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Zeitstruktur und Perspektive in Marguerite Duras' L'Amant

Titre: Zeitstruktur und Perspektive in Marguerite Duras' L'Amant

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Wimmer (Auteur)

Philologie française - Littérature
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Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Zeitstruktur und die Perspektive im Roman L’Amant von Marguerite Duras. In meiner Hausarbeit untersuche ich zunächst die vorherrschenden beiden Erzählperspektiven, zeige auf, nach welchen Kriterien man sie erkennt bzw. unterscheiden kann und welche Wirkung beide sich abwechselnden Erzählperspektiven auf den Leser haben.
Anschließend gehe ich auf die Zeitstruktur in L’Amant ein. Anhand der Benennung einiger wichtiger Zeitebenen und ihrer Bedeutung zeige ich die gestaltende und zentrale Rolle der Erinnerung in L’Amant auf. Abschließend beleuchte ich die Frage, warum es überhaupt Wechsel in der Erzählperspektive und in der Zeitstruktur gibt und welche Wirkung damit erzielt werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erzählperspektive in L’Amant

2.1 Interne homodiegetische Fokalisierung

2.2 Interne heterodiegetische Fokalisierung

3 Zeitstruktur in L’Amant

3.1 Benennung einiger Zeitebenen

3.1.1 Schreibsituation

3.1.2 Die letzten eineinhalb Jahre in Indochina

3.1.3 Gedanken und Bewertungen

3.1.4 Kindheit des Erzählers

3.1.5 Biographien der Mitmenschen

3.2 Die gestaltende Rolle der Erinnerung in L’Amant

4 Warum gibt es in L’Amant Wechsel in Fokalisierung und Zeitstruktur?

5 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die komplexen Erzählstrukturen und die Zeitgestaltung in Marguerite Duras’ Roman L’Amant, um aufzuzeigen, wie diese Elemente die Wirkung des Werkes auf den Leser und die Authentizität des Erinnerungsprozesses beeinflussen.

  • Analyse der Erzählperspektiven nach dem Modell von Genette.
  • Untersuchung der nicht-chronologischen Zeitstruktur und der Funktion von Pro- und Analepsen.
  • Darstellung der zentralen Rolle der Erinnerung für die Konstruktion der Identität.
  • Deutung der Wechsel in Perspektive und Zeit als bewusste Gestaltungsmittel der Autorin.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die letzten eineinhalb Jahre in Indochina

Das zentrale Thema der Erinnerung sind die letzten eineinhalb Jahre der Erzählerin in Indochina. Dies ist die Zeitspanne zwischen dem Kennenlernen des Mädchens und seines chinesischen Liebhabers auf der Fähre bis zur Abreise des Mädchens und seiner Familie nach Frankreich. Quantitativ hat diese Zeitebene eine große Bedeutung für den Roman. Schon der Name des Romans L’Amant spiegelt inhaltlich diese Zeitebene wider und verweist durch die Namensgebung auf die Wichtigkeit dieser Zeitspanne für das Leben der Erzählerin. Der Liebhaber kommt nur in diesen eineinhalb Jahren vor, mit Ausnahme seines Anrufs bei der Erzählerin viele Jahre später.

Aufbauend auf dieser Ebene finden weitere Erinnerungsstränge ihren Ausgang. Wenn sich die Erzählerin beispielsweise an das Familienleben in dieser Zeit erinnert, so finden Analepsen der Kindheit der Erzählerin (siehe 3.1.4) und Prolepsen der Biographien der anderen Familienmitglieder (siehe 3.1.5.) nach dieser Zeitspanne in den 30er Jahren in Indochina Erwähnung. Diese werden zur Erklärung gegenwärtiger Situationen auf dieser Zeitebene durch ihre Wurzeln in der Vergangenheit (Analepsen) und zum Aufzeigen der sich wiederum aus dieser Zeitebene resultierenden Folgen für die Beteiligten und ihr weiteres Leben (Prolepsen) benutzt.

Der Überbegriff „die letzten eineinhalb Jahre in Indochina“ setzt sich vor allem aus den Erinnerungen an das Familienleben mit all seinen positiven und negativen Begleiterscheinungen, « Jamais bonjour, bonsoir, bonne année. Jamais merci. Jamais parler. Jamais besoin de parler. Tout reste, muet, loin. C’est une famille en pierre, pétrifiée dans une épaissseur sans accès aucun. » (Duras, S.69), an die Entwicklung der Beziehung des Mädchens zum Chinesen vom Kennenlernen im Alter von 15 ½ bis zum Abschied mit 17 und die gemeinsamen Erlebnisse zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Gegenstands der Arbeit, der untersuchten Erzählperspektiven und der Zeitstruktur im Roman.

2 Erzählperspektive in L’Amant: Untersuchung der internen homodiegetischen und heterodiegetischen Fokalisierung nach dem Modell von Gérard Genette.

3 Zeitstruktur in L’Amant: Analyse der verschiedenen Zeitebenen und der Rolle des Erinnerns im Aufbau des Romans.

4 Warum gibt es in L’Amant Wechsel in Fokalisierung und Zeitstruktur?: Erörterung der Wirkung der Erzählmittel auf den Leser und die Fiktionalität des Werkes.

5 Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Marguerite Duras, L’Amant, Erzählperspektive, Zeitstruktur, Fokalisierung, Erinnerung, Genette, Analepse, Prolepse, Indochina, Fiktionalität, Romananalyse, Literaturwissenschaft, Autobiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Zeitstruktur und die verschiedenen Erzählperspektiven im Roman L’Amant von Marguerite Duras.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Klassifizierung der Erzählperspektiven, der Aufbau der Zeitebenen durch Erinnerung sowie die Wirkung dieser stilistischen Mittel auf die Wahrnehmung des Lesers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Duras durch den Wechsel von Perspektive und Zeit sowie den Einsatz von Erinnerungsfragmenten einen Eindruck von Authentizität und Fiktionalität zugleich erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur Klassifizierung der Erzählperspektiven wird das Fokalisierungsmodell nach Gérard Genette angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Erzählperspektiven und eine umfassende Untersuchung der Zeitebenen, wie etwa die Schreibsituation, die Kindheit der Erzählerin und die Biografien der Mitmenschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Autorin und dem Werk vor allem Fokalisierung, Zeitstruktur, Erinnerungskonstruktion, Analepse und Prolepse.

Welche Rolle spielt das Konzept der „Schreibsituation“ in der Arbeit?

Die Schreibsituation dient als Ausgangspunkt für den Erinnerungsvorgang, von dem aus die Erzählerin auf alle anderen Zeitebenen des Romans zugreift.

Warum wird der Roman als „Roman der Erinnerung“ bezeichnet?

Die Arbeit legt dar, dass der Roman fast ausschließlich auf der subjektiven Rekonstruktion der Vergangenheit basiert, die zwangsläufig Verfälschungen und Lücken aufweist, welche jedoch zur authentischen Wirkung beitragen.

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Résumé des informations

Titre
Zeitstruktur und Perspektive in Marguerite Duras' L'Amant
Université
University of Mannheim
Cours
Proseminar: Erzählen in Film und Literatur (Marguerite Duras)
Note
1,7
Auteur
Daniel Wimmer (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V71174
ISBN (ebook)
9783638628051
Langue
allemand
mots-clé
Zeitstruktur Perspektive Marguerite Duras Amant Proseminar Erzählen Film Literatur Duras)
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Wimmer (Auteur), 2005, Zeitstruktur und Perspektive in Marguerite Duras' L'Amant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71174
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Extrait de  13  pages
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