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"El celoso extremeño" - Eine exemplarische Novelle?

Título: "El celoso extremeño" - Eine exemplarische Novelle?

Trabajo , 2006 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Patricia Aguilar (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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Miguel de Cervantes veröffentlichte 1613 seine „Novelas ejemplares“, eine Sammlung von zwölf Novellen unter einem neuartigen Titel, der eine große Polemik darüber auslöste, was an diesen Novellen exemplarisch sein soll. Unter dieser Sammlung befindet sich auch die Novelle „El celoso extremeño“, eine häufig behandelte und umstrittene Erzählung, was darauf zurück zu führen ist, dass sie in zwei unterschiedlichen Fassungen überliefert wurde, und es darüber hinaus noch ein Zwischenspiel, der entremés „El viejo celoso“ (1615), existiert.

Mit dem vieldeutigen Titel „Novelas ejemplares“ wollte Cervantes eine spanische Tradition der Novellistik begründen, welche die Novellengattung mit der des Exempels zu einer einzigen vereinen sollte. Nicht umsonst wird er als Schöpfer der novela corta in Spanien betrachtet. Aber ob die moraldidaktische Bedeutungsnuance, die ejemplaridad, die im Titel anklingt, wirklich ernst gemeint ist, wird sich im Laufe der Arbeit herausstellen.

Zunächst sollen beide Gattungen für sich, ihre Entwicklungen, Merkmale und Funktionen betrachtet und dann gegenübergestellt werden, um so die cervantinische Novellensammlung in der Gattungsgeschichte zu verorten. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Novelle und dem exemplum werden ins Blickfeld genommen, um auf diese Weise auf die Problematik schließen zu können.

In einem weiteren Schritt wird das Verhältnis von „El celoso extremeño“ zur Gattung der Novelle und der Exempla behandelt, da sowohl Titel und Prolog des Cervantes, als auch die Erzählung selbst auf diese Gattung Bezug nehmen. Für die Analyse des Exemplarischen an jener Novelle empfiehlt es sich, von der Charakterisierung des Hauptprotagonisten Carrizales auszugehen und die möglicherweise vorhandene Moral an dieser Figur aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Gattung der Novelle

2.1 Die Geschichte der Novelle

2.2 Die novela in Spanien bis Cervantes

2.3 Merkmale der Novelle

2.4 Funktionen der Novelle

3 Das Exempel

3.1 Die Tradition des exemplum

3.2 Das ejemplo in Spanien

3.3 Merkmale des Exempels

3.4 Funktionen des Exempels

4 “Exemplarische Novellen“: Gattungsproblematik

5 Die „Novelas ejemplares“ von Miguel de Cervantes

6 Carrizales: eine exemplarische Figur?

6.1 Charakterisierung des Carrizales

6.2 Die “Moral“ an der Geschichte

7 Fazit

8 Literatur

8.1 Primärliteratur

8.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu klären, inwieweit die Novelle „El celoso extremeño“ von Miguel de Cervantes tatsächlich als „exemplarische“ Novelle im Sinne einer moralischen Belehrung betrachtet werden kann, oder ob dieser Anspruch lediglich als Tarnung für die zeitgenössische Zensur fungierte.

  • Gattungsgeschichte und Differenzierung zwischen Novelle und Exempel
  • Analyse der Begriffe „novela“ und „ejemplo“ im spanischen Kontext
  • Untersuchung der cervantinischen Novellensammlung und deren Prolog-Intentionen
  • Charakterstudie des Protagonisten Carrizales hinsichtlich seiner Exemplarität
  • Kritische Reflexion der sogenannten „Moral“ in „El celoso extremeño“

Auszug aus dem Buch

6.1 Charakterisierung des Carrizales

Carrizales ist durch seine Eifersucht ausgezeichnet, aber zugleich auch determiniert und eingeengt; der Protagonist ist gewissermaßen die Verkörperung der Eifersucht. Wie der Titel schon anklingen lässt, ist diese Eigenschaft bei ihm besonders dominant, denn „extremeño“ spielt nicht nur auf seine Herkunft an, sondern auch auf den extremen, übertriebenen Affekt, der Auswirkungen erkennen lässt: „[…] cuando de golpe le embistió un tropel de rabiosos celos, y comenzó sin causa alguna a temblar […]“ (S. 103). Mit seiner Eifersucht einher geht sein großes Misstrauen, gegenüber seiner Frau Leonora, als auch gegenüber allem Männlichen.

Carrizales hat jedoch nicht nur schlechte Eigenschaften, die ihn disqualifizieren könnten. Ihm werden auch einige sympathischere Züge verliehen. So wird er als gutherzig und vornehm dargestellt, er liebt Leonora seit dem ersten Blick, er sieht sie als „hermosa“ (S. 102) an und dotiert sie mit 20.000 Dukaten, weil „tal estaba de abrasado el pecho del celoso viejo“ (S. 103). Seine Großzügigkeit zeigt sich in seiner letzten Geste, als er Leonora in die Freiheit entlässt und sogar die jungen Untreuen zu einer späteren Verbindung ermächtigt. Dies lässt die Novelle als eine moralproblematische Dreiecksgeschichte erscheinen, denn würde er Leonora nur schlecht behandeln, könnte dies sie entlasten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Cervantes' Novellensammlung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem exemplarischen Charakter der Erzählung „El celoso extremeño“.

2 Die Gattung der Novelle: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, die Merkmale sowie die Funktionen der Novellengattung in der Romania und speziell in Spanien.

3 Das Exempel: Hier werden Ursprung, Wesen und Funktion des Exempels (exemplum) als lehrhaftes, moralisches Instrument analysiert.

4 “Exemplarische Novellen“: Gattungsproblematik: Das Kapitel verknüpft die zuvor analysierten Gattungen und untersucht, wie Cervantes Novelle und Exempel in seiner Sammlung zusammenführt.

5 Die „Novelas ejemplares“ von Miguel de Cervantes: Eine Untersuchung von Cervantes' Prolog und seinem Anspruch, mit den „Novelas ejemplares“ eine neue Art der spanischen Novellistik zu begründen.

6 Carrizales: eine exemplarische Figur?: Im Hauptteil wird die Figur Carrizales detailliert charakterisiert, um zu prüfen, ob er als moralisches Exempel der Novelle dienen kann.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Cervantes' Anspruch auf „Exemplarität“ primär ein ästhetisches und werbendes Mittel ist und die Novelle kein klassisches moralisches Exempel darstellt.

8 Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Analyse.

Schlüsselwörter

Cervantes, Novelas ejemplares, El celoso extremeño, Novelle, Exempel, exemplum, Gattungstheorie, spanische Literatur, Siglo de Oro, Carrizales, Eifersucht, Moral, Literaturgeschichte, Gattungsproblematik, novela corta.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Wahrheitsgehalt der „Exemplarität“ in Miguel de Cervantes' Novellensammlung, insbesondere am Beispiel der Novelle „El celoso extremeño“.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Gattungstheorie der Novelle und des Exempels sowie deren historische Entwicklung und Verschmelzung im 17. Jahrhundert in Spanien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Frage lautet, ob Cervantes mit seinem Titel „Novelas ejemplares“ tatsächlich einen didaktisch-moralischen Anspruch verfolgt oder ob dies als Tarnstrategie gegenüber der damaligen Zensur zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Gattungsanalyse durchgeführt, die Theorieansätze mit einer detaillierten Textanalyse der Erzählung und der Protagonistenfigur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Charakterisierung von Carrizales und der Analyse, ob dessen Schicksal eine lehrhafte Funktion (Moral) erfüllt oder ob die Novelle eher psychologische Ambivalenzen aufzeigt.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis essenziell?

Wichtige Begriffe sind „Novelle“ als moderne Unterhaltungsform, „Exempel“ als moralisierendes Instrument sowie der Begriff „ejemplaridad“ als rhetorisches Element im Werk von Cervantes.

Ist Carrizales als moralisches Vorbild zu verstehen?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Carrizales weder idealisiert werden kann noch ein klassisches Vorbild darstellt; er fungiert eher als tragischer Antiheld oder abschreckendes Beispiel.

Wie bewertet die Autorin Cervantes' Anspruch im Prolog?

Die Autorin ordnet diesen Anspruch als eine Mischung aus ästhetischer Innovation und strategischer Tarnung ein, um das Werk vor der rigorosen zeitgenössischen Zensur zu schützen.

Warum wird „El celoso extremeño“ oft kontrovers diskutiert?

Die Diskussion resultiert aus der Überlieferung in zwei Fassungen, der Mehrdeutigkeit des Prologs und der Frage, ob der Text eine klare moralische Lehre vermittelt oder den Leser bewusst mit einem ungelösten Problem zurücklässt.

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Detalles

Título
"El celoso extremeño" - Eine exemplarische Novelle?
Universidad
University of Cologne
Curso
Cervantes' Novelas Ejemplares
Calificación
1,3
Autor
Patricia Aguilar (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
29
No. de catálogo
V66620
ISBN (Ebook)
9783638595605
ISBN (Libro)
9783638671569
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eine Novelle Cervantes Novelas Ejemplares
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patricia Aguilar (Autor), 2006, "El celoso extremeño" - Eine exemplarische Novelle?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66620
Leer eBook
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