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Sprache und Kultur der Rußlanddeutschen im Rückblick auf die Geschichte

Title: Sprache und Kultur der Rußlanddeutschen im Rückblick auf die Geschichte

Seminar Paper , 1999 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadiya Kyrylenko (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Rußlanddeutsche.
Wer sind diese Menschen? Wie waren und sind ihre Schicksäle? Warum kommen sie wieder nach Deutschland? Welche Sprache sprechen sie? Wie fühlen sie sich in ihrer ursprünglichen Heimat? Ist die erhaltene Sprache und Kultur noch deutsch?

In der letzten Zeit kommen viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland. Sie fangen ein neues Leben an, haben neue Hoffnungen.
Sie versuchen sich in die Gesellschaft einzugliedern, die ihre Vorfahren vor vielen Jahren verlassen haben. Rußlanddeutsche haben lange Zeit weit von Deutschland gelebt und oft auch überhaupt keinen Kontakt zu Deutschland gehabt. Von Deutschland haben die neuen in Rußland geborenen Generationen nur in Büchern gelesen und doch ungeachtet dessen haben sie immer versucht ihre Kultur und Sprache aufzubewahren. Das hat sie zu einer ethnolinquistischen Minderheit gemacht.

Zuerst ist die Geschichte dieser Menschen sehr interessant, die teilweise Antwort auf viele Fragen geben kann, sogar besonders was die Sprache angeht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Geschichte der Deutschen in Rußland

1.1 Auswanderungsgebiete. Sprachexport.

2 Sprachliche Situation in Rußland

2.1 Veränderung der Sprache aufgrund der staatlichen Politik und Anpassung an die russische Kultur

2.2 Beitrag der Mischehen in die sprachliche Veränderungen

3 Auswanderung der Rußlanddeutschen in die Bundesrepublik Deutschland

3.1 Sprachtest als Mittel der Auswahlquote

4 Mannigfaltigkeit der heute erhaltenen Dialekte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die sprachliche Situation sowie die soziokulturellen Veränderungen der Rußlanddeutschen. Das primäre Ziel ist es, den Prozess der Identitätswahrung und Sprachveränderung unter dem Einfluss staatlicher Repressionen und Migrationsbewegungen nachzuvollziehen.

  • Historische Siedlungsprozesse der Deutschen im Russischen Reich
  • Einfluss der staatlichen Politik und russischen Kultur auf die deutsche Sprache
  • Soziolinguistische Auswirkungen von Mischehen innerhalb der Volksgruppe
  • Wandel der Migrationsbewegungen und Einführung der Sprachtests
  • Erhalt und Divergenz deutscher Dialekte in der ehemaligen Sowjetunion

Auszug aus dem Buch

1 Einblick in die Geschichte.

Zum Zeitpunkt der ersten russischen Volkszählung im Jahre 1897 lebten im russischen Reich 1 790 489 Menschen, die „Deutsch“ als ihre Muttersprache angaben. Von diesen stellten die Wolgadeutschen mit 33 Prozent und die Schwarzmeerdeutschen 31,5 Prozent die beiden größten Gruppen.

Aufgrund der großen Entfernungen zwischen den einzelnen Siedlungsgebieten, ihrer unterschiedlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung und der konfessionellen Grenzen zwischen Lutheranern, Katholiken, Mennoniten und einigen kleineren religiösen Gruppen bildeten die Deutschen Rußlands nicht nur keine einheitliche Volksgruppe, sondern hatten auch kaum Verbindung zueinander und wußten wenig voneinander.

Schon im Mittelalter ließen sich Kaufleute der deutschen Hanse in Nordrußland (Nowgorod) nieder. Unter Ivan dem Schrecklichen (1533-1584) wurden vermehrt Fachleute ins Land geholt (Handwerker, Baumeister, Ärzte, Offeziere, Verwatungsspezialisten u.a.). In Moskau entstand eine deutsche Vorstadt (nemezkaja sloboda), in der sich Peter der Große (1672-1725) als Kind gerne aufhielt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die historische Tabuisierung der Rußlanddeutschen und die Motivation, trotz widriger Umstände ihre Identität und Sprache zu bewahren.

1 Geschichte der Deutschen in Rußland: Analysiert die Einwanderungswellen und Siedlungsgebiete vom Mittelalter bis zur Gründung der Wolgarepublik und den späteren Deportationen.

2 Sprachliche Situation in Rußland: Beleuchtet den Verlust der Schriftsprache und die Wandlung der Dialekte durch politischen Druck, Assimilation und den hohen Anteil an Mischehen.

3 Auswanderung der Rußlanddeutschen in die Bundesrepublik Deutschland: Erläutert die administrativen Hürden, insbesondere den Sprachtest, bei der Ausreise von Spätaussiedlern.

4 Mannigfaltigkeit der heute erhaltenen Dialekte: Katalogisiert die verbliebenen deutschen Mundarten in den verschiedenen Regionen der ehemaligen Sowjetunion.

Schlüsselwörter

Rußlanddeutsche, Siedlungsgeschichte, Sprachwandel, Wolgarepublik, Sowjetunion, Migration, Assimilation, Sprachtest, Dialektologie, Mischehen, Identitätswahrung, ethnolinguistische Minderheit, Spätaussiedler, Kulturgeschichte, Deportation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wechselvolle Geschichte der Rußlanddeutschen und beleuchtet dabei insbesondere, wie sich Sprache und Kultur unter dem Einfluss von Migration und staatlicher Politik in der Sowjetunion gewandelt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese der Siedlungsgebiete, dem Prozess der Sprachassimilation an das Russische sowie den regulatorischen Rahmenbedingungen für die heutige Aussiedlung nach Deutschland.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Rußlanddeutschen trotz jahrzehntelanger Isolation und politischer Unterdrückung eine spezifische ethnolinguistische Identität bewahrt oder transformiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse historischer Siedlungsdaten, soziolinguistischer Beobachtungen und einer Auswertung politischer Rahmenbedingungen für Migration und Spracherhalt.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Siedlungsgebiete, die soziolinguistische Untersuchung der Sprachentwicklung unter sowjetischem Einfluss sowie eine kritische Betrachtung der heutigen Auswanderungsmechanismen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die "Wolgarepublik", "Sprachinsel", "Assimilation", "Aussiedler" und die "ethnolinguistische Minderheit", die den Kern der Identitätsfrage der Rußlanddeutschen bilden.

Welchen Einfluss hatte die „Entkulakisierung“ auf die Siedler?

Diese politische Maßnahme führte in den 1930er Jahren zu massiven Deportationen und dem Tod zahlreicher Siedler, was die soziale Struktur und den Zusammenhalt der deutschen Gemeinschaften in der Sowjetunion nachhaltig destabilisierte.

Warum ist der Sprachtest für Spätaussiedler so bedeutend?

Der seit 1996 obligatorische Sprachtest fungiert als entscheidendes Selektionskriterium für die Anerkennung als Aussiedler, wobei er die Zuwanderungszahlen maßgeblich beeinflusst und oft eine Hürde für diejenigen darstellt, die ihre deutsche Sprache in der Isolation weitgehend verloren haben.

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Details

Title
Sprache und Kultur der Rußlanddeutschen im Rückblick auf die Geschichte
College
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Course
Proseminar: Sprachinseln, Sprachkontakte und Sprachminderheiten im Mittelalter und in der Neuzeit
Grade
2,0
Author
Nadiya Kyrylenko (Author)
Publication Year
1999
Pages
24
Catalog Number
V6703
ISBN (eBook)
9783638142144
ISBN (Book)
9783638691123
Language
German
Tags
Sprache Kultur Rußlanddeutschen Rückblick Geschichte Proseminar Sprachinseln Sprachkontakte Sprachminderheiten Mittelalter Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadiya Kyrylenko (Author), 1999, Sprache und Kultur der Rußlanddeutschen im Rückblick auf die Geschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6703
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