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Selbstverletzung als Krankheit - Erscheinungsbild, Hintergründe und Therapie offener Selbstbeschädigung

Título: Selbstverletzung als Krankheit - Erscheinungsbild, Hintergründe und Therapie offener Selbstbeschädigung

Tesis , 2005 , 93 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Dipl.-Sozialarbeiterin // Magister Artium Katharina Siebert (Autor)

Trabajo social
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Im Anschluß an das vorliegende Einleitungskapitel werden zunächst einige grundlegende Informationen zum Thema „selbstverletzendes Verhalten“ gegeben. Zu diesem Zweck werden im zweiten Kapitel verschiedene Formen der Selbstverletzung dargestellt, wobei einerseits die fließenden Übergänge zwischen akzeptierter und krankhafter Selbstbeschädigung verdeutlicht und andererseits einige Besonderheiten der pathologischen Selbstverletzung aufgezeigt werden. In Kapitel drei wird das Phänomen der krankhaften Selbstverletzung begrifflich näher bestimmt und eingeordnet. Zudem erfolgt eine Abgrenzung zu anderen pathologischen Varianten selbstverletzenden Verhaltens. Das vierte Kapitel liefert einen Überblick über relevante epidemiologische Daten zur Problematik der Selbstverletzung. Auf das Erscheinungsbild des selbstverletzenden Verhaltens wird im fünften Kapitel eingegangen. Neben der Art und Schwere der Symptome wird in diesem Zusammenhang die Häufigkeit und Lokalisation der Verletzungen beschrieben. Des weiteren werden einige typische Begleiterkrankungen aufgeführt und der Aspekt der diagnostischen Zuordnung behandelt. Das sechste Kapitel befaßt sich mit den verschiedenen Modellen, die zur Erklärung selbstverletzenden Verhaltens herangezogen werden können. Dabei werden biologische, lerntheoretische und psychoanalytisch-psychodynamische Ansätze vorgestellt und diskutiert. Die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Bedeutung das selbstverletzende Verhalten für die betroffenen Patienten haben kann, erfolgt in Kapitel sieben. Hier werden die verschiedenen intrapersonellen und interpersonellen Funktionen des Verhaltens erläutert. Das achte Kapitel liefert einen Überblick über relevante therapeutische Verfahren und stellt verschiedene Möglichkeiten zur Selbsthilfe bei selbstverletzendem Verhalten vor. Im neunten Kapitel soll abschließend der Frage nachgegangen werden, wie sich Angehörige, Freunde und professionelle Helfer gegenüber den betroffenen Patienten verhalten sollten, um sie bei der Überwindung des selbstverletzenden Verhaltens möglichst gut zu unterstützen. In diesem Zusammenhang werden einige Hinweise zum angemessenen Umgang mit den Betroffenen und ihrer Erkrankung gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Formen der Selbstverletzung

2.1 Religiöse und rituelle Selbstverletzung

2.2 Alltägliche Selbstverletzung

2.3 Selbstverletzung als Krankheit

3 Begriffliche Einordnung und Abgrenzung von anderen Begriffen

3.1 Begriffsklärung

3.2 Abgrenzung von artifiziellen Krankheiten

3.3 Abgrenzung von indirekten Selbstverletzungen

3.4 Abgrenzung vom Suizid

4 Epidemiologie

5 Erscheinungsbild und diagnostische Zuordnung

5.1 Art und Schwere der Symptome

5.2 Häufigkeit und Lokalisation der Symptomhandlungen

5.3 Begleiterkrankungen

5.4 Diagnostische Zuordnung

6 Erklärungsmodelle

6.1 Biologische Erklärungsmodelle

6.2 Lerntheoretische Erklärungsmodelle

6.3 Psychoanalytisch-psychodynamische Erklärungsmodelle

7 Funktionen der Selbstverletzung

7.1 Allgemeine Aspekte

7.2 Intrapersonelle Funktionen

7.3 Interpersonelle Funktionen

8 Therapie und Selbsthilfe

8.1 Medikamentöse Therapie

8.2 Traumatherapie

8.3 Dialektisch-Behaviorale Therapie

8.4 Sonstige Therapieformen

8.5 Selbsthilfemöglichkeiten

9 Zum Umgang mit Selbstverletzung

9.1 Im privaten Umfeld

9.2 Auf der Station

10 Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens (SVV) zu entwickeln, die Hintergründe und Ursachen zu beleuchten sowie differenzierte Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und ihr Umfeld aufzuzeigen.

  • Erscheinungsformen und begriffliche Abgrenzung von SVV
  • Epidemiologische Daten zur Verbreitung von Selbstverletzungen
  • Psychologische und biologische Erklärungsmodelle
  • Therapeutische Ansätze (u.a. Traumatherapie und DBT)
  • Umgang mit Betroffenen im privaten und klinischen Umfeld

Auszug aus dem Buch

2.1 Religiöse und rituelle Selbstverletzung

Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte der Menschheit, so wird deutlich, daß selbstverletzende Handlungen in den verschiedensten Kulturen seit jeher immer wieder aufgetreten sind und z.T. auch heute noch auftreten. Häufig werden Selbstverletzungen im Rahmen von Ritualen und Religionen vorgenommen.

Als Rettung vor dem völligen Verderben wird selbstverletzendes Verhalten z.B. schon in der Bibel thematisiert. So heißt es im Neuen Testament:

„Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß du verkrüppelt zum Leben eingehst, als daß du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht“ (Markus 9, 43).

Religiös motivierte Verletzungen des eigenen Körpers sind häufig als Akt der Buße zu verstehen, durch den die Seele von Schuld befreit und/oder gewissermaßen eine höhere Daseinsform erreicht werden soll. So waren selbstverletzende Praktiken bspw. ein wichtiger Bestandteil der Flagellanten-Bewegung, einer religiösen Laienbewegung, die im 12. Jahrhundert in Mittelitalien entstand. Ihre Anhänger – auch unter dem Begriff „Geißler“ bekannt - peitschten sich selbst bis aufs Blut, um Buße zu tun. Als Instrument der Selbstverletzung dienten ihnen dabei Stöcke, an denen Lederriemen angebracht waren. An den großen Knoten, in denen die Riemen endeten, waren eiserne Dorne befestigt, die beim Peitschen des eigenen Rückens tiefe blutige Striemen hinterließen. Ihren Höhepunkt fand die Bewegung während der ersten Pestwelle in Europa Mitte des 14. Jahrhunderts, zumal die Menschen ihr Schicksal als Strafe Gottes für ihr sündhaftes Leben begriffen und sich mittels der Selbstgeißelung von ihrer Schuld befreien zu können glaubten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens, dessen gestiegene gesellschaftliche Bedeutung und die Zielsetzung der Arbeit.

2 Formen der Selbstverletzung: Darstellung verschiedener Ausprägungen, von kulturell akzeptierten Riten bis hin zur pathologischen Selbstverletzung.

3 Begriffliche Einordnung und Abgrenzung von anderen Begriffen: Definition des Begriffs Selbstverletzung und Abgrenzung zu artifiziellen Krankheiten, indirekten Verletzungen sowie zum Suizid.

4 Epidemiologie: Überblick über den aktuellen Wissensstand zur Häufigkeit und Verbreitung von selbstverletzendem Verhalten.

5 Erscheinungsbild und diagnostische Zuordnung: Beschreibung von Art, Schwere, Häufigkeit und Lokalisation der Verletzungen sowie Diskussion der diagnostischen Einordnung.

6 Erklärungsmodelle: Vorstellung biologischer, lerntheoretischer und psychoanalytisch-psychodynamischer Ansätze zur Erklärung von SVV.

7 Funktionen der Selbstverletzung: Analyse der intrapersonellen und interpersonellen Funktionen und Motive hinter dem selbstverletzenden Verhalten.

8 Therapie und Selbsthilfe: Überblick über therapeutische Verfahren wie Traumatherapie und Dialektisch-Behaviorale Therapie sowie Möglichkeiten der Selbsthilfe.

9 Zum Umgang mit Selbstverletzung: Handlungsempfehlungen für Angehörige, Freunde und professionelle Helfer im privaten und stationären Kontext.

10 Schlußbemerkung: Zusammenfassende Einschätzung des Phänomens und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Selbstverletzung, Selbstbeschädigung, SVV, Automutilation, Psychopathologie, Traumatherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Borderline-Störung, Autoaggression, Impulskontrollstörung, Psychodynamik, Körperbild, Adoleszenz, Traumatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der medizinischen und psychologischen Problematik des selbstverletzenden Verhaltens (SVV), analysiert dessen Hintergründe und bietet Ansätze für Therapie und Umgang.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Definition und Abgrenzung, Epidemiologie, Erscheinungsbild, theoretische Erklärungsmodelle, Funktionen des Verhaltens sowie verschiedene Therapie- und Selbsthilfemaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für Betroffene zu fördern, das komplexe Störungsbild transparent zu machen und professionelle wie private Helfer im Umgang mit SVV zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der einschlägigen psychologischen und medizinischen Fachliteratur, um den aktuellen Forschungsstand systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert detailliert, warum SVV auftritt (biologische, lerntheoretische, psychodynamische Modelle), wozu es den Patienten dient (Funktionen) und wie es fachgerecht therapiert werden kann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Selbstverletzung (SVV), Automutilation, Borderline-Störung, Trauma, Impulskontrolle und die verschiedenen therapeutischen Ansätze wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie.

Gibt es einen Unterschied zwischen Suizidversuch und Selbstverletzung?

Ja, die Arbeit unterstreicht, dass die meisten Betroffenen SVV nicht mit der Absicht ausführen, ihr Leben zu beenden, sondern um Spannungszustände abzubauen oder sich selbst zu regulieren.

Warum ist das Thema SVV heute so relevant?

Die Arbeit stellt fest, dass SVV, das früher eher selten diagnostiziert wurde, zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und heute als ernstzunehmendes, weit verbreitetes Problem wahrgenommen werden muss.

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Detalles

Título
Selbstverletzung als Krankheit - Erscheinungsbild, Hintergründe und Therapie offener Selbstbeschädigung
Universidad
University of Applied Sciences Bielefeld
Calificación
1,7
Autor
Dipl.-Sozialarbeiterin // Magister Artium Katharina Siebert (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
93
No. de catálogo
V67985
ISBN (Ebook)
9783638596183
ISBN (Libro)
9783656803836
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selbstverletzung Krankheit Erscheinungsbild Hintergründe Therapie Selbstbeschädigung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Sozialarbeiterin // Magister Artium Katharina Siebert (Autor), 2005, Selbstverletzung als Krankheit - Erscheinungsbild, Hintergründe und Therapie offener Selbstbeschädigung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67985
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