Inhaltsverzeichnis
1. Text 3
2. Übersetzung und Textkritik 3
3. Situationsanalyse 6
4. Kontextanalyse 7
5. Formanalyse 9
6. Gattungsanalyse 10
7. Motivanalyse 11
8. Traditionsanalyse 14
8.1.Synoptischer Vergleich 15
9. Redaktionsanalyse 16
10.Interpretation
Literaturverzeichnis 19
Inhaltsverzeichnis
1. Text
2. Übersetzung und Textkritik
3. Situationsanalyse
4. Kontextanalyse
5. Formanalyse
6. Gattungsanalyse
7. Motivanalyse
8. Traditionsanalyse
8.1.Synoptischer Vergleich
9. Redaktionsanalyse
10.Interpretation
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der exegetischen Untersuchung der Perikope Markus 6,14-16, um die Bedeutung der Frage des Herodes nach der Identität Jesu im markinischen Kontext zu erschließen und die literarische sowie theologische Einordnung dieses Abschnitts zu bestimmen.
- Textkritische Analyse der Überlieferungsgeschichte von Markus 6,14-16
- Untersuchung der Situations- und Kontextfaktoren im Markusevangelium
- Form- und gattungsgeschichtliche Bestimmung des Textabschnitts
- Analyse zentraler Motive wie Johannes der Täufer, Elia und Auferweckung
- Redaktionsgeschichtliche Einordnung des Textes durch den Evangelisten Markus
Auszug aus dem Buch
3. Situationsanalyse
Wie die drei anderen Evangelien des Neuen Testaments nennt das älteste bekannte Evangelium keinen Verfasser. Papias von Hierapolis erwähnt um 130 n. Chr. einen Johannes Markus, der Dolmetscher Petri (vgl. 1. Petr. 5, 13) gewesen war und der dessen Worte aufschrieb. Der Verfasser war also kein Augenzeuge Jesu. Dies berichtet Euseb im 4. Jh. Einen Hinweis auf petrinische Theologie findet man bei Mk aber nicht. Euseb verteidigt die scheinbar fehlende Ordnung im Text damit, dass Petrus Jesu Reden aus dem Kopf zu bestimmten Anlässen erzählt hat, dies aber in korrekter Weise. Wahrscheinlich war „Markus“ aber schon durch die Tradition fest mit dieser Schrift verbunden, da sie keinem der Jünger zugeschrieben wurde.
Der Herkunft nach war Markus wahrscheinlich Nichtjude. Sein Griechisch entspricht dem Stil der Volksliteratur und der literarischen Koine. Sein Sprachstil weist keinen semitischen Einfluss auf. Trotzdem war er des aramäischen bzw. hebräischen mächtig, was die korrekte Wiedergabe und Übersetzung von Worten dieser Sprachen belegt (5,41; 7,34; 15,22.34 u. ö.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Text: Dokumentation des griechischen Originaltextes von Markus 6,14-16 unter Berücksichtigung vorgenommener textlicher Änderungen.
2. Übersetzung und Textkritik: Detaillierte Analyse und kritische Abwägung der verschiedenen handschriftlichen Lesarten sowie eine deutsche Übersetzung.
3. Situationsanalyse: Untersuchung der historischen und literarischen Rahmenbedingungen, wie Verfasserschaft, Abfassungszeit und Zielgruppe des Markusevangeliums.
4. Kontextanalyse: Einordnung der Perikope in den Makrokontext des Evangeliums und Untersuchung der Funktion der Passage innerhalb des Markusevangeliums.
5. Formanalyse: Strukturelle Untersuchung der Perikope, insbesondere hinsichtlich der verwendeten Verbformen und der erzählerischen Rahmung.
6. Gattungsanalyse: Bestimmung der literarischen Gattung des Abschnitts als identifikatorische Akklamation.
7. Motivanalyse: Untersuchung zentraler theologischer Motive wie das Unverständnis der Akteure, die Rolle Johannes des Täufers, die Elia-Erwartung und die Bedeutung der Auferweckung.
8. Traditionsanalyse: Untersuchung der Überlieferungsstufen und der Differenzierung zwischen vormarkinischem Material und markinischer Redaktion.
8.1.Synoptischer Vergleich: Analyse der Parallelen und Unterschiede zwischen den Darstellungen in Markus, Matthäus und Lukas.
9. Redaktionsanalyse: Zusammenfassende Bewertung der redaktionellen Bearbeitung durch Markus zur Überleitung auf nachfolgende Abschnitte.
10.Interpretation: Theologische Auslegung der Verse 14 bis 16 mit Fokus auf die Christologie und die Identität Jesu im Markusevangelium.
Schlüsselwörter
Markusevangelium, Markus 6,14-16, Herodes Antipas, Johannes der Täufer, Elia, Auferweckung, Prophet, Christologie, Exegese, Unverständnis, Akklamation, Synoptischer Vergleich, Redaktionsanalyse, Motiv, Identität Jesu.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse der neutestamentlichen Perikope Markus 6,14-16, in der die Reaktion des Herodes auf die Berichte über das Wirken Jesu thematisiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Identitätsfrage Jesu, die Bedeutung von Johannes dem Täufer, eschatologische Erwartungen wie die des Elia sowie die literarische Arbeitsweise des Evangelisten Markus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Markus durch die redaktionelle Gestaltung dieses Abschnitts die Christologie stärkt und die Unkenntnis der Zeitgenossen Jesu gegenüber seiner wahren Identität hervorhebt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden klassische Methoden der historisch-kritischen Exegese angewandt, darunter Textkritik, Formgeschichte, Gattungsanalyse, Traditionsgeschichte und Redaktionskritik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Durchleuchtung des Textes von der Wortebene über die Form und Gattung bis hin zu einer ausführlichen Motiv- und Redaktionsanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Markusevangelium, Christologie, Identitätsfrage, Herodes, Johannes der Täufer und Exegese.
Welche Rolle spielt Herodes in der Perikope?
Herodes fungiert als vordergründiger Hauptakteur, dessen Unsicherheit und Fragen bezüglich Jesu Identität dazu dienen, den Leser auf die höhere Sendung Jesu aufmerksam zu machen.
Warum wird Jesus mit Johannes dem Täufer verglichen?
Der Vergleich dient als Ausdruck des Unverständnisses der Akteure; für den Leser wird dadurch jedoch die eschatologische Dimension und das Wirken Jesu als Messias unterstrichen.
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- Michael Schuft (Author), 2006, Die Frage des Herodes, Mk 6,14-16, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71738