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Das Problem fairen Teilens aus wirtschaftstheoretischer Sicht

Title: Das Problem fairen Teilens aus wirtschaftstheoretischer Sicht

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hendrik Eggenstein (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es darzustellen, welche Probleme sich ergeben wenn Vermögensgegenstände, Land oder Preise für Dienstleistungen geteilt werden sollen. Außerdem sollen Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme aufgezeigt werden.
Das Problem etwas teilen zu müssen oder auch teilen zu wollen ist in allen Lebenslagen und jeden Tag allgegenwärtig. Schon in frühester Kindheit kommen Konflikte auf, wenn es darum geht wer denn nun zuerst mit dem „roten Plastikrennwagen“ fahren darf und wer als zweiter dran ist. Meist einigt man sich hier auf eine alternierende Lösung (erst Du, dann ich, dann ich, dann Du usw.). Natürlich ist dies nur ein kleiner privater Konflikt. Beispiele für ältere Teilungskonflikte auch von globaler Bedeutung sind das salomonische Urteil in der Bibel, die Fabel von Aesop über den Löwen, den Fuchs und den Esel oder die Aufteilung der verschiedenen Länder unter den Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg. All diese Konflikte wurden durch mehr oder weniger faire Verfahren gelöst, welche zwar auf die Grundform „Du teilst ich suche aus“ oder umgekehrt zurückgeführt werden können, aber auf die spezifische Situation zugeschnitten waren.
In jüngerer Zeit treten Teilungsprobleme eher bei Scheidungsfällen, Arbeitsstreitigkeiten, Lohnverhandlungen oder internationalen Verhandlungen auf. Ein Beispiel für einen Scheidungsfall ist die Scheidung von Donald und Ivana Trump. Um bei solchen Konflikten eine für alle Beteiligten faire Lösung zu erhalten ist es wünschenswert einen generalisierten Lösungsansatz zu haben. Eine solche Prozedur wurde von Brams, Taylor 1999 entwickelt und patentiert. Es handelt sich hierbei um die sogenannte „adjusted winner Methode“, welche nach Ansicht der Erfinder in allen Lebenslagen anwendbar ist und zu einer fairen und neidfreien Teilung der Streitsache führt.
In der vorliegenden Arbeit soll sowohl dieses Teilungsverfahren als auch zwei weitere Verfahren beschrieben werden. Vorher sollen jedoch Bewertungskriterien vorgestellt werden mit denen es möglich ist die Zufriedenheit der Streitparteien mit der durch das Verfahren erreichten Lösung zu beurteilen. Abschließend wird ein Fazit gezogen in dem sowohl die dargestellten Verfahren soweit noch nicht an entsprechender Stelle geschehen als auch die Kriterien geprüft und kritisch hinterfragt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEWERTUNGSKRITERIEN

2.1 VERHÄLTNISMÄßIGKEIT

2.2 NEIDFREIHEIT

2.3 GERECHTIGKEIT

2.4 EFFIZIENZ

3 TEILUNGSVERFAHREN

3.1 STRICT ALTERNATION- ODER BALANCED ALTERNATION-METHODE

3.2 DIVIDE-AND-CHOOSE-METHODE

3.3 ADJUSTED-WINNER-METHODE

4 FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht wirtschaftstheoretische Verfahren zur fairen Verteilung von Vermögensgegenständen oder Dienstleistungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie bei Teilungskonflikten – etwa in Scheidungsfällen oder bei Lohnverhandlungen – durch standardisierte Methoden eine für alle Beteiligten akzeptable und faire Lösung erreicht werden kann.

  • Analyse zentraler Bewertungskriterien wie Neidfreiheit, Verhältnismäßigkeit und Effizienz.
  • Gegenüberstellung verschiedener Teilungsalgorithmen, insbesondere der "Adjusted-Winner-Methode".
  • Kritische Würdigung der Manipulierbarkeit von Verteilungsverfahren bei asymmetrischen Informationen.
  • Praktische Anwendung der Methoden anhand von Fallbeispielen wie Scheidungsauseinandersetzungen und Flugreservierungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Strict alternation- oder balanced alternation-Methode

Unter der strict alternation Methode versteht man, dass jede der beiden Partein aus einem Pool von Möglichkeiten abwechselnd auswählen darf. Das Prinzip hierbei ist recht einfach. Partei A beginnt und wählt x danach ist Partei B an der Reihe und wählt y. Danach beginnt der beschriebene Prozess von vorn. Das Problem bei diesem Verfahren ist, dass derjenige der beginnen darf immer im Vorteil ist gegenüber dem Zweiten.

Das wohl bekannteste und auch „grausamste“ Beispiel hierfür lernt wohl jeder in der Schule im Sportunterricht kennen immer dann, wenn 2 Mannschaften gebildet werden sollen. Zwei Mitschüler dürfen die Mannschaften wählen. Der erste beginnt dann ist der zweite dran usw. bis niemand mehr übrig ist. Hier wird das Problem besonders deutlich, wenn es in der Klasse drei herausragende Sportler gibt, denn dann sind immer zwei davon in einer Mannschaft und die andere Mannschaft ist benachteiligt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das allgegenwärtige Problem des Teilens ein und motiviert die Notwendigkeit generalisierter Lösungsansätze anhand praxisnaher Beispiele.

2 BEWERTUNGSKRITERIEN: In diesem Kapitel werden vier wesentliche Kriterien – Verhältnismäßigkeit, Neidfreiheit, Gerechtigkeit und Effizienz – definiert, um die Qualität von Teilungsergebnissen wissenschaftlich beurteilen zu können.

3 TEILUNGSVERFAHREN: Das Hauptkapitel stellt verschiedene Algorithmen zur Konfliktlösung vor, wobei die Limitationen und die Manipulierbarkeit der Verfahren anhand von Scheidungs- und Wirtschaftsbeispielen detailliert analysiert werden.

4 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die vorgestellten Verfahren zwar Fortschritte bieten, jedoch bei privatem Informationsvorsprung anfällig für strategische Manipulation bleiben und keineswegs eine endgültige "perfekte" Lösung darstellen.

Schlüsselwörter

Faires Teilen, Adjusted-Winner-Methode, Neidfreiheit, Effiziente Allokation, Spieltheorie, Verteilungsgerechtigkeit, Mediator, Scheidungskonflikt, Präferenzen, Nutzenkurven, Edgeworth-Box, Manipulierbarkeit, Verhandlungstheorie, Wirtschaftstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Problem des fairen Teilens von Gütern oder Dienstleistungen aus einer mikroökonomischen Perspektive und prüft, ob mathematisch fundierte Verfahren zu gerechteren Ergebnissen führen können als informelle Einigungen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Fairness-Kriterien in der Wirtschaftstheorie sowie die Untersuchung von konkreten Algorithmen zur Konfliktlösung bei zwei streitenden Parteien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, verschiedene Teilungsverfahren vorzustellen und anhand von Bewertungskriterien zu prüfen, ob sie den Parteien eine Lösung bieten, die als fair, effizient und neidfrei empfunden wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine wirtschaftstheoretische Analyse angewandt, die auf Modellen der Spieltheorie und der Nutzenmaximierung basiert, ergänzt durch die Anwendung auf praxisorientierte Fallbeispiele.

Was steht im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung der Strict-Alternation-, Divide-and-Choose- und der Adjusted-Winner-Methode, inklusive ihrer Vor- und Nachteile.

Welche Kriterien charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Anwendung der Kriterien Verhältnismäßigkeit, Neidfreiheit, Gerechtigkeit und Effizienz aus, um subjektive Präferenzen in objektive Verteilungsentscheidungen zu übersetzen.

Warum ist die Adjusted-Winner-Methode für den Autor von besonderem Interesse?

Sie wird hervorgehoben, da sie als erstes patentiertes Verfahren gilt und als einziges der untersuchten Verfahren theoretisch alle vier genannten Fairness-Kriterien gleichzeitig erfüllen kann.

Wie kritisch bewertet der Autor die vorgestellten Lösungen?

Der Autor bleibt kritisch; er weist darauf hin, dass alle Verfahren anfällig für Manipulation sind, wenn ein Partner über mehr Informationen als der andere verfügt, und warnt vor einer Überbewertung der mathematischen Fairness.

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Details

Title
Das Problem fairen Teilens aus wirtschaftstheoretischer Sicht
College
University of Dortmund
Grade
2,3
Author
Hendrik Eggenstein (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V72472
ISBN (eBook)
9783638634106
Language
German
Tags
Problem Teilens Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Eggenstein (Author), 2002, Das Problem fairen Teilens aus wirtschaftstheoretischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72472
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