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Gutscheinmodell in der außerhäuslichen Kinderbetreuung - eine ökonomische und sozialpolitische Analyse

Titre: Gutscheinmodell in der außerhäuslichen Kinderbetreuung - eine ökonomische und sozialpolitische Analyse

Mémoire (de fin d'études) , 2007 , 102 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Judith Kornprobst (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Die Förderung von Familien stellt eine zentrale Säule in der Sozialpolitik der Bundesrepublik Deutschland dar . In der Vergangenheit konzentrierten sich die familienpolitischen Maßnahmen vorrangig auf die Leistung von finanzieller Hilfe in Form von Steuerfreibeträgen und direkten monetären Transfers. In den letzten Jahren hat jedoch ein Paradigmenwechsel in der Familienpolitik stattgefunden. Der Ausbau der Infrastruktur für Familien, der zu einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf verhelfen soll, ist zunehmend in den Blickwinkel der Öffentlichkeit und der Politik geraten.Die Lebensumstände und –formen der Familien in Deutschland haben sich rapide verändert. Die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen zieht auch eine gestiegene Nachfrage nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten nach sich. Die Bereitstellung eines Angebots in ausreichender und bedarfsgerechter Form ist dafür zwingend erforderlich. Dieses ist bis heute in Deutschland nicht vorhanden. Durch die zentrale Planung des Bedarfs und die darauf basierende Bereitstellung des Angebots interveniert der Staat in solch einem Maße in den Marktmechanismus, dass permanent am Bedarf vorbei produziert wird. Auch in qualitativer Hinsicht hinkt Deutschland den anderen europäischen Ländern hinterher. Die Kinderbetreuung in unserem Land ist gerade mal mittelmäßig . Gründe für diese Entwicklungen werden von Fachleuten vor allem in der Art der Finanzierung von Betreuungseinrichtungen gesehen. Von ihr gehen falsche Steuerungswirkungen aus, die die Forderung nach einer Reform laut werden lassen. Ein Vorschlag in diesem Rahmen stellt die Implementierung eines Gutscheinmodells dar, von dessen Einführung man sich ein bedarfsgerechteres, flexibleres und vielfältigeres Angebot verspricht, da es auf ein höheres Maß an Wahlfreiheit und Effizienz für die Leistungsempfänger setzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 OPTIONEN ZUR GESTALTUNG VON KINDERBETREUUNG

2.1 Häusliche Betreuung

2.2 Außerhäusliche Betreuung

2.3 Bewertung

3 ÖFFENTLICHE FINANZIERUNG VON AUßERHÄUSLICHER KINDERBETREUUNG: GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN

3.1 Rechtfertigung staatlicher Eingriffe in den Markt der Kinderbetreuung

3.1.1 Unteilbarkeiten

3.1.2 Anpassungsmängel

3.1.3 Informationsmängel

3.1.4 Externe Effekte

3.1.4.1 Internalisierung positiver Bildungs-, Erziehungs- und Sozialisationseffekte

3.1.4.2 Schaffung von Chancengleichheit für Kinder

3.1.4.3 Schaffung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt

3.1.5 Zusammenfassung und Bewertung

3.2 Wege öffentlicher Förderung

3.2.1 Staatliche Bereitstellung von Kinderbetreuung

3.2.2 Objektförderung

3.2.3 Subjektförderung

3.3 Qualitätssicherung in Kindertageseinrichtungen

3.3.1 Der Begriff der „Qualität“

3.3.2 Qualitätsanforderungen

4 STATUS QUO DER AUßERHÄUSLICHEN KINDERBETREUUNG IN DEUTSCHLAND

4.1 Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten

4.2 Anbieter

4.2.1 Öffentliche Träger

4.2.2 Freie Träger

4.3 Qualität

4.3.1 Steigende Qualitätsanforderungen als Folge gesellschaftlicher Entwicklungen

4.3.1.1 Steigende Zahl an Alleinerziehenden

4.3.1.2 Wachsende Mobilität der Familien

4.3.1.3 Zunehmende Kinderarmut

4.3.1.4 Überforderte Eltern

4.3.2 Das deutsche Qualitätssicherungssystem

4.4 Kosten und Finanzierung

4.4.1 Akteure

4.4.2 Finanzierungsansätze

4.4.3 Bewertung

4.5 Einschätzung der Betreuungssituation in Deutschland

4.5.1 Mangelnde Wahl- und Einflussmöglichkeiten

4.5.2 Fehlender Wettbewerb und Flexibilität

4.5.3 Gefährdung der Erreichung gesellschaftlicher Ziele

5 REFORMBEDARF UND –ANALYSE

5.1 Kriterienkatalog

5.1.1 Wahlfreiheit

5.1.2 Effizienz

5.1.3 Gerechtigkeit

5.1.4 Soziale Kohäsion

5.2 Ansatzpunkte zur Gestaltung eines alternativen Angebots in der außerhäuslichen Kinderbetreuung

5.2.1 Gemeinsame nationale Standards

5.2.2 Subjekt- statt Objektförderung

5.2.3 Qualitätssicherung

5.2.4 Ökonomische Effizienz versus pädagogische Qualität

6 EIN KONKRETER REFORMVORSCHLAG: EIN GUTSCHEINSYSTEM IN DER KINDERBETREUUNG

6.1 Ökonomie von Gutscheinen

6.2 Ausgestaltungsmöglichkeiten

6.2.1 Transferhöhe

6.2.2 Empfängerkreis

6.2.3 Zweckbindung und Handelbarkeit

6.2.4 Transferart

6.2.5 Erweiterungsoptionen

6.2.6 Vergabeverfahren

6.2.7 Anbieter und Angebot

6.2.8 Ergänzende Unterstützungsleistungen

6.2.9 Kontrollinstanzen

6.2.10 Finanzierung

6.3 Gutscheine als politisches Instrument

6.3.1 Wahlfreiheit

6.3.2 Effizienz

6.3.3 Gerechtigkeit

6.3.4 Soziale Kohäsion

6.4 Maßnahmen zur Implementierung eines Gutscheinsystems

6.4.1 Sinnvolle Ausgestaltung der Gutscheine

6.4.2 Qualitätssicherung

6.4.3 Finanzierung und Abwicklung

6.5 Ein Praxisbeispiel: Das Hamburger Kita-Gutscheinsystem

6.6 Bewertung des Reformvorschlages

7 SCHLUSS: ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert das aktuelle System der außerhäuslichen Kinderbetreuung in Deutschland unter ökonomischen und sozialpolitischen Gesichtspunkten. Das primäre Ziel ist es, den Reformbedarf des bestehenden angebotsorientierten Finanzierungssystems zu begründen und ein alternatives Modell – das Gutscheinsystem – auf seine Eignung hin zu untersuchen, um eine bedarfsgerechtere, flexiblere und effizientere Kinderbetreuung zu ermöglichen.

  • Marktversagen und staatliche Eingriffe in der Kinderbetreuung
  • Status quo der Betreuungssituation und Finanzierungsstrukturen in Deutschland
  • Kriterien für ein alternatives Betreuungsangebot (Wahlfreiheit, Effizienz, Gerechtigkeit, soziale Kohäsion)
  • Konkreter Reformvorschlag: Einführung eines Gutscheinsystems
  • Praxisbeispiel: Analyse des Hamburger Kita-Gutscheinsystems

Auszug aus dem Buch

6.1 Ökonomie von Gutscheinen

Gutscheine im Bereich der Kinderbetreuung sind ein Instrument einer nachfrageorientierten Bildungsfinanzierung und stellen eine Mischform zwischen Geld- und Sachleistung dar. Sie sind nicht im gleichen Maße liquide wie Geldleistungen, da sie an einen Verwendungszweck gebunden sind. Dennoch räumen sie dem Empfänger eine gewisse Konsumautonomie ein, da er selbst bestimmen kann, bei welchem Anbieter und für welche Produktvariante er den Gutschein einlöst. Gutscheine berücksichtigen somit, trotz der staatlichen Intervention, die Präferenzen der Konsumenten und schaffen eine allokative Effizienz, da sie die gleichen Effekte auf den Wettbewerb implizieren wie ein direkter Transfer. Ein Argument gegen Gutscheine könnte sein, dass der Transfer eines Geldbetrages zu einem höheren Nutzen beim Empfänger führt als es bei Überlassung eines Gutscheines über den gleichen Betrag der Fall ist. Dieser „transfer in cash“ ist unter Effizienzgesichtspunkten unter Umständen tatsächlich die Form der staatlichen Unterstützung, von der der Bedürftige am meisten profitiert. Anschaulich wird dieser Vergleich bei Betrachtung der beiden Extreme staatlicher Förderung: Der Überlassung eines Geldbetrages („transfer in cash“) und der Förderung durch eine Sachleistung („transfer in kind“).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel in der deutschen Familienpolitik und stellt die Forschungsfrage zur Reformbedürftigkeit des derzeitigen Kinderbetreuungssystems.

2 OPTIONEN ZUR GESTALTUNG VON KINDERBETREUUNG: Dieses Kapitel erläutert die kulturellen Prägungen von Kinderbetreuungsformen in Deutschland und grenzt verschiedene Betreuungsarten voneinander ab.

3 ÖFFENTLICHE FINANZIERUNG VON AUßERHÄUSLICHER KINDERBETREUUNG: GRUNDSÄTZLICHE ÜBERLEGUNGEN: Hier werden die ökonomischen Rechtfertigungen für staatliche Eingriffe in den Markt sowie Wege der öffentlichen Förderung und theoretische Grundlagen der Qualitätssicherung analysiert.

4 STATUS QUO DER AUßERHÄUSLICHEN KINDERBETREUUNG IN DEUTSCHLAND: Das Kapitel bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme der rechtlichen Grundlagen, der Anbieterstruktur, der Qualität sowie der Finanzierungsmodelle und zeigt die systemischen Schwachstellen auf.

5 REFORMBEDARF UND –ANALYSE: Basierend auf einem Kriterienkatalog für Bildungsfinanzierung werden Ansatzpunkte für alternative Gestaltungsformen diskutiert.

6 EIN KONKRETER REFORMVORSCHLAG: EIN GUTSCHEINSYSTEM IN DER KINDERBETREUUNG: Dieses Kapitel entwickelt den zentralen Reformvorschlag, analysiert die ökonomischen Wirkmechanismen und bewertet die Implementierungschancen sowie Praxisbeispiele.

7 SCHLUSS: ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtschau über die Rentabilität von Bildungsinvestitionen und mahnt eine intelligente Steuerung im Reformprozess an.

Schlüsselwörter

Kinderbetreuung, Gutscheinsystem, Familienpolitik, Bildungsfinanzierung, Marktversagen, Subjektförderung, Qualitätssicherung, Chancengleichheit, Wahlfreiheit, Effizienz, Kindertageseinrichtungen, Familienförderung, Humankapital, soziale Kohäsion, Kita-Gutschein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche System der außerhäuslichen Kinderbetreuung und bewertet, ob durch die Einführung eines Gutscheinsystems eine effizientere und bedarfsgerechtere Betreuung erreicht werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die ökonomische Rechtfertigung staatlicher Eingriffe, den Status quo der Finanzierung, die Qualitätssicherung und die Diskussion marktwirtschaftlicher Steuerungsmodelle im sozialen Dienstleistungsbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Identifikation von Defiziten im aktuellen angebotsfinanzierten System und die Prüfung, ob ein subventionsorientiertes Gutscheinmodell diese Defizite unter Berücksichtigung politischer Ziele wie Gerechtigkeit und Effizienz lösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine ökonomische Analyse (Haushaltstheorie, Marktversagensanalyse) sowie auf eine Reformanalyse, die den Ist-Zustand durch Literaturrecherche und empirische Daten belegt und mit theoretischen Bewertungskriterien abgleicht.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil ist zweigeteilt in eine fundierte Bestandsaufnahme des deutschen Betreuungssystems und eine anschließende, detaillierte Reformanalyse, die explizit das Gutscheinsystem als Steuerungsinstrument evaluiert.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die theoretische Diskussion?

Begriffe wie "Marktversagen", "externe Effekte", "Subjektförderung" versus "Objektförderung", "Wahlfreiheit" und "soziale Kohäsion" bilden den theoretischen Rahmen der Arbeit.

Warum wird das Hamburger Kita-Gutscheinsystem als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als erstes praktisches Experiment in Deutschland dazu, die Stärken und Schwierigkeiten bei der Implementierung von Gutscheinen in der Realität aufzuzeigen.

Was ist die Kernschlussfolgerung der Autorin zum Gutscheinmodell?

Die Autorin sieht im Gutscheinmodell zwar Vorteile bei der Konsumautonomie und Effizienz, warnt jedoch vor hohen Transaktionskosten und unterstreicht, dass eine optimale Lösung nur durch die Kombination mit einer soliden Finanzierung und Qualitätssteuerung möglich ist.

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Résumé des informations

Titre
Gutscheinmodell in der außerhäuslichen Kinderbetreuung - eine ökonomische und sozialpolitische Analyse
Université
University of Regensburg
Note
1,7
Auteur
Judith Kornprobst (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
102
N° de catalogue
V68724
ISBN (ebook)
9783638600446
ISBN (Livre)
9783638844475
Langue
allemand
mots-clé
Gutscheinmodell Kinderbetreuung Analyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Judith Kornprobst (Auteur), 2007, Gutscheinmodell in der außerhäuslichen Kinderbetreuung - eine ökonomische und sozialpolitische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68724
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