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Armut und soziale Sicherung

Titre: Armut und soziale Sicherung

Dossier / Travail , 2006 , 21 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Helene Warkentin (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Bezeichnet wird Armut als Chancenmangel, ein Leben zu führen, das gewissen Minimalstandards entspricht. Die Vorstellungen und Ursachen von Armut sind zeitlich und örtlich verschieden. Von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird Armut nach dem Einkommen definiert. Danach ist derjenige bzw. diejenige arm, wer monatlich weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens seines Landes zur Verfügung hat. Neben dem Einkommen können auch andere Merkmale der Armut herangezogen werden, wie z.B., genügend Geld für Heizung im Haushalt, ausreichende Kleidung, regelmäßige Mahlzeiten etc.
Im Großen und Ganzen wird Armut als Mangelversorgung mit materiellen Gütern und Dienstleistungen (z.B. keine Bildungsmöglichkeit) verstanden.
Die Armutsbekämpfung ist somit ein zentrales politisches Ziel der Bundesregierung in Deutschland. Mit der Agenda 2010 hat die Bundesregierung ihr umfassendes Reformprogramm in einen Übergreifenden Politikansatz integriert. Die Reformen sorgen dafür, dass die sozialen Sicherungssysteme leistungsfähig bleiben, die Wirtschaft wieder an Schwung gewinnt und die Arbeitslosigkeit zurückgehen kann. Die Agenda 2010 steht dabei auch für eine Politik gegen Armut und soziale Ausgrenzung und für die Schaffung von mehr Teilhabe- und Verwirklichungschance für alle. Sozialpolitik manifestiert sich vorrangig darin, durch den Ausbau von Sozialleistungen ökonomische Ungleichheiten auszugleichen und den materiellen Status zu sichern und erfolgreich dazu beizutragen, Armut und soziale Ausgrenzung zu verhindern.
Doch wie bzw. durch welche Sicherungssysteme wird Armut in Deutschland bekämpft?
Speziell beabsichtige ich mein Augenmerk auf die unterschiedlichen Faktoren, die die Armut beeinflussen und welche Sozialen Sicherungssysteme hierbei unterstützen. Da dies ein sehr umfangreiches Thema ist, gehe ich nur auf einige Armutsrisiken und der dazugehörigen Sicherungssysteme, zur Bekämpfung von Armut näher ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Armut in Deutschland

3.1 Menschen mit Behinderung

3.1.1 Armutsrisiko behinderter Menschen

3.1.2 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

3.1.3 Leistungen zur Rehabilitation

3.1.4 Sicherung des Lebensunterhaltes

3.2 Familienhaushalte bzw. Alleinerziehendenhaushalte

3.2.1 Risiken eines Familienhaushaltes bzw. Alleinerziehendenhaushaltes

3.2.2 Soziale Unterstützung: Kindergeld

3.2.3 Soziale Unterstützung: Kinderbetreuung

3.2.4 Soziale Unterstützung: Kindererziehungszeiten

3.2.5 Soziale Unterstützung: Erziehungsgeld

3.2.6 Soziale Unterstützung: Elternzeit

3.2.7 Soziale Unterstützung: Wohngeld und sonstige Transfers

3.2.8 Sonderregelungen in der sozialen Sicherung Alleinerziehender

3.3 Arbeitslosigkeit

3.3.1 Armutsrisiko bei Arbeitslosen

3.3.2 Arbeitsmarktpolitik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Faktoren, die Armut in Deutschland beeinflussen, und analysiert, welche sozialen Sicherungssysteme bei der Armutsbekämpfung unterstützend wirken. Im Fokus steht dabei die Identifizierung wesentlicher Armutsrisiken und der dazu korrespondierenden Sicherungsmechanismen für betroffene Personengruppen.

  • Armutsrisiken und soziale Sicherung bei Menschen mit Behinderung
  • Unterstützungsleistungen für Familienhaushalte und Alleinerziehende
  • Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit
  • Aktive und passive Instrumente der deutschen Arbeitsmarktpolitik
  • Strukturen des sozialen Sicherungssystems zur Prävention von Armut

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Armutsrisiko behinderter Menschen

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten im Mai 2003 in Deutschland 8.4 Mill. Menschen mit einer Behinderung. Im Durchschnitt war das somit jeder zehnte Bundesbürger. Die Zahl der behinderten Menschen ist gegenüber 1999 um 3% bzw. 273 000 Personen gestiegen.

Rund 6.7 Mill. Menschen waren schwerbehindert; 1.7 Mill. Menschen waren leicht behindert. Mehr als die Hälfte der Behinderten waren Männer (etwa 54%). Behinderungen sind vor allem bei älteren Menschen zu verzeichnen. 72% der behinderten Menschen sind 55 Jahre oder älter. Bei den nichtbehinderten Personen betrug demgegenüber der entsprechende Anteil dieser Altersgruppe nur 28%. Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren, bei denen eine Behinderung vorliegt, leben häufig unter anderen Umständen als nichtbehinderte Menschen gleichen Alters.

So leben behinderte Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren öfter allein und sind häufiger ledig als in der Vergleichsgruppe in dieser Altersklasse. Der Anteil der allein Lebenden behinderten Menschen bei den 25- bis 44-Jährigen liegt bei 25%; bei den Nichtbehinderten bei 17%. Der Anteil der Ledigen unter den behinderten Menschen beträgt in dieser Altersgruppe 49%; unter Nichtbehinderten 34%.

Des Weiteren haben behinderte Menschen im Alter von 25 bis 44 Jahren häufig keinen Schulabschluss (15%); bei den Nichtbehinderten derselben Altersgruppe sind es deutlich weniger (2%).

Ebenso zeigt sich am Arbeitsmarkt eine vergleichsweise geringe Teilhabe behinderter Menschen, vor allem auch der jungen Menschen mit einer Behinderung. 72% der Behinderten im Alter von 25 bis 44 sind erwerbstätig oder suchen nach einer Tätigkeit. Bei den Nichtbehinderten sind es 88%. Somit stehen behinderte Menschen dem Arbeitsmarkt häufiger nicht zur Verfügung als Nichtbehinderte.

Entsprechend verdienen behinderte Menschen auch deutlich weniger als Nichtbehinderte.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Diese Einleitung definiert Armut als Chancenmangel und erläutert die Relevanz der Armutsbekämpfung als zentrales politisches Ziel in Deutschland.

3 Armut in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert spezifische Armutsrisiken und die entsprechenden Sicherungssysteme für drei Hauptgruppen: Menschen mit Behinderung, Familien sowie Alleinerziehende und Arbeitslose.

3.1 Menschen mit Behinderung: Hier wird das erhöhte Armutsrisiko behinderter Menschen beleuchtet und die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie medizinische Rehabilitationsmaßnahmen beschrieben.

3.2 Familienhaushalte bzw. Alleinerziehendenhaushalte: Dieses Kapitel untersucht die ökonomischen Belastungen von Familien und stellt verschiedene staatliche Unterstützungsleistungen wie Kindergeld, Kinderbetreuung und spezielle Regelungen für Alleinerziehende dar.

3.3 Arbeitslosigkeit: Hier werden verschiedene Formen der Arbeitslosigkeit sowie das Armutsrisiko von Arbeitslosen erläutert und die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik zur Prävention und Sicherung dargestellt.

4 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass das soziale Sicherungssystem in Deutschland wesentlich dazu beiträgt, Armut auf einem vergleichsweise geringen Niveau zu halten, und unterstreicht dessen gesellschaftlichen Wert.

Schlüsselwörter

Armut, Soziale Sicherung, Behinderung, Arbeitslosigkeit, Familienhaushalte, Alleinerziehende, Kindergeld, Arbeitsmarktpolitik, Rehabilitation, Einkommensarmut, Sozialhilfe, Teilhabe, Arbeitslosengeld, Chancengleichheit, Transferleistungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt das Thema Armut und Soziale Sicherung in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den staatlichen Unterstützungssystemen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, die finanzielle und soziale Absicherung von Familien und Alleinerziehenden sowie die Auswirkungen und Bewältigung von Arbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche sozialen Sicherungssysteme Armut in Deutschland de facto bekämpft wird und welche Faktoren das Armutsrisiko beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf offiziellen Berichten, Gesetzen und sozialwissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die spezifischen Armutsrisiken und die gesetzlichen Hilfsangebote für Menschen mit Behinderungen, Familien, Alleinerziehende und Arbeitslose analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Armutsrisiko, soziale Transferleistungen, Teilhabe, Arbeitsförderungsgesetz und soziale Sicherungssysteme charakterisiert.

Welche Bedeutung haben Kindererziehungszeiten für den Rentenanspruch?

Kindererziehungszeiten werden in der gesetzlichen Rentenversicherung als Pflichtbeitragszeiten anerkannt, wodurch Mütter und Väter Zeiten ausgleichen können, in denen sie aufgrund der Erziehung ein geringeres Einkommen hatten.

Was unterscheidet aktive von passiver Arbeitsmarktpolitik?

Die aktive Arbeitsmarktpolitik zielt durch Maßnahmen wie Weiterbildung und Vermittlung darauf ab, Arbeitslosigkeit zu verhindern, während die passive Arbeitsmarktpolitik vor allem die finanzielle Sicherung bei bestehender Arbeitslosigkeit in den Vordergrund stellt.

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Résumé des informations

Titre
Armut und soziale Sicherung
Université
University of Bremen
Cours
Recht
Note
1.3
Auteur
Helene Warkentin (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
21
N° de catalogue
V67785
ISBN (ebook)
9783638605120
ISBN (Livre)
9783638776929
Langue
allemand
mots-clé
Armut Sicherung Recht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Helene Warkentin (Auteur), 2006, Armut und soziale Sicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67785
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Extrait de  21  pages
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