wandel vom klassischen, einfachen Modell hin zu komplexeren mehrstufigen Kommunikationsmodellen kritisch aufzuarbeiten und die heutige Relevanz dieser Theorien zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und kritische Darstellung der existierenden Fachliteratur, basierend auf einer Analyse empirischer Studien wie der Erie-, Rovere- oder Decatur-Studie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Wahlstudien detailliert vorgestellt, gefolgt von einer Analyse der Rollen von Opinion Leadern und Followern sowie einer Erörterung moderner Forschungsansätze zur Medienwirkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Two-Step-Flow, Meinungsführer, Medienwirkung, Interpersonale Kommunikation und Wirkungsforschung.

Welche Rolle spielt die Panelmethode für die Erie-Studie?

Die Panelmethode ermöglichte erstmals eine Längsschnittanalyse, um Einstellungsänderungen bei denselben Personen über den Verlauf eines Wahlkampfes hinweg zu verfolgen, anstatt nur Querschnittstendenzen zu messen.

Was unterscheidet „Locals“ von „Cosmopolitans“ in der Rovere-Studie?

Die Unterscheidung basiert auf ihrer Orientierung: „Locals“ sind ortsgebunden und in ihrer Gemeinde verwurzelt, während „Cosmopolitans“ eine überregionale Orientierung und ein höheres Expertenwissen aufweisen.

Warum wird das trimodale Wirkungsmodell als Neuhypothese betrachtet?

Es erweitert das simple Stimulus-Response-Modell, indem es den internen Kontext (Wissen, Erfahrung) und den externen Kontext (soziale Randbedingungen) des Rezipienten als entscheidende Variablen für die Medienwirkung integriert.

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Details

Title
Der 'Two-Step-Flow of Communication'
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,0
Author
Thomas Grimme (Author)
Publication Year
2006
Pages
48
Catalog Number
V65027
ISBN (eBook)
9783638576895
ISBN (Book)
9783638710657
Language
German
Tags
Two-Step-Flow Communication
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Grimme (Author), 2006, Der 'Two-Step-Flow of Communication', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65027
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