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Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung - Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft

Title: Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung - Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft

Diploma Thesis , 2006 , 54 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Jaunich (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Das deutsche Steuerrecht und seine Reformbedürftigkeit sind seit vielen Jahren immer wieder gern diskutierte Themen. Dabei wird vor allem die Unternehmensbesteuerung als besonders reformbedürftig hervorgehoben. Die Steuerbelastung von Unternehmen, vor allem von Kapitalgesellschaften, ist im internationalen Vergleich zu hoch und wird daher als Standortnachteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland angesehen. Zudem knüpft die Besteuerung von Unternehmen an deren Rechtsform an, was Kritiker als verfassungs- und europarechtswidrig ansehen. Aus diesen Gründen ist das Thema Reform der Unternehmensbesteuerung ein allgegenwärtiges Thema in jedem Bundestagswahlkampf, zuletzt im Jahr 2005. Politik und Wissenschaft nutzten diese Zeit des Umbruchs immer wieder um zahlreiche neue Steuerreformmodelle der Öffentlichkeit vorzustellen. Doch wurden diese Konzepte gar nicht oder nach politischer Diskussion nur unvollständig umgesetzt, mit dem Ergebnis, dass der Reformbedarf des deutschen Steuerrechts immer dringender wird. Aus diesem Grund sind Anfang des Jahres 2006 zwei neue Vorschläge zur Reform des Steuerrechts veröffentlicht worden. Der von der Bundesregierung eingesetzte Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erarbeitete das Konzept der Dualen Einkommensteuer, welches stark vereinfacht die unterschiedliche Behandlung von Arbeits- und Kapitaleinkünften zu Gunsten der Kapitaleinkünfte zum Ziel hat, und präsentierte es im April 2006. Ein zweites Konzept wurde bereits im Januar von der durch die Stiftung Marktwirtschaft gegründeten Kommission Steuergesetzbuch vorgelegt. Dieses Konzept hat das Ziel in Deutschland eine einfache, gerechte und rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung zu gestalten. Dabei sollen alle Unternehmen die Möglichkeit bekommen ihre Gewinne zu thesaurieren, auf die dann nur ein ermäßigter Steuersatz erhoben werden soll. In der vorliegenden Arbeit wird das Konzept kurz vorgestellt und untersucht, ob die von der Stiftung Marktwirtschaft selbst gesteckten Ziele der Reform tatsächlich durch das Konzept erreicht werden. Dabei erfolgt zunächst eine Einführung in das bestehende System der Unternehmensbesteuerung in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland

2.1 Das Wesen der Unternehmung

2.2 Das Wesen der Unternehmensteuer

2.2.1 Die steuerliche Behandlung von Unternehmen - Transparenz- vs. Trennungsprinzip

2.2.2 Zusammenfassender Überblick über die steuerliche Ungleichbehandlung von Unternehmen

3. Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft

3.1 Ziele des Konzepts zur Reform der Unternehmensbesteuerung

3.2 Das Konzept im Detail

3.2.1 Die Besteuerung auf Unternehmensebene

3.2.2 Unternehmensteuerobjekt und Bemessungsgrundlage

3.2.3 Verlustverrechnung

3.2.4 Die Besteuerung auf der Gesellschafterebene

3.2.5 Ausnahmeregelungen

3.2.6 Das Konzept im internationalen Zusammenhang

3.2.7 Die Neuordnung der Kommunalfinanzen

3.2.8 Änderungen bei der Einkommensteuer

3.3 Kritische Würdigung des gesamten Konzepts

4. Die quantitative Untersuchung des Konzepts

4.1 Der statische Vergleich

4.1.1 Die durchschnittliche Steuerbelastung im Vergleich

4.1.2 Berücksichtigung von schuldrechtlichen Beziehungen

4.2 Der dynamische Vergleich

4.3 Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse

5. Schlussbetrachtung

Summary

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Diplomarbeit untersucht das Reformkonzept der Stiftung Marktwirtschaft zur Unternehmensbesteuerung auf seine Eignung hin, eine einfache, gerechte und rechtsformneutrale Besteuerung in Deutschland zu erreichen. Dabei wird analysiert, ob die vorgeschlagenen Änderungen tatsächlich die intendierten Ziele einer strukturellen Vereinfachung und einer wettbewerbsfähigen Steuerlast erfüllen können.

  • Analyse des bestehenden deutschen Steuersystems und seiner Schwachstellen
  • Detaillierte Untersuchung des Konzepts der Stiftung Marktwirtschaft (SMW)
  • Quantitative Steuerbelastungsvergleiche für unterschiedliche Unternehmensrechtsformen
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Ausnahmeregelungen für kleine und mittelständische Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2.5 Ausnahmeregelungen

Die eben aufgezeigten Änderungsvorschläge sind die grundsätzlichen Regelungen der von der SMW vorgeschlagenen neuen Unternehmensteuer. Die Kommission hat jedoch erkannt, dass die praktische und konsequente Anwendung auf alle Unternehmen erhebliche Nachteile und Verschlechterungen insbesondere für Einzelunternehmer und inhabergeführte Personengesellschaften mit sich bringen würde. Die Gründe dafür sind differenziert zu betrachten. Für Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften mit geringen Einkünften, die im Progressionsbereich der Einkommensteuer liegen, würde der komplette Gewinn des Unternehmers definitiv mit Unternehmensteuer in Höhe von 25% bis 30% besteuert werden. Im Gegensatz zur heutigen Regelung gibt es keinen steuerlichen Freibetrag und keinen progressiv steigenden Tarifverlauf, so dass bereits geringe Gewinne, die bisher gar nicht oder mit einem niedrigeren Steuersatz besteuert wurden, mit dem höheren Unternehmensteuersatz belastet würden. Zudem würden die individuellen persönlichen Verhältnisse des Unternehmers nicht mehr berücksichtigt werden und im Falle, dass der Unternehmer neben den Unternehmenseinkünften keine weiteren hat, würde das steuerliche Existenzminimum nicht mehr gewährleistet sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Reformbedürftigkeit des deutschen Steuerrechts und Vorstellung der Zielsetzung sowie methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland: Analyse des aktuellen Steuersystems, der Unterschiede zwischen Transparenz- und Trennungsprinzip sowie der ungleichen steuerlichen Behandlung verschiedener Unternehmensrechtsformen.

3. Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft: Umfassende Detailbetrachtung des SMW-Reformkonzepts, einschließlich der Ziele, der neuen Besteuerungslogik, der Verlustverrechnung und der speziellen kommunalen Neuregelungen.

4. Die quantitative Untersuchung des Konzepts: Statische und dynamische Modellrechnungen zur Überprüfung der steuerlichen Vorteilhaftigkeit des SMW-Konzepts im Vergleich zum bestehenden Rechtsstand.

5. Schlussbetrachtung: Fazit der Untersuchung, das die begrenzte Eignung des Konzepts hinsichtlich Rechtsformneutralität und Vereinfachung sowie die Problematik der komplexen Ausnahmeregelungen herausstellt.

Schlüsselwörter

Unternehmensbesteuerung, Stiftung Marktwirtschaft, Rechtsformneutralität, Unternehmensteuer, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Gewinnthesaurierung, Steuerbelastung, Kleinunternehmerregelung, Reform, Steuersystem, Steuerrecht, Finanzpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch das Reformkonzept der Stiftung Marktwirtschaft zur Umgestaltung der deutschen Unternehmensbesteuerung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte zur Rechtsformneutralität, die Neuordnung der Kommunalfinanzen und die Auswirkungen auf kleine sowie mittelständische Unternehmen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es wird untersucht, ob das SMW-Konzept die selbst gesteckten Ziele – ein einfacheres, gerechteres und international wettbewerbsfähiges Steuersystem – tatsächlich erreichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse mit quantitativen Modellrechnungen, um steuerliche Belastungseffekte des Konzepts im Vergleich zum aktuellen Rechtsstand zu simulieren.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des bestehenden und des vorgeschlagenen Steuersystems sowie eine quantitative Untersuchung anhand von Modellunternehmen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Parameter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unternehmensbesteuerung, Rechtsformneutralität, Transparenz- und Trennungsprinzip sowie die steuerliche Behandlung von Gewinnthesaurierungen.

Warum führt das SMW-Konzept laut der Autorin zu Problemen bei der Vereinfachung?

Die notwendige Integration von Ausnahmeregelungen, um kleine Unternehmen nicht zu benachteiligen, konterkariert das Ziel einer einfachen und strukturell klaren Steuerreform erheblich.

Welcher Bestandteil des Konzepts wird als besonders überzeugend bewertet?

Die Neuregelung der Kommunalfinanzen, insbesondere der Ersatz der Gewerbesteuer durch eine kommunale Bürger- und Unternehmensteuer, wird als strukturell sinnvoll und verwaltungstechnisch vorteilhaft hervorgehoben.

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Details

Title
Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung - Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
1,7
Author
Markus Jaunich (Author)
Publication Year
2006
Pages
54
Catalog Number
V65432
ISBN (eBook)
9783638579995
ISBN (Book)
9783656780366
Language
German
Tags
Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung Konzept Stiftung Marktwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Jaunich (Author), 2006, Rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung - Das Konzept der Stiftung Marktwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65432
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