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Standardsprache in kommunikativer Nähe. Der Einfluss der Nationalität des Lehrers auf den Sprachgebrauch Schweizer Gymnasiasten

Título: Standardsprache in kommunikativer Nähe. Der Einfluss der Nationalität des Lehrers auf den Sprachgebrauch Schweizer Gymnasiasten

Trabajo de Seminario , 2019 , 22 Páginas , Calificación: 1.5

Autor:in: Christian Schulz (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Bei welchen kommunikativen Funktionen des Dialektgebrauchs auf der Schülerseite nach Kropf und Steiner lassen sich im Schweizer Gymnasialunterricht standardsprachliche Tendenzen feststellen, wenn die Lehrperson aus Deutschland stammt und fast ausschliesslich bundesdeutsches Hochdeutsch mit norddeutscher Färbung spricht? In einem ersten Schritt sollen die bisherigen relevanten Studien zum Varietätengebrauch im Schweizer Gymnasium kurz vorgestellt werden. Daraufhin wird die methodische Vorgehensweise dieser Arbeit dargelegt und anschliessend erfolgt die Analyse verschiedener Transkriptionen aus vier Unterrichtsstunden an einem Zürcher Gymnasium hinsichtlich kommunikativer Funktionen. Zum Schluss wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus dieser Untersuchung aufgestellt.

Kantonale und schulische Vorgaben bezüglich der kommunikativen Gestaltung des Unterrichts weisen in der Regel einen offensichtlichen Widerspruch zur Handhabung in der realen Unterrichtssituation auf. Dass sowohl die Schweizer Standardsprache, als auch der Dialekt, immer noch beide ihren festen Platz im dynamischen Varietätenverhältnis Schweizer Schulen haben, steht nach Werlens Analyse der hiesigen Sprachenlandschaft außer Frage. Zudem haben Kropf und Steiner in ihren Untersuchungen festgestellt, dass die Verwendung des Dialekts von Schülern und Lehrern auch im Unterricht höherer Schulstufen in der Regel dazugehört. Beide gehen davon aus, dass der Dialektgebrauch dort nicht willkürlich, sondern gemäß eines Regelsystems von kommunikativen Funktionen und Sprachrevieren erfolgt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bisherige Studien

2.1 Einflussfaktoren zu Dialekt und Standardsprache

2.2 Dialektgebrauch bei Lehrern in saarländischen Schulen

2.3 Kommunikative Relevanz von Dialektäusserungen im Unterricht

2.4 Funktionen des Dialektgebrauchs am Gymnasium

3 Methodische Vorgehensweise

3.1 Audioaufnahmen

3.2 Transkription

4 Dialektgebrauch bei Gymnasialschülern

4.1 Kommunikative Funktionen mit Wechsel zum Dialekt

4.1.1 Verständnissicherungsfunktion

4.1.2 Einbezugsfunktion

4.2 Kommunikative Funktionen mit standardsprachlichen Tendenzen

4.2.1 Veranschaulichungsfunktion

4.2.2 Einverständnisfunktion

4.2.3 Intensivierungsfunktion

4.2.4 Korrektur- und Widerspruchsfunktion

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, bei welchen kommunikativen Funktionen Schüler im Schweizer Gymnasialunterricht trotz der Verwendung einer bundesdeutschen Standardsprache durch die Lehrperson auf den Dialekt wechseln bzw. ob sich hier Tendenzen zur Standardsprache zeigen.

  • Varietätenverhältnis von Dialekt und Standardsprache in Schweizer Schulen
  • Kommunikative Funktionen des Varietätenwechsels (nach Kropf und Steiner)
  • Einfluss der Nationalität der Lehrperson auf das Sprachverhalten der Schüler
  • Anpassungsprozesse der Schüler an ein bundesdeutsches Sprachvorbild
  • Analyse von Unterrichtstranskriptionen an einem Zürcher Gymnasium

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Verständnissicherungsfunktion

Bedingt durch die institutionelle Rollenverteilung lässt sich bei der Verständnissicherung eine unterschiedliche Handhabung durch Lehrpersonen und Schülern festhalten. So treten in Steiners Untersuchungen Fälle auf, in denen die Lehrer auf Kleinstwechsel in den Dialekt zurückgreifen, um sicherzustellen, dass die Schüler den vermittelten Inhalt verstehen (vgl. 2008, 227). Diese Kleinstwechsel können jedoch nur von jemanden eingesetzt werden, der im asymmetrischen Wissensverhältnis über mehr Wissen verfügt als sein Konversationspartner (vgl. 227). Im Falle des schulischen Unterrichts ist das normalerweise der Lehrer.

Dennoch können sich auch Schüler vergewissern, dass die gegenseitige Verständigung zwischen ihnen und den Lehrern aufrechterhalten bleibt. Nach Steiner teilen die Schüler ein solches Bedürfnis mit einem Wechsel zur dialektalen Varietät mit, wobei die Antworten von Schülern oder Lehrern darauf bei akustischen Schwierigkeiten in Standardsprache erfolgen (vgl. 227).

In den zwei Doppelstunden treten vier Verständnisnachfragen bei akustischen, inhaltlichen und organisatorischen Problemen auf. Alle vier Fragen werden von den Schülern fast vollständig im Dialekt realisiert. Hier soll eine dieser Situationen als Beispiel vorgestellt werden:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Varietätenverhältnisses in Schweizer Schulen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen einer bundesdeutschen Lehrperson auf den Dialektgebrauch von Schülern.

2 Bisherige Studien: In diesem Kapitel werden grundlegende Forschungen zum Varietätengebrauch von Sieber/Sitta, Ramge, Kropf und Steiner vorgestellt und kontextualisiert.

3 Methodische Vorgehensweise: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Untersuchung, basierend auf Audioaufnahmen von vier Deutschstunden und deren anschließender Transkription nach GAT 2.

4 Dialektgebrauch bei Gymnasialschülern: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der kommunikativen Funktionen des Dialektgebrauchs sowie der beobachteten Tendenzen zur Standardsprache anhand von acht Transkripten.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, welche die Angleichung der Schüler an das Sprachverhalten der Lehrperson sowie Implikationen für die Förderung der Schweizer Standardsprache thematisiert.

Schlüsselwörter

Dialekt, Standardsprache, Schweizer Gymnasium, Unterrichtskommunikation, Varietätenwechsel, Sprachverhalten, Schüler, Lehrperson, Verständnissicherung, Einbezugsfunktion, Veranschaulichungsfunktion, Einverständnisfunktion, Intensivierungsfunktion, Korrekturfunktion, Diglossie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Sprachverhalten von Schülern an einem Zürcher Gymnasium im Kontext der Diglossie, insbesondere wie sich Schüler verhalten, wenn die Lehrperson aus Deutschland stammt und bundesdeutsches Hochdeutsch spricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von Dialekt und Standardsprache im Unterricht, die kommunikativen Funktionen von Varietätenwechseln und die Rolle der Lehrperson als sprachliches Vorbild.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Schüler in bestimmten kommunikativen Funktionen (wie Verständnissicherung oder Intensivierung) vom Dialekt zur Standardsprache tendieren, wenn die Lehrperson als Modell keine Schweizerdeutsche Varietät verwendet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer empirischen Analyse von Audioaufnahmen aus vier Deutschstunden, die transkribiert und nach gesprächsanalytischen Kriterien (GAT 2) hinsichtlich ihrer Funktionen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene kommunikative Funktionen wie die Verständnissicherungs-, Einbezugs-, Veranschaulichungs-, Einverständnis-, Intensivierungs- sowie Korrektur- und Widerspruchsfunktion analysiert und durch spezifische Transkriptbeispiele belegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dialekt, Standardsprache, Varietätenwechsel, Unterrichtskommunikation, Sprachvorbild und Diglossie charakterisiert.

Beeinflusst die Nationalität der Lehrperson tatsächlich den Dialektgebrauch der Schüler?

Ja, die Analyse zeigt, dass Schüler sich bei bestimmten Funktionen tendenziell an das hochdeutsche Sprachverhalten der bundesdeutschen Lehrperson anpassen, indem sie auf Dialekt verzichten oder diesen nachträglich korrigieren.

Gibt es Funktionen, bei denen der Dialekt trotz der Lehrperson beibehalten wird?

Ja, Funktionen wie der reine Widerspruch ohne Korrekturcharakter werden weiterhin häufiger mittels Varietätenwechsel vom Hochdeutschen zum Dialekt vollzogen.

Wird die "Vorbildfunktion" der Lehrperson in der Arbeit kritisch beleuchtet?

Ja, die Arbeit diskutiert, dass eine Lehrperson als sprachliches Vorbild fungiert und dass die Ausbildung von Lehrpersonen, die die Standardsprache als lebendige Alltagssprache in der Schweiz etablieren, zur Überwindung der sogenannten "linguistischen Schizophrenie" beitragen könnte.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Standardsprache in kommunikativer Nähe. Der Einfluss der Nationalität des Lehrers auf den Sprachgebrauch Schweizer Gymnasiasten
Universidad
University of Zurich  (Deutsches Seminar)
Curso
Mundart und Standardsprache als Problem der Schule
Calificación
1.5
Autor
Christian Schulz (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
22
No. de catálogo
V703374
ISBN (Ebook)
9783346176752
ISBN (Libro)
9783346176769
Idioma
Alemán
Etiqueta
Standardsprache Mundart Schweiz Unterrichtssprache
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Schulz (Autor), 2019, Standardsprache in kommunikativer Nähe. Der Einfluss der Nationalität des Lehrers auf den Sprachgebrauch Schweizer Gymnasiasten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703374
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