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Die Regierung Kohl und die Politik gegenüber dem ehemaligen Jugoslawien

Title: Die Regierung Kohl und die Politik gegenüber dem ehemaligen Jugoslawien

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 32 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sascha Vilovic (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Summary Excerpt Details

Völkermord, Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen, Vernichtung von Infrastruktur und kulturellen Schätzen sind nur einige Schlagworte, die man mit dem Balkankonflikt in Verbindung bringt. Dieser Konflikt ist wohl die größte Katastrophe die Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfahren musste. Viele der Bilder die in den Jahren 1991 bis zum Friedensabkommen von Dayton am 2. November 1995 durch die Medien in unsere Wohnzimmer gelangten, erinnerten uns schmerzlich an unsere eigene Deutsche Vergangenheit. Der Zerfall Jugoslawiens und der daraus resultierte Krieg der Nachfolgestaaten war nicht nur ein Balkan Konflikt, sondern stürzte die gesamte Europäische Union einschließlich Deutschlands in eine gefährliche politische Lage. Denn es war die Frage zu klären ob es am Ende des 20.Jahunderts noch Konzentrationslager und Massenmord mitten in Europa geben darf und wenn nicht, wie man angemessen darauf reagieren sollte. In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle die Bundesrepublik Deutschland unter der Führung Helmut Kohls in diesem Konflikt spielte und welche Optionen sie gehabt hätte um diesen Konflikt friedlich zu lösen. Es soll im Besonderen der Zeitraum von 25 Juni 1991 bis 14 Dezmber 1995 untersucht werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Der Balkankrieg

2.1 Der Zehntage Krieg um Slowenien und der Beginn des Balkankrieges

2.2 Der Kroatien-Krieg

3. Der Weg zum Frieden

3.1 1991 Der Konflikt hat begonnen

3.2 1992 Die Weltgemeinschaft reagiert

3.3 1993 Die Welt bereitet sich auf den Krieg vor

3.4 1994 Die Welt schlägt zu

3.5 1995 Der harte Frieden

4. Die humanitäre Hilfe

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Bundesrepublik Deutschland unter der Führung von Helmut Kohl während des Zerfalls Jugoslawiens zwischen 1991 und 1995. Ziel ist es zu analysieren, wie Deutschland auf den Konflikt reagierte und welche politischen Optionen zur friedlichen Lösung des Krieges zur Verfügung gestanden hätten.

  • Die Eskalation des Balkankonflikts und die Rolle der Nachfolgestaaten
  • Die diplomatischen Bemühungen der EG, UNO und NATO zur Friedenssicherung
  • Militärische Eskalationsstufen und die Wirksamkeit internationaler Interventionen
  • Die Bedeutung humanitärer Hilfe und die Entwicklung der Spendenbereitschaft
  • Die Bewertung der deutschen Außenpolitik im europäischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2 1992 Die Weltgemeinschaft reagiert

Die erste Amtshandlung im Neuen Jahr war die Initiierung eines neuen Waffenstillstandes unter dem UN-Sonderbeauftragten Vance und die Entsendung von 50 UN-Militärberatern um diesen zu beobachten. Gekennzeichnet ist dieser Einsatz durch einen Abschuss eines EG-Hubschraubers durch die serbische Armee. Am 9.1.1992 erklärt der Serbenführer Milosevic den Krieg für beendet. Kroatien hat zu diesem Zeitpunkt über 30 Prozent ihres Staatsgebietes verloren. Nun schickt der Un-Sicherheitsrat eine Friedenstruppe bestehend aus 11500 Soldaten in die Krisenregion. Die ersten Einheiten treffen am 10.3.1992 in Kroatien ein.

Ein zuerst zwischen Moslems, Kroaten und Serben vereinbarter Vertrag über die Kantonalisierung von Bosnien wird Anfang März von bosnischen Präsidenten Izetbegovic rückgängig gemacht. Die bosnischen Serben lehnen daraufhin den EG Plan über die Abspaltung Bosniens ab und vordern nun ihrerseits eine eigene Republik. Am 6.4.1992 wird Bosnien von der EG als Unabhängiger Staat anerkannt, auch die USA folgen diesen Schritt und kennen nun auch Kroatien und Slowenien an. Die Serbische Demokratische Partei in Bosnien ruft nun ihrerseits die Serbische Republik Bosnien Herzegowina aus. Die ersten Kämpfe beginnen.

Mit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung in Bosnien-Herzegowina wurde das wohl grausamste Kapitel dieses Krieges geschrieben. Während dieser Jahre kam es zu kaum Vorstellbaren Gräueltaten. Exekutionen, Folterungen und ethnischen Säuberungen waren gang und gebe bei allen Parteien. Tote Kinder, vergewaltigte Frauen und abgemagerte Männer in Arbeitslagern gehörten zum Bild des Alltags. Schnell wurden Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg geweckt. Jede Verstümmelung oder Folterung wurde von einer noch bestialischeren übertrumpft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Balkankonflikts ein und definiert die Fragestellung zur Rolle Deutschlands unter Helmut Kohl.

2. Der Balkankrieg: Das Kapitel schildert den historischen Ausgangspunkt des Zerfalls Jugoslawiens und die frühen kriegerischen Auseinandersetzungen in Slowenien und Kroatien.

3. Der Weg zum Frieden: Diese Sektion bietet eine chronologische Aufarbeitung der diplomatischen und militärischen Bemühungen, den Bosnien-Konflikt zwischen 1991 und 1995 zu beenden.

4. Die humanitäre Hilfe: Hier wird der Umfang internationaler Hilfsmaßnahmen, wie Care-Pakete und Spenden, sowie die logistische Unterstützung der betroffenen Gebiete analysiert.

5. Fazit: Das Fazit bewertet den Friedensprozess von Dayton und kritisiert die zögerliche Reaktion der internationalen Gemeinschaft sowie Deutschlands auf die Balkan-Krise.

6. Quellenverzeichnis: Dies ist eine Auflistung der verwendeten Literatur-, Internet- und Zeitungsquellen.

Schlüsselwörter

Balkankrieg, Jugoslawien, Helmut Kohl, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Bosnien-Herzegowina, Friedensplan, Vereinte Nationen, NATO, Kroatien-Krieg, ethnische Säuberung, Humanitäre Hilfe, Dayton-Abkommen, Milosevic, Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die Rolle und das Verhalten der deutschen Regierung unter Helmut Kohl während des Zerfalls Jugoslawiens und des daraus resultierenden Balkankrieges.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die diplomatischen und militärischen Entwicklungen des Konflikts, die internationale Reaktion sowie die humanitäre Unterstützung der Zivilbevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Bundesrepublik in den Konflikt involviert war und welche diplomatischen Handlungsspielräume zur friedlichen Problemlösung bestanden hätten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer chronologischen Analyse der Ereignisse zwischen 1991 und 1995, gestützt auf Literaturquellen, Zeitungsberichte und Internetdokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der kriegerischen Ereignisse in den Teilrepubliken, den Friedensprozess und die logistische Durchführung der humanitären Hilfsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Balkan-Konflikt, Friedensdiplomatie, internationale Interventionen, humanitäre Hilfe und die Rolle von Deutschland und der EU.

Welche Bedeutung hatte das Dayton-Abkommen für den Autor?

Der Autor sieht das Dayton-Abkommen zwar als Ende der direkten Kriegshandlungen, bewertet aber die langfristige Friedensstabilität aufgrund der vorangegangenen ethnischen Säuberungen kritisch.

Wie bewertet der Autor die Reaktion der Weltgemeinschaft?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die internationale Gemeinschaft und insbesondere Deutschland viel zu spät und mit mangelnden Strategien auf den Konflikt reagiert haben.

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Details

Title
Die Regierung Kohl und die Politik gegenüber dem ehemaligen Jugoslawien
College
University of Lüneburg
Course
Die Außen- und Sicherheitspolitik der europäischen Zentralmacht Deutschland
Grade
2,3
Author
Sascha Vilovic (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V65165
ISBN (eBook)
9783638578011
ISBN (Book)
9783656207177
Language
German
Tags
Regierung Kohl Politik Jugoslawien Außen- Sicherheitspolitik Zentralmacht Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Vilovic (Author), 2006, Die Regierung Kohl und die Politik gegenüber dem ehemaligen Jugoslawien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65165
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