Subjektive Werttheorie - Entstehung, Zielsetzung, Kritik


Seminararbeit, 2006
23 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsabgrenzungen
2.1. Subjektivität
2.2. Wert

3. Zur Entstehung der subjektiven Werttheorie
3.1. Vorgeschichte
3.2. Entstehung der subjektiven Werttheorie

4. Zielsetzung der subjektiven Werttheorie

5. Kritik an der subjektiven Werttheorie

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Ob privat oder in der beruflichen Sphäre – hinter nahezu jedem, uns täglich begegnenden Sachverhalt verbirgt sich regelmäßig ein Wert. Nicht selten unterscheidet sich dabei die Bewertung eines Gutes oder einer Ware intersubjektiv. Je seltener ein Produkt ist, desto mehr Wert wird ihm beigemessen; oft also bestimmt die Seltenheit den Wert eines Produktes wesentlich mit. Man mag dabei bspw. an das Gemälde der Mona Lisa denken, welches zwar objektiv gesehen tatsächlich einen bestimmten Wert hat, für den einzelnen aber – also subjektiv – durchaus wertlos sein kann. Darüber hinaus bestimmt m.E. die Dringlichkeit des Bedarfs deren Wert: dem Bettler wird ein Kanten Brot naturgemäß mehr wert sein als dem Vorstandsvorsitzenden eines namhaften Unternehmens.

Im Rahmen dieser Arbeit soll die subjektive Werttheorie aus volks-wirtschaftlicher Sicht näher beleuchtet werden. Dazu werden zunächst die Begrifflichkeiten abgegrenzt, um eine grobe Orientierung der Thematik zu gewährleisten (Kapitel 2). Anschließend wird auf den Entstehungshintergrund der subjektiven Werttheorie einzugehen sein, wobei zunächst die Theorien ange-sprochen werden, die dieser vorausgegangen sind (Kapitel 3). Das folgende Kapitel behandelt dann die Zielsetzung der subjektiven Werttheorie (Kapitel 4), bevor die Thematik abschließend gewürdigt wird (Kapitel 5). Der Aufsatz endet sodann mit einem kurzen Fazit (Kapitel 6).

2. Begriffsabgrenzungen

2.1. Subjektivität

Unter Subjektivität lässt sich im Allgemeinen die subjektive Wahrnehmung einer Person verstehen, die sich grundsätzlich von der Wahrnehmung einer anderen Person unterscheiden kann[1]. Die Ursache hierin liegt naturgemäß in der Person, die entweder von Vorurteilen geleitet ist oder deren Gefühle derart beeinflusst sind, dass sie einer objektiven Beurteilung (nicht mehr oder noch) nicht zugänglich sind. Ebenso subjektiv können die von einem Individuum verfolgten Interessen oder deren Wahrnehmung sein. Darüber hinaus sind die Bedingungen für eine verschiedene Wertschätzung auch in den wechselnden Zuständen der Subjekte zu suchen[2].

Für die folgende Betrachtung sei vorweggeschickt, dass der Begriff der Subjektivität im wissenschaftlichen Sinne im Gegensatz zur Objektivität steht und außer bei den Sozialwissenschaften bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts weitgehend „verworfen“ worden ist.

2.2. Wert

Der Begriff Wert drückt in aller Regel den Beitrag eines Produktes zur Befriedigung der Bedürfnisse eines Individuums in einer bestimmten Dimension aus. Wert kann sowohl in monetärer (z.B. als Zahlungsstrom) als auch in nicht monetärer (z.B. Erhalt des Arbeitsplatzes) Form existieren und ausgedrückt werden, er kann darüber hinaus aber auch objektiver oder subjektiver Natur sein. Mit einem objektiven Wert hat man es bspw. dann zu tun, wenn zur Schätzung des Restwertes eines Unfallwagens verschiedene „Gutachter“ unabhängig von ihren Interessenlagen oder persönlichen Bindungen zum (Besitzer des) „Begutachteten“ zu einem (annähernd) gleichen (Ergebnis-,) Wert gelangen. Für den Eigentümer des Fahrzeugs hingegen kann der Wert allerdings weit über (oder unter) dem der Gutachter liegen, da er mit diesem ganz besondere (gute oder schlechte) Erinnerungen o.ä. verbindet. Der subjektive Wert bestimmt sich demnach – wie man schon vermuten mag – regelmäßig nach dem individuellen Wertempfinden des Nutzers, des Subjektes.

Für die hier interessierende Thematik soll im Folgenden unter Wert der Nutzen verstanden werden, den eine „Sache“ für ihren Benutzer hat. Unter subjektivem Wert wird insbesondere „die Bedeutung, die ein Gut oder eine Gütermenge für die Wohlfahrtszwecke…eines bestimmten Subjektes besitzt“[3] zu verstehen sein.

[...]


[1] Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere http://de.wikipedia.org/wiki/Subjektiv (Stand: 30.11.2006) m.w.N.

[2] So auch Wilken 1924, S. 18.

[3] Vgl. Esser 1971, S.83.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Subjektive Werttheorie - Entstehung, Zielsetzung, Kritik
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
„Produktions- und Werttheorie“
Note
2,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V69395
ISBN (eBook)
9783638613415
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Subjektive, Werttheorie, Entstehung, Zielsetzung, Kritik, Werttheorie“
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. Alexander Hesse (Autor), 2006, Subjektive Werttheorie - Entstehung, Zielsetzung, Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69395

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