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Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung in der Benachteiligtenförderung

Konzipierung und Überlegungen zur Implementierung einer Förder- und Integrationsplanung beim Internationalen Bund Bildungszentrum Stuttgart

Title: Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung in der Benachteiligtenförderung

Diploma Thesis , 2006 , 156 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Denise Kouba (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Der traditionelle Weg des Berufserwerbs, der in Form einer betrieblichen Ausbildung vielen Generationen den Eintritt in die Arbeitswelt eröffnet hat, wird für einen wachsenden Teil Jugendlicher immer unzugänglicher. Gerade für die Gruppe der Benachteiligten scheinen die Chancen in Bezug auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Lerngesellschaft und wissensbasierten Wirtschaft noch schlechter zu werden als bisher. Sie sind die Verlierer, wenn es um eine zukunftsorientierte Berufsausbildung geht. Der strukturelle Wandel, die hohe Veränderungsdynamik, das Anzweifeln der früheren Linearität von Bildungs- und Erwerbsarbeit und der grundlegende Wandel der Arbeitsgesellschaft stellen schon „Nicht-Benachteiligte“ vor große Probleme, umso mehr werden von ihnen die Benachteiligten betroffen. Jeder fünfte Jugendliche ist nach Verlassen der Schule ohne zusätzlich begleitende Qualifizierungsmaßnahme nicht in der Lage, eine Berufsausbildung zu beginnen. Eine qualifizierte Berufsausbildung beutet jedoch nach wie vor das Fundament und den Einstieg in eine berufliche Zukunft. Fehlende Ausbildungsmöglichkeiten hingegen treffen junge Menschen besonders hart – nicht nur materiell, sondern primär durch die psychosozialen Folgen.
Insbesondere benachteiligte Jugendliche schaffen die Integration praktisch nicht mehr aus eigener Kraft. Die Benachteiligtenförderung bietet diesen Jugendlichen besondere Unterstützungsmöglichkeiten, um die Schwierigkeiten an den Hürden zu Ausbildung, Beruf und Arbeit zu überwinden. Vor allem die Förderplanung liefert hierbei Unterstützungsmechanismen, die es ermöglichen auf die individuellen Erfordernisse der Jugendlichen einzugehen.
Im Rahmen der Instrumente der aktiven Arbeitsförderung ist insbesondere die Integration der Teilnehmer der Benachteiligtenförderung zum zentralen Erfolgsmaßstab geworden. Diesen Anspruch hat die Arbeitsagentur im Zuge der grundlegenden Neuausrichtung ihrer Geschäftspolitik seit 2003 deutlich in den Vordergrund gerückt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Problemstellung

1 Bestandsaufnahme der Ausbildungssituation

1.1 Die Situation am Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland

1.2 Die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Großraum Stuttgart

1.3 Die Folgen der aktuellen Entwicklungen auf dem Ausbildungsstellenmarkt

2 Die Benachteiligtenförderung

2.1 Zum Begriff "Jugendliche"

2.2 Der Begriff der Benachteiligung

2.3 Das Wesen der Benachteiligtenförderung

2.3.1 Der Internationale Bund als Träger der Benachteiligtenförderung

2.3.2 Die Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen

2.4 Fördern in der Benachteiligtenförderung

3 Die Förder- und Integrationsplanung

3.1 Die Förderplanung

3.1.1 Das Wesen der Förderplanung

3.1.2 Das Verfahren der Förderplanung

3.1.2.1 Die Eignungsdiagnose

3.1.2.2 Der individuelle Förderplan und die differenzierten Angebote

3.1.3 Die bisherige Förderplanung des BZ Stuttgart

3.2 Die Integrationsplanung

3.2.1 Übergangshilfen während und nach der Ausbildung

3.2.2 Die Integrationsplanung im BZ Stuttgart

4 Die Notwendigkeit einer überarbeiteten Förder- und Integrationsplanung

4.1 Die neue Ausschreibungspraxis der Arbeitsagentur

4.1.1 Die Reform des Vergaberechts

4.1.2 Die Folgen der Ausschreibungspraxis für Träger, Mitarbeiter und Teilnehmer

4.1.3 Die Reaktion der Agentur für Arbeit auf die Ausschreibungskritik

4.2 Die neue Rolle der Förder- und Integrationsplanung im Ausschreibungsverfahren

4.2.1 Die Bedeutung der Förderplanung

4.2.2 Der Stellenwert der übergreifenden Integrationsstrategien

4.3 Der Strukturwechsel des Bildungszentrums Stuttgart

5 Die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung

5.1 Vorüberlegungen zur Entwicklung des Handbuches

5.1.1 Die Ziele des Handbuches

5.1.2 Die Ergebnisse des Arbeitskreises Sozialpädagogen

5.2 Schritte zur Entwicklung einer professionellen Förder- und Integrationsplanung

5.2.1 Die veränderte Förderplanung

5.2.1.1 Die Festlegung der Zeitpunkte der Förderplanung

5.2.1.2 Die Methoden und Instrumente der individuellen Förderplanung

5.2.1.3 Die Dokumentation der Förderplanung

5.2.2 Die Ergebnisse einer überarbeiteten Integrationsplanung

5.3 Die Zusammenstellung der professionalisierten Förder- und Integrationsplanung

5.3.1 Die Erstellung des Handbuches zur Förder- und Integrationsplanung

5.3.2 Der Aufbau des Handbuches

5.3.3 Beispielhafte Darstellung einer individuellen Förder- und Integrationsplanung

6 Die Implementierung des Handbuches

6.1 Die zu erwartende Akzeptanz des Handbuches

6.2 Die Einführung des Handbuches

Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung für die Benachteiligtenförderung, das sowohl den neuen Anforderungen der Arbeitsagentur als auch der veränderten Struktur innerhalb des Bildungszentrums Stuttgart gerecht wird. Die Arbeit analysiert dabei, welche Elemente eine solche Planung zwingend enthalten muss, woran sie sich orientiert und wie sie erfolgreich in den pädagogischen Alltag integriert werden kann.

  • Analyse der aktuellen Situation am Ausbildungsstellenmarkt
  • Grundlagen und Rahmenbedingungen der Benachteiligtenförderung
  • Bedeutung und Verfahren einer individuellen Förder- und Integrationsplanung
  • Auswirkungen der neuen Ausschreibungspraxis der Arbeitsagentur
  • Schritte zur Erstellung und Implementierung eines professionellen Handbuchs

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Wesen der Förderplanung

Die Lebenslagen der Jugendlichen haben sich in der jüngsten Vergangenheit stark differenziert. Deshalb ist es auch notwendig innerhalb der beruflichen Förderung die Bedürfnisse junger Menschen individuell zu berücksichtigen. So fand im Verlauf der 1990er Jahre ein Paradigmenwechsel von der Maßnahmenorientierung hin zu einer Orientierung auf die Personen statt. Die individuelle Förderung basiert dabei auf der Erkenntnis, dass innerhalb einer Maßnahme der Jugendliche den Ausgangspunkt der pädagogischen Denk- und Handlungsweisen bilden soll. Demnach muss für jeden Jugendlichen in der Benachteiligtenförderung nach dem SGB III ein individueller Förderplan erstellt werden (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2005a, S. 94; Lippegau, P. 2000, S. 3; Botuhmer, H. von, Fülbier, P. 2000, S. 228; Fachbereit Benachteiligtenförderung 2003, S. 5; Enggruber, R. 2001, S. 20; Roßa, B. 2003, S. 132; Lippegaus, P. 1997, S. 147).

Die Förderplanung verfolgt schließlich den Zweck „für jeden Auszubildenden die (individuell) notwendige Unterstützung zu planen und (mit den geeigneten pädagogischen Methoden) bereitzustellen, die er für einen erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung als Voraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft benötigt“ (Projektgruppe Förderplanung 2001a, S. 7). Ziel ist somit die Steuerung des individuellen Maßnahmeverlaufs und die Absicherung des Maßnahmeerfolgs mittels Zielsetzungen, Vereinbarungen und Kontrolle deren Erreichung, um der hochgradigen Heterogenität der Förderbedürftigen gerecht zu werden aber auch Maßnahmeabbrüchen entgegen zu wirken. Es geht dabei um die Erlangung von beruflichen Handlungskompetenzen, die sich aus beruflichen Fertigkeiten und Kenntnissen, sozialen Fähigkeiten und persönlichen Qualitäten zusammensetzen. Der Förderplan stellt das dazu notwendige Dokumentationsmittel dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bestandsaufnahme der Ausbildungssituation: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle schwierige Lage am Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland und insbesondere im Großraum Stuttgart, wobei die negativen Folgen für benachteiligte Jugendliche hervorgehoben werden.

2 Die Benachteiligtenförderung: Hier werden der Begriff der Benachteiligung sowie die Zielgruppen und Strukturen der Benachteiligtenförderung definiert, einschließlich der Rolle des Internationalen Bundes als Träger.

3 Die Förder- und Integrationsplanung: Dieses Kapitel erläutert das Wesen und die Verfahren der Förder- sowie der Integrationsplanung, wie sie aktuell in der Benachteiligtenförderung angewandt werden.

4 Die Notwendigkeit einer überarbeiteten Förder- und Integrationsplanung: Der Fokus liegt hier auf den durch Hartz-Reformen und neue Ausschreibungspraxen der Arbeitsagentur bedingten Veränderungen sowie der daraus resultierenden Notwendigkeit zur Umstrukturierung des Bildungszentrums Stuttgart.

5 Die Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung: Dieser Teil beschreibt den konkreten Prozess zur Erstellung eines Handbuchs, das als einheitliches Instrument die pädagogische Arbeit standardisieren und professionalisieren soll.

6 Die Implementierung des Handbuches: Abschließend werden die Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung des neuen Handbuches in den pädagogischen Alltag sowie die zu erwartenden Herausforderungen bei der Umsetzung thematisiert.

Schlüsselwörter

Benachteiligtenförderung, Förderplanung, Integrationsplanung, Bildungszentrum Stuttgart, Internationaler Bund, Arbeitsmarkt, Ausbildung, Berufsvorbereitung, Außerbetriebliche Ausbildung, Qualitätsmanagement, Personalförderung, individuelle Förderung, Handlungskompetenz, Sozialpädagogik, Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung und Standardisierung der Förder- und Integrationsplanung für benachteiligte Jugendliche in außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen beim Internationalen Bund, Bildungszentrum Stuttgart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Situation am Ausbildungsmarkt, die Definition und Förderung benachteiligter Jugendlicher, die Auswirkungen neuer Ausschreibungspraxen der Bundesagentur für Arbeit sowie die methodische Gestaltung individueller Förder- und Integrationspläne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Handbuchs, das als verbindliche Orientierungshilfe dient, um die Förder- und Integrationsprozesse zu professionalisieren und an die aktuellen Anforderungen von Politik und Arbeitsmarkt anzupassen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche, eine Analyse bestehender Konzepte sowie ihre direkten Erfahrungen und Beobachtungen aus ihrer Tätigkeit im Bildungszentrum Stuttgart, unter anderem durch die Teilnahme an Arbeitskreisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die Problemstellung skizziert, anschließend die methodischen Ansätze der individuellen Förder- und Integrationsplanung dargelegt und schließlich der konkrete Entwurf für ein neues Handbuch inklusive methodischer Tools entwickelt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Benachteiligtenförderung, individuelle Förderplanung, Integrationsstrategien, Qualitätssicherung in der Bildungsarbeit und berufliche Qualifizierung.

Warum war ein Strukturwechsel im Bildungszentrum Stuttgart erforderlich?

Der Wechsel war notwendig, um auf die kurzfristigen Veränderungen durch bundeseinheitliche Leistungsausschreibungen der Arbeitsagentur zu reagieren und eine variablere Organisationsstruktur zu schaffen, die sowohl die Arbeitsqualität sichert als auch die nötige Flexibilität bietet.

Welche Bedeutung kommt der Dokumentation im neuen Handbuch zu?

Die Dokumentation dient nicht nur der Qualitätssicherung und als Nachweis gegenüber der Arbeitsagentur, sondern soll den gesamten Lern- und Entwicklungsprozess für das pädagogische Team und die Jugendlichen transparent, nachvollziehbar und steuerbar machen.

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Details

Title
Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung in der Benachteiligtenförderung
Subtitle
Konzipierung und Überlegungen zur Implementierung einer Förder- und Integrationsplanung beim Internationalen Bund Bildungszentrum Stuttgart
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,0
Author
Denise Kouba (Author)
Publication Year
2006
Pages
156
Catalog Number
V65539
ISBN (eBook)
9783638602907
ISBN (Book)
9783656778783
Language
German
Tags
Entwicklung Handbuchs Förder- Integrationsplanung Benachteiligtenförderung Konzipierung Implementierung Internationalen Bund Bildungszentrum Stuttgart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denise Kouba (Author), 2006, Entwicklung eines Handbuchs zur Förder- und Integrationsplanung in der Benachteiligtenförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65539
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