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Regionale Wirtschaftskooperation als Folge ökonomischer Regionalisierung am Fallbeispiel des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA)

Title: Regionale Wirtschaftskooperation als Folge ökonomischer Regionalisierung am Fallbeispiel des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA)

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Müller-Thomas (Author)

Politics - Region: USA
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Wenn sich Staaten zu vertraglich verankerten wirtschaftlichen Zusammenschlüssen entschließen, dann kann dies zu weitreichenden Verschiebungen ökonomischer Chancen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene führen. Die politikwissenschaftliche Disziplin der internationalen politischen Ökonomie stellt solche grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Vorgänge in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung und analysiert das theoretische und empirische Verhältnis zwischen Politik und Ökonomie. Daran anknüpfend ist der Gegenstand dieses Aufsatzes, unter Berücksichtung der global-hegemonialen Ansprüche seitens der USA, eine nähere Untersuchung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politischer Regionalismus und ökonomische Regionalisierung

2.1. Begriffsannäherung

2.2. Theorien der Regionalisierung in der internationalen Politik

2.2.1. Neorealismus

2.2.2. Neoliberalismus

2.2.3. Internationale Politische Ökonomie

2.3. Ursachen und Wirkungen der Regionalisierung

3. Regionale Wirtschaftskooperation am Fallbeispiel der NAFTA

3.1. Theoretische Erklärungsansätze regionaler Kooperation

3.1.1. Neofunktionalistischer Institutionalismus

3.1.2. Neorealistisch-liberaler Intergouvernementalismus

3.1.3. Globaler – Märkte – Ansatz

3.2. Die Bildungsphase der NAFTA – der Weg zu einer gemeinsamen Freihandelszone

3.2.1. Das Canadian – United States Free Trade Agreement

3.2.2. Mexikos Liberalisierung

3.3. Die Phase der Konstatierung - Das North American Free Trade Agreement

4. Ausblick - Die Auswirkung der NAFTA auf regionale und internationale Beziehungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) als Fallbeispiel für regionale Wirtschaftskooperation im Kontext der Globalisierung und analysiert, inwiefern die USA durch diese Kooperation ihre hegemoniale Position sowie globale Wettbewerbsfähigkeit sichern oder ausbauen konnten.

  • Theoretische Fundierung durch den Neorealismus, Neoliberalismus und die Internationale Politische Ökonomie (IPÖ)
  • Analyse der Ursachen und Wirkungen von Regionalisierung im internationalen System
  • Untersuchung des "Globaler – Märkte – Ansatzes" zur Erklärung regionaler Kooperation
  • Historische Betrachtung der Entstehungs- und Bildungsphase der NAFTA (einschließlich CUSFTA und mexikanische Reformen)
  • Diskussion der Auswirkungen der NAFTA auf regionale Machtverhältnisse und internationale Beziehungen

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Phase der Konstatierung - Das North American Free Trade Agreement

Durch die US – amerikanische Dominanz im nordamerikanischen Wirtschaftsraum ist mit der NAFTA handelspolitisch kein völlig neues Kapitel aufgeschlagen wurden. Stattdessen wurden bereits bestehende Bindungen vertraglich verankert und erweitert. Mit dem Ziel, einen freien internationalen Markt zu erreichen ist die NAFTA ausgehandelt und ratifiziert wurden. Der damalige US-Präsident George Bush verdeutlichte dies in seiner Erklärung vom 15. Juli 1992 während der Vertragsverhandlungen in Houston:

By building together the largest free trading region in the world, Mexico, the United States and Canada are working to ensure that the future will bring increased prosperity, trade and new jobs for the citizens of each of our countries.

Außerdem offenbart die NAFTA das Ergebnis eines US – amerikanischen Positionswechsels hinsichtlich ihrer Anschauung über regionaler Integration, die bisher auf der konsequenten Trennung von Sicherheits- und Wirtschaftsintegration basierte. Washington verfolgte daher mit dem Abkommen nicht nur wirtschaftspolitische, sondern auch außen- und sicherheitspolitischer Ziele. Die USA entschlossen sich deshalb, dem mexikanischen Ersuchen zur Aufnahme von Verhandlungen zur Bildung einer Freihandelszone anzunehmen. Sicherheitspolitisch versprach sich Washington eine innenpolitische Stabilisierung Mexikos und die damit verbundene Stärkung der neuen proamerikanischen marktwirtschaftlichen Haltung. Wirtschafts- und Handelspolitisch intensivierten sich die trilateralen Beziehungen zwischen Mexiko, Kanada und den USA. Die Mitgliedstaaten versprachen sich steigende Exporte durch die weitere Marktöffnung, eine Steigerung globaler Wettbewerbsfähigkeit durch stärkere Spezialisierung und Effizienzgewinne durch die Verlagerung arbeitsintensiver Produktionsschritte von den Industriestaaten nach Mexiko nach der Produktionszyklustheorie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die politikwissenschaftliche Untersuchung der NAFTA ein und beleuchtet das theoretische Verhältnis zwischen regionaler Wirtschaftskooperation, Globalisierung und dem hegemonialen Anspruch der USA.

2. Politischer Regionalismus und ökonomische Regionalisierung: Dieses Kapitel nähert sich begrifflich den Phänomenen des Regionalismus und der Regionalisierung und ordnet diese theoretisch in den Neorealismus, Neoliberalismus und die Internationale Politische Ökonomie ein.

3. Regionale Wirtschaftskooperation am Fallbeispiel der NAFTA: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen Erklärungsansätze für regionale Kooperationen, beleuchtet die Bildungsphase sowie den Abschluss des NAFTA-Vertrags und untersucht die Rolle der institutionellen Strukturen.

4. Ausblick - Die Auswirkung der NAFTA auf regionale und internationale Beziehungen: Der Ausblick diskutiert die sozioökonomischen Konsequenzen der NAFTA für die Mitgliedstaaten und bewertet die Auswirkungen auf die globale Machtbalance und internationale Integrationsprozesse.

Schlüsselwörter

NAFTA, Regionalisierung, Politischer Regionalismus, Internationale Politische Ökonomie, Neorealismus, Neoliberalismus, Hegemonie, Globale Märkte, CUSFTA, Wirtschaftsintegration, Freihandelsabkommen, Weltwirtschaft, Handelsliberalisierung, USA, Mexiko, Kanada.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die NAFTA als Modellfall regionaler Wirtschaftskooperation im Kontext der Globalisierung und untersucht, wie staatliches Handeln durch ökonomische Zwänge beeinflusst wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der politische Regionalismus, die ökonomische Regionalisierung, theoretische Erklärungsmodelle der internationalen Politik sowie die spezifische Fallstudie zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie regionale Wirtschaftskooperation durch die global-hegemonialen Ansprüche der USA zu bewerten ist und ob Regionalisierung eher zur Integration oder zu rivalisierenden Wirtschaftsblöcken führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Analyse durch, die wirtschaftswissenschaftliche Aspekte integriert und dabei theoretische Konzepte (Neorealismus, Neoliberalismus, IPÖ) auf das Fallbeispiel NAFTA anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einbettung regionaler Kooperation, der Historie der NAFTA-Bildung, den wirtschaftlichen Motiven der Mitgliedstaaten und der Funktionsweise sowie den Grenzen der NAFTA-Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regionalisierung, Hegemonie, NAFTA, Internationale Politische Ökonomie und Handelsliberalisierung charakterisieren.

Warum spielt der "Globaler – Märkte – Ansatz" eine zentrale Rolle für die Analyse?

Dieser Ansatz nach Stefan Schirm ist entscheidend, da er erklärt, warum Staaten regionale Kooperationen als "funktional effizientes" Instrument nutzen, um den negativen Wirkungen globaler Märkte, denen sie einzeln weniger adäquat begegnen können, entgegenzuwirken.

Welche Rolle spielt die "Produktionszyklustheorie" in der NAFTA?

Sie dient als theoretische Begründung für die Verlagerung arbeitsintensiver Produktionsschritte aus Industriestaaten nach Mexiko, was zu Effizienz- und Modernisierungseffekten für die beteiligten Volkswirtschaften beitragen soll.

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Details

Title
Regionale Wirtschaftskooperation als Folge ökonomischer Regionalisierung am Fallbeispiel des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA)
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar: Regionen in der Weltpolitik
Grade
1,7
Author
Christian Müller-Thomas (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V69978
ISBN (eBook)
9783638608138
ISBN (Book)
9783638673891
Language
German
Tags
Regionale Wirtschaftskooperation Folge Regionalisierung Fallbeispiel Freihandelsabkommens Hauptseminar Regionen Weltpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Müller-Thomas (Author), 2006, Regionale Wirtschaftskooperation als Folge ökonomischer Regionalisierung am Fallbeispiel des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69978
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