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Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen - Ein Praktikumsbericht

Title: Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen - Ein Praktikumsbericht

Internship Report , 2003 , 27 Pages

Autor:in: Christian Klaas (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Es wäre nun ein leichtes, schlichtweg allgemeine Aussagen aus dem Schulprogramm meiner Praktikumsschule, zu übernehmen, doch möchte ich bewusst auf solch unreflektierte Informationen verzichten und stattdessen einen kurzen Überblick geben, der aus meinen eigenen Beobachtungen resultiert. Die Schule ist zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, da sich eine Haltestelle für diverse Straßenbahnen und Stadtbusse direkt vor der Schule befindet und der städtische Knotenpunkt auch nur wenige 100m entfernt liegt. Daher ist es gewährleistet, dass nicht nur Kinder aus dem unmittelbaren Umfeld, sondern mehr oder minder aus der ganzen Stadt, das Gymnasium besuchen können. Nichtsdestotrotz kommt es m. E. an der Schule hinsichtlich der Schüler zu einem gewissen Ausleseprozess, da sie als altsprachliches Gymnasium Latein verbindlich als erste Fremdsprache anbietet und somit bestimmte Vorgaben gemacht sind, welche die Eltern bei der Auswahl der Schule berücksichtigen müssen. Sowohl meinen eigenen Eindrücken zu Folge, als auch nach Rücksprache mit diversen Lehrern, kann man wohl festhalten, dass die Schule dadurch in Bezug auf so genannte „Problemfälle“ oder „Geradenoch-Gymnasiasten“ begünstigt wird und hier außerdem überdurchschnittlich viele Kinder aus der Oberschicht zu finden sind.
Somit kämen wir auch schon zum nächsten Punkt, der interessanten Sprachenfolge. Wie bereits erwähnt beginnt man in der 5. Klasse mit Latein und neuerdings dann bereits ein Jahr später in der 6. Klasse mit Englisch (ursprünglich erst in der 7. Klasse). Um einen weichen Übergang zu gewährleisten, wird Englisch im ersten Jahr jedoch noch als Nebenfach (3 Stunden, 4 Arbeiten) betrachtet und besonders spielbetont bzw. man könnte auch sagen kindgerecht, wie ich selbst feststellen konnte, unterrichtet. Erst im 7. Schuljahr erlangt das Fach Englisch Hauptfachstatus (4 Stunden, 6 Arbeiten). In der 9. Klasse kann dann zwischen Altgriechisch oder Französisch als dritter Fremdsprache bzw. Informatik, für nicht so Sprachbegeisterte, gewählt werden. Damit nicht genug, besteht ab dem 10. Schuljahr die Möglichkeit Französisch, Italienisch oder Hebräisch, als eventuell vierte Fremdsprache in einer Arbeitsgemeinschaft zu erlernen. Ein Paradies für den Sprachbegeisterten, sozusagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Schulbeschreibung

2 Tabellarischer Praktikumsverlauf

2.1 Die erste Praktikumswoche – Orientierungswoche

2.2 Die zweite Praktikumswoche – Hospitationswoche

2.3 Die dritte Praktikumswoche – Erste Unterrichtswoche

2.4 Die vierte Praktikumswoche – Erste eigene Klassenarbeit

2.5 Die fünfte Praktikumswoche – Abschiedswoche

3 Hospitation – Beobachtungen und Eindrücke

3.1 Beobachtung einiger Lehrer im Überblick

3.2 Resümierende Aussagen

3.3 Hospitation im Sportunterricht – Eine Gegenüberstellung

4 Eigene Unterrichtsversuche

4.1 Unterrichtsversuch im Fach Mathematik

4.2 Unterrichtsversuch im Fach Sport

5 Schwerpunktthema: Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen

5.1 Die SV-Stunde – Ein guter Ansatz mit Problemen

5.2 Schülermitbestimmung bei der Themenauswahl fürs Schuljahr

5.3 Schülereinfluss auf den Unterricht über Feedbackrunden

6 Résumé

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Der vorliegende Bericht dokumentiert die Erfahrungen eines Schulpraktikums am Gymnasium. Ziel der Arbeit ist es, die schulische Realität abseits theoretischer Modelle zu reflektieren, Unterrichtsversuche kritisch zu analysieren und Möglichkeiten sowie den praktischen Nutzen einer verstärkten Schülermitbestimmung im Unterrichtsalltag zu evaluieren.

  • Reflexion über das schulische Umfeld und die Alterstruktur des Kollegiums.
  • Analyse verschiedener Lehrerpersönlichkeiten, Methoden und Sozialformen in Hospitationen.
  • Eigene Unterrichtserfahrungen in Mathematik und Sport sowie deren didaktische Planung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Möglichkeiten der Schülermitbestimmung (SV-Stunde, Themenwahl, Feedbackrunden).
  • Vergleich von universitärer Theorie und schulpraktischer Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.3 Hospitation im Sportunterricht – Eine Gegenüberstellung

Wie sehr Verhalten und Leistungsbereitschaft einer Klasse vom jeweiligen Lehrer abhängen, möchte ich kurz an einem Paradebeispiel aus dem Sportunterricht belegen. Zum einen wäre da ein älterer Sportlehrer, der m. E. einen sehr guten Sportunterricht leitete (eine seiner Klassen gilt als Problemfall). Es gab klare Regeln, ein klares Signal zum Stillhalten und Ruhigsein, präzise Anweisungen. Kurz gesagt er verfolgte eine klare Linie, die Schüler waren diszipliniert und aufmerksam. Der Lehrer nutzte den spärlichen Raum und die wenige zur Verfügung stehende Ausrüstung (s. Schulbeschreibung) optimal aus, hielt einen sehr abwechslungsreichen Unterricht mit großem Aufforderungscharakter, der sich zusätzlich durch eine hohe und effiziente Bewegungszeit für alle auszeichnete.

Auf der anderen Seite wäre da eine ältere Sportlehrerin, die man leider in fast allen Belangen als Gegenbeispiel anführen muss. In ihrem Unterricht herrschten weder Ruhe noch Ordnung. Außerdem gab es entweder keine klaren Signale, Anweisungen und Regelungen oder ich aber sie in den vier Wochen vor lauter Geschwätz und Unruhe schlicht nicht mitbekommen. Es dauerte ewig bis der Unterricht überhaupt erst einmal anfing, da sie sich einfach nicht durchzusetzen wusste. Auch der Aufbau ging nur sehr langsam von statten, da die Schüler nicht diszipliniert arbeiteten, die Hälfte gar nicht erst mithalf. Der Unterricht selbst verlief sehr einseitig, viele Schüler waren nicht einbezogen, die Bewegungszeit aufgrund der mangelnden Effizienz und der vielen vergeudeten Zeit sehr kurz.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Kurze Vorstellung des Praktikumsrahmens und der persönlichen Ausgangslage des Autors.

1 Schulbeschreibung: Detaillierte Darstellung der physischen und sozialen Rahmenbedingungen der Praktikumsschule aus der Sicht des Autors.

2 Tabellarischer Praktikumsverlauf: Übersichtliche Dokumentation des Wochenplans über die Dauer des fünf-wöchigen Praktikums.

3 Hospitation – Beobachtungen und Eindrücke: Kritische Analyse des Lehrerverhaltens und der Auswirkungen auf die Lernatmosphäre anhand konkreter Beispiele.

4 Eigene Unterrichtsversuche: Reflektierte Darstellung von zwei eigenen Unterrichtseinheiten in Mathematik und Sport inklusive Planungsskizzen.

5 Schwerpunktthema: Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen: Erörterung innovativer Ansätze zur Partizipation der Schülerschaft am Schul- und Unterrichtsgeschehen.

6 Résumé: Zusammenfassendes Fazit über den Lerneffekt des Praktikums und die Diskrepanz zwischen universitärem Studium und Schulpraxis.

Schlüsselwörter

Schulpraktikum, Unterrichtsgestaltung, Schülermitbestimmung, Lehrerverhalten, Hospitation, Didaktik, Klassenführung, Sportunterricht, Mathematikunterricht, Partizipation, Feedbackkultur, Theorie-Praxis-Transfer, Lernatmosphäre, Klassenlehrerstunde, Sozialformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es handelt sich um einen Praktikumsbericht über die Teilnahme an den Schulpraktischen Studien I, in dem der Autor seine Beobachtungen und Erfahrungen am Gymnasium festhält.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse des Lehrerverhaltens, die Planung und Durchführung eigener Unterrichtsstunden sowie Möglichkeiten der aktiven Schülermitbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den praktischen Nutzen von Schülermitbestimmung zu untersuchen und zu zeigen, wie Schüler aktiv das Unterrichtsgeschehen beeinflussen können, um die Unterrichtsqualität zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung (Hospitation) und wendet ein Unterrichtsskizzenmodell nach Kretschmer / Stary an, um eigene Unterrichtsversuche reflexiv aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Beobachtung verschiedener Lehrertypen, die Planung und Reflexion eigener Stunden in Mathe und Sport sowie die Erörterung von SV-Stunden, Themenwahl und Feedbackrunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Schülermitbestimmung, Lehrerverhalten, Unterrichtsqualität, Partizipation und der Theorie-Praxis-Transfer definieren den inhaltlichen Kern.

Warum hält der Autor die aktuelle Form der SV-Stunde für problematisch?

Er kritisiert die fehlende einheitliche Linie und die mangelnde Strukturierung, wodurch die Stunden oft chaotisch verlaufen und die Lernzeit der Schüler ineffektiv genutzt wird.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Lehrerpersönlichkeit auf das Schülerverhalten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Schülerverhalten zu etwa 90% direkt vom Lehrerverhalten abhängt; eine klare und konsequente Linie sei entscheidend für eine gute Lernatmosphäre.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich seines Lehramtsstudiums?

Er kritisiert, dass das Studium oft zu wenig Praxisbezug aufweise („Uni-Pädagogik“) und fordert eine stärkere Verzahnung mit der Schulpraxis.

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Details

Title
Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen - Ein Praktikumsbericht
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Pädagogik)
Course
Schulpraktische Studien
Author
Christian Klaas (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V66759
ISBN (eBook)
9783638584838
ISBN (Book)
9783656799894
Language
German
Tags
Möglichkeiten Mitbestimmung Schüler Nutzen Praktikumsbericht Schulpraktische Studien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Klaas (Author), 2003, Möglichkeiten der Mitbestimmung für Schüler und ihr praktischer Nutzen - Ein Praktikumsbericht , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66759
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