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Monumentale Glasmalerei in Hans Jantzens 'Kunst der Gotik'

Titre: Monumentale Glasmalerei in Hans Jantzens 'Kunst der Gotik'

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 29 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Isabel Findeiss (Auteur)

Art - Peinture
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Hans Jantzens 1957 erschienene Schrift: „Kunst der Gotik. Klassische Kathedralen Frankreichs. Chartres, Reims, Amiens“ zählt auch heute, fast 50 Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung, immer noch zu den Standardwerken im Bereich der gotischen Kunst. Die knappe Darstellungsweise und die klare Art der Formulierung machen das Buch zu etwas Außerordentlichem: verständlich und zugleich fachlich auf höchstem Niveau. Ausgehend von seinem 1927 gehaltenen Vortrag: „Über den gotischen Kirchenraum“, in dem er den mittlerweile bereits in den Wortschatz der Kunstgeschichte eingegangenen Begriff der „diaphanen Struktur“ für die Hochschiffwand der gotischen Kathedrale prägt, beschäftigt er sich in „Kunst der Gotik“ mit der Entwicklungsgeschichte dieser Epoche. Exemplarisch zeigt er sie an den in Nordfrankreich gelegenen Kathedralen von Chartres, Reims und Amiens auf, die für ihn die Hochgotik in ihrer reinsten Form darstellen. Neben den einzelnen architektonischen Teilen der Kathedrale bespricht er auch ausführlich die Bereiche der Bildhauerei und der Glasmalerei. Ich werde mich nachfolgend ausführlich mit dem Kapitel „Monumentale Glasmalerei“ in Jantzens Buch beschäftigen und seine Ansichten mit den in der übrigen Literatur geäußerten Meinungen vergleichen. In der Gliederung meiner Arbeit halte ich mich dabei an die von Jantzen in seinem Buch vorgegebene Unterteilung. [...]

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

2. Überblick über die Literatur

3. Die Kunst der Glasmalerei

4. Hans Jantzens „Monumentale Glasmalerei“

4.1 Lichtraum und Bildwelt

4.2 Die Stifter

4.3 Die Themen

4.4 Die planvolle Ordnung

4.5 Die Farbe

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Kapitel „Monumentale Glasmalerei“ aus Hans Jantzens Standardwerk „Kunst der Gotik“ auseinander. Ziel der Untersuchung ist es, Jantzens zentrale Thesen zur Bedeutung, Funktion und künstlerischen Ausgestaltung der Glasfenster in der Kathedrale von Chartres darzulegen und diese mit zeitgenössischen sowie aktuelleren kunsthistorischen Forschungsmeinungen zu kontrastieren.

  • Analyse des gotischen Lichtraums und der spezifischen Bildwelt der Kathedrale von Chartres.
  • Untersuchung der sozialen und ökonomischen Rolle der Stifter bei der Ausstattung der Glasfenster.
  • Betrachtung der ikonographischen Themenkomplexe und deren räumlicher Anordnung.
  • Bewertung der planvollen Ordnung der Fenstergestaltung und deren Abhängigkeit von architektonischen Armaturen.
  • Interpretation der symbolischen und atmosphärischen Wirkung der Farbgebung in der mittelalterlichen Glasmalerei.

Auszug aus dem Buch

4.1 Lichtraum und Bildwelt

Der erste Unterpunkt in Jantzens Kapitel über die monumentale Glasmalerei beschäftigt sich mit „Lichtraum und Bildwelt“. Danach hat sich in der Kathedrale von Chartres durch die originalen Glasfensterbestände aus dem 12. und 13. Jahrhundert auch das spezifisch gotische Licht, das den Kirchenraum erhellt, erhalten. Jantzen erfährt dieses als ein dunkles, je nach Wetterlage zwischen Blau, Violett und Rot changierendes Licht, das ein „geheimnisvolles Wesen“ besitzt und „kein „natürliches“ Licht ist“, sondern eher ein im Zusammenspiel mit der Architektur entstehendes „“übernatürliches“ Licht“.

Dabei wirken die Architektur im Kathedraleinneren und das durch die farbigen Fenster scheinende Licht so zusammen, dass sie „die Hochschiffwand als „selbstleuchtende Mauer“ (Dagobert Frey) formen“. Dadurch wird für Jantzen der ganze Innenraum der Kirche „verzaubert“, unserem täglichen Leben „entrückt“ und als etwas erfahren, das schwerlich von dieser Welt sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Standardwerk von Hans Jantzen und die Zielsetzung der Arbeit, seine Ansichten zur Glasmalerei in Chartres kritisch zu prüfen.

2. Überblick über die Literatur: Darstellung relevanter kunsthistorischer Forschungsliteratur zur gotischen Architektur und Glasmalerei, um Jantzens Thesen in den wissenschaftlichen Kontext einzuordnen.

3. Die Kunst der Glasmalerei: Definition der technischen Grundlagen der musivischen Glasmalerei und historischer Abriss der Entwicklung dieser Kunstform bis zur Gotik.

4. Hans Jantzens „Monumentale Glasmalerei“: Detaillierte Auseinandersetzung mit dem Hauptkapitel Jantzens, unterteilt in die Unteraspekte Licht, Stifter, Themen, Ordnung und Farbe.

5. Schlussbemerkung: Resümee über die anhaltende Bedeutung von Jantzens Werk trotz neuerer Forschungsansätze und Bestätigung des Standardwerk-Charakters für Kunstgeschichtsstudierende.

Schlüsselwörter

Gotik, Glasmalerei, Kathedrale von Chartres, Hans Jantzen, Lichtraum, Stifter, Zünfte, Bildwelt, Fensterrose, Armaturen, Farbsymbolik, Mittelalter, Kunstgeschichte, Sakralbau, Ikonographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Kapitel „Monumentale Glasmalerei“ aus Hans Jantzens bedeutendem Werk „Kunst der Gotik“ und vergleicht seine Thesen zur Kathedrale von Chartres mit anderen wissenschaftlichen Positionen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung des Lichts, der Rolle der Stifter, der ikonographischen Themenwahl, der konstruktiven Ordnung durch Armaturen und der Bedeutung der Farbe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit Jantzens Interpretationen, um zu prüfen, inwiefern seine Ansichten zur Glasfensterkunst in Chartres in der heutigen Kunstgeschichte Bestand haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und einen komparativen Ansatz, indem sie Jantzens Primärtext mit verschiedenen anderen Fachbeiträgen zur gotischen Kunst kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich entlang Jantzens eigener Unterteilung (Lichtraum, Stifter, Themen, Ordnung, Farbe) und analysiert jedes dieser Themen detailliert unter Einbeziehung von Expertenstimmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Gotik, Glasmalerei, Chartres, Lichtraum, ikonographische Themen und Kunstgeschichte beschreiben.

Warum spielt das Licht in der gotischen Kathedrale eine so zentrale Rolle?

Laut Jantzen ist das spezifisch gotische Licht kein natürliches, sondern ein übernatürliches Phänomen, das den Innenraum entrückt und durch die farbigen Glasfenster eine spirituelle Atmosphäre schafft.

Welchen Einfluss hatten die Stifter auf die künstlerische Gestaltung der Fenster?

Die Stifter, wie Adlige oder Zünfte, wählten oft ihre eigenen Schutzpatrone oder Handwerksszenen, was laut der Arbeit zu einer interessanten Verbindung zwischen profaner Selbstdarstellung und religiöser Ikonographie führte.

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Résumé des informations

Titre
Monumentale Glasmalerei in Hans Jantzens 'Kunst der Gotik'
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Philosophisch-Pädagogische Fakultät, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Cours
Französische Kathedralgotik
Note
1,00
Auteur
Isabel Findeiss (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
29
N° de catalogue
V68789
ISBN (ebook)
9783638596237
Langue
allemand
mots-clé
Monumentale Glasmalerei Hans Jantzens Kunst Gotik Französische Kathedralgotik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Isabel Findeiss (Auteur), 2002, Monumentale Glasmalerei in Hans Jantzens 'Kunst der Gotik', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68789
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