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Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Prävention und Intervention durch Bewegung und Ernährung

Titel: Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Prävention und Intervention durch Bewegung und Ernährung

Examensarbeit , 2005 , 96 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Haddenhorst (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die WHO warnt, bald stürben erstmals ebenso viele Menschen an den Folgen von Überernährung und Bewegungsmangel wie an denen von Hunger; britische Fettforscher wagen gar die These, die jetzige Generation sei die erste, die weniger zu leben habe als ihre Eltern. […] In den USA, wo Wissenschaftler zum ersten Mal die „Generation XXL“ ausmachten, erklärte ein Regierungssprecher
jüngst, Fettsucht bei Kindern könne die Nation ähnlich bedrohen wie der Terror. Aufgerüttelt schreiben Lehrer im Bundesstaat Arkansas ihren Schülern in diesem Jahr auch Gewicht und Body-Mass-Index ins Zeugnis. („Bewegte Kindheit“, Spiegel, 40, 2004, S.175f.) Diese Szenarien, sollten sie auch ein wenig überspitzt bzw. dramatisch erscheinen, weisen auf eines der derzeitig größten Gesundheitsprobleme der Industrieländer hin: Übergewicht und Adipositas. Zunehmend mehr Menschen leiden unter Übergewicht und Adipositas. Hierzulande nimmt die Prävalenz der Adipositas seit Jahrzehnten kontinuierlich zu (vgl. Leitlinien AGA, 2004, S. 10). Den Ergebnissen des WHO-MONICA Projektes zufolge ist in Deutschland jeder zweite Erwachsene übergewichtig und etwa 20 Prozent sind adipös. Für das Jahr 2030 wird gar prognostiziert, dass mehr als die Hälfte aller Europäer von Adipositas betroffen sein wird, sollte sich die derzeitige Entwicklung unbeeinflusst fortsetzen (vgl. Fromme, 2002, Einleitung, S. X).
Alarmierend ist vor allem, dass auch die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Heranwachsenden weltweit in dramatischer Weise zunimmt. In Deutschland sind je nach Definition bis zu 20 Prozent aller Kinder übergewichtig (vgl. Wabitsch/Kunze, 2001, S. 149). Für eine Adipositaserkrankung gibt es eine Vielzahl an Gründen. Als fundamentale Ursachen für diese chronische Krankheit werden eine genetische Disposition in Verbindung mit verändertem Ernährungsverhalten und Bewegungsmangel genannt, Faktoren, die oftmals Resultat der veränderten Lebensbedingungen einer Kindheit in der heutigen Zeit sind. Adipositas gilt als der wichtigste Risikofaktor für eine Reihe von chronischen Krankheiten, wie Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Mellitus Typ II und Gicht. In den USA werden ca. 280 000 Todesfälle pro Jahr auf die Adipositas und ihre Folgeerkrankungen zurückgeführt. Sie ist damit, nach dem Rauchen, die zweithäufigste Todesursache im Erwachsenenalter. In Deutschland können etwa 75000 Todesfälle pro Jahr der Adipositas zugeschrieben werden (vgl. Wirth, 2003, S. 2).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Adipositas im Kindes- und Jugendalter

2.1 Definition und Bestimmung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

2.2 Prävalenz von Adipositas im Kindes- und Jugendalter

2.3 Ätiologie

2.3.1 Metabolischer Hintergrund

2.3.2 Biologische Faktoren

2.3.3 Ernährungsverhalten

2.3.4 Körperliche Aktivität

2.3.5 Soziale Faktoren

2.4 Folgen von Adipositas im Kindes- und Jugendalter

2.4.1 Physische Folgen

2.4.2 Psycho-soziale Folgen

3 Bewegung im Kindes- und Jugendalter

3.1 Die Bedeutung von Bewegung für Kinder und Jugendliche

3.2 Veränderte Kindheit

3.3 Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

4 Ernährung im Kindes- und Jugendalter

4.1 Grundlagen der Ernährungslehre

4.2 Ernährungserziehung und Ernährungsgewohnheiten

4.3 Die optimale Mischkost: opimiX

4.4 Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

5 Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Adipositas im Kindes- und Jugendalter

5.1 Begriffsbestimmung Prävention und Intervention

5.2 Allgemeine Präventions- und Interventionsmaßnahmen

5.3 Therapieansätze

5.3.1 Verhaltenstherapeutische Ansätze

5.3.2 Bewegungstherapeutische Ansätze

5.3.3 Ernährungstherapeutische Ansätze

5.4 Aktuelle Programme

5.4.1 Projekte der Primärprävention

5.4.2 Projekte der Sekundärprävention

5.5 Präventionsmaßnahmen und gesundheitspolitische Forderungen

6 Präventive Maßnahmen in der Schule

6.1 Schulinterventionen

6.2 Ernährung in der Schule

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, analysiert dessen Ursachen sowie medizinische und psychosoziale Folgen und beleuchtet Möglichkeiten der Prävention und Intervention durch Bewegung und Ernährung.

  • Epidemiologie und Ätiologie der Adipositas im Kindesalter
  • Bedeutung von Bewegung und Ernährung für die kindliche Entwicklung
  • Präventions- und Interventionsstrategien im schulischen Kontext
  • Analyse des ernährungsphysiologischen Konzepts "opimiX"
  • Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Adipositasprävention

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Bestimmung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Die Begriffe Adipositas und Übergewicht werden häufig synonym verwendet, obwohl dies aus medizinischer Sicht nicht korrekt ist und die Begriffe eindeutig voneinander getrennt werden müssen.

Eine Adipositas besteht, „wenn der Anteil des Fettgewebes an der Gesamtkörpermasse über eine definierte Grenze kritisch erhöht ist“ (Kromeyer-Hauschild, 2005, S. 4). Fromme (2002) definiert Adipositas als einen massiven und krankhaften Zustand des Übergewichtes, der mit erhöhter Morbidität und Mortalität sowie psychischen Belastungen verbunden ist (vgl. S. 17).

Ein Übergewicht hingegen liegt dann vor, wenn „das körperhöhenbezogene Körpergewicht ein bestimmtes Maß übersteigt“ (Kroymeyer-Hauschild, 2005, S. 4) und kann durch eine Zunahme von Fettgewebe, Muskelmasse oder Wassergehalt hervorgerufen werden (vgl. Salzmann, 2002, S. 17). Der Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas besteht darin, dass bei Übergewicht eine erhöhte Körpermasse vorzufinden ist bei gleichzeitigem niedrigem Körperfettanteil. Dieser Unterschied wird insbesondere am Beispiel eines Bodybuilders evident, dessen Körpermasse zwar erhöht, sein Körperfettanteil aber gering ist (vgl. Warschburger et al., 1999, S. 15). Es kann festgestellt werden, dass zwar Adipositas in der Regel mit Übergewicht verbunden ist, aber Übergewichtige nicht zwangsläufig adipös sind.

Da der Fettanteil im Körper nur mithilfe aufwendiger und kostspieliger Methoden exakt zu bestimmen ist, hat sich als Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation international der Körpermassenindex bzw. der Body Mass Index (BMI) durchgesetzt. Der BMI ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (vgl. Kromeyer-Hauschild, 2005, S. 4)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Prävalenz von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und unterstreicht die Notwendigkeit von Präventions- und Interventionsstrategien.

2 Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Dieses Kapitel definiert Adipositas, beleuchtet deren Ursachen (Ätiologie) und analysiert die physischen sowie psychosozialen Folgen für Betroffene.

3 Bewegung im Kindes- und Jugendalter: Hier werden die entwicklungspsychologische Bedeutung von Bewegung sowie der aktuelle Bewegungsstatus deutscher Kinder vor dem Hintergrund veränderter Lebensbedingungen untersucht.

4 Ernährung im Kindes- und Jugendalter: Das Kapitel behandelt Grundlagen der Ernährungslehre, stellt das Konzept der "optimalen Mischkost" (opimiX) vor und analysiert das Ernährungsverhalten von Kindern in Deutschland.

5 Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Adipositas im Kindes- und Jugendalter: Es werden verschiedene Präventionsformen (Primär-, Sekundärprävention) sowie aktuelle Programme und politische Forderungen zur Bekämpfung der Adipositas erörtert.

6 Präventive Maßnahmen in der Schule: Das Kapitel fokussiert auf konkrete Interventionsmöglichkeiten in schulischen Erziehungsinstitutionen, insbesondere durch Sport und Ernährungsangebote.

7 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit intensiverer Forschung und konsequenter politischer Maßnahmen zur Adipositasprävention betont.

Schlüsselwörter

Adipositas, Übergewicht, Kindesalter, Jugendalter, Prävention, Intervention, Bewegung, Ernährung, Körpermasse, BMI, Gesundheit, Lebensstil, Ernährungserziehung, Schulinterventionen, Energiebilanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und der dringenden Notwendigkeit, durch Ernährung und Bewegung präventiv und therapeutisch einzugreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die medizinische Definition von Adipositas, die gesundheitlichen Folgen, der Einfluss von Bewegungsmangel und veränderten Ernährungsgewohnheiten sowie die praktische Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in Schulen und Therapieprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Krankheitsbild in seinen Facetten darzustellen und aufzuzeigen, wie durch gezielte Bewegung und Ernährung in Schule und Alltag der Ausbreitung von Adipositas entgegengewirkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Auswertung aktueller Studien, Leitlinien sowie Präventions- und Interventionsprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Definition, Ursachen und Folgen der Adipositas erläutert. Anschließend folgen vertiefende Untersuchungen zu Bewegung und Ernährung, bevor konkrete Interventionskonzepte für Schulen und aktuelle Programme zur Therapie vorgestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adipositas, Prävention, Kindesalter, Bewegung, Ernährung, BMI und Schulinventionen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Adipositas von bloßem Übergewicht?

Adipositas ist ein massiver, krankhafter Zustand des Übergewichts mit erhöhtem Körperfettanteil, während Übergewicht lediglich eine erhöhte Körpermasse bezeichnet, die auch auf Muskelmasse zurückzuführen sein kann.

Warum ist die Prävention im Kindesalter so entscheidend?

Prävention im Kindesalter ist essenziell, da Übergewichtige mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsene adipös bleiben und medizinische sowie psychosoziale Folgen im frühen Stadium noch besser adressierbar sind.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Prävention und Intervention durch Bewegung und Ernährung
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Autor
Nadine Haddenhorst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
96
Katalognummer
V66192
ISBN (eBook)
9783638584494
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adipositas Kindes- Jugendalter Prävention Intervention Bewegung Ernährung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Haddenhorst (Autor:in), 2005, Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Prävention und Intervention durch Bewegung und Ernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66192
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Leseprobe aus  96  Seiten
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